Mein Dachzelt ist da

Diskutiere Mein Dachzelt ist da im Forum FAQ-Camping im Bereich HDK-FAQ - So, nachdem einiges nicht so rund lief mit Versand/Lieferung etc., habe ich heute spontan frei genommen, einen Transporter gemietet und das Teil...
Reisebig

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Einiges kann man auch über einen MPPT Regler rausholen, der setzt die überzähligen Volt in Watt/Ampere um.
 
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Tim

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100W-Panel bedeutet, dass das Panel bis 100W (manchmal sogar mehr - aber vernachlässige das mal) am Ausgang anliegen haben kann.
Das Panel hat dabei ne Spannung im Bereich 18-20V. Einfache Lader schneiden alles über der Ladesannung (vereinfacht 12V) ab, so dass du ca. 1/3 verschenkst. Abhilfe schaffen MPPT-Lader, die quasi wie ein Trafo arbeiten und (abgesehen von etwas Verlust) die volle Leistung an die Batterie geben.
Aus der Praxis: Flach auf dem Fahrzeugdach mit Luft dazwischen habe ich sehr oft um die 60W seltener auch mal über 70W anliegen. Ist die Batterie voll, passiert eh nichts mehr.
Einfache Überschlagsrechnung; Kühlbox zieht 60W und läuft im Sommer an einem Sonnentag 1/4 der Zeit.
100W Panel liefert auch 60W für ca. 1/3 des Tages.
Panel erzeugt also mehr als die Kühlbox zieht.
Damit brauchst du nur die Energie zu puffern, die die Kühlbox innerhalb von 24h zieht (pessimistisch betrachtet).
60W*24h/4 = 360Wh (real wirst du selten über 300Wh/24 Stunden kommen)
Das sind bei 12V 30Ah. Geht man auf Blei/AGM sollte man berücksichtigen, dass man nur etwa die Hälfte der Kapazität nutzen kann. Damit landet man bei einer 60Ah Batterie. Das ist das Extrem "sonniger Sommertag" mit hohem Verbrauch.

Das andere Extrem ist "bedeckter Novembertag". An solchen Tagen hast du Spitzenleistungen die bei 5% der maximalen Panelleistung (Erfahrungswert beim Haus) sind, flach auf dem Dach eher 3%. Da wird der Lader vermutlich gar nicht anspringen, so dass du einen Ertrag von 0 hast. Da die benötigte Kühlleistung aber auch geringer ist, ist das gar nicht so wild. Und mehrere Tage an einem Ort, ohne dass das Fahrzeug bewegt wird, sind da auch eher untypisch. Und da kannst du einfach die Kühlbox "auf Vorrat" während der Fahrt am Bordnetz kühlen lassen. Sprich Temperatur auf 0°C oder knapp darüber einstellen und im Stand dann wieder auf 6-7°C. Da wird die Kühlbox nur sehr wenig anspringen und du kommst mit einer 60Ah auch ganz schön weit. Wenn du da nur ein Wochenende unterwegs bist, kommt zwischen den Wochenenden mit Sicherheit auch wieder etwas Sonne durch, so dass die Batterie wieder geladen wird.

Die Überlegungen beziehen sich auf 1. die Kühlbox als Hauptverbraucher und 2. das Szenario Gelegenheitscamper. Wenn wir von einer Standheizung sprechen oder es in Richtung Vanlife geht, dann muss das anders betrachtet werden. Zwischen den Wochenenden schalte ich aktuell meine Kühlbox gar nicht mehr aus und ich muss sagen, dass das prima funktioniert.
 
fuel

fuel

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Nicht weit weg etabliert sich gerade eine noch sehr junge Firma. Dort war ich vorab auch mal schauen wie die drauf sind und wie es da so aussieht. Da gibt es erhebliche Unterschiede in/um Berlin kann ich berichten...

Jedenfalls sind die Jungs von My Happy Camper – Wir vermieten und verkaufen Anhänger, Dachzelte und Camping Zubehör in Berlin unglaublich gut drauf, sehr freundlich, die Halle sauber und ja, es gibt Plätze zum überwintern.

Moin @Berlin(er)go
Dein Hiweis hat mich erneut auf deren Seite gebracht :) Danke.
Ich misch mich mal so rein.
Dachzelte sind mir bei Preis-Leistung nichts, ich liege gerne hinter einer festen Aussenhülle, außerdem ist mein Dach mit Kiste und Terasse voll ;-)
ABER die Anhänger (Happy Camper) finde ich scharf, genial, Bombe. So als kleine trockene Schlafgelegenheit.
Vielleicht auch selber einen "ausbauen". Hm.
Auf jeden Fall habe ich mal wieder reingeschaut, Verleih ist ja auch möglich.
Brauche einen für nächstes WE, vielleicht fahre ich dafür extra von der Küste nach Berlin ;-)
Gute Anregung.
 
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sergeant_kang

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hier habe ich mal eine Verständnisfrage:

Wenn der Wirkungsgrad bei 25% liegt, kommen dann bei einem 100W Panel max. 25W an der Batterie an? Könnte ich theoretisch also 400W Panel haben um 100W zu ernten? Mit Strömlingen habe ich es echt nicht so :)

an einem klaren Sommertag liefert die Sonne 1000W Leistung auf jeden Quadratmeter Erdoberfläche.
100W Panel mit 25% Wirkungsgrad wird mit 400W Sonnenleistung bestrahlt und hat ca. 0,4m² Fläche.
 
hal23562

hal23562

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... ABER die Anhänger (Happy Camper) finde ich scharf, genial, Bombe. So als kleine trockene Schlafgelegenheit.
Vielleicht auch selber einen "ausbauen". Hm. ...
OFF TOPIC Ja, :hm: ... du scheinst ein Fall für eine immer noch geniale "Piroschka"
https://klappcaravanforum.de/images/userpix/13_Piroschka_zwei_davon_2.jpg

oder einen Klappfix zu sein! :mrgreen:
https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=1920x400:format=jpg/path/s2e691e86dc4da4e5/image/i47628172e05078c5/version/1450973993/image.jpg

Das sind Oldies aber immer noch klasse und die Teile gibt es auch in modern. Für diese Dinger gibt es sogar ein eigenes Forum.

Grüßle - HAL ON TOPIC :blumen:
 
Berlin(er)go

Berlin(er)go

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Leider hats mich wohl erwischt.
Man ist eben keine 20 mehr.

In der Zwischenzeit habe ich auf Zubehör gewartet und hier und da was probiert. Heute dann mal raus und zumindest mal ein Mittagsschläfchen gehalten. Wenn nur die Tage zwischen den Wochenenden nicht wären....
IMG_3255.JPG IMG_3256.JPG IMG_3259.JPG

Das Tarp ist eine angenehme Überraschung. Es wird mit so Kedersteinen über eine innen am Dachzelt liegende Keder"Leiste" geschoben. Keine Leiste sondern eher so textil. Auf den Bildern ist es noch nicht so gleichmäßig eingezogen und auch noch nicht ordentlich abgespannt. Dennoch super, da man trockenen Fußes ein- und aussteigen kann oder auch bei Sonne gut bedeckt drunter sitzen kann.
IMG_3263.JPG IMG_3267.JPG IMG_3262.JPG

Die Querträger auf dem Dachzelt laden dazu ein, sowas hier draufzumachen um alles Geraffel möglichst aus dem Fahrzeuginneren zu bekommen: https://www.atu.de/shop/Transport-w...-Liter-NO2011?adword=google/pool/shopping_LIA Da bin ich noch am mich finden.
IMG_3259.JPG

Solar wird wohl doch eher eine flexible Geschichte die ich in Abwesenheit auch einfach hinter die Frontscheibe klemmen kann. Später dann.

Etwas gedauert hat die Lösung für die Haken der Leiter. Die klemmen einfach in der unteren Dachzeltschale. Da ich die schmale Größe des Zeltes genommen habe und Bodo recht breit ist, lag die Leiter am Fahrzeug quasi saugend an. Das war nix. Ich wollte das Zelt aber auf dem Dach mittig positioniert lassen. Auch drehen sich diese Haken 360 Grad, was die Leider instabil machte und eben noch weiter ans Auto drückte.

Es gibt passendes Zubehör, jedoch nur in Australien bei Drifta - die senden nicht hier her. Bei Drifta EU warten sie seit Monaten auf den Container. Also musste ne andere Lösung her. Ich habe gestern dann im Bootszubehör zufällig so Augplatten gefunden, die Löcher auf 8mm aufgebohrt und mittels Hammerschlagschrauben in der Nut befestigt. Funzt bestens und da mein Gewicht mit einer 1 beginnt, kann ich das so sagen :) Aussehen ist mit egal.
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Dagmar

Dagmar

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Als ich frisch mit R4 und bestandem Führerschein unterwegs war, wollte ich auch unbedingt ein Dachzelt haben und hab (jugendliche Einfälle) über einen Eigenbau nachgedacht, weil die Dinger damals 4.000 Mark kosteten, die ich nicht hatte :-D
Wurde nie realisiert und ich hab bis heute kein Dachzelt. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht so richtig, ob ich das noch wollen würde, im Auto fühl ich mich doch etwas sicherer. Aber cool sind die Teile immer noch :)
 
Berlin(er)go

Berlin(er)go

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m Auto fühl ich mich doch etwas sicherer.
Das kann ich verstehen. Für uns die Lösung so einfach die Bessere. Ich fahre ja (leider noch) öfter ins Büro oder hier und da hin, auch gemeinsam mir der Frau. Da war das zuletzt etwas störend immer ein voll gepacktes Freizeitmobil zu haben. So herrscht innen mehr Ordnung, ist mehr Platz und das Ding oben drauf stört quasi garnicht. An den WE hole ich die Euroboxen mit Krims und eben auch Krams aus dem Keller und los gehts.

Demnächst sind wir drei Wochen im Harz in unserer FW. Ich werde die Gelegenheit nutzen und hoffe auf spannende Nächte mit Wildbeobachtungen aus sicherer Höhe mit guter Aussicht. Der Herbst ist meine Jahreszeit :)
 
Berlin(er)go

Berlin(er)go

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Frisch wars heute Nacht...

Letzte Woche war ich dienstlich im schönen Thüringen und wollte am WE einfach noch mal raus. Also alles zusammengeworfen und los.
IMG_3360.JPG

Da es nachts nur um die 10 Grad haben sollte, habe ich das Thermoinnenzelt mitgenommen und auch eingehangen.
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So weit so gut, warmer Schlafsack war auch am Start. In der Nacht wurde es dann doch frischer und ich frage mich, wie bekommt man das Zelt innen wärmer oder auch gemütlicher ohne eine Heizung zu nutzen? Auf jeden Fall brauche ich wohl ne warme bzw. kuschlige Unterlage, denn das Spannbetttuch auf der Matratze ist auch eher kühl.

Ich habe wohl auch den Fehler gemacht, das Thermoinnenzelt nicht ganz zu schliessen um nicht in einem "Sarg" zu liegen. Da ist wohl einiges an Wärme verloren gegangen....und Kälte reingekrochen.
IMG_3370.jpg

Was sind Eure Kniffe um es gemütlich(er) zu haben?
 
christiane59

christiane59

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Mancher stellt sich eine Standheizung in der Kiste daneben und legt den Heizschlauch nach oben. Heizdecken sind auch beliebt. Es gibt auch welche, die an der 12V Batterie laufen, mittlerweile sogar welche mit eigenem Akku. Sollen gut sein, aber Erfahrung habe ich keine. Oder die neuen, langen Wärmflaschen.
 
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Tim

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Großen Stein (Schamott oder einfach ne kleinere Terassenplatte aus Beton) für 10-20 Minuten auf den Gaskocher legen. Das speichert ordentlich Wärme und gibt sie über Stunden ab.
 
Berlin(er)go

Berlin(er)go

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Dachzeltheizungen beobachte ich schon länger, sind aber eine nicht unerhebliche Investition da DIY bei mir einfach ausfällt. Vermutlich würde ich sogar eher eine Wasserstandheizung in Bodo nachrüsten lassen und den Luftstrom nach oben hin verlängern. Derzeit aber einfach nicht drin.

Da ich im Schlafsack selbst ja nicht friere, es aber ringsherum unangenehm frisch ist, muss was anderes her. Schamott klingt spannend. Mir fehlt die Idee wohin mit dem heissen Stein. Mein Plan ist nun, mir meine Schlafstätte zu pimpen.

Es wird ein neuer, wärmerer Schlafsack, den ich auch als Decke ausbreiten kann. Ich finde es etwas beengend in meinem 80cm breiten Schlafsack zu liegen bzw. mich mal umzudrehen. Ich bin ja kein Extremkletterer wo es nachts um reines Überleben geht ;-) Der alte wird -künftig dann ausgebreitet- die Unterlage bilden und so das kühle Spannbettlaken der Matratze entschärfen.

Unter das Mesh das unter der Matratze ist, kommt ne 7mm Isomatte mit Aluminiumbeschichtung. Das Thermoinnenzelt schliesse ich künftig gleich vollständig um möglichst viel "Wärme" innen zu halten. Und ich nehme mit Überlegung Klamotten mit, die früh das Aufstehen bei <10 Grad erleichtern. Bald gehts in den Harz :)

LG @all
 
hal23562

hal23562

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Moin @Berlin(er)go ,
ich habe jahrelang in Zelten mit Schlafsack gecampt. "Mit" weil ich die Dinger eigentlich fast immer als Decke nutzte. Auch ich fühle mich in Schlafsäcken beengt. Wenn man die aber sowieso als Decke nutzt kann man gleich eine verwenden. Normale Decken haben aber meist den Nachteil, dass man zuweilen kalte Füße/Beine bekommt. Genau hier kommt der "Quilt" ins Spiel. Das ist eigentlich eine Decke mit optional schließbarer Fußbox. Wird in der Backpacker/UL-Szene gern verwendet. Im Dachzelt dürfte das Ding gut funzen. Da du es nicht selbst schleppen musst, brauchst du bezüglich Größe und Dicke der Isolation auch nicht knauserig sein.
Das schöne ist, diese Teile kann man recht einfach komplett selbst herstellen. Ich hab z.B. drei. Material bekommt man bei Extremtextil.
Ich hab u.a. auch einen alten Schlafsack entsprechend umgearbeitet. Der Bericht hier zeigt recht gut das Prinzip des Quilts.
Für den DIY-Quilt bekommt man das Material z.B. bei Extremtextil. Synthetik als Obermaterial, was hautfreundliches für unten, Climashield Isomaterial (5 oder 6 Ounces für die kalte Jahreszeit), ein 80 cm Reißverschluss und ein paar Kleinigkeiten.
Wer sich weniger Arbeit machen will, der schaut sich bei IKEA nach ner passenden Decke um und praktiziert nur die Teile für die Fußbox daran.
Nur mal so, falls du keinen größeren anderweitigen Aufwand treiben möchtest.

Gruß - HAL
 
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Marion2.0

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Wie wäre es mit einer Heizdecke? Ich habe mal sowas für Hunde gesehen (beheizbare Hundematte o.ä.) Kann man wohl über USB an eine Powerbock anschliessen. Über Wärmeverhalten/Energiebedarf kann ich aber auch nichts sagen.

Ansonsten noch Schaffell, Rentierfell (genial! neigt aber leider zum haaren), Matratzenunterlage aus Schaf-/Lammwolle, Fleecedecke...
 
Reisebig

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Da ich auch eher "Raumfüllend" bin hab ich mir von Carinthia (Österreicher, beliefern auch verschiedene Heere) die 1 Meter breiten Schlafsäcke in drei Wärmestufen gekauft. Wenn es nicht zu kalt ist nutze ich die als Decke und wenn es kälter wird hat man mit 1 Meter noch Platz zum Drehen. Letztes Jahr auf der Heimfahrt von Griechenland in der Schweiz bei 5 Grad den Dicken noch als Decke genutzt und geschlafen wie ein Baby.
 
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