Lohnen sich alte VW Busse?

Diskutiere Lohnen sich alte VW Busse? im Allgemeine Fragen und Themen Forum im Bereich ---> Die Fahrzeuge; Bevor wir uns für den NV200 mit Zooom Dach entschieden haben, war auch zu klären, ob ein 10 Jahre alter VW Bus mit Klappdach oder ein Mercedes...

  1. #1 mawadre, 04.04.2017
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    Bevor wir uns für den NV200 mit Zooom Dach entschieden haben, war auch zu klären, ob ein 10 Jahre alter VW Bus mit Klappdach oder ein Mercedes Viano Marco Polo geeignet wäre. Da wir nicht die Schrauber sind und auch wegen Mietwohnung ohne Garage keine Möglichkeit dazu hätten, haben wir uns für den selben Preis fürs nahezu Neufahrzeug entschieden.

    Frage an Euch: wer hat Erfahrungen mit älteren VW Bussen wie z.B. T3, T2 oder alten Campingbussen? Ist VW so gut, dass die ewig halten und langfristig günstiger als ein NV200 kommen oder halten die auch nicht länger bei identischer Pflege.

    Ich frage mich einfach generell, was man genau tun muss, um so komplexe Mechanik und Elektronik wie in einem Auto für 20 Jahre und mehr und 200 oder 300000 km und mehr fahren zu können.
    Über Eure Erfahrungen und Tips würde ich mich freuen. Thomas von @zooom und @Merlin jun. müssten ja zum Beispiel recht viel Erfahrung haben. Bin gespannt.
     
  2. Tim

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    Wenn du keine Schraubermöglichkeit hast und auch niemanden an der Hand hast, der das nach Feierabend für nen Kasten Bier macht, lass die Finger von alten Kisten!
    Auch wenn es meist nur Kleinigkeiten sind, läppert sich das schnell. Vorallem, wenn du eine Werkstatt hast, die gerne Teile tauscht, statt ein Problem richtig zu analysieren.
     
  3. #3 janosch, 04.04.2017
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    Das denke ich auch. Alte Autos brauchen genauso Pflege wie relativ neue.

    Bis vor kurzem war mein Combo reparaturfrei, aber vor drei Wochen ging der Generator (Lichtmaschine) kaputt (Wechsel in freier Werkstatt bei geringem Arbeitslohn 360 €) und seit einer längeren Fahrt am Sonntag leuchtet die Abgasleuchte. Kann die Ursache noch nicht sagen, hab‘ gerade nicht viel Zeit fürs Auto. Laut Foren wollen manche das Problem mit einem Hammerschlag aufs klemmende Abgasrückführventil behoben haben.

    Aber ich bin kein Hämmerer und Schrauber und werd‘s zwar probieren, muss den Wagen am Ende aber wohl doch in die Werkstatt bringen – wo vielleicht genau das selbe gemacht wird, aber erfolgreich.

    Langer Rede kurzer Sinn: Wer sich wie ich nicht mit der (oft gar nicht so komplexen) Technik auskennt, ist bei Alterserscheinungen des Fahrzeugs immer auf eine Werkstatt angewiesen. Selbst bei meinem Trabi musste ich jährlich die Lenkung schmieren lassen, damit sie leicht ging und später beim 2er Golf genauso.

    Sorry, dass zu T2 und T3 nicht mehr sagen kann, aber da wird es nicht anders sein.
     
  4. #4 Reisebig, 04.04.2017
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    Ohne Schraubererfahrung und -möglichkeit würde ich keinen T2 oder T3 kaufen. Selbst wenn Motor und Technik in Ordnung muß man ständig was gegen den Rost tun, wenn man das nicht tut haste schnell Öffnungen wo Sie nicht hingehören.
     
  5. #5 Fliewatüt II, 04.04.2017
    Zuletzt bearbeitet: 04.04.2017
    Fliewatüt II

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    Hallo Mawadre

    ich glaube, die Frage ist nicht so einfach zu beantworten.
    Du schreibst von 200 bis 300.000km - in welchem Zeitraum?
    Ich zum Beispiel lege pro Jahr ca. 37.000km zurück - 9 Jahre - und deine km-Vorstellung ist erfüllt - oder redest du von 30 Jahren - bei welcher Fahrleistung?
    Ich würde ich dieser Zeit locker 'ne Million km schaffen.....

    Wenn ein Fahrzeug alle 5 Jahre getauscht wird, kostet das den Wertverlust, den jährlichen Service, Steuer und Versicherung, etwas Sprit - fertig. Der Rest ist evtl. über Garantie, Kulanz, Freundlichkeit des Autohauses abgedeckt....
    Wenn du ein wenig mehr fährst, kommen noch Kosten für Reifen hinzu
    wenn du noch mehr fährst, kommen noch Kosten für Bremsen hinzu

    wenn du ein Fahrzeug laaaaange fahren willst, oder dir ein steinaltes Fahrzeug zulegen willst......solltest du erstmal überlegen, - wann benötigt ein Fahrzeug welche Wartung - damit kommst du vielleicht leichter ans Ziel....

    Mal überlegen, was ein Auto so ungefähr braucht:
    Reifen - je nach Fahrer so ca. 40.000km einmal neu (mit Winterreifen entsprechend länger, aber auch Winterreifen müssen gekauft werden)
    Bremsen: je nach Fahrzeug und Fahrer - Bremsklötze, Scheiben, Bremsbeläge, evtl. mal eine Trommel, regelmäßig alle 2 Jahre einen Bremsflüssigkeitswechsel, ab und an - wenn das Fahrzeug älter ist, mal einen Schlauch oder gar eine Bremsleitung - vielleicht auch mal einen Bremszylinder oder einen Hauptbremszylinder..., wenn der Senior schon mit ABS ausgestattet ist, vielleicht mal ein Sensorkabel oder gar gleich eine ABS-Steuereinheit hydraulisch und oder elektronisch....
    Nicht zu vergessen, daß ein oder andere Radlager, Spurstange, Federbein, Stoßdämpfer... Lenkung...
    Auspuffanlage: Es soll ja mittlerweile Edelstahlanlagen geben, die vermutlich nicht mehr rosten - aber dennoch einen Schwingungstod erleiden können....
    Lichtanlage: Bei einem neueren Fahrzeug genügt in aller Regel eine Glühbirne, evtl. Xenon oder gar LED - klar wird irgendwann einmal eine Lichtmaschine fällig - geht Otto Normalo von einer Laufleistung mit 300.000km aus, dann ist selbst eine Ersatzbeschaffung mit 1.000€ zu vernachlässigen - da 1.000€/300.000km = 0,003€ pro km

    Und dann kommt der Alterungsfaktor des Fahrzeugs hinzu, in Worten lässt sich das so fassen: Steuergerät(e) für ABS, Motorelektronik, sonstige Steuerungen, die alt werden oder von Platinenbrüche gesegnet sind - ebenfalls dazu gehören LED's oder sonstige Anzeigen, Tachometer...
    Dann sind auch Kabeloxidierungen, schlechte Verbindungsstellen an Steckern, Kabelbruch... zu erwarten

    Auch die Sitze altern, nicht nur der Stoff sondern auch der Sitz-Schaum, gut zu erkennen in alten Benz-Taxen, aber auch leicht zu erkennen in VW-Bussen, hin und wieder auch schon in T5ern....

    Habe ich schon Fensterheber und Ihre Mechanik erwähnt.....

    Rost ist in meinen Augen das geringste aller Probleme - da sofort zu erkennen und leicht zu beheben - wenn die Karosse gecheckt ist, kann auch eine umfangreiche Hohlraumfettbehandlung erneuten Rostbefall stark eindämmen, wenn dann aber doch mal geschweißt werden muss...... Fett soll brennen.....
    schwerer als ein bischen Rost wiegen da Sonne-und-Mond-Stands-Abhängige Fehler in der Motor- oder Fahrzeugelektronik

    Auch klar, mittlerweile gibt es viele Werkstätten, die sich auf T2 bzw. T3 spezialisiert haben - vermutlich deshalb, weil es sich davon leben lässt......
    Viele dieser Firmen überholen dann die Karosse komplett - incl. Kabelbäumen, Blech, Polster und mehr....

    Alles eine Frage des Eigentümers und dessen gefüllten Geldbeutel

    Besuche doch mal einen solchen Händler, schau dich um, was er auf dem Hof stehen hat, lass dir erzählen, was der Händler so alles macht - du wirst feststellen, er kann dir eine Stunde erzählen, was er schon alles an den Bussen gemacht hat..... dann kannste das in Euro ummünzen.... und nochmals überlegen

    Viele argumentieren, daß ein "abgeschriebener" Alter halt etwas mehr Unterhaltskosten fordert, dafür kann der "fiktive" Wertverlust in den Erhalt gesteckt werden - MEINE Vermutung: Solche Aussagen sind von Eigentümern, die mehr als ein zugelassenes Auto in Ihrem Bestand haben und alternativ und schnell wechseln können

    Gruß Peter, Fan der Ein-Auto-Strategie
    PS: Vor 5 Jahren ging mir ein 1.Hand T3-DigiFant-Boxer durch die Lappen - dass wäre MEIN Zweitwagen geworden - leider zu spät erfahren, zu Viele hübschen Ihre T's auf und vertickern diese nach kurzer Besitz-Zeit.....

    Noch 'n PS: Wie wäre es, wenn du deinen (künftigen) NV hegst und pflegst, vielleicht kannste den ja 15 Jahre fahren, ohne viel Reparaturkosten zu investieren - dann biste vielleicht evtl. besser dran, als 'nen Oldtimer, der täglich genutzt werden soll - und mal mehr als 4Std. zum KD in die Werkstatt des "Spezialisten" muss

    Letztes PS: Ich fahr 'nen Doblo mit trommelgebremster Hinterachse - keine oxidierten Bremsscheiben hinten, keine festsitzenden Bremsklötze - einfach nix - noch nicht mal ein Wechsel....und mittlerweile habe ich 120.000km locker hinter mich gebracht

    Letzte Rechnung:

    Wie viel Wertverlust darf denn dein Fahrzeug haben? 10 Cent pro km - dann ist es ganz einfach - der NV kostet in deiner Wunschausstattung 20.975€ - macht schlicht und ergreifend 209.750km
    Willste einen Wertverlust mit 5Ct/km realisieren, fahre ihn 419.500km
    Oder verkaufe deinen Traumwagen nach 5 Jahren mit 50.000km zum halben Preis - ergibt round abbout 20ct/km - du siehst, jeder muss für sich rechnen - da gibt es keine allgemein gültigen Pauschalen
    Vielleicht bist du ja Tram-Bahn-Nutzer und fährst nur 2.500km pro Jahr - ins Grüne oder mal die Tante besuchen - aaaaah, dann ist vielleicht ein sanierter T3 doch noch eine Alternative - oder ein used Dacia Sandero mit Zeltanhänger.....
     
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  6. #6 mawadre, 04.04.2017
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    @Fliewatüt II Vielen Dank, dass sind die Rückmeldungen, die ich mir gewünscht habe. Wir haben uns a schon für Neu (NV200 Jahreswagen mit Zooom Dach) statt alter teurer Bus entschieden. Aber eben nie die Frage sachlich rational klären können, welche Varianten die günstigeren Haltungskosten erwarten lässt. Man sagt ja eigentlich: Reparieren ist günstiger als Neukauf (was sich oft bewahrheitet). Aber ohne Zahlen zu nennen, bestätigst Du scheinbar unsere Vermutung (Stichwort: Gefühltes Wissen), dass es eher Liebhaberei als rationales Kalkül ist. Abgesehen davon, wenn man die Zeit und die Mittel (Hebebühne etc.) dazu hat.
     
  7. #7 Fliewatüt II, 04.04.2017
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    ja - aber viele vergessen, daß selbst investierte Zeit halt etwas kostet - klar kann es Spass machen - wenn aber am Abend vor der Urlaubsfahrt "schnell" noch was repariert werden muss..... oder die Kinder drängeln, weil der lange versprochene, mehrfach aufgeschobene Zoobesuch....
    Da ist die Fahrt mit einem jüngeren Fahrzeug - evtl. mit Umweg über die Werkstatt am Urlaubsort - oftmals erholsamer

    Gruß Peter
    der seine Doblokopie mindestens 10-15 Jahre fahren will - und sich sicher ist, daß dies nur mit einer guten Werkstatt im Rücken erträglich sein kann
     
  8. #8 Merlin jun., 04.04.2017
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    Ich werde in einem Atemzug mit einem Mitarbeiter von zooom genannt?! Hab' ich was verpasst? :shock:
    Danke für die Blumen, aber zuviel der Ehre. Es freut mich jedoch, dass ich "erfahren" rüber komme. ;-) Alles was ich beisteuern kann, ist die Erfahrung mit meinem vorigen Kastenwagen, einem Fiat Ducato. Den habe ich gekauft, da war er schon dreizehn Jahre alt. Sah alles gut aus, HU wurde neu gemacht. Ich wähnte mich auf der sicheren Seite. Ende vom Lied war aber ein Unfallschaden (beim Kauf ungekannten Ausmaßes) vom Vorbesitzer, der einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich kam. Wäre das nicht genug gewesen, rostete der Ducato still und leise vor sich hin und durch. Das war für mich ein teures Lehrgeld, habe es nie ausgerechnet, aus Angst, dann einen Herzinfarkt zu erleiden. Ich persönlich würde nie wieder so ein altes Auto kaufen. Klar läuft es nicht immer so, da war auch viel Blauäugigkeit meinerseits dabei.

    Mit VW habe nur Erfahrung mit einem Lupo :mrgreen: der ein Übergangsauto war und mich am Ende nervte mit teueren Reparaturen und sehr kälteempfindlicher Batterie. Aber auch alles andere als repräsentativ ...

    Ach, da fällt mir der kleine Bus meiner Patenoma ein. Ein Toyota Hiace, den sie Mitte der 90er neu kaufte und als Camper ausbauen ließ. Sie selbst fuhr ihn 18 Jahre lang, dann musste sie ihn wegen Krankheit verkaufen. Soweit ich weiß, juckelt das Büsschen immernoch durch die Gegend. Wurde seinerzeit top gepflegt, immer in guten Werkstätten. Was das ganz gekostet hat, weiß ich leider nicht zu sagen.
     
  9. #9 mawadre, 04.04.2017
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    @Merlin jun. Aah, tut mir leid das mit dem Kastenwagen. Aus den Infohappen 30 Jahre Campingerfahrung, Kastenwagen etc. Hatte ich so eine Vorstellung im Kopf - die höchstwahrscheinlich falsch ist. Thomas von Zooom schrieb ja selbst öfter über seine Hippy-Camper-Zeiten mit Getreidemühle.

    Die Details des Campers Deiner Patenoma und dem Toyota wären spannend. Die Hoffnung eines Aussenstehenden ist natürlich, dass da quasi keine Kosten dabei waren. Aber vielleicht hat sie da auch nur gutes Geld an eine gute ehrliche Werkstatt gegeben.

    @Fliewatüt II Ja das Paradox von Zeit und Geld kennen ja die meisten - beides gleichzeitig schließt sich meist aus. Deswegen zielen ja auch hochpreisige Produkte wie ein VW California nicht auf die Zielgruppe wenig Geld viel Zeit. Aber die Frage ist immer noch, ob es dann mit einem 20 Jahre alten California geht. Also das fehlende Geld durch eigene Zeit zu ersetzen. Oder ob man selbst dann noch billiger käme, einen kleinen günstigeren neuen zu kaufen...
     
  10. Tim

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    @mawadre: Die alten Kisten sind nicht kalkulierbar. Genau das ist das Problem. Teile sind das kleinere Übel, aber die Zeit...
    Wenn man es selber machen kann (und seine Zeit als Hobby/gratis) sieht, kann man mit den Dingern günstig fahren. Sonst werden sie schnell zum Sparschwein. Ich hatte ne Kollegin, die in 3 Monaten fast 2000 € in ein Tausend-Euro-Auto gesteckt hat. Irgendwann hat sie die Notbremse gezogen und zahlt jetzt lieber eine monatliche Rate.

    Bei neuen Autos ist es andersrum. Die kosten zwar erstmal mehr, sind aber recht gut kalkulierbar. Vor allem haben sie keine unbekannte Vorgeschichte. Wenn sich etwas größeres ankündigt, kannst du dich dann entscheiden, ob du investierst oder verkaufst. Ich kalkuliere meine Autos auf 200.000km bzw. 10 Jahre (je nach dem, was früher) und Restwert 0€. So lange müssen sie halten, ohne dass etwas größeres kommt. Alle paar Jahre checke ich den Gebrauchtwagenmarkt, ob ich mehr dafür kriege, als es mir wert ist. Wenn das Auto nach 200.000km / 10 Jahre dann noch gut da steht, kann ich es "gratis" weiterfahren.

    Der Haken bei nem Neuen ist die Vollkasko. Aber einen alten neu auf sich zulassen ist auch nicht gerade billig.
     
  11. #11 Merlin jun., 04.04.2017
    Merlin jun.

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    Leider ist sie bereits 2012 verstorben und ich habe keine Unterlagen mehr zu dem Auto. Mit Deinem letzten Satz dürftest Du wohl recht haben, so jedenfalls schätze ich meine Patenoma ein: lieber gutes Geld bezahlen, aber dafür auch eine gute Leistung erhalten. Ist in vielen Dingen die richtige Denkweise, wie ich finde.
     
  12. #12 mawadre, 04.04.2017
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    @Merlin jun. Ja, das sieht man in der Deutschschweiz immer wieder: Hochwertige Sachen, kein Billigsch* aber die Nutzung auf die doppelte Zeit gerechnet. Zum Schluss kommt das billiger wie in den vielen Sprüchen über billige Dinge. Z.B. "Ich bin zu Arm um mir billige Schuhe leisten zu können." In unserer (älteren) Nachbarschaft sind noch einige 20 jährige Autos in Gebrauch. Aber Top gepflegt. Aber die haben halt keine 100 tKm drauf...
     
  13. Rolf1

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    ...um es mal so zu sagen (quasi als Fazit):

    Alte VW-Busse: Nein. Zumindest nicht T2/T3, damit wird man kaum glücklich (für Nicht-Bastler). T4 vielleicht noch eher, aber auch da wäre ich kritisch. Meine Cousing schwören drauf, die sind aber ständig am basteln.

    Alte Toyotabusse: Ja (bis 1995). Sofern von vorneherein Rostschutz betrieben wurde. Dort ist die Technik langlebig und geht seltenst kaputt. Das Problem ist ausschließlich die mangelnde Rostvorsorge. Habe gerade einen bei mir stehen (gehört nicht mir). Der Besitzer macht wirklich NICHTS am Fahrzeug, sieht daher rostmäßig übel aus, fährt aber immer zuverlässig. Das habe ich auch so mit Mietwagen in Australien erlebt. Nicht umsonst ist der alte HiAce 4x4 in der CH erste Wahl als Fernreisefahrzeug.

    Rolf1
     
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  14. #14 mawadre, 05.04.2017
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    Na sowas, so einen haben wir auch in Neuseeland als Mietcamper gefahren. Hat vor 15 Jahren unsere Vorliebe fürs gemütliche VAN-Fernreisen entfacht :top:

    Was machen die nur anders als die anderen Hersteller? Die Schwiegereltern hatten lange Mitsubishi-Busse die aber selten länger als 10 Jahre hielten. Deren Raumaufteilung und zum Bett umklappbare Bänke waren auch super.
     
  15. #15 mawadre, 05.04.2017
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    Noch eine Anmerkung dazu: So hatten wir bei unserem BJ 2006er Doblo 1.3 Multjet Diesel auch kalkuliert. Bei 160 tausend gab es einen neuen Turbo nachdem wir einige Zeit mit einer 3x gelöschten AGR-Meldung herumfuhren :gruebel: Bei 165 tkm schrie eine 50 Cent Umlenkrolle aus Plastik im rechten Fensterheber nach einer 400 Geld Reparatur. Ein Ersatzteil aus der Bucht für 60 EUR plus einem Plastikteil aus dem Originalheber plus 4 Stunden meiner Zeit (Ein- und Ausbau, Suche im Netz, Fehlversuche weil der Ersatz eine nahezu identisch aussehende aber nicht funktionierende Sicherung hatte). Bei 175 tkm ist mir auf offener Straße der Ganghebel abgebrochen. Für 100 Geld schweißen lassen. Bei 180 Tausend ist der Motor dann ca. 200 Meter von der Stelle, wo mir der Ganghebel abgebrochen war, mitten auf der Straße ausgegangen und ging nie wieder an :flop:
    Unsere Fiat-Werkstatt fragte nach dem Reparaturversuch, was wir mit dem Schrotthaufen machen wöllten - Motorschaden und die rechte Seite hatte von vorne bis hinten einen Poller gestreift. Sie könnten ihn kostenlos entsorgen lassen. Wenn meine Werkstatt betont, eine Leistung wäre kostenlos, werde ich hellhörig. Also hab ich Google angeworfen und 10 verschiedene "Wir exportieren ihr altes Auto egal welcher Zustand" Firmen mit Beschreibung angemailt. Eine hat sofort 2000 Geld geboten. Nach Zusendung der Bilder gingen sie auf 1000 runter. 4 Wochen später nochmal nachgefragt, da waren es noch 500. Die habe ich dann auch bar auf die Hand bekommen und unser Alter wurde abgeholt. Das Gesicht des Inhabers der Fiat-Werkstatt hättet ihr sehen sollen.

    Also kleiner Tip: Auto, egal in welchem Zustand, nicht gleich entsorgen sondern erst mal die Exporteure anfragen. Lohnt sich bestimmt.
     
  16. Rolf1

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    ...Mitsubishi ist nicht Toyota. Meine Eltern hatten schon beides (mehrfach). Das Konzept ist das gleiche, in der Qualität liegen aber Welten dazwischen. Nicht umsonst waren die Mitsus auch erheblich günstiger und dabei noch viel besser ausgestattet...an irgendwas musste man offensichtlich dann sparen. Mit den Nissans (Urvan, Vanette) war das damals nicht viel anders. Die haben das Qualiätsniveau auch nicht so ganz erreicht. Wird vielleicht auch heute so sein, aber wir können es nicht vergleichen, weil weder Toyota noch eigene Busse (z.B. HiAce) noch Nissan das entsprechende "Plagiat" (Urvan / Caravan) hier in Europa verkaufen möchten. Leider wird ja auch der LiteAce (als Gegenstück zum NV200) hier nicht mehr angeboten.
    Rolf1
     
  17. #17 mawadre, 05.04.2017
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    Die Leute wollen halt SUVs. Da muss man ihnen welche geben :totlach:

    [​IMG]
     
  18. zooom

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    Man muß sich darüber im Klaren sein, daß T1-3 nur was für Liebhaber sind, die ggf. wirklich selbst Hand anlegen. Früher, als jed Dorfschmiede die Dinger reparieren konnte, sind wir damit um die halbe (oder ganze) Welt gereist. Zu Zeiten, in denen die Restaurierung eines T1 Samba im Wolfsburg mal eben schlappe 150.000.- kostet, wird das eher ein Zeitvertreib für Betuchte.
     
  19. #19 helmut_taunus, 05.04.2017
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    Hallo,
    im Kreise der Arbeitskollegen besitzt jemand einen Westfalia T3. Nach eigener Aussage gut erhalten, selten etwas dran. Ja gut, mal neuen Zeltstoff unter das Dach, gleich dazu der Holzrahmen im Dach neu. Mal ne Kleinreparatur in der Kueche. Neuen Unterflur-LPG-Gastank weil wieder 10 Jahre rum sind und der Tanlk etwas aelter ausschaut. Die Kueche mal ganz ausgebaut, innen Blechrost, also unter dem Fenster ein neues Seitenteil beschaffen und einbauen. Daneben das naechste Blech im naechsten Jahr. Noch wenige Jahre koennte es so rundum weitergehen, ist ja nicht mehr neu, es muss etwas getan werden. Immer in Zusammenarbeit mit einem KFZ Spezialisten, da fliessen schon gern paar Tausender in einem Jahr in den hochgelobten Camper, einfach in die Rostreparatur des VW. Doch seit kurzem die absehbare Belohnung, der Wagen darf mit Schadstoffklasse null schwarz wieder in die Innenstadt, wegen H-Kennzeichen.
    Die Zeit des Kaufens und schlechter Werdens ist lange vorbei, das waren die ersten vllt 15 Jahre. Die Zeit des immer wieder Reparierens fuer die naechsten Jahre ist seit ueber einem Jahrzehnt nun Alltag. Der Preis nur noch abhaengig vom Erhaltungszustand oder anders formuliert vom aktuellen nicht-oder-doch-Reparaturstau.
    Gruss Helmut
     
  20. #20 mawadre, 05.04.2017
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    @helmut_taunus Interessant. Da stellt sich gleich die Frage, ob die jährlichen Reparaturkosten ohne Stau über oder unter dem Wertverlust eines neuen Westfalia oder T5-Was-auch-Immer-Camper liegen. Wenn ich im Bekanntenkreis höre, dass für einen neuen Marco Polo 70 kEUR gezahlt wurde, und der T5 California (nur das Klappdach, kein weiterer Campingausbau) auch 60 kEUR kostete, dann sind das bei 20 Jahren Nutzung auch 3000-4000 EUR je Jahr nur für den Wertverlust. Bei 70k und 30 Jahren sind es noch 2300 im Jahr. Da kann man doch einiges reparieren. Und in D kommt man mit dem H-Kennzeichen dann noch in die Innenstadt, wenn unsere niegelnagelneuen EURO 6 Fahrzeuge draußen stehen bleiben müssen :gruebel: :totlach:
     
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