elektrisch angetriebene Hochdachkombis

Diskutiere elektrisch angetriebene Hochdachkombis im Forum Alles zu den alternativen Antrieben im Bereich ---> Alternative Antriebe - Hallo, so langsam wird es Zeit, Infos zu elektrisch angetriebenen Hochdachkombi zu sammeln. . Kurz : es gibt fast keine . Jedoch : sie werden...
Wolfgang

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Was ist denn das für eine seltsame Aussage? Sagt "ich sag nix"... Mehr als gar nicht so übel ist nicht. Für ein Auto zum weite Strecken in den Urlaub fahren ist das nichts, als Familienauto für den "Normalbetrieb", also zum Arbeitsplatz fahren, zum Einkaufen, mit den Kindern zum Sport etc. ist es prima. Auch im Verhältnis zum kleinen e-208 ist das ganz anständig, aber halt nichts für den Reisenden mit Fernweh.

Also, ich gehöre ja nun wirklich zu den ganz alten HDK'ler, war zu sehr vielen Berlingo Pfingst-, Sommer- und Grünkohltreffen (seit 2004).
Und auch zu unseren HDK-Treffen in der Himmelfahrtwoche (seit 2005). In dieser Zeit habe ich wohl Hunderte User kennengelernt. Das sind alles Leute die ihre praktischen Autos fahren wollen und nicht ständig irgendwo nach Ladesäulen suchen wollen. Wer ein Auto für das Einkaufen sucht, zum Arzt oder zum Tennis zu fahren, der kauft sich in der Regel keinen HDK. Das ist meine Erfahrung.
Außerdem ist die Elektro Technik nicht die Zukunftstechnik für die Mobilität von Morgen. Ein Elektroauto muss erstmal rund 70.000 Kilometer fahren um CO2 Neutral zu fahren.
Wolfgang
 
ManniSpall

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Die Leute die hier auf dem Land einen HDK fahren, die fahren mit dem Teil höchstwahrscheinlich nie weiter als 100km, wenn überhaupt. Das man in einer Gemeinschaft von nahezu 100% Gleichgesinnten fast keinen trifft mit anderer Meinung, das ist naheliegend ;-). In der Welt außerhalb eines Forums wie diesem ist ein HDK ein Kombi mit Hochdach und kein Wohnmobil.
 
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Peter Lpz

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Ich freue mich über Deinen offenbar objektiven Bericht zum E-Rifter. Als Autofahrer mit ner 1,5 - 2Tonnenkalesche ist man m.E. immer gut beraten, wenn man zur Öko-, oder Umweltbilanz schweigt. Wenn der Antrieb sich im Co2 - Aufkommen unterscheidet, pflegt man andere Sünden. Beides muss man sich nicht gegenseitig an den Kopf werfen, sondern man kehre immer erst mal vor der eigenen Tür.

Ich finde es viel interessanter, zu welchem Zweck Du das Auto benutzt? Für den Arbeitsweg, zum Einkaufen und kürzere Alltagsstrecken macht es sicher Sinn. Zum Aufladen eine Photovoltaik auf dem Dach zu haben, ist ne tolle Sache. Für mich und viele andere ist das aber keine Option, weil es die Lebensumstände nicht zulassen. Außerdem finde ich den Preis für das, was das Auto kann, viel zu hoch.

Hast Du denn sonst noch ein Auto, das Du für den Urlaub oder längere Fahrten nutzt? Ich halte das eigentlich für nötig, aber als Zweitfahrzeug fände ich ein kleineres E-Auto irgendwie logischer. Die Reichweite ist ja nun wirklich keine Offenbarung.

meint der Peter
 
ManniSpall

ManniSpall

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Wenn er denn im Sommer in den Urlaub fährt, dann sind es eher 250km und da muss er z.B. bei einer 500km Fahrt 1-2 mal laden unterwegs, für Leute mit Kindern ist das kein Problem, die müssen sowieso raus. Das wäre für manche keine Option, aber es geht.
 
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rocco81

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Hier kommen die ersten Erfahrungswerte

Danke für den Zwischenbericht. Ich würde mich sehr über deine weiteren Erfahrungen interesieren!

Der PSA Antrieb ist leider nicht sehr effizient und für mich sind die 50kWh auch zu wenig für einen HDK.
Ein großes Auto hat halt mehr Heizbedarf und der hohe Luftwiederstand macht sich auf der Autobahn am meisten bemerkbar.
Bei einem Corsa sind die 50kWh eher ausreichend.

Ich denke es wird bald ein Update beim HDK und beim Van geben.
Die Akkukapazitäten verdoppeln sich etwa alle 5 Jahre bei gleichem Gewicht und Kosten. Ein doppelt so großer Akku lädt auch grundsätzlich doppelt so schnell (selbe C Rate).
Wenn der eBerlingo dann mal 100kWh im Bauch hat wirds schon für sehr viele Leute interessant.
Der schafft dann im worst Case >300km im Sommer >400km damit wäre ich dann schon zufrieden.
 
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rocco81

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z.B. bei einer 500km Fahrt 1-2 mal laden unterwegs, für Leute mit Kindern ist das kein Problem, die müssen sowieso raus.
Naja, vielleicht wenn man größere Kinder hat die nicht nerven und brav sitzen bleiben bis zum idealen Ladestoppzeitpunkt.
Wenn es dann mit der Infrastruktur endlich mal so weit ist dass es an jeder Raststation und jedem Supermarkt an der Ausfahrt genügend Schnelllader gibt, dann wird es easy.
Jetzt muss man die Schnellader noch suchen und die Route vorab planen, die meisten Board Navis sind da auch noch nicht recht hilfreich dabei.
(Außer bei einem Hersteller mit eigenem Ladenetz da flutscht es, der hat aber keinen HDK im Angebot)

Aber es wird schon, dauert halt noch bisschen bis jeder elektrisch fahren kann / will.
Wo bleibt eigentlich VW mit dem eCaddy?
 
ManniSpall

ManniSpall

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Also als wir klein waren hatten wir nicht zu entscheiden, wann gehalten wird bei Urlaubsfahrten, ich habe das später als Vater auch nicht anders gehalten.
 
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rocco81

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Also wenn der Kleine eine Stinkbombe drin hat, dann bleibe ich freiwillig stehen. :jaja:
Wenn die Kinder mal größer sind wird es einfacher.
 
Wolfgang

Wolfgang

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Oh, da bin ich der total falsche Ansprechpartner, habe von Technik nur sehr wenig Ahnung. Ich weiß nur, dass es div. "Erfindungen" gibt, die nicht auf Elektrotechnik basieren und die leider zur Zeit aber nicht gefördert werden.
Lustig finde ich es, wenn man immer mal wieder liest, dass sich Elektromobilität im letzten Jahr sehr stark durchgesetzt hat. Ich persönlich kenne nur eine Person in meinem Bekanntenkreis (und der ist sehr groß), der/die sich als Zweiwagen einen kleinen Elektrowagen (begeistert) zugelegt hat. Der müßte hier eigentlich mitlesen, denn der hat diese nette Forum 2005 mal gegründet. Ansonsten höre ich nur, ein E-Auto kommt für mich nicht in Frage, weil ..... usw.
Gruß Wolfgang

Ps, hier ein Link zum Facelift Berlingo: https://www.latestcarnews.net/wp-content/uploads/2021/10/Citroen-Berlingo-2022.jpg
 
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Peter Lpz

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Ich finde, man lehnt sich ganz schön weit raus, wenn man ohne nennenswerten Technikverstand einer "Erfindung" die Zukunftsfähigkeit abspricht. Ansonsten teile ich Deine Ansichten und den das Auto betreffenden Technikverstand. Wenn ich aber nicht weiß, welche Entwicklung die Akkutechnik noch zu nehmen in der Lages ist und von möglichen Alternativrohstoffen dafür.... Wie kann ich dann eine solche Aussage treffen? Ich kann sagen, für mich kommt es gegenwärtig nicht in Frage, weil unverschämt teuer, keine Photovoltaik aufm Dach, Strompreise auch mit Blick auf die Zukunft viel zu teuer, Ladezeit zu lang, heizen und kühlen mindert die klägliche Laufleistung zusätzlich....

Inwiefern unser Politik dafür Sorge trägt, dass jeder dereinst die Möglichkeit findet, sein E-Auto über eigene oder genossenschafltliche Photovoltaikanlagen zu betanken, können wir noch nicht sagen. Welche Entwicklung die Preise für fossile Brennstoffe bzw. deren Besteuerung nehmen, wissen wir auch nicht. Wir wissen letztlich garnichts, außer das alle Rohstoffe, die nicht irgendwo angebaut werden können, endlich sind. Ich würde deshalb auch Leuten mit hohem technischen Verstand abraten, den Blick in die Glaskugel als Fakt darzustellen. Allerdings sieht es bis jetzt auch für mich so aus, als hättest Du recht. Aber ich hab auch schon öfter mal falsch gelegen. Deshalb meine ich, Abwarten und Tee trinken ist gerade nicht das Dümmste.

Gruß Peter
 
odfi

odfi

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Außerdem ist die Elektro Technik nicht die Zukunftstechnik für die Mobilität von Morgen. Ein Elektroauto muss erstmal rund 70.000 Kilometer fahren um CO2 Neutral zu fahren.
Du solltest nicht jede Aussage einfach so glauben... Wenn man ein E-Auto mit Braunkohle-China-Strom schlecht rechnet und bei den Verbrennern Dinge weglässt, dann kann man zu solchen Aussagen kommen... stimmen aber eben nur nicht.
Ich will das hier auch nicht zu nem Quellen-Battle ausufern lassen, aber google mal nach der Grundlage für Deine Aussage - da wurden schon Studien und Berichte zurückgenommen, weil sie offensichtlich falsch waren.

Realistische Reichweite unter diesen Bedingungen: 150 -160 km (zum Vergleich: WLTP-Angabe ist 280 km).
Das ist schon krass wenig... Hast Du mit dem Händler mal gesprochen, ob er das normal findet? Mit solchen realistischen Werten kann man doch die E-Mobilität nicht ernst nehmen und die verprellen sich nachhaltig ihre Kunden.
 
Ildefonso

Ildefonso

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Hast Du denn sonst noch ein Auto, das Du für den Urlaub oder längere Fahrten nutzt? Ich halte das eigentlich für nötig, aber als Zweitfahrzeug fände ich ein kleineres E-Auto irgendwie logischer. Die Reichweite ist ja nun wirklich keine Offenbarung.

meint der Peter


Hallo Peter,
ich möchte den E-Rifter für alles nehmen. Auch für längere Urlaubsfahrten und gelegentlich Dienstreisen. Das ist in gewisser Weise ein Selbstversuch. Dass ich gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen muss, ist mir klar, gerade was die Reichweite und das Laden betrifft. Einen Verbrenner haben wir nicht mehr.

Da ich privat und auch in der Firma selbstproduzierten Sonnenstrom laden kann, kam für mich nur ein E-Auto in Frage. Ansonsten standen in meinem persönlichen Lastenheft: Kofferraum, in den eine große Hundebox für 2 Hunde passt, AHK für 750 kg Anhänger und Fahrradträger, genügend Innenhöhe, dass ich mich bei meinen Freizeitaktivitäten (Mountain-Biken, Paddeln, Bergwandern) ohne Verrenkungen umziehen kann und die Möglichkeit, gelegentlich im Auto zu übernachten (1 Person, einigermaßen ebene Liegefläche reicht mir, kommt aber selten vor).

Zu meinem Fahrprofil: für Kurzstrecken und zur Arbeit (7 km) nehme ich mein E-Bike, außer wenn das Wetter miserabel ist. Für meine Freizeitaktivitäten ist der Radius meist nicht mehr als 75 km. Urlaub machen meine Frau und ich (Kinder sind mittlerweile aus dem Haus) gern in Ferienwohnungen. Da kommen die Hunde und die Fahrräder mit. Typische Entfernung: ca. 400 - 500 km.
 
Ildefonso

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Das ist schon krass wenig... Hast Du mit dem Händler mal gesprochen, ob er das normal findet? Mit solchen realistischen Werten kann man doch die E-Mobilität nicht ernst nehmen und die verprellen sich nachhaltig ihre Kunden.

Ich hatte mich schon mit den Testzyklen beschäftigt und daher war mit klar, dass die 280 km kein realistischer Wert auf der Autobahn und schon gar nicht im Winter sind. Der Rifter ist auch mittlerweile das fünfte E-Auto bei uns in der Firma. Unser bisheriger Erfahrungswert war: WLTP-Wert x 2/3 = ungefähre Praxisreichweite. Allerdings waren die andern Autos ein Renault ZOE, ein E-Corsa, ein Kia E-Niro und ein E-Twingo. Beim HDK schent der Wert aufgrund des höheren Luftwiderstandes etwas schlechter zu sein.
 
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rocco81

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Kann der eRifter im Stand Heizen und Kühlen? Bzw. wenn er ausgeschaltet ist?
Manche E Autos haben ja so einen Camp Modus, das wäre gerade beim HDK toll.
Gibt es im Innenraum eine 230V Steckdose? Wenn ja mit welcher max Leistung?
 
Ildefonso

Ildefonso

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Kann der eRifter im Stand Heizen und Kühlen? Bzw. wenn er ausgeschaltet ist?
Manche E Autos haben ja so einen Camp Modus, das wäre gerade beim HDK toll.
Gibt es im Innenraum eine 230V Steckdose? Wenn ja mit welcher max Leistung?

Heizen und kühlen soll über eine App gehen, habe ich aber noch nicht probiert.

230V-Steckdose befindet sich in Beifahrer-Fußraum. Max. Leistung: 120 W.
 
Manuel

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Hier kommen die ersten Erfahrungswerte: ich war jetzt 3 x auf der Autobahn bei ca. 0° C (+/- 4°C) unterwegs. Fahrmodus "normal" (es gibt auch noch Eco und Sport), Geschwindigkeit meist mit Tempomat 110 km/h. Immer hin und zurück zum Ausgangspunkt, somit wurden Höhenunterschiede ausgeglichen. Heizung auf 21°C eingestellt. Realistische Reichweite unter diesen Bedingungen: 150 -160 km (zum Vergleich: WLTP-Angabe ist 280 km).

Guten Abend Ildefonso,

ich denke, ich kann für mehrere Mitglieder des hiesigen Forums sprechen, wenn ich höflich nach weiteren Erfahrungen frage. Magst Du uns wieder etwas Futter liefern? Bin schon ganz gespannt.

Ist zwar kein HDK, aber möglicherweise doch ganz interessant: PULS Reportage: Mit dem Elektroauto nach Kroatien – wie entspannt ist das?

Danke schon mal @Ildefonso für weitergehende Erfahrungswerte.
 
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Peter Lpz

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Hallo Manuel,

der Beitrag ist schon interessant, weil das Mädel unbedarft war und offenbart hat, wie sich ein unbedarfter, also auch ich, in etwa anstellt. Wenn Du uns das als Reportage verkaufen willst, brauchst Du aber großes Selbstbewusstsein. Ich hätte auch als ausgemachter Laie gewusst, dass so eine Fahrt mit dem E-Auto in Stress ausartet. Das macht man nur fürs Publikum und nicht, weil es Sinn macht. Wenn das Mädel ein ökologisches Gewissen hätte, dann hätte sie es gemacht, wie ich alte Klimasau: Sie wäre mit dem Fahrrad ohne Elektro nach Kroatien gefahren. Es tut mir leid, aber mich macht beim Thema E-Auto, das Umweltgewissen, das damit immer verbunden wird, ziemlich rasend.

Ich würde auch beachten, dass man von München aus, nur selten die ökologischen Stromtarife an den den deutschen Ladestationen zu bezahlen hat. Deshalb sind die angegebenen Preise hier kaum repräsentativ für Menschen, die das Klima retten wollen, indem sie Auto fahren.

An weiteren Erfahrungen unseres Kollegen Idefonso bin ich aber ebenfalls interessiert, ich halte ihn für glaubwürdiger.

Gruß Peter
 
Thema: elektrisch angetriebene Hochdachkombis
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