elektrisch angetriebene Hochdachkombis

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Ildefonso

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Dann machen wir ein kleines Hochdachkombi Treffen dort ;-)
Meine DR 800 ist leider defekt so das ich nur Camping only dort mache.
Vielleicht kann ich dir ein Moped organisieren ;-) Wir haben eine bunte Mischung dabei: eine Honda XL 500 S (Bj. 80), ein Ktm 640 Adventure (Bj. 98?), eine MotoMorini Camel 500 (Bj. 84?), ein SURRON E-Moped (Bj. 2022), evtl. meine BMW G650 XCountry (Bj. 08).

Fast vergessen: eine Beta Alp 4.0
 
Reisebig

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Da sind ja viele Schätzchen dabei ;-) Die XL 500 S ist grau/silber ? So eine hatte ich auch mal. Danke für das Angebot mit dem Leihen, aber nach 2 mal Enduromania habe ich in meiner Gewichts- und Altersklasse das befahren von Crossstrecken aufgegeben ;-) Ich wäre auch mit der BIG nicht mehr auf die Strecke gefahren. Wir klönnen mal ein bisschen bei Thüringer Rostbrätel, aber Ihr seit ja nicht zum Schwätchen halten dort, ihr wollt ja das Geläuft nutzen.
 
Reisebig

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Tatsache, ich sehe gerade auf Wikipedia, die gab es in monzarot und in metallischsilber ;-)
 
Reisebig

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Meine war ne 81iger und was hab ich den Wixbock gehaßt, ständig am Ölen (der rechte Stiefel brauchte kein Lederfett, der war so voll Motoröl, da perlte das Wasser von alleine ab) aber ich hätte das Teil besser behalten. Aber wir waren jung und hatten kein Geld ;-) Hier auf Urlaubstour im Schwarzwald.

xl500smeins.jpg
 
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EcamperKlaus

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Mit dem Nissan e-nv 200 Evalia Stadtindianer auf große Reise (2900 km). Geht das?
Es musste sein - nach entbehrungsreicher Corona-Blockade und als alter Bully-Fahrer (T2, Westfalia-Umbau).
Aber von vorne.
Im coronadunklen Winter 20/21 war ich auf der Suche nach reisefähigen Fahrzeugen, die auf keinen Fall mehr als Verbrenner laufen und in der Größe meines ehemals heißgeliebten T2 sind. Eine sehr schwierige Aufgabenstellung, wie sich zeigte.
Der Nissan Evalia war mir schon früher aufgefallen: kompakt, wendig, relativ leicht und sogar vollelektrisch. Ich fragte bei Nissan nach, ob es das Modell als Camper-Ausbau gäbe, aber ich erhielt zunächst nur negative Antworten, bis ein Händler mich auf die Reisemobilmanufaktur ZOOOM aufmerksam machte. Noch am gleichen Tag war der Kontakt hergestellt. Meine bisherigen Ausbauvorstellungen (T2, Westfalia) waren erstmal vollständig anders, als das Konzept von Zooom es vorsah. Damit mußte ich mich anfreunden, bis mir klar wurde, daß die von Zooom vorgeschlagene Konzeption der Camp- und Alltagstauglichkeit für mich eine Weiterentwicklung darstellte, denn den Innenraum nicht zu verbauen, sodass ich unsere 2 e-Bikes leicht und ohne Fahrradträger-Zirkus hineinstellen kann, das überzeugte mich. Wir wählten also die Ausbauversion "Stadtindianer".
Jetzt war klar, der Wagen würde auch für spontane Fahrrad-Touren in jeder Entfernung und somit das ganze Jahr unkompliziert zu nutzen sein.
Also würde es ein Nissan e-nv 200 Evalia mit 40 KWh Akku werden.
Gesagt, getan. Aber es war der erste Kontakt für uns mit einem e-Auto. Eine enorme Umstellung, angefangen mit fehlenden Technikkenntnissen über die Bedienung und Anzahl reisegeeigneter Ladekarten und Apps etc.etc.
Dann war es soweit, der Nissan war beim Händler im Sauerland abholbereit.
Freundlicherweise zu 100% aufgeladen sollte ich also locker mindestens 275 km weit bis zur nächsten Ladung kommen. Das reicht vollkommen, nutzt bei noch lückenhafter Ladeinfrastruktur wohl aber keiner. Nachladen war auch nicht nötig.
Was mir sofort auffiel, war die sehr gute Straßenlage des Evalia. Er fährt wie auf Schienen, ansatzlos gleitend, irgendwie elegant.
Jetzt war Üben angesagt, Vertrautmachen mit einem e-Auto bis zum
Überführungstermin zu Zooom in Merching. Die Fahrt gelang dank der App ABRP ohne Komplikationen bis auf das Versagen der letzten Ladestation.
Vielleicht war es auch ein Bedienungsfehler von mir. Anfänger eben. Aber die Stromreserve (empfehlenswert!) reichte bis zum Ziel.
Jetzt sahen wir dort, inzwischen voll geimpft, zum ersten Mal einen fertigen Stadtindianer, aber noch als Verbrenner. Der Ausbau überzeugte uns auch in der Realität, nicht nur theoretisch wie bisher - coronabedingt - nur möglich. 4 Wochen Ausbauzeit, dann konnten wir den Stadtindianer abholen und die Rückfahrt ins Ruhrgebiet als erste kleine Reise interpretieren. Da wir von Herrn Schmieder, nervenstark und kompetent, eine ausführliche Einweisung zur Bedienung bekommen hatten, kamen wir recht schnell zurecht und genossen die ersten Nächte im neuen "Bulli". Erwähnenswert: zu jeder Zeit wurden Rückfragen zum Ausbau und auch elektrischer Funktionsweise des e-nv 200 mit Freundlichkeit und Ausdauer von Herrn Schmieder beantwortet!
Im Jahr 2021 blieb es bei kleineren Trips aber im Sommer 2022 ging's dann richtig los.
Vom Ruhrgebiet nach Straßburg. Auf diesem Weg die erste Panne an einer 4-er Eon-Schnellladestation. Keine funktionierte. Langes Telefonat mit Support, der sich überrascht gibt, dann mit Mühe eine Station hochfahren kann und zur Entschädigung wenigstens kostenlos ist. Trotzdem sehr ärgerlich. Nach Straßburg in die Schweiz zum Biohof zwischen den Bergen, durch den Gotthard Tunnel zum Lago Maggiore. Stadtbesuche mit diesem wendigen Auto und/oder den mitgeführten e-Bikes - kein Problem! Dann weiter durchs Piemont (Asti, Alessandria) nach Ligurien (Genua). Hier die 2. Panne an einer Ladestation von Duferce. Funktionslos. Telefonat ergibt: ich muss bei ihnen Kunde sein, um laden zu können. Das hätte die App wissen müssen! Weiter die Küste entlang (Spotorno, Noli, Finale Ligure etc.) über Menton nach Nizza.
Nun sollte es über die französischen Alpen (Entrevaux, Digne-les-bains etc.etc.) gehen. Wie würde der vollelektrische Evalia-Camper sich hier verhalten? Teilweise waren die Straßen beeindruckend eng vor allem auf Nebenstrecken (Bulli-Fahrer mögen das) und natürlich steil. Also gut geladen, sogar auf Campingplätzen, die App sicherheitshalber auf häufigere Ladestationen eingestellt und los.
Was soll ich sagen, der e-nv 200 klettert wie eine Gemse und bleibt dank ausgezeichneter Rekuperation effizient dabei, sodass keine Notladung mit dem mitgeführten Juice-Booster nötig wurde. Wunderschöne Stadtbesuche, Bergorte und Campingplätze in der Vorsaison waren unsere Belohnung.
Der Stadtindianer-Ausbau erwies sich als sehr funktional und qualitativ hochwertig, vom Doppelbett im Aufstelldach mit Licht und Leselampe und Solarpanel auf dem Dach bis über das Einbauschrank-System, ausklappbarem Küchenblock, Kühlbox, Innenbeleuchtung und Drehsitzen vorn. Wir konnten den 3. Sitz hinter dem Beifahrersitz sogar als Ablage belassen. Perfekt. Und sparsam ist der Evalia. Mit Ausbau, Reisegepäck und 2 e-Bikes auf der Autobahn in Bulli- Geschwindigkeit verbraucht er durchschnittlich 14,5 kWh/100 km, immer im Eco-Modus und selbst dann noch spurtschnell, wenn nötig. Da gibt's nix zu meckern! Schnellladestationen sind inzwischen häufig genug zu finden, jedenfalls hatten wir außer in Frankreich (da funktionierte eine Station gar nicht, einmal eine Schnellladung nicht, ärgerlich, dann eben langsam laden und derweil mit den Rädern einen Stadtbesuch machen) damit meist kein Problem und waren immer nach ca. 30 min. Kaffee-Pause fertig zur Weiterfahrt. Wir reisen/tingeln eh nach dem Motto "der (möglichst schöne) Weg ist das Ziel", d.h. so wenig Autobahnen wie möglich!
Tja, jetzt muss alles nur noch durchhalten, denn dieses Fahrzeug wird viel genutzt. Wir werden sehen.
Fazit
Mir scheint, dass der Evalia gut ausbalanciert ist bzgl. Akkugröße, Gesamtgewicht, Windwiderstand und damit verbunden die Auswirkungen auf Straßenlage, Geschwindigkeit, Stromverbrauch und Reichweite.
Also, Reisen geht sehr gut damit. Probleme kann es mal mit Ladestationen geben, wie beschrieben, aber das bessert sich wohl mit der Zeit.
Bisher scheinen wir mal alles richtig gemacht zu haben... .
Vollelektrische Grüße
 
Thema: elektrisch angetriebene Hochdachkombis
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