Mal wieder Elektrik - SmartShunt und Batterietrennschalter

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Marion2.0

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Da ich ja weiterhin mit meiner Zweitbatterie hadere und gerne mehr über ihren Zustand (Ladung, Entladung etc wissen möchte, würde ich gerne ein Batteriemanagementsystem einrichten und denke da an den Victron Smart Shunt 500A/50 mV. In der IP65 Version, dürfte dieser auch im Motorraum verwendbar sein.


Gleichzeitig möchte ich die Versorgerbatterie während längerer Standzeiten mittels Batterietrennschalter abkoppeln, um die Entladung möglichst zu reduzieren.


Den Smart Shunt soll man ja direkt an den Minuspol der Batterieanbringen.

Eigentlich soll ein Batterietrennschalter ja ebenfalls möglichst zwischen Minuspol und Masse liegen.

Ich frage mich jetzt, wo der Batterietrennschalter am besten seinen Platz findet.

1. ZWISCHEN Shunt und Masse (der Shunt liegt direkt am Minus-Pol)

Der Shunt dürfte in diesem Fall doch weiterhin Strom ziehen für den Eigenverbrauch, oder?

Vielleicht steht dazu was in der Gebrauchsanweisung – hab ich jetzt ehrlich gesagt noch nicht reingeschaut

2. Am Minuspol VOR dem Shunt

Dem Shunt dürfte das doch eigentlich egal sein, aber auch er wäre dann von der Versorgung abgekoppelt, d.h. kein Eigenverbrauch mehr

3. AM PLUSPOL der Versorgerbatterie

Damit wäre der Shunt weiterhin wie gefordert unmittelbar am Minuspol, der Stromkreis der Versorgerbatterie aber dennoch vollständig unterbrochen



Gibt es andere Gründe für ein Für bzw. Wider, habe ich Denkfehler?

Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar
 
christiane59

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Den Batterietrennschalter kannst du ruhig hinter den Pluspol setzen. Solltest ihn halt nicht unter Last ab- und einschalten. Einfacher fände ich es, Schnellklemmen an die Batterie zu machen und bei Nichtgebrauch abzuklemmen. Hebel hoch und runter, mehr ist das dann nicht. Damit sie während der Fahrt nicht herumwedeln, könntest du sie mit Klett am Halter der Batterie oder anderer geeigneter Stelle befestigen.

Der Victron Smartshunt ist keiner, der auf einen Batteriepol aufgesetzt werden kann. Du musst ihn irgendwo in der Nähe anschrauben. Zum Smartshunt Eingang gehen dann alle deine Massekabel vom Aufbau, und der Shunt-Ausgang wird auf den Minuspol geklemmt. Ein kleines Pluskabel für die Shuntversorgung muss noch an Plus angeschlossen werden, am besten mit einer geeigneten Sicherung. Ein Display hat der Smartshunt ja nicht, das machst du alles mit der App. Viel Strom braucht er nicht, unter 1 mA.
 
christiane59

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Aber noch eine Frage: Wird deine Versorgerbatterie nicht automatisch bei der Fahrt über ein Trennrelais geladen? Dann müsstest du doch gar nichts machen, dann wird sie (bei regelmäßigem Fahren) doch nie entladen.
 
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Marion2.0

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Vielen Dank für die Antwort.
Schnellklemmen wären sicher auch eine Lösung...ich gehe mal in mich.

Ja, das Fahrzeug wird eigentlich regelmäßig bewegt, muss aber nicht Für den Fall, dass es wie in Kürze tatsächlich 5 Wochen steht, möchte ich sicherheitshalber alles abklemmen.
 
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Marion2.0

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So, nachdem der Shunt jetzt lange auf den Einbau warten musste, habe ich es getan.
Allerdings zeigt mir die App nach einer Fahrt an, dass die Versorgerbatterie immer 100% voll ist, was natürlich faktisch nicht sein kann.

Ich füge mal ein Bild von der groben Verschaltung - vor Einbau des Shunts - an, damit ihr seht, wie mein eigentliches Setup ist. Die Verdrahtung der Starterbatterie und des IVT ist nicht vollständig abgebildet, dürfte m.E. aber auch nicht relevant sein.

Ich habe den Shunt unmittelbar an den Minuspol der Versorgerbatterie gehängt (mit dem Anschluss "to battery minus") und das, was vorher dort angeschlossen war, an den anderen Anschlusspunkt des Shunts (und natürlich eine Plusleitung vom Shunt zur Versorgerbatterie).

Theoretisch meine ich, ist das so richtig.

Beim Fahren wird die Versorgerbatterie ja über das Trennrelais/Lichtmaschine geladen, mit 14,4 Volt.

Bei der Einstellung der App gibt man an, ab welcher Spannung, die Batterie als geladen gilt (13,2 V).

Natürlich glaubt der Shunt/die App, wenn 14,4 V anliegen, dass die Batterie voll ist.

Wo ist mein Denkfehler bzw. wie muss ich den Shunt korrekt einbauen, damit die Spannung wären der Fahrt nicht suggeriert, dass die Batterie voll ist?Schaltplan.png
 
Rolindianer

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Durch das IVT sind Starter- und Versorgerbatterie nach der Fahrt noch solange parallel geschaltet wie die Spannung über 12,8V liegt und der Shunt mißt beide Batterien. Vielleicht also noch länger warten vor der Abfrage oder das Fahrlicht kurz einschalten. Dann geht die Starterbatteriespannung unter 12,8V, das IVT trennt und der Shunt mißt nur noch die Versorgerbatterie.
 
Markus-Camp

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Zunächst Mal meine Lösung die ich seit 30 Jahren in meinen Reisefahrzeugen benutze.
https://www.hochdachkombi.de/data/attachments/9/9713-58e6e05171fdbfabc8236eb79a8e5dce.jpg
Ein LCD Panelmeter das an der Batteriespannung hängt, Versorgungs- und Messspannung in einem.
Daraus lässt sich sehr gut eine Abschätzung herleiten wie voll und wie gut der Akku noch ist.
Hab ich an dem Starterakku hängen als auch im "Wohnraum".

Dann: :) Ein shunt hängt in Reihe zu dem zu messendem Strom. Ein niederohmiger Widerstand an dem eine kleine Spannung abfällt. Daraus lässt sich der zu fliesende Strom ermitteln.
Spannung wird parallel zu dem Erzeuger, Verbraucher,.... was auch immer gemessen.
Vielleicht hab ich da weiter oben bei Euch auch was überlesen :D
 
Rolindianer

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Der Shunt hier wird hier ja nur wegen seiner Bluetooth-Funktionalität verwendet damit im Fahrzeug keine extra Kabel/Anzeige verlegt werden müssen. Ob die Ladung dann über die Spannung oder die von der App daraus errechnete Kapazität "abgeschätzt" wird ist ja grundsätzlich egal.
 
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Marion2.0

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Ist es denn nicht so, dass dann nach einer Fahrt und der damit verbundenen anliegenden Spannung von 14,4 immer 100% angezeigt werden.
Der Shunt misst bzw die App zeigt ja nicht nur die Spannung , sondern gibt auch den Füllstand an( oder berechnet diesen). Damit würde doch auch nach jeder Fahrt von 100% aus berechnet werden....auch wenn nach kurzer Fahrt vielleicht nur 70% erreicht wurden?
 
Rolindianer

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Kommt drauf an wie die App den Füllstand ermittelt. Wenn das nur anhand der Spannung geschiet ist die Füllstandsanzeige während des Ladens natürlich nicht aussagekräftig. Das wäre sie nur, wenn die Ladung über Strom(richtung) und Spannung ermittelt und tatsächlich mit der vorhandenen Kapazität verrechnet würde. Keine Ahnung wie das Vectron programmiert hat.
 
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Marion2.0

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Der Victron Smart Shunt scheint mir jetzt nicht ungewöhnlich im Sinne von ist recht verbreitet. Der muss doch funktionieren..oder verstehe nur ich das nicht?:confused:
 
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Marion2.0

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ach ja natürlich :oops:
Kann ich gerade nicht sagen...bin nicht in der Nähe des Fahrzeugs und hatte vorsorglich erst mal rückgebaut... die Info muss ich nachliefern
 
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Marion2.0

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Das ist bei der App suboptimal...man kann nur reinschauen, wenn man mit dem Gerät/ shunt aktiv verbunden ist:(
 
christiane59

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Ich habe keinen Smartshunt, sondern einen anderen. Aber die Victron Anleitungen sind doch eigentlich recht ausführlich, gerade was die Einstellungen angeht.

Mein Shunt wurde so eingerichtet, dass ich einmal die Batterie ganz voll geladen habe, und dann dem Shunt gesagt habe, wieviel Ah sie hat (bei Victron will man auch noch den Typ wissen, z.B. LiFePo4 wegen des Peukert Effekts) und dass sie jetzt 100 % voll ist. Die Spannung misst er doch selbst.

Ab diesem Moment rechnet der Shunt mit, wieviel Strom rausgeht und wieviel reinkommt, z.B. vom Trennrelais, vom Ladegerät für 230V oder über Solar. Mehr als das kann meiner nicht, brauche ich auch nicht, weil es eine LiFePo4 ist, die quasi keinen Peukert Effekt kennt.

Was einen am Shunt interessiert ist doch der Batteriestand - also wieviel noch drin ist, oder was ein Gerät verbraucht, oder was gerade über Solar reinkommt an Strom.

Der Smartshunt kann auch noch ein Relais steuern, z. B. weil man bei bestimmter Restkapazität Geräte abschalten will. Das kann man bei Bedarf dann so anschließen und einschalten.

Bei welcher Spannung der Akku voll ist einstellen zu müssen, kann ich mir nicht vorstellen. Das interessiert den Shunt nicht. Wie du schon schriebst, ist die Spannung höchst unterschiedlich, je nachdem, ob gerade geladen wird oder nicht.
 
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Marion2.0

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Ich dachte auch, dass die Beschreibung von Victron eindeutig wäre, war dann nur wegen des Ergebnisses irritiert...es wurden 100 % angezeigt, was m.E defintiv nicht sein konnte.

Also, neuer Versuch...alles wieder eingebaut. Die Batterie hing zwei Tage am Landstrom ist somit defintiv voll und die App darf mir auch 100% anzeigen.

Verbraucher laufen lassen...und die App zeigt mir auch plausible Verbrauchswerte an

Motor laufen lassen...und auch dann sind die Angaben m.E. plausibel.
Stromzufuhr wird mit knapp über 8A angegeben.

Interessant ist nun, wenn längere Zeit Verbraucher laufen und was dann nach kurzer Fahrt angezeigt wird. Das sollten dann eben nicht 100% sein.

Leider muss ich bis zum Wochenende auf diese Testreihe warten...
 
Rolindianer

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Die Batterie ist voll und wird trotzdem mit 8A geladen klingt nicht sehr plausibel?!
 
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