Auto? Camper? Wie's beliebt!

Diskutiere Auto? Camper? Wie's beliebt! im Camping/Umbauten und Tuning Forum im Bereich ---> Auto / Verkehr; Anno 2012 musste ich meinen geliebten Kastenwagen abgeben. Sofort war klar, dass irgendwann wieder ein Campingfahrzeug her muss. Bald merkte ich,...

  1. #1 Merlin jun., 02.04.2017
    Merlin jun.

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    Anno 2012 musste ich meinen geliebten Kastenwagen abgeben. Sofort war klar, dass irgendwann wieder ein Campingfahrzeug her muss. Bald merkte ich, dass es vorerst keinen großen Kastenwagen mehr für mich geben würde, ich musste mich nach einer günstigeren Alternative umschauen. Inzwischen hatte mein Bruder sich einen Caddy gekauft und ihn mit einer Campingliege und einem kleinen Schränkchen wochenend-camping-tauglich gemacht. Fand ich toll, dachte aber, dass das zu klein für ich wäre. 2015 war ich dann nach über zehn Jahren mal wieder auf der Messe und schaute mir dort den Caddy Camp Maxi von Reimo an. Schon von den Infos im Internet war ich hellauf begeistert. Der Ausbau gefiel mir gut, obwohl einige Dinge für mich persönlich anders hätten gelöst werden können. Der Platz ist für eine Person völlig ausreichend. Nachdem klar war, dass auch dieser Ausbau mein Budget übersteigt (ganz zu schweigen vom Basisfahrzeug!), musste ich mir was Eigenes überlegen. Wiederum zwischenzeitlich hatte mein Vater sich einen Peugeot Partner zugelegt, als Transporter, also ohne Sitze hinten, nur Ladefläche. Diesen wollte er als Minicamper ausbauen. Dazu kam es leider nicht mehr, aber ich durfte mir den Wagen für zwei Wochenenden mal zum Campen ausleihen. Alles ganz einfach mit Kisten, die in einem Gestell auf der Ladefläche verzurrt wurden, eine Schaumstoffmatte mit Luftmatratze drauf, Hocker, Klapptisch, Kocher und eine Kompressorkühlbox (siehe Bilder in meinem Album). So konnte ich ausgiebig das Platzangebot testen. Nun war klar, dass mir das ausreicht und ich mir auch einen längeren Urlaub damit vorstellen kann.

    Also plante ich meinen eigenen Ausbau. Dabei waren die wichtigsten Anforderungen:
    • Eingang soll sowohl über die seitliche Schiebetür sowie über die Heckklappe möglich sein.
    • Ich muss auch mal einen Regentag darin aushalten können.
    • Der ganze Ausbau soll komplett herausnehmbar sein, am Auto darf nichts verschraubt oder sonstwie „beschädigt“ werden.
    • Das Bett soll klappbar sein, um tagsüber mehr Raum zu haben und wegen des Durchgangs in der Schiebetür.
    Die allerersten Planungen waren noch ganz einfach, u.a. mit Campingliege. Inzwischen sind diese wesentlich ausgereifter. Basis ist eine Bodenplatte, die in den Schraublöchern der Zurrösen im Auto befestigt wird. Darauf werden dann die einzelnen Module verschraubt, mithilfe von Einschlagmuttern.

    Die Bodenplatte ist bereits fertig, hier müssen später nur noch die Einschlagmuttern platziert werden und darauf soll ein PVC-Boden verklebt werden (damit sie besser sauber zu halten ist). Die Platte ist in zwei Teile geteilt, damit ich sie besser handhaben kann und damit sie überhaupt hineinpasst. Denn an der Kofferraumverkleidung ist so manche seltsame Auswölbung, die das Einlegen im Ganzen unmöglich macht. In der Mitte gibt es eine „Überlappung“, die verschraubt wird. Auch hier sind Einschlagmuttern verarbeitet. Vorne im Fußraum der zweiten Sitzreihe ist zur Stabilisierung eine Stützplatte, die durch angeschraubte Leisten in Position gehalten wird. Die Platte besteht aus 12 mm Birke-Mutliplex. (weitere Detailbilder in meinem Album)


    Ich habe die Platte bei einem örtlichen Schreiner fertigen lassen, als Hilfsmittel hatte ich eine Schablone aus Pappe angefertigt. Ich hatte das Glück einen Schreiner zu finden, der durchaus neugierig auf diese Verwendung ist. Ihn interessiert sogar der fertige Ausbau.


    Es wird fünf verschiedene Möbelmodule geben:
    • Wassermodul
      Minispüle mit Wasserhahn, Frischwasser- und Abwassertank (je 10 L)
    • Staumodul
      Besteckschublade und zwei Fächer mit Klappe
    • Koch-/WC-Modul
      Seltsame Kombi, ich weiß. Aber passte nicht anders. Oben unter einer Klappe ist ein Kartuschenkocher, den ich herausnehmen und so auch draußen nutzen kann. Unten hinter einer Schranktür ist die Mini-PortaPotti untergebracht. Für frühmorgens und Notfälle.
    • Bettmodul
      Mit einer Sitzhöhe von 30 cm, so kann ich mit geradem Rücken aufrecht sitzen. Der Deckel der „Truhe“ ist doppelt, die obere Lage kann nach vorne bis zum Beifahrersitz geklappt werden. So erhalte ich eine Bettlänge von 1,88 m.
    • Staumodul
      Dieses ist in erster Linie als Stütze für die Bettfläche gedacht, bietet aber auch weiteren Stauraum. Evtl. kommt hier auch die Stromversorgung hinein. Mit einem Polster oder Kissen oben drauf gibt es außerdem eine weitere kleine Sitzgelegenheit, falls mal Besuch kommt. :mrgreen:
    Thema Strom:
    Auch dieser soll flexibel sein. Bei youtube habe ich eine tolle Anregung gefunden. [Leider darf ich noch nicht extern verlinken :-( Video "DIY Zusatzbatterie + 12 V Elektrik für Auto, Camper & Wohnmobil" von JayBe] So in der Art soll es bei mir auch werden. Die Verbraucher (Pumpe, Wasserhahn, Kühlbox und ggfs. Licht) sollen per Kabel angeschlossen werden. Momentan überlege ich noch, wenigstens die Batterie fest einzubauen, da ich wenig Lust habe, das schwere Ding ständig rein und wieder raus zu räumen. Evtl. geht das unter dem Beifahrersitz. Im Großen und Ganzen ist für mich die Elektrik die größte Unbekannte und am ehesten mein „Sorgenkind“. Aber hier hoffe ich auf nette Hilfe von guten Freunden.

    Den Möbelbau will ich selber machen, also das Zusammenbauen. Basis für jedes Modul ist ein Rahmen aus Alu-Vierkantrohren. Es gibt da ein tolles System von alusteck, das supereinfach ist und man kann die Profile „maßgeschneidert“ bestellen (DANKE @bonsaicamper für die Inspiration!). Die Holzplatten lasse ich vom Schreiner meines Vertrauens zusägen. Ich denke, bei Multiplex kann ich auf Umleimer verzichten. Zum Einsatz kommen die Möbelbauplatten von Reimo in 15 mm Pappel-Multiplex. Für die „Deckel“ des Bettmoduls und des kleinen Staumoduls reichen auch unbeschichtete Platten, das schont den Geldbeutel ein wenig.

    Als Verschlüsse kommen Mini-PushLocks zum Einsatz. Die Scharniere werde ich mit dem Schreiner aussuchen, denn durch die Profile wird es hier etwas komplizierter. Ich möchte optisch schöne, eingesetzte Türen, nicht aufgesetzte.

    Jedes Modul erhält in den Seitenwänden eine Griffmulde, damit es einfach zu tragen ist. Nach ersten groben Berechnungen dürfte das schwerste das Bettmodul werden, mit ca. 15 bis 16 kg. Das kriege ich noch gewuppt.

    Was noch? Ach ja, Sichtschutz/Verdunkelung. Da habe ich erstmal als Leihgabe die Thermomatten meines Vaters (wie gut, dass Partner und Berlingo baugleich sind!), nur für die Heckklappe muss ich selbst was anfertigen. Dort kommt ein Vorhang aus „Outdoor-Stoff“ hin, die Gardinenschiene lässt sich super dort verschrauben, wo der Dachhimmel befestigt ist.

    Fast vergessen - natürlich werde ich auch einen Tisch haben! Am Wasser- und am Staumodul wird es Tischgleitschienen geben. Daran wird ein 50 x 30 cm großer Tisch eingehängt, der durch einen klapp- und höhenverstellbaren Fuß gestützt wird. Wenn ich den Tisch nicht brauche, wird er "irgendwo" :) zwischengelagert. Was ich noch ausmessen muss: ob ich den Tisch vielleicht auch unter der geöffneten Heckklappe am Bettmodul befestigen kann. Könnte sein, dass er dafür zu klein ist ...

    Für Sitz- und Schlafpolster nehme ich 10 cm dicken mittelfesten Schaumstoff. Die Bezüge nähe ich selber. Das Schlafpolster besteht aus zwei Teilen: eines 94 x 60 cm (ist also auch das Sitzpolster) und eines klappbar, ausgeklappt ebenfalls 94 x 60 cm, zusammengeklappt 47 x 60 cm (dann ist es ein Rückenpolster).

    So, das wäre ein schon nicht mehr grober Überblick über mein Projekt. Ich hoffe, dass ich gut voran komme und meinen selbst gesetzten Zeitplan einhalte. Die erste Tour soll mich zwei Wochen nach Frankreich führen.

    Ich werde versuchen, hier über die Fortschritte weiter zu berichten. Ich entschuldige mich schon vorab, wenn es nicht immer ganz zeitnah ist. Aber das Bauen hat ja nun mal Vorrang! :mrgreen: Über Feedback jeder Art freue ich mich natürlich! :D
     
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  3. Uwe-S

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    Hallo Merlin jun.,
    so eine teilbare Bodenplatte habe ich mir auch für meinen Campingausbau gefertigt.
    Aus Gewichtsgründen habe ich Pappel genommen. Die Teilung in der Mitte ist durch ein Klavierband verbunden.

    Frage: wie hast du deine Bodenplatte hinter den Vordersitzen abgefangen.

    Mittig ist bei mir eine nach vorn offene Kiste.
    Seitlich habe ich zwar schon Ideen, aber überzeugt bin ich davon noch nicht.
    Der Schullerbunker und der Hohlraum unter der Platte sollten als Stauraum noch erreichbar sein.

    Mein Innenausbau ist für zwei Personen ausgelegt- hat also ein ganz anderes Konzept.
    Das Hauptmodul steht direkt hinter den Fahrersitzen und ist seitlich ausziehbar, weicht also auch von den gängigen Konzepten ab.

    Fotos gibt es bei mir noch nicht,
    dein Album kann ich leider nicht öffnen.

    Uwe-S
     
  4. #3 helmut_taunus, 02.04.2017
    helmut_taunus

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    Ich auch nicht
     
  5. #4 Merlin jun., 02.04.2017
    Merlin jun.

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    Ups, ich habe mal die Rechte geändert, klappt es jetzt mit dem Album?

    Darin gibt es auch ein Bild von der Stütze, die vorne hinter den Sitzen unter der Bodenplatte ist. Diese wird von je zwei Leisten, die von unten an der Bodenplatte befestigt sind, gehalten. Die Stütze hat Ausschnitte, die mir ermöglichen, an die Bodenfächer ran zu kommen, obwohl die Stütze etwa zu einem viertel darüber steht. Die Abdeckungen muss ich dafür allerdings abnehmen. Sobald die Platte mal wieder drin liegt, mache ich davon noch ein Foto, dann sieht man es besser. Ist nur schwer zu erklären, finde ich.
    Den Raum kann man gut nutzen, aber ich denke, ohne eine gewisse Räumerei geht es nicht. Mit allem, was man fest installiert (Kisten, Schubladen) verliert man irgendwo Raum, aufgrund der sehr besonderen Topografie.

    Meine Platte sollte so dünn wie möglich und so dick wie nötig sein. Deshalb riet mir der Schreiner zu Birke-Multiplex. Die ist bei geringerer Dicke wohl stabiler als Pappel. Auf das Gewicht kam es mir hier nicht so an, bei den Möbelplatten mit 15 mm Stärke spielt das schon eine größere Rolle.
     
  6. #5 helmut_taunus, 02.04.2017
    Zuletzt bearbeitet: 02.04.2017
    helmut_taunus

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    Hallo Katja,
    lass ich mal einige Ideen dazu auflisten. Obwohl Du einige Erfahrung mitbringst und klare Ziele hast, einige Anmerkungen bringen Dich vielleicht weiter, oder auch nicht weil Du es anders oder gar besser weisst oder einfach anders willst. Dennoch..
    .
    Bodenplatte
    geht bis an den Fahrersitz, man kommt nicht mehr drunter. Schade, kannst Du Dir so viel freien Platz leisten, oder kommen noch Klappen von oben in die Flaeche? Spaeter?
    .
    Der Schreiner ist interessiert am Ausbau
    gute Voraussetzung, selbst wenn er danach alles als Schreinerleistung an andere weiter anpreisen sollte.
    .
    "Jedes Modul erhält in den Seitenwänden eine Griffmulde"
    aufgeschraubtes Blech? nein. Eingefraeste Mulde? vielleicht. Eingefraestes Loch reicht, handbreit, eher noch oben, so dass man den Rahmen greift.
    .
    Seitenverkleidung
    Der Kastenwagen hat weniger Seitenverkleidung, aus Deinem Kofferraum koenntest Du noch einiges rausbauen fuer mehr Platz hinten zwischen den Radkaesten. klick In der jetzigen Situation und fuer Einzelbett spaet bzw eher nicht noetig.
    .
    Sitzhoehe 30 cm ist ganz prima, dass Du recht flach sitzen willst und den Platz bis zum Dach so ernst nimmst. An Mitleser, besser Knie etwas unbequem hoch als Kopf einziehen. Das Polster zaehlt in der Sitzhoehe mit, das zusammengedrueckte Polster, notfalls kann man es auch wegschieben und hart sitzen.
    .
    Schranktuer am Kuechenmodul oder generell, an Mitleser, eine drehbare Tuer sollte nicht ueber den Boden schleifen, denn der kleinste Lappen oder Teppich oder Split-Stein laesst die Tuer klemmen. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hast Du unten den Metallrahmen und in etwa 20mm Hoehe die Unterkante der Tuer. Sie schwenkt frei ueber einen kleinen Abtreter oder was da auch liegen koennte.
    .
    Frischwassertank ok, Abwassertank sehr loeblich, erfuellt dann den Anspruch Self-Contained
    .
    Porta Potti
    gibt es in verschiedenen Hoehen, ab 300mm, auch hier ist Sitzhoehe unter dem Dach ein Thema, nicht ganz so wichtig, weil man nie lange so sitzt. Die flacheren haben weniger unteren Tank und muessen oefter geleert werden, bei Notfalltoilette kein Thema, ansonsten leichter (voll zu tragen) und vor allem platzsparender als grosse PortaPotti (die es auch von anderen Herstellern unter weiteren Namen gibt). Mit deinem Metallrahmen ueberleg mal, ob das WC besser hinter dem Metallrahmen gegen Rausrutschen gesichert stehen soll, und es jedesmal zum Benutzen ueber den Rahmen gehoben werden soll, Oder innen eine Platte einlegen, dann gehts schneller raus muss dennoch reingehoben werden.
    .
    Bett nach vorne
    "Der Deckel der „Truhe“ ist doppelt, die obere Lage kann nach vorne bis zum Beifahrersitz geklappt werden. So erhalte ich eine Bettlänge von 1,88 m."
    Du weisst, dass die Lehne vom Sitz flach nach vorne gelegt werden kann, das Bett kann 2Meter40 oder so werden. Staumodul E brauchst Du nicht als Bettunterlage. Lediglich die Hoehe von Lehne und Bett muss zueinander passen, wenn Du ueber den Sitz die Liegeflaeche erweiterst.
    "Staumodul
    Dieses ist in erster Linie als Stütze für die Bettfläche ...Mit einem Polster oder Kissen oben drauf gibt es außerdem eine weitere kleine Sitzgelegenheit, falls mal Besuch kommt. "
    Loebliche Idee, dort einen Hocker zu haben, doch der Besuch kann auch auf dem Vordesitz sitzen, auf der vorgeklappten Lehne mit Deinem Kissen.
    schau hier auf den Fahrersitz, der Beifahrersitz kann ebenso flach werden.
    klick
    klick
    Mit dem Liegen ueber den vorderen Sitzen (oder einem davon) bleibt hinten noch Platz von Bett bis Heckklappe.
    .
    "Der Deckel der „Truhe“ ist doppelt, die obere Lage kann nach vorne bis zum Beifahrersitz geklappt werden. "
    Wirklich geklappt? Oben kommt das Dach und der Tuergriff und allerlei in den Klapp-Weg, aufpassen. Ausziehen statt klappen?
    .
    Kuehlbox
    wenn sie einen Deckel hat, schwenkt der Deckel in den Bereich der Fahrersitzlehne, Dann weit genug nach hinten anordnen. So kommst Du auf der Raststaette unterwegs auch mal schnell an den Inhalt.
    .
    Kocher
    Im Forum gibt es einen Faden zum richtigen Kartuschenkocher, soll Zuendsicherung haben.
    .
    Ich bin beeindruckt von der Zielstrebigkeit, man merkt einige Erfahrung aus anderen Fahrzeugen. Du sollst auch nicht auf alles antworten, bau weiter, mein Hauptziel ist, dass Du nichts uebersiehst, und dass Mitleser Hinweise bekommen, denn es wird einige Interessenten geben.
    Gruss Helmut
    .
     
  7. #6 Merlin jun., 02.04.2017
    Merlin jun.

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    Lieber Helmut,

    ganz lieben Dank für Dein umfassendes Feedback! Man merkt, dass Du Dich wirklich mit meinem Konzept auseinander gesetzt hast und nicht "einfach so Deinen Senf dazu gibst". Ich beantworte jeden Part einzeln:

    Von oben komme ich nicht mehr an Stauraum, aber von der Seite. Oben drauf steht ja die Kühlbox bzw. das Staumodul. Um von der Seite ranzukommen, muss ich logischerweise die Schiebetür öffnen. Unterm Fahrersitz gibt es auch noch eine Schublade, da komme ich nur vom Fußraum aus dran.

    So schätze ich ihn wirklich nicht ein, es scheint mir ehrliches Interesse zu sein, um einfach mal zu sehen, was man in einem Auto so hinkriegen kann. Abkupferei oder Schmücken mit fremden Federn hätte er auch nicht nötig, es ist kein 08/15-Schreiner. Er betreibt hochwertigen Möbel- und Innenausbau und fertigt Kunstobjekte. Die "Bastelei" für mich läuft nebenher, wenn er gerade Zeit an der Maschine erübrigen kann. Nur mal so zum Vergleich: für die Platte mit allem Drum und Dran habe ich 160 € gezahlt, alles genau nach Wunsch und genau eingepasst. Fertige Platten (für die Transporter-Versionen) gibt es erst ab 165 € und da müsste man eine Menge anpassen.

    Genau so denke ich auch, lieber die Knie mal etwas anziehen, als die ganze Zeit gekrümmt zu sitzen. Das hatte ich beim ersten Probewochenende mit dem Peugeot Partner meines Vaters, war sehr unbequem. Die Sitzhöhe ergibt sich durch die Höhe des Moduls von 25 cm sowie 10 cm Polster, welches sicherlich zu 50 % gestaucht wird beim Draufsitzen. Die Höhe habe ich mithilfe eines kleinen Hockers genau ausgetestet. Wenn ich gerade sitze, habe ich immer noch zwei Finger breit Luft überm Kopf. (Glücklicherweise bin ich nicht zu groß geraten! :lol:)

    Das Aluprofil ist 25 mm hoch, deshalb keine Probleme mit Schleifen über den Boden.

    Für mich selbstverständlich, weil ich auch mal "ganz frei" stehen möchte. Auf dem Campinplatz wollte ich auch nicht in meiner eigenen Plörre stehen. Und ich werde den Teufel tun und die Zunft in Verruf bringen, wie es manch andere offensichtlich tun. Was mir Busfahrer da schon erzählt haben, was sie bei Wohnmobilen auf Rastplätzen beobachtet haben wollen ...

    Ich habe die derzeit kleinste Porta Potti gewählt, die Qube 335. H 315 x B 342 x T 382 mm. Völlig ausreichend.

    Ja, der Beifahrersitz wird umgelegt. Dann liegt die Bettfläche gerade mal ca. 10 cm dort auf. Allerdings auch nicht auf derselben Höhe, es fehlen zwei, drei Zentimeter. Deshalb auch lieber der Unterbau, sorgt für mehr Stabilität und den Stauraum kann ich auch gut gebrauchen. :mrgreen:
    Es wird geklappt, ja. Es ist wesentlich einfacher zu bauen, als etwas zum Ausziehen. Die obere Lage ist nochmal mit einem Scharnier versehen. Ein Teil ist 63 cm lang, der zweite 31 cm lang. So ist das zu klappende Teil 88 cm hoch, noch 34 cm vom höchsten Punkt am Dachhimmel entfernt. Da sollte nichts im Weg sein. Aber dennoch ein sehr guter Hinweis, ich werde nochmal überprüfen, ob auch wirklich nichts in Weg ist. Der Berlingo hat im Dach ja durchaus interessante Wölbungen.
    Länger braucht das Bett nicht zu sein. Auch sollte der Sitzkasten nicht zu groß werden, um an der Schiebetür viel Raum zu lassen. Länger dürfte er auch deswegen nicht sein, weil ich sonst nicht mehr die Porta Potti nach vorne aus dem Schrank ziehen kann. Hier hängt vieles voneinander ab ...

    Ist knapp, aber passt. Der Deckel ist an der langen Seite angeschlagen, d.h. der Anschlag des Deckels ist parallel zum Fahrersitz.

    Vielen Dank für die Blumen! Naja, Erfahrungen mit Ausbau habe ich keine praktischen, aber ich habe mir halt viele Konzepte angesehen, viele (auch professionelle) Ausbauten studiert und teilweise hinterfragt. Da merkt man schnell was man will oder nicht, was man braucht oder nicht. Ich bin immer froh über Meinungen zu meinen Überlegungen. Es passiert so schnell, dass man etwas übersieht! Deshalb sind jegliche Kommentare immer gerne gesehen.
     
  8. #7 helmut_taunus, 02.04.2017
    Zuletzt bearbeitet: 03.04.2017
    helmut_taunus

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    Kleinste?
    .
    Einige flachere Chemie-Toiletten
    300mm - Bipot 30 - 11l
    304mm - Campinggaz - 10,5l
    315mm - Thetford 335 - 10l
    317mm - Dometic 972 - 10l
    330mm - Thetford 145 - 12l
    330mm - Thetford 345 - 12l
    Toilettenhöhe - Bezeichnung - Volumen Fäkalientank
    .
    Nachtrag zu Porta Potti Original und Thetford
    Bekanntestes Produkt des Unternehmens Thetford Engineering Company ist die Reisetoilette „Porta Potti“.

    .
    Kuehlbox
    wieder was gelernt, normal gehen sie anders auf.
     
  9. #8 Merlin jun., 02.04.2017
    Merlin jun.

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    Ich meinte ja auch die kleinste Porta Potti, also "das Original". Hat sich zum Synonym entwickelt, wie der Inbus oder das Tempo. ;-) Die Dometic hatten sie am Freitag bei Reimo nicht vorrätig, als ich zum Einkaufen da war, die hat die gleichen Maße wie die Qube 335.

    Die Kühlbox ist die Waeco Coolmatic CDF-18. Die gleiche hat mein Vater und ich finde sie ausreichend dimensioniert und die Leistung ist auch gut.
     
  10. #9 woifi9055, 04.04.2017
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    ich wollte mal wertfrei nachfragen warum man sich eine chemietoilette in einen hdk stellt und nicht trockenlösungen bevorzugt. ist viel kleiner und vollkommen geruchlos da ja schon entsorgt. aber mich würden wirklich die für und wieder interessieren. ich zb habe eine trockenlösung aber noch nie gebraucht, dafür aber gebrauchsfertig immer dabei auch im rest des jahres.
     
  11. #10 mawadre, 04.04.2017
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    Wir haben uns auch gerade für eine Trockenlösung für den Notfall entschieden. Vielleicht ist Notfall vs. Normalfall genau der Unterschied?
     
  12. Rolf1

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    Von was für einer Trockenlösung ist die Rede? Trocken-Trenntoilette? Wäre größer, oder nicht? Oder ne Plastiktüte unter einer Klobrille? Oder so ein Notdingens mit Granulat drin für (nur) das kleine Geschäft?
    Rolf1
     
  13. Evie

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    Ich verwende zu dem Porti noch die abfallbeutellösung dazu wenn ich weiß das ich nicht zu den entsorgerstadionen so schnell komme. Aber drauf verzichten möchte ich nicht.
    Eventuell könnte ich mir auf grossen Touren vorstellen das Porta aus Platzgründen ganz daheim lassen aber nicht die Plastikbeutel ;-)
     
  14. #13 Merlin jun., 04.04.2017
    Zuletzt bearbeitet: 04.04.2017
    Merlin jun.

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    Mit der Trockentoilette habe ich mich tatsächlich kurz beschäftigt. Das Prinzip kannte ich zum einen von einem Stellplatz in Frankreich, da gab es eine kleine Gartenhütte, wo ein Trockenklo installiert war. Zum anderen habe ich sie während einer Mehrtageswanderung in einem finnischen Nationalpark genutzt (die stanken allerdings bestialisch, da unter den Häuschen RIESIGE Haufen waren, die werden nur alle paar Wochen oder Monate mal geleert).

    Warum ich mich contra Trockenklo entschieden habe? Kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Zum einen dachte ich mir, wo soll ich das geheckselte Zeugs lagern? Wie viel muss man davon überhaupt dabei haben? Wie entsorge ich das "Ganze"? Das waren erstmal einige Fragen, die ich hätte klären müssen. Bei einer Porta Potti weiß ich, auf was ich mich einlasse. Zwei kleine Fläschen mit Chemie (bei wenig Dosierung dürfte der Geruch nicht so stark ausgeprägt sein) müssen mit und das Wasser kriege ich überall. Auch Entsorgungsstationen sind i.d.R. und vor allem in meinen bevorzugten Destinationen kein Problem. Vielleicht spielte auch der Zeitdruck eine Rolle, ich will bis Ende Mai fertig sein, da wollte ich mich nicht mit längerer Recherche aufhalten, da die ersten gefundenen Trockenklos eh zu groß für mein Schränkchen waren. Letzten Endes denke ich mal, dass ich einfach eher der "Wasser-Klo-Typ" bin. :mrgreen:

    Nachtrag:
    war eben draußen und habe nochmal gecheckt, ob das Umklappen meines Bettes so klappt, wie ich mir das vorstelle - ja, es ist ausreichend Platz nach oben. Puh, Glück gehabt! ;-) Und die Zweitbatterie passt unter den Fahrersitz. Yay, jeden Tag geht's ein Stück voran!
     
  15. #14 woifi9055, 05.04.2017
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    so ein sack rindenmulch unterm vordersitz ist doch kein problem:D
    ich meinte aber eher sowas:
     
  16. #15 mawadre, 05.04.2017
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    Geile Idee, auch die Präsentation ist super - sogar ohne Ton. Es geht eben nicht über gutes Personal - auch im Verkauf! :lol::totlach:
     
  17. #16 helmut_taunus, 05.04.2017
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    also mir fehlen wichtige Details
    -Im Video klappt er das Holzzeugs aus der Tuer OHNE die gruene Schuessel. Zieht er sich die Schuessel als Hut vom Kopf, oder von wo zaubert er die Schuessel vor der Benutzung ins Bild, die gehoert doch in die Toilette, gehoert mit in die Tuer.
    -Wie macht es die Gardinen zu zur Toilettenbenutzung?
    -Die Tuer muss innen verriegelt werden eh jemand waehrend der Sitzung von aussen oeffnet (und vorher nichts sieht weil Gardinen dazugehoeren).
    -Kann die Immer-da-Toilette nachts bei ausgeklapptem Bett benutzt werden?
     
  18. #17 mawadre, 05.04.2017
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    Nö ich finde diese Erfindung wirklich super. Sollte man so direkt auch in den Ferienfliegern an jedem Fenster-Platz einbauen. Immer diese Schlangen vor der einzigen Toilette auf dem Flug nach Malle...:bravo:
     
  19. #18 Merlin jun., 05.04.2017
    Merlin jun.

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    Hm, das würde mir gar nicht gefallen. Ich will nicht mit Tütchen seltsamen Inhalts zum Restmüllbehälter spazieren. Die Entsorgung meiner Chemietoilette finde ich da weitaus weniger peinlich. Und bei der vorgestellten Alternative entsteht auch wieder eine Menge Plastikmüll. Gut, man könnte jetzt über Plastikmüll versus Chemie im Wasser diskutieren. Ich rede mich raus, indem ich die Chemie geringstmöglich dosiere :p ;-)
    Die Konstruktion an sich finde ich allerdings klasse, als Nothocker, der bei Nichtnutzung keinen Platz in Anspruch nimmt, perfekt!
     
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  21. #19 mawadre, 05.04.2017
    mawadre

    mawadre Mitglied

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    War mal auf einem Campingplatz (einmal von 3x insgesamt) und habe am Morgen unser Geschirr am dafür gedachten Becken abgewaschen. In der Zeit kamen 3 Leute von ihren Campern und haben im Abstand von 50 cm ihre Chemitoiletten in ein offenes Abflussrohr direkt neben meinem Abwaschbecken entsorgt. Da habe ich mir Plastikbeutel im Müll gewünscht...
     
  22. Lutz

    Lutz Mitglied

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    Guten Abend mawadre (und alle anderen),
    ich war in den letzten sechs Jahren auf sehr vielen Campingplätzen in Frankreich (vor allem), aber auch Italien, Luxemburg, Belgien und Schweden. Und habe so etwas, was Du schilderst, Gott-sei-Dank nicht erlebt, noch nicht einmal ansatzweise. Da hast Du wirklich Pech gehabt und sprichwörtlich in die Kloschüssel gegriffen. Aber: Es scheint auch das zu geben.
    Grüße von der Saarschleife
    von Lutz
     
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