Powerstation/Solarstrom - ich habe Fragen an Euch

Diskutiere Powerstation/Solarstrom - ich habe Fragen an Euch im Forum FAQ-Camping im Bereich HDK-FAQ - Einen schönen Sonntag @all, Strom und ich, das wird nix mehr. Daher benötige ich mal Euer Schwarmwissen. Ich habe eine kl. Goal Zero Yeti 200X...
Berlin(er)go

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Hab die Installation (Verkabelung) nochmal überdacht und werde erst die Tage fertig. Aber getestet habe ich schon mal ;-) An einem bewölkten Tag (Foto) konnte ich während der Fahrt per Bluetoth folgendes ablesen:

1. Wolken vor der Sonne und zudem im richtigen Schatten von Bäumen etc. - 0 Watt
2. Wolken vor der Sonne: 30 Watt schwankend gem. Dichte der Wolken
3. Sonne von der Seite einfallend satt: 110 Watt stabil

Bitte beachten, die Panel waren nicht geputzt oder zur Sonne ausgerichtet sondern plan auf dem Dachzelt - etwa 15:30 Uhr kommt die Sonne dann auch nicht mehr direkt von oben. Und dafür fand ich 110 Watt bei 2x 80 Watt wirklich gut.

IMG_5792.PNG IMG_5793.jpg
 
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Tim

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Glückwunsch. Das Ergebnis passt. 110W sind etwas 2/3 der Nennleistung. Viel mehr würde ich mir auch nicht erhoffen - zumindest nicht konstant für längere Zeit. An einem "perfektem" und langem Sommertag wirst du wohl mit max. 700-800Wh rechnen können. Wenn kein E-Bike und keine elektrische "Heizung" (Herdplatte, Wasserkocher...) im Spiel sind, musst du das beim Camping auch erst mal verbrauchen.
 
Berlin(er)go

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Wenn kein E-Bike und keine elektrische "Heizung" (Herdplatte, Wasserkocher...) im Spiel sind, musst du das beim Camping auch erst mal verbrauchen.
Och, da gibt es genug Verbraucher: Handy, sämtliche Kleinstgeräte wie LED Lämpchen und Taschenlampen die irgendwie immer dann leer sind..., die Kompressorkühlbox, 2 Kameras bzw. deren Akkus, ein 100 Wh 24V Akku will auch tgl nachgeladen sein, ggf. mal ein iPad als Fernsehgerät usw. usf.. Ziel ist auch ne kl. Reserve bei entspannten 2 Tagen ohne Landstrom, die im Zweifel eben auch nicht immer ganz so sonnig=ergiebig sind.
 
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Tim

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Mach dir keine Sorgen, das ist alles Kleinkram, den man auch mal "ausnahmsweise" an der Starterbatterie nachladen kann. Bei Schlechtwettertagen oder Schattigen Stellplätzen verbraucht dein Hauptverbraucher (Kühlbox) ja auch entsprechend weniger. Da brauchst du eher ne größere Batterie als mehr PV-Leistung und eine längere Zeit zu überbrücken.
 
Berlin(er)go

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Sorgen mache ich mir tatsächlich nun keine mehr. Hab jetzt ca 800 Wh dabei und lade die je nach Sonnenleistung nach. Das passt und nun kümmere ich mich um den Luftaustausch im Auto. Bei diesen Temperaturen reichen die Kiemen an den Schiebetürfenstern nicht und wen ich vom Fahrzeug weggehe möchte ich ungern die Heckklappe per Haken offen lassen. Bin ich am Fahrzeug oder in der Nähe ist das kein Thema natürlich.

Ich rüste mit einem 12V 120mm Ventilator auf. Der hat drei Stufen und läuft über dann einen der USB-A Ausgänge der gr. PS. Kommt von innen auf eines der Belüfterbleche (Kiemen) und soll warme Luft abblasen. Hinten habe ich ein etwa 15mm großes Loch (Bolzen für Ersatzrad ging da mal durch) durch welches kühlere Luft von unter dem Fahrzeug nachströmen kann.
 
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Tim

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Berichte mal. Ich fürchte nur, dass der solare Ertrag (den du bei der Wärme ja nicht willst) höher ist, als das was du mit den Lüftern bewirken kannst.
 
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Edgar

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Ich hänge mich mal hier dran...

Für uns HDK-Camper scheint ja so ein faltbares Solarpanel mit 100W bis 200W wie geschaffen zu sein.
Zusammen mit einem Solarregler kostet das um die 300 bis 500 Euro.
Eine vorhandene Bordbatterie könne man damit am Standplatz aufladen bzw. länger nutzen.

Ich meine aber, dass da noch einige Hindernisse sind, die in den vorherigen Beiträgen auch benannt worden sind:

1. Aufstellung
Wenn das Auto oder das Panel im Schatten steht, wird da noch spürbar Solarenergie geerntet?

Wenn ein faltbares Solarpanel aufgestellt wird, ich aber nicht am Stellplatz bin, besteht Diebstahl- oder Un(m)fallgefahr.

Hinter der Frontscheibe im geschlossenen Auto kann es sehr heiß werden, dann sinkt die Effizienz des Panels. Die Frontscheibengröße beschränkt zudem die Panelgröße.
Die maximale Umgebungstemperatur des Solarreglers kann auf einem sonnigen Parkplatz überschritten werden.

2. Energiemenge
Annahme: 200 W Panel, 2 h morgens, wegräumen und dann 2h abends, reduzierte Einstrahlung, Speicher-Verluste
= 800 Wh x 33%; 264 Wh/12V = 22 Ah
mein Tagesbedarf ist eher bei 30Ah (Kompressorkühlbox, Elektronik)

3. Kosten
Neben Panel und Solarregler kommen noch Kosten für Kleber/Verbindungsmaterial, Durchführungen, Kabel und Stecker dazu.

4. Ersparnis
Auf einem Campingplatz bezahlt man 4 € bis 6 € pro Tag für einen Stromanschluss. Bei einem Camping Urlaub benötige ich mit meiner 100Ah LiFe4PO erst am 4. Tag 90 Minuten Strom aus dem Netz oder Lichtmaschine. Bisher hat es immer mit einer Fahrt gepasst.

Ansonst wären es also 5x 6 € = 30 € pro 3 Wochen-Urlaub. Also erst nach 10 bis 20 Urlauben lohnt sich das.

Davon abgesehen: Ich hatte auch schon Campingplätze, die man sowieso nur noch "mit Strom" buchen konnte, da wäre nichts gespart.

5. noch mehr Kram (faltbares Panel)
So ein Panel benötigt einen passenden Platz zum Verstauen, eher Fläche als Volumen.
Man sollte nichts drauf stellen oder die Tasche "irgendwo zwischen rein" klemmen.
Da die Oberfläche nicht aus Glas ist: wie sieht es mit Verkratzen aus?

Mein Fazit für das Jahr 2024:
ich werde mir kein faltbares Solarpanel kaufen.
Oder habe ich da etwas übersehen?
 
moe.camp

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Hallo Edgar,

ich denke deine Rechnung und Entscheidung passt. Ich werde Solar fest aufs Auto bauen, aber das steht in meiner Prioliste ganz weit hinten. Der Grund ist, dass ich genug Strom habe. Wenn ich Donnerstag oder Freitag irgendwohin fahre und die Zweitbatterie per Ladebooster aufgeladen wird, reicht das locker für ein Wochenende, auch für ein langes. Solarstrom brauche ich nur wenn ich länger stehe, oder aber wenn das Auto länger abgestellt ist, die Campingelektronik (Router, aktuell Victron Cerbo GX später nach Umbau Pekaway Core) aber noch an ist. Find das eigentlich ganz praktisch, so kann ich auch im Alltag mal schauen wie warm es im Auto ist, usw.

VG Maurice
 
Berlin(er)go

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1. Aufstellung
Wenn das Auto oder das Panel im Schatten steht, wird da noch spürbar Solarenergie geerntet?
Nein. genau das ist ja der Vorteil einer solch mobilen Lösung. Stelle das Auto schattig ab der Panel in die Sonne.

Erntest Du nur 2h, ist der Ertrag natürlich gering. Ich hab 2x 80W oben auf dem Dachzelt. Da kommen in der Spitze 125W rein und da ich nix wegräumen muss, ernten die Panels über Tag genug um die 500Wh Powerstation gefüllt zu halten.

Letztlich gebe ich Dir recht. Steht Du nicht überwiegend autark, ist genug Strom verfügbar. Da lieber ne ordentliche Speicherkapazität.
 
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manfred_k

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Ich werde Solar fest aufs Auto bauen
VG Maurice
Servus Maurice,
das habe ich auch gemacht, eine 135Ah LiFePo mit MPPT Regler eingebaut, und das B2B System entfernt. Seither brauche ich mich jetzt im Sommer um den Energiehaushalt, und um ein jederzeit kühles Getränk, nicht sorgen. Wie anderer Stelle schon erwähnt, bringt mein 9A PV Modul dank MPPT 12A Ladestrom, und hält zudem die Sonneneinstrahlung vom Autodach merkbar fern.
just my 2cents
Manfred
 

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Alex86

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Unbedingt auch ein Auge auf den Gebrauchtmarkt werfen. Solche Dinge werden ja meist gepflegt (da neu teuer).
Ich habe für mein System mit 80Ah AGM Batterie und 120W Solarfalttasche + Regler zusammen 80€ bezahlt. Natürlich muss man sich das zusammen suchen.. und natürlich etwas Zeit mit bringen und ja.. vermutlich haben die meisten hier einen höheren Anspruch als ich, was die Umsetzung angeht. Aber es funktioniert.
 
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Tim

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Auf einem Campingplatz bezahlt man 4 € bis 6 € pro Tag für einen Stromanschluss. Bei einem Camping Urlaub benötige ich mit meiner 100Ah LiFe4PO erst am 4. Tag 90 Minuten Strom aus dem Netz oder Lichtmaschine. Bisher hat es immer mit einer Fahrt gepasst.
Wenn man denn Strom bekommt. Gerade wenn man zur Hochsaison unterwegs ist, hat man gerade mit einem kleinem Camper auch mal die Möglichkeit sich mit in den Zeltbereich zu stellen, wo es keinen Strom gibt. Da ist Solar unbezahlbar. Ich hatte die Situation jetzt schon 3 Mal, dass ich die Wahl hatte, mich noch irgendwo reinzuquetschen oder wieder zu fahren.

Bei deiner Rechnung unterschlägst du auch, dass deine LiFePo4-Batterie die teuerste Komponente ist und du auch ein Stück Ladetechnik brauchst: egal ob aus 12V (viel Spaß bei Euro 6) oder vom Landstrom. Wenn du Landstrom sicher umsetzen willst, ist das auch deutlich aufwändiger als ein PV-Panel anzuklemmen. Ich glaube @christiane59 hat das in einem anderen Thread mal ausführlich beschrieben. Und ohne eine zusätzliche Batterie lässt sich eine Kühlbox nicht sinnvoll betreiben. Diesen Invest und die Ladetechnik hast du zwangsläufig.

Letztlich bin ich aber bei dir, dass ich kein faltbares Panel einsetzen würde, sondern immer fest montieren würde, weil du dann immer erntest. Und diesen Komfort möchte ich nicht mehr missen, weil du immer Strom hast.
 
moe.camp

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Letztlich bin ich aber bei dir, dass ich kein faltbares Panel einsetzen würde, sondern immer fest montieren würde, weil du dann immer erntest. Und diesen Komfort möchte ich nicht mehr missen, weil du immer Strom hast.
Das hat nicht Edgar sondern ich gesagt. Und dazu, dass das in meiner Todo-Liste gaaanz weit hinten steht, weil ich alleine per Ladebooster eigentlich immer genug Strom habe.

Euro 6 ist da auch kein so großes Drama mehr. Einen Booster würde ich bei unterschiedlichen Batterietypen Starter/Wohn sowieso immer empfehlen, weil das Trennrelais bei den unterschiedlichen Spannungsleveln von LiFEPO4 und Blei oft nicht oder erst spät trennt. Bei mir ist ein 40A Ladebooster von Renogy drin, gabs für 80€ und der tut was er soll, auch bei meinem Euro 6 Auto.
 
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Tim

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leg 40€ drauf und du bist wirklich autark, weil du für ca. 120€ ein Panel und nen Solarlader bekommst. Du brauchst weder Landstrom noch musst du alle 3 Tage das Auto bewegen, damit geladen wird.

Ich hatte auch erst ein Trennrelais (bei Euro 5), dann einen Ladebooster (wegen Euro 6) und irgendwann zusätzlich die PV-Lösung, um das Auto nicht alle paar Tage bewegen zu müssen. Da aber trotz kleinen 100W-Panels so viel geerntet werden konnte, habe ich den Ladebooster rausgeworfen und die Aufbaubatterie vom Bordnetz getrennt, was ich bei Euro 6 für sinnvoller erachte. Mein Tourneo Custom ist ziemlich zickig was das Strommanagement angeht.
 
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