neue Batterie - noch Mal Blei oder LiFePo?

Diskutiere neue Batterie - noch Mal Blei oder LiFePo? im Forum FAQ-Camping im Bereich HDK-FAQ - Meine Zusatzbatterie wird schwächer und da wir dieses Jahr 2 mehrwöchige Reisen vorhaben, möchte ich sie lieber ersetzen, bevor ich unterwegs...
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Tim

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Batterie ist verbaut. Obwohl ich dachte, die passt ganz gemütlich rein, war es doch ziemlich knapp. Das Problem ist, dass die Sitzschienen des Beifahrersitzes die Öffnung verengen. Hätte keine Lust gehabt, den ganzen Sitz zu demontieren.
Die Batterie kam mit ca. SOC 50% an. Das bisschen Sonne, was wir die letzten 2 Tage hatten, hat nicht ausgreicht, um die Batterie voll zu bekommen. Das Verhältnis 150Ah zu 100Wp ist schon etwas merkwürdig. Auf der anderen Seite verbrauche ich ja nicht mehr Strom, nur weil eine größere Batterie drin ist. Ich habe jetzt halt mehr Puffer. Freue mich schon auf den Sommer. Aber ersteinmal wird wieder umgebaut...
 
Reisebig

Reisebig

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Letztens 5 Übernachtungen ohne Strom auf einem Womo Stellplatz an einer Therme, ein bisschen Kompressorkühlbox, ein bisschen TV und Licht. Bei Abfahrt waren noch 75 % im Akku ... bei nem 100 Ah Akku. Du wirst Spaß haben mit deinen 150 Ah :mrgreen:
 
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manfred_k

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Das Verhältnis 150Ah zu 100Wp ist schon etwas merkwürdig.
Servus Tim,
ja, da wird schon viel Schindluder getrieben.
Die Einheit Wp kenne ich aus der Elektrotechnik nicht, und der Batterie ist das wurscht.
Die Batterie spürt nur die A multipliziert mit h, also Ah.
Volt, Watt, Ampere, Ohm, ohne die gibt's keinen Strom. Ich habe unseren Lehrer schon oftmals zitiert, GuruGuru hat's auch mal gesungen.
Mein PV Paneel am Autodach hat "200Wp" :bravo:, wenn ich mir das Datenblatt ansehe stehen da 9.8A bei 1000W/m² und senkrechter Einstrahlung :lol:. Die Erfahrung zeigt, dass ich mit 5-6A Strom bei 13-14V rechnen kann. Das ist das einzige was der Akku spürt und verarbeiten kann. Ampere kann ich einfach messen. Da bin ich dann nicht verwundert, dass die Batterie nicht voll wird. Ob die Batterie umgelegt werden kann steht im Datenblatt. Mir ist schon einmal ein LiFePo kaputt gegangen, da ist beim Abblaseventil Elektrolyt ausgetreten. Wäre der Akku aufrecht gestanden, hätte ich mir die Sauerei mit dem ausgetretenen Elektrolyt erspart. Jetzt habe ich die Batterie von Creabest mit 135Ah und das BMS ist mit Bluetooth auslesbar. Da gibt es auch den passenden MPPT Laderegler. Das wurde mir in einem Campingforum geraten, und ich habe es bisher nicht bereut. Das erste mal laden habe ich mit dem Labornetzteil mit ganz kleinem Strom gemacht, dann waren alle Zellen auf 3.6V. Das Foto zeigt den Ladezustand 112Ah verfügbar. Ich würde da immer min. 50Ah drinnen lassen, sonst geht die Lebenserwartung lt. Datenblatt stark zurück. Mein uralt Mobiltelefon hat hier einen Anzeigefehler und schreibt die sinnlosen Prozent über die einzig wichtigen verfügbaren Ah. Die Zellen sind balanciert. Temperatur halte ich wenn möglich über 15°. Für Technik Interessierte sind einige Kurven im Datenblatt zu finden. Hauptsicherung habe ich für meine Bedürfnisse 30A direkt an der Batterie installiert, als harten Hauptschalter einen Natoknochen direkt danach.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Für mich ist wichtig, dass das ganze Zeug sicher funktioniert, das Getränk gekühlt ist, ohne dass ich mich dauernd darum kümmen muss.
Meine Meinung
lg
Manfred
 

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Tim

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@Reisebig: Noch ist es ja recht kühl. Da braucht die Kühlbox auch nicht so viel Strom. Wenn's Sommer wird braucht sie mehr, aber da erzuegt die PV ja auch ordentlich. Deswegen bin ich ja so ein PV-Fan im Camper. Der größte Verbraucher zieht dann am meisten, wenn die Sonne scheint.

Die 150Ah sind ja auch nur dem geschuldet, dass ich damit "E-Bike-ready" bin und weil der Aufpreis überschaubar war. Und bevor die Unkerufe kommen: Bei 150Ah LFP kann ich 2x 500Wh für E-Bikes rausnehmen und es bleibt trotzdem noch so viel wie in meiner alten Batterie insgesamt. Dass ich das nicht an 1 Tag nachlade ist klar. Mangels Notwendigkeit weiß ich noch nicht, was ich an 1 Sommertag reinbekomme. Heute waren es aber - und das Auto steht ab Mittag im Schatten - 380Wh die der Solarlader gezählt hat. Ich denke, im Sommer sind da 600Wh am Tag drin. Überschlagsmäßig könnte ich ca. jeden 3. Tag 2 E-Bike-Akkus mit laden. Zumindest ne Woche komme ich damit also ohne Stress hin, weil man ja mit vollen Akkus losfährt. Notfalls halt ein größeres Panel auf's Dach. Kosten ja auch nicht mehr die Welt. Das 100W-Panel hat halt geschickt von den Abmessungen auf meine Dachträger gepasst.

@manfred_k Die 100Wp kommen bei mir ganz gut hin. Der Solarlader zeigt mir meist so um die 70W an, wenn das Panel in der Sonne ist. Da es flach montiert ist, geht das voll in Ordnung. Manchmal kratzt es sogar an der 90W-Marke. Bzgl. der Haltbarkeit / Zyklen bei der Batterie mache ich mir auch keine Sorgen. Die alte AGM-Batterie müsste jetzt so um die 8 Jahre auf dem Buckel gehabt haben. Die LFP sollen ja 10 Mal so lange halten. Wenn das auch nur annähernd so ist, war das meine letzte Batterie ;-)
 
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manfred_k

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Die alte AGM-Batterie müsste jetzt so um die 8 Jahre auf dem Buckel gehabt haben. Die LFP sollen ja 10 Mal so lange halten. Wenn das auch nur annähernd so ist, war das meine letzte Batterie ;-)
80Jahre ist schon mal ne Ansage,
wenn es denn stimmt.
In meinem Datenblatt steht was von 6-8Jahren.
Hast Du die Datenblätter gelesen?
Gewährleistung ist 2Jahre.
Ist aber wurscht.
lg
M.
 
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Tim

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80 Jahre glaube ich auch nicht. Wollte damit nur sagen, dass die Zykluszahl bei LFP deutlich höher als bei AGM ist und ich mir deswegen keine Sorgen mache, dass die Lebenserwartung zu stark leidet, wenn man ma tiefer entlädt. Die 50Ah die du schreibst, sind meiner Meinung nach extrem vorsichtig - da müsste man weiter entladen können.
 
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manfred_k

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Serrvus Tim,
alles gut.
Ich will damit hinweisen, die Datenblätter zu lesen.
Das erspart danach unliebsame Überraschungen wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden.
lg
Manfred
 
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Tim

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Ne AGM macht bei 50% DOD 500 Zyklen.

Bei der gekauften LFP steht:
Bis zu 1.500 Zyklen bei 100 Prozent (DOD) Entladungstiefe
Bis zu 3.000 Zyklen bei 80 Prozent (DOD) Entladungstiefe
Bis zu 5.000 Zyklen bei 50 Prozent (DOD) Entladungstiefe

Ja, tiefer entladen kostet Zyklen. Aber wenn die 500 Zyklen 8 Jahre gehalten haben, würde die Batterie selbst bei 100% wohl das Auto überleben.
 
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manfred_k

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Servus Tim,
ja, Du hast recht. Passt schon.
Mir gefällt die Werbeaussage bis zu nicht.
Wenn das die Kurven in den Datenblättern so zeigen, wird das schon stimmen.
Ob das bei vorzeitigem Ausfall der Batterie durch degradation dann ein Fall von Gewährleistung oder eher Pech gehabt ist, kann ich nicht sagen. Mein BMS loggt alles mit, wie beim Fahrrad.
Bitte jedenfalls über Deine Erfahrungen berichten, das ist wertvoll für das Forum.
lg
M.
 
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Tim

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So, ein kurzes Fazit zur Saison:
Die Batterie und das Laden hat prima gefunzt. Als sich meine Kühlbox verabschiedet hat und quasi permanent lief, ging der Ladezustand heftig runter, aber nicht unter die Hälfte. Das ist schon geil. Die AGM hätte es tiefentladen.

Der Cycle Count ist aktuell bei 7. Auf 1 ganzes Jahr hochgerechnet wird es also Pi mal Daumen bei ca. 10 sein (im WInterhalbjahr läuft praktisch nichts über die Batterie). Bei der AGM hatte ich diesen Überblick nicht. Ich gehe aber davon aus, dass sich aus der kleineren Kapazität und Entnahmemöglichkeit etwa ein Faktor 3 ergibt. Zusammen mit minimum den 3fachen Ladezyklen, überlebt die Batterie auf jeden Fall das Auto und vielleicht auch nicht. Schon geil!

Das Thema E-Bike ist auch vom Tisch - trotz Fahrradanhänger für den Nachwuchs. Ist letztlich alles nur eine Frage der Fitness. Daher bleibt es auch bei den 100W PV. Auf eine Verbindung zum Bordnetz hatte ich ja schon zuvor verzichtet und mit der größeren Batterie ist das erst Recht nicht nötig. Kurz: Ich bin echt zufrieden. Die Möglichkeit den Ladezustand der Batterie auslesen zu können ist auch sehr praktisch. Jetzt muss ich nur noch die alte AGM entsorgen...
 
Fahrendes Volk

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Ganz klar LFP. neben einer höheren Energiedichte, (bedingt geringeres Gewicht), hat LFP, wenn es mit passendem Laderegler und Balancer geladen wird, locker über 1000 Zyklen. Bei Blei kannst du getrost mindestens eine Null streichen. Wenn du einen Bleiakku tiefentlädst, dann streiche 2 Nullen :twisted:
Darum sollte ein Bleiakku niemals tiefentladen werden. Wenn er halten soll eher nur bis zur Hälfte. LFP ist da nicht so zimperlich.
Wobei ich bei den Preisen jetzt festgestelt habe, das Powerstations einen so brutalen Preisverfall in den letzten 3 Jahren hingelegt haben, das man so billig keine eigene Anlage bauen kann und alles "aus einem Guss" hat.
Ich habe mir deshalb die AnkerSolix F2000 zugelegt.
Die kann ich nicht nur im Camper nutzen, sondern auch zum Werkeln wo es keinen Strom gibt, da ich eltliche Werkzeuge noch ohne Akku kabe.

- 2048 Wh Speicherkapazität
- 3x Netzsteckdosen, die dauerhaft in Summe 10A bei 230V hergeben
- 2x Zigarettenanzünder
- 2x USB A und 3x USB C
- lässt sich in einer guten Stunde aus dem Netz "aufblasen"
- (Nach)Laden am Zigarettenanzünder theoretisch auch möglich
- bis 1000W Solarpanelleistung zum Laden möglich
- Status lässt sich per App abfragen und die Box auch per App bedienen

Die Powerstation passt "saugend"zwischen die beiden Sitze in meinem Berlingo (K9) XL und hat genau die richtige Höhe als Armlehne :mrgreen:
Wiegt zwar gut 30 kg, hat aber wie ein Rentnertrolly Rollen und einen ausziehbaren Griff
 
moe.camp

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Ja, so eine Powerstation ist gut zum Campen geeignet und macht auch preislich immer mehr Sinn. Die einzigen Nachteile aus meiner Sicht wären:

Geringe Ladung während der Fahrt. Über den Zigarettenanzünder geht halt nur 10A. Ecoflow hat da ja einen Ladebooster im Angebot, aber für einen recht stolzen Preis.

Fehlende Absicherung bei Landstromeingang mit gleichzeitigem Ausgang, also 230V Nutzung. In bestimmten Konstellationen kann der FI in der Powerbox nicht den Fehler erkennen, dann muss der FI vom Camping/Stellplatz vorhanden sein und rechtzeitig greifen.

Wackeliger Anschluss der Verbraucher. Bei Boxen die nur Zigarettenanzünderdosen haben, muss man halt diese je nach Stecker recht fehleranfällige und sperrige Anschlussmöglichkeit nutzen. Und dazu ist man auf 10A pro Dose beschränkt, da die Stecker nicht mehr können.


Aber nichts womit man sich nicht arrangieren kann. Man sollte es nur wissen. So richtig stört mMn nur der Anschluss von Verbrauchern. Wenn man nur die Kühlbox reinsteckt passts. Wenn man aber auch Licht hat, evtl noch USB Dosen im Auto verbaut, musss man schauen wie man das verkabelt bekommt. Gibt auch Boxen mit Rundstecker, da ist das ein bisschen besser, aber die Anzahl ist immer begrenzt.

Allerdings sind auch nicht nur die Powerboxen günstiger geworden, auch LiFePO4 Batterien. Muss man schauen was jeweils am besten passt und das beste Preisleistungsverhältnis hat. Wenn man z.b. keinen großen Wechselrichter braucht, ist man oft mit einer "echten" Batterie besser dran.
 
Fahrendes Volk

Fahrendes Volk

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Der einzige Nachteil aus meiner Sicht ist, das die Solix F2000 bei 230V mit vollen 10A lädt und sich nicht drosseln lässt. Das kann auf manchen Campingplätzen schon zu viel sein. Aber auch dafür gibt es Abhilfe. Ich besorge mir noch ein potentes Schaltnetzteil und gehe dann so in die Box, wenn die Sicherung das nicht hergibt.
Perspektivisch kommen nächstes Jahr noch Panele aufs Dach. Alles auf einmal geht halt nicht. Dann ist das zwar Auto fertig, aber es reicht nicht mehr für den Urlaub :no:
 
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Tim

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Gerade aus dem Urlaub zurück. 11 Tage Italien und 3 Tage Schweiz (auch warm). In Italien hatten wir einen recht schattigen Stellplatz, was Fluch und Segen zu gleich war. Nach optimierter Anordnung von Bus (mit PV) und Zelt, hatte ich ca. 150Wh Ertrag pro Tag und dennoch ging der Ladestand der Batterie jeden Tag 6% runter. Den ersten Tag standen wir noch anders. Da war der Ertrag geringer und der Ladestand ging noch schneller runter. Da hatte ich schon Schiss, ob es reicht.
In der Schweiz standen wir dann voll in der Sonne. Jeden Tag ca. 500Wh Ertrag und ich bin am Ende mit 70% oder so abgefahren. 1 Fahrtag mit hoher PV-Leistung war auch noch dazwischen.
Fazit: Nie wieder AGM. Die Kapa, die so eine LiFePo hat, ist echt fein :)

PS: 100W PV-Modul. Also nicht wirklich groß.
 
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