Lackierfehler ab Werk - was tun?

Diskutiere Lackierfehler ab Werk - was tun? im Forum Opel Combo im Bereich ---> Die Fahrzeuge - Moinmoin, erstes Posting im Forum - prima, was hier los ist. Mit der Abwrackprämie haben wir unseren schwer sympathischen Kangoo...
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Anonymous

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Moinmoin,

erstes Posting im Forum - prima, was hier los ist.

Mit der Abwrackprämie haben wir unseren schwer sympathischen Kangoo verschrottet, war nicht nötig, aber eben wie so oft ne Sache der Wirtschaftlichkeit.

Haben uns im April 09 nen Combo zugelegt, sind sehr zufrieden, was Platz und Motor angeht.

Leider hat der Wagen einen kapitalen Lackierfehler: Nahezu alle Türfälze (nicht am Chassis, sondern an den beweglichen Teilen) sind nicht deckend lackiert. Klarlack ist wohl drauf, aber die Grundierung schimmert deutlich sichtbar durch.
Jetzt sind wir nicht wirklich kleinlich und wollen Opel auch nicht ausnehmen. Aber wir stellen uns vor, dass der Fehler bei einem möglichen Verkauf auf jeden Fall nen Abschlag vom Preis bedingt. Und fahren wir mit der Kiste mal in oder vor irgendwas oder irgendwen könnte es gut sein, dass das wieder ein Pferdefuß wird, Motto: "Ist ja nich richtig lackiert, also zahlt die Versicherung nur die Hälfte..." Naja, oder so ähnlich.

Ganz grob und ohne Fachmensch zu sein, kostet der Spaß mit Ausbau und Verkleidungen wech und schleifen und lackieren und wieder zusammenschrauben 3 bis 4 tEUR . Opel hat den Schaden anerkannt, bietet aber nur ne lächerliche Anschlussgarantie für zwei Jahre, also nicht mal Werksgarantie.

Ich fänds nicht gut, wenn der FOH an nem fabrikneuen Wagen ja eigentlich ne Komplettreparatur der Türen vornimmt. Insofern kommt eigentlich nur ein finanzieller Ausgleich in Frage.

Habt Ihr von solch einer Nummer schon mal gehört? habt Ihr sowas geregelt?

[Der Schaden ist leider gut zu sehen, aber schlecht zu fotografieren, aber bei Gelegenheit versuch ichs nochmal...]

Viele Grüße
daniel
 
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Anonymous

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Ja, solche Sachen gibt es leider ab und zu.

Opel hat den Schaden anerkannt, das ist gut.
Sie bieten ein Anschlussgarantie an, das ist nicht gut, weil einfach lächerlich.

Ich würde einen Rechtsbeistand auswählen und der soll sich drum kümmern.
Ggf. sogar das Fahrzeug wandeln, denn eine unvollständige Lackierung hat neben optischen Mängeln auch Nachteile in der Rostvorsorge, da die Lackschichtdicke ja wahrscheinlich deutlich zu niedrig ist. Außerdem ist man bei der kleinsten Beschädigung gleich durch den Klarlack auf der Grundierung, das ist nicht gerade vorteilhaft ! Gerade im Einstiegbereich kommen kleine Lackschäden schnell mal vor.

Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, um so besser. ;-)
 
zooom

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Die Sache ist völlig klar, das Auto ist noch unter 6 Monate alt, ab zum Händler, schriftlich Nachbesserung verlangen, Frist setzen, wenn nix passiert, Nachfrist setzen, wenn immer noch nix passiert: Vom Kaufvertrag zurücktreten.
Opel hat mit der Sache nur am Rande zu tun, im ersten halben Jahr ist der ausliefernde Händer in der Sachmängelhaftung, wo der seine Kohle herkriegt, ist sein Problem.
Das ist aktuelles Verbraucherrecht! Nicht abwimmeln lassen!
 
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rgruener

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sehe ich auch so.
nachbesserung verlangen und wenn da nix passiert, dann fahrzeug zurück geben und fertig. man sollte als verbraucher keinesfalls auf rechte verzichten. ich würde als erstes zur schiedsstelle gehen (weil kostenlos) und wenn da nichts rauskommt dann ab zum anwalt.
ausserdem hat der wagen werksgarantie bis april 2011 und da fällt das ja wohl eindeutig drunter.
die gewährleistung des händlers würde ausserdem auch noch greifen.
also - nicht weich werden - du bist sowas von im recht. setz es auch durch.
 
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Moinmoin,

vielen Dank für Eure Infos und das Stichwort 'Sachmängelhaftung', die mir wegen der vermuteten Halbjahresfrist den Schweiß auf die Strin trieb.
Und jetzt google ich nach 'Sachmängelhaftung' und 'Neuwagen' und komm direkt zu - OPEL!

Zitat von Opel:
"Sachmängelhaftung:
gesetzlicher Anspruch des Kunden ausschließlich gegen seinen Verkäufer bei Vorliegen eines Sachmangels und bestimmter weiterer Voraussetzungen auf wahlweise Nachbesserung, Minderung, Rückabwicklung des Kaufvertrages und/oder Schadenersatz innerhalb 24 Monate nach Auslieferung. Maßgeblich ist weiterhin, dass der Defekt bereits bei Übergabe/Auslieferung des Fahrzeugs vorhanden war. Dafür trägt der Kunde nach Ablauf von 6 Monaten die Beweislast. Die Sachmängelhaftung gibt dem Kunden keinen Anspruch gegen den Hersteller." http://www.opel.de/service/opelservices/guarantee/fabric/content.act

Das ist ne Position, oder übersehe ich was?

Im übrigen haben wir keine RS-Versicherung und ein RA würde erst wirklich Sinn machen, wenn der Händler bockt und es zu nem Streit kommt. Mein Plan jetzt: Nen realistischen Kostenvoranschlag für die Arbeit und dann 75% davon.
Den Wagen zurückzugeben sehe ich allein wegen meinem persönlichen Aufwand dafür nicht - und vielleicht überzeuge ich den Händler, dass sich im Zweifelsfall ein Gutachter und ein externer Lackierbetrieb und ein anderer Opelhändler und zur Not dann ein Rechtsanwalt um die Angelegenheit kümmern - ich könnte mir vorstellen, dass das wirkt.

Herzlichen Dank Euch und ich halt Euch auf dem Laufenden...

daniel[/url]
 
zooom

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Oft reicht es ja, dem Händler zu zeigen, daß man seine Rechte kennt, in dem Fall würd ich sagen, Dein Risiko ist gering.
 
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Grüß Dich,

bei den von Dir angeführten Vorgaben ist es sicher, daß Du einen Prozeß gewinnen würdest. Dann zahlt der 'Verlierer' auch noch die Kosten Deines Rechtsanwaltes. Du kannst also aus einer recht starken Position raus verhandlen - und das weiß Dein Händler auch!
 
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jetzt erst gehts weiter...

Moinmoin,

Eure Tipps waren gut - immerhin hat der Händler ein Angebot zum Ausgleich gemacht. 1000 EUR Nachlass und eine 2-Jahres-Spezialgarantie auf die mangelhafte Lackierung.

Wir überlegen...Und was meint die Gemeinde :?:

Bei nem geschätzten Wert der Lackierarbeit von rund 3 oder 4t€ kommt Opel gut dabei weg. Eine Anschlussgarantie zusätzlich wäre noch angemessen?!?


Neuwagenkauf macht keinen Spaß.
 
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Re: jetzt erst gehts weiter...

Blaues Blech schrieb:
Moinmoin,

Eure Tipps waren gut - immerhin hat der Händler ein Angebot zum Ausgleich gemacht. 1000 EUR Nachlass und eine 2-Jahres-Spezialgarantie auf die mangelhafte Lackierung.

Wir überlegen...Und was meint die Gemeinde :?:

Meine Meinung:

Ich würde mich nicht drauf einlassen. Aber nur meine ganz persönliche Meinung. Wenn du das Auto relativ jung wieder in Zahlung geben willst und der Händler sieht die Mängel, hast du Knatz gebacken. Dann langt der kräftig zu.
Ich würde auf ein mängelfreies Fahrzeug bestehen, ggf. sogar wandeln.
 
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rgruener

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1000€ ist geradezu lächerlich und die "spezialgarantie" ist keinen pfifferling wert.
ich sehe da nur 2 wege: entweder wird das ordentlich lackiert, so daß es einem neuzustand entspricht oder das fahrzeug geht zurück.

du hast doch auch mit richtigen euros bezahlt und nicht mit falschgeld.

spätestens bei einem verkauf würde man dir die 3000-4000€ für den verpfuschten lack abziehen.

warum sich ein fahrzeug ans bein binden, bei dem der mangel und die konsequenzen so offensichtlich sind.

ich persönlich würde den nicht haben wollen und auf rückabwicklung des kaufvertrags bestehen.
 
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jepp, so sehe ich das auch.

Einerseits hat Opel damit den Mangel anerkannt, andererseits versuchen sie zu pokern. So billig wie möglich aus der Sache rauskommen.
Apropos Pokern:
Opel hat einen Bet gemacht, nun bist du dran, Blaues Blech. Raise oder Raise All-In. :mrgreen:
 
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Das Ende vom Lied...

Moin,

was lange währt...

Es ist schon ein paart tage her, aber das Ende möchte ich nicht vorenthalten. Wir haben 1.000 EUR zurückbekommen und die Garantieverlängerung um 4 Jahre.

Ganz wichtig für alle, die vielleicht ein ähnliches Problem haben: Achtet darauf, dass Ihr durch einen Ausgleich nicht Euren Garantieanspruch verliert. Der Händler hat versucht zu sagen: "1000 EUR, aber geben wir auch keine Garantie mehr auf den Lackaufbau".
Blödsinn, so etwas. Die 1000 EUR sind als Ausgleich z.B. für den Weiterverkauf zu verstehen, wenn ein möglicher Käufer meckert. Die 4 Jahre Anschlussgarantie sind ein Bonbon, was Opel ganz wenig kostet und uns als Kunden an die Marke bindet (sonst geht man zur freien Werkstatt).

Von dem Vergleich kann man halten, was man will (die Lackierung wird dadurch nicht schöner), aber bei der Abwägung von Zeitaufwand und allem anderen ist das völlig O.K..

Bei allem: Dranbleiben und nicht abwimmeln lassen!

Opel kann das Ultrablau öfter mal nicht richtig lackieren - ich sah Mängel bei Corsa, Meriva und Co, allerdings weitaus nicht so schlimm wie bei unserem Combo.

Beste Grüße
Daniel
 
Thema: Lackierfehler ab Werk - was tun?

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