Es gibt ihn wieder, unglaublich aber wahr. Berlingo als Diesel.

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moe.camp

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Wann ist eigentlich das eine Pferd abhanden gekommen? Mein HDI von 2019 hat laut damaliger Preisliste noch 131PS, aber alles was ich jetzt finde ist mit 130PS angegeben, auch bei den älteren Modellen. :?:
 
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manfred_k

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131 Pferde braucht es, um das Wagengewicht und die Insassen zu ziehen
Servus janosch,
ja, aber nicht ganz:mrgreen:
Auf Neuhochdeutsch hat sich hier der Newton und der Meter eingemischt.
:lol:
Die konnten sich nicht einigen, und seither wird die Kraft ( nicht die Leistung ) in Newtonmeter gemessen. Eigentlich Drehmoment, Kraft mal Abstand, ( aber das ist eine andere Geschichte ) das ist das was man an der Ampel und beim Ziehen des Anhängers über den Berg spürt. Wenn es dann auch noch gschwind geht ist das eine Leistung in kiloWatt. Ein Formel 1 wird sich beim ziehen eines Anhängers über den Berg schwertun, obwohl er die kW hätte. Pferde gibt es da schon lange nicht mehr, es sei denn im Logo der Herstellers :lol:
Meine Meinung
lg
Manfred
 
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manfred_k

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Und am Stammtisch in der Wirtschaft sind noch ein paar Bekannte gesessen.
Da waren Herr Volt, Herr Ampere, Herr Ohm, und die Frau Sekunde war auch dabei.:bier:
Der Herr Watt war ja schon in der anderen Stammtischgruppe dabei.:mrgreen:
Diese Herrschaften machen sich einen Grossteil der Technik untereinander aus.
Meine Meinung,
lg
Manfred
 
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Berlin(er)go

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Endlich. Neulich saß ich im e-Berlingo. Die Dame beschwor mich, möglichst nicht mehr als 120km und gleich garnicht auf die BAB zu fahren - sie haben schon einige Kunden abholen müssen...

Also AC aus, Eco & Rekuperation ein, Temperatur auf 20 Grad gedrosselt - was eine scheiss Reichweite. Man hat nur daran denken müssen nicht mir leerem Akku liegen zu bleiben. Power Modus ist geil aber quasi niemals nutzbar. LÄCHERLICH.
 
moe.camp

moe.camp

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Wobei man aber auch sagen muss, dass das kein Problem der E-Mobilität im Allgemeinen, sondern die äußerst schlechte Umsetzung im Berlingo ist. Ich finds gut, dass es ihn auch wieder als Diesel gibt, aber ich würde es auch gut finden, wenn es ihn als zeitgemäßes E-Modell gäbe. Kaufen würde ich ihn aber weder so noch so, hab ja erst einen gekauft. :p
 
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Tim

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Wo liegen die E-HDKs denn beim Autobahnverbrauch (130km/h)? Und welche Akku-Größe würde denn daraus resultieren für Praxistaugliche Reichweiten im Schnellladebereich 20->80%
Wenn ich mal 25kWh/100km ansetze (korrigiert mich, wenn es zu viel oder wenig ist) und 300km real im Schnellladefenster möchte, braucht es ne 125kWh Netto-Kapazität. Weniger ist für ein Reisemobil imo einfach zu wenig. Bei meinem Dicken wäre es noch mehr. Da liegt der BAB-Verbrauch eher bei gut 30kWh, woraus dann mindesten 150kWh resultieren. Ich weiß nicht, wie die Hersteller die Anforderungen definieren, aber scheinbar fragen sie nicht die Kunden.
Jaja, das wird dann teuer und wer will das bezahlen - ja, dann ist die Zeit halt noch nicht reif dafür.
 
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manfred_k

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mindestens 150kWh resultieren.
Servu Tim,
genau das ist das Problem und der limitierende Faktor:
hohe Fahreistung benötigt eine grosse und schwere Batterie, dadurch wird das Fahrzeug schwerer.
Ein schweres Fahrzueg braucht eine grössere Batterie mit mehr Gewicht, usw.
Ich schätze das Gewicht einer 150kWh Batterie wird bei 600kg liegen.
Da ist dann ein Grossteil der Nutzlast aufgebraucht, und die Fahrgäste müssen nebenher laufen.:auslachen:
50kg Diesel haben ca. 500kWh, bei 30% Wirkungsgrad 150kWh, und 150kWh Heizung ist auch dabei.
1/3 Wärme, 1/3 Abgasverlust, 1/3 mechan. Energie
Meine Meinung
lg
Manfred
 
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EHorst

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Wo liegen die E-HDKs denn beim Autobahnverbrauch (130km/h)? Und welche Akku-Größe würde denn daraus resultieren für Praxistaugliche Reichweiten im Schnellladebereich 20->80%
Wenn ich mal 25kWh/100km ansetze (korrigiert mich, wenn es zu viel oder wenig ist) und 300km real im Schnellladefenster möchte, braucht es ne 125kWh Netto-Kapazität. Weniger ist für ein Reisemobil imo einfach zu wenig. Bei meinem Dicken wäre es noch mehr. Da liegt der BAB-Verbrauch eher bei gut 30kWh, woraus dann mindesten 150kWh resultieren. Ich weiß nicht, wie die Hersteller die Anforderungen definieren, aber scheinbar fragen sie nicht die Kunden.
Jaja, das wird dann teuer und wer will das bezahlen - ja, dann ist die Zeit halt noch nicht reif dafür.
Wenn man mit 100% startet und dann bei 20% auf 80% einmal nachläd.
Dann wären das bei deinem Design 700km mit einmal nachladen.
Also 400km + 300km.
20-80% ist in etwa 15 Minuten mit heutiger Technik realistisch machbar.
Also 400km(4h) 15min laden 300km(3h)
Macht 7h15min
Die Frage ist das wirklich ein Muss?
Oder kann man mit 75KWh auch schon gut leben?
Das wäre dann 240km + 180km + 180km + 100km.
Also zweimal 15min Pause und dann noch einmal 7min für die letzte kleine Etappe Pause.
Also 240km(2h24min) 15min laden 180km(1h48min) 15min laden 180km(1h48min) 7min laden
100km(1h)
Macht 7h 37 min.
Also bei 700km 20min bis 25min mehr Zeit.

Von daher was ist es einem Wert diese kurze Zeit einzusparen?

Ich war die Tage auch Unterwegs und hab Unterwegs nur kurz 5 bis 10 min nachladen wollen zur Sicherheit. Bin dann nur kurz beim Baumarkt an den Schnelllader, hab bei der Gelegenheit nur wegen einem Artikel im Baumarkt kurz geschaut, nix gekauft. Am Auto zurück waren schon 16min um.

Ich denke eine wirklich gute Ladeleistung ist weit wichtiger als ein unpraktikabler fetter Akku.
Nur so als Ergänzung:
Bei einem 75kwh Akku kann man auch ohne Risiko mal auf deutlich unter 20% gehen, man könnte so den letzten Ladestop auch ganz einsparen, wenn man mit der Häufigkeit ein Problem hat.
 
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moe.camp

moe.camp

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Ich denke eine wirklich gute Ladeleistung ist weit wichtiger als ein unpraktikabler fetter Akku.
Da stimme ich zu, ich finde auch, dass alleine die Reichweite als Vergleichskriterium nicht ausreicht, die Ladegeschwindigkeit gehört dazu. Da habe ich auch gerade überrascht festgestellt, dass der e-Berlingo inzwischen sogar 100kW Schnellladen kann, das ist gut, Kann der elektrische Kangoo von Benz (also der EQT) nicht. Aber 50kWh finde ich trotzdem etwas wenig. Gab es den Berlingo nicht früher auch mit 75kWh? Beim gerade schon genannten EQT finde nichtmal die Akkugröße, aber die angegebene Reichweite ist nicht viel besser. Vielleicht meckere ich ja zu unrecht, und der e-Berlingo ist für einen HDK doch auf der Höhe der Zeit? Aber bei 20Kwh pro 100km die Citroen beim XL angibt, ist man in der Praxis vermutlich alle 120-150km an der Steckdose. Wenn man mal Strecke machen will, ist das irgendwie nicht so geil. Für alle Alltagsfahrten aber locker ausreichend.

Ich hab meinen Diesel ja erst im November gekauft und auch überlegt ob ich noch ein bisschen warte und dann einen Elektro nehme. Aber bei mir ist der Hauptzweck des Autos eigentlich das Campen. Alltagssachen gehen per Fahrrad oder Bus. Und gerade beim Campen (zumindest bei meinem Campingprofil) bin ich mit einem E-Auto nicht glücklich denk ich.
Mir fehlt da zum einen das Laden der Wohnraumbatterie bei der Fahrt. Das kann vielleicht die Solaranlage aufm Dach ersetzen, muss ich erst Erfahrungen sammeln, bisher hatte ich nur ein mobiles Panel was demzufolge nur im Stand geladen hatte.
Zum anderen ist es im Winter schwierig. Ich bin gerade vom Dachzelt zum "echten" Camper gewechselt, weil ich da auch die Möglichkeit habe, den Schlaf/Wohnraum zu heizen. (Ja, geht auch beim Dachzelt, aber mit Heizkiste, Auf/abbau, extra Tank usw). Dazu hab ich ne Dieselheizung die ca. 0,2L pro Stunde zieht. Oder anders, bei 7L auf 100km kostet mich eine Stunde Heizen ca 3km Reichweite. Wie wäre das beim E-Auto?
Und wie wäre das bei der Wahl der Stellplätze? Machen dann nur noch Stellplätze mit Steckdose Sinn? Also quasi nichts mehr in der Natur sondern nur noch stadtnahe Übernachtungen? Wobei es da vermutlich auch reichen würde, wenn man Freitag kurz vorm Ziel nochmal in einen Supermarkt fährt, was einkauft und lädt und dann Sonntag früh beim Bäcker frühstückt und auch nochmal lädt.

Aber ich gebe zu, das sind recht spezielle Anforderungen. Wenn man ein Auto braucht mit dem man zu 95% nur ein paar km zur Arbeit oder zum Supermarkt fährt, und man zuhause oder auf Arbeit laden laden kann, ist ein E-Auto definitiv interessant und wahrscheinlich sogar die bessere Wahl.
 
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EHorst

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Der neue mit echten 50Kwh (nutzbar) gerade vorgestellte E-Berlingo braucht in XL nicht 20 sondern nur 18,6 - 18,4 kWh pro 100km.
Der kommt nach WLTP damit 335-339 km.
Da sind realistisch doch schon etwas mehr als 120-150km Etappen drin.
Das jetzt vorgestellte ist halt schon ein Tick besser als der bisherige.
 
Manuel

Manuel

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All die Berechnungen sind natürlich nur theoretisch und auf dem Papier korrekt. Die Realität sieht - so denke ich - dann doch ganz anders aus. Auf der Peugeot-Website zum eRifter steht unter Anderem und beispielsweise:

Wird ein Fahrzeug mit 100 % elektrischem Antrieb konstant mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h gefahren, kann die tatsächliche Reichweite, im Vergleich zur gemessenen Reichweite nach WLTP, um etwa die Hälfte sinken.
- Stichwort "Autobahn". Und weiter:
Das Heizen und Klimatisieren des Innenraums können den Energieverbrauch Ihres Elektroautos um etwa 10 bis 30 % beeinflussen.
und weiter:
Die Außentemperatur wirkt sich unabhängig von der Verwendung von Heizung oder Klimaanlage auf die Reichweite Ihres Elektroautos aus. Bei 0° C Außentemperatur verringert sich die Reichweite um etwa 10 %.
Weiterhin werden Fahrstil, Reifendruck und Fahrzeugbeladung (Ich denke da beispielsweise an eine "Vollbeladung" mit 7 Personen bei der entsprechenden Variante) als weitere reichweitenreduzierende Faktoren genannt.

Und es ist meiner Meinung nach auch ein allgemein bekannter Punkt, dass WLTP im Gegensatz zu NEFZ zwar vielleicht ein wenig näher an der Realtität, aber dennoch weit weg davon sein dürfte. Natürlich braucht es ein standardisiertes Messverfahren für eine Vergleichbarkeit, aber jetzt vergleichen wir ja nicht verschiedene Fahrzeuge miteinander, sondern die Theorie mit der Realtität.

Zum Zeitfaktor kommt dann aber auch noch die Annahme, dass die avisierte Ladesäule auch grade frei ist (ich hab da selbst keine Erfahrungen).

Ich bitte an dieser Stelle schon mal um Entschuldigung, dass ich mit meinem Beitrag sicherlich wieder die allgemeine Debatte zwischen Verbrenner- und Elektro-Vertretern anheize.
Vielleicht können sich die Protagonisten diesmal aber auch im Zaum halten ;-)
 
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EHorst

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Ja im worst case Szenario sieht es schlecht aus.
Aber die Realität ist bei weiten Strecken auch nicht konstant 130km/h. Man kommt mit Spitze 130 km/h eher nur 100km weit in einer Stunde, weil da Phasen mit 100/80 oder 60 mit einspielen. (jetzt ohne Ladepause eben ganz allgemein)
Und man kann das Tempo auch bewusst steuern wenn die Reichweite gerade ein wichtiger Faktor ist.
Ebenso ist es mit dem Heizen, bei Autobahn Tempo fällt das weniger ins Gewicht als bei einer kurzen Stadtfahrt.
Und ein kälter Akku hat natürlich weniger Kapazität, die entnehbar ist. Aber bei Langstrecke mit Ladestops wird der Akku auch warm, was dann wiederum den Effekt verkleinert.
Von daher ist an der Stelle wirklich auch die Erfahrung wichtig, und auch das konkrete Fahrzeug.
Beim e-Berlingo ist 130km/h vermutlich bei Langstrecke nicht das Zeitoptimum. Man fährt wohl mit 120km/h vermutlich effektiv schneller und vor allem sparsamer.
Man kann das mit der App ABRP alles Fahrzeugspezifisch durchspielen. Die kommt auf erstaunlich reale Werte, da die etliche Faktoren ganz gut berücksichtigt.
Ich verwende die gerne zur Planung um mit unterschiedlichem Tempo durchzuspielen.
Mit der Zeit hat man aber auch selbst ein Gefühl dafür und findet eine kurze Pause auch nicht mehr ganz so spektakulär.
Ich schätze aber der ganz neue Berlingo wird noch nicht drin sein in der ABRP App.
 
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Tim

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Von daher was ist es einem Wert diese kurze Zeit einzusparen?
Das kommt eben drauf an. Wenn man nur 1x im Jahr ne lange Strecke fährt ist es sicher was Anderes als wenn man regelmäßig Strecken fährt, die Reichweite überschreiten. Die Frage muss sich jeder selbst beantworten und meine Antwort fällt anders aus als deine, was auch daran liegen kann, dass ich mehrmals im Jahr >1000km fahre.

Lade-/Tank-Pausen kannst du auch nicht nur auf die reine Lade-/Tankzeit reduzieren. Das Ab- und Auffahren kostet auch Zeit. Je mehr Pausen, desto mehr "Overhead". Wenn der Charger nicht die volle Leistung bringt, verzögert sich die Ladepause ebenso. In der Praxis wirst du auch selten von genau 20 auf 80% SOC Laden. Dann sind auch mal 30 oder 35% SOC wenn die Ladesäule gerade kommt. Oder man kommt langsam in den Panikmodus, wenn es nur noch 10% SOC sind und die Ladesäule noch nicht in Sichtweite ist. Aus deinen 25 Minuten kann am Ende auch schnell 1 Stunde und mehr werden.
Deine 75kWh machen auf 1250km (Schwiegereltern) folgende Idealrechnung:
240km - Ladepause - 180km - Ladepause - 180km- Ladepause - 180km- Ladepause - 180km- Ladepause - 180km- Ladepause - 110km - Ziel erreicht. In der Praxis würde ich von min. 1 Ladestopp mehr ausgehen, weil es eben nie genau passt. Zusammen mit dem Overhead bei den Stopps würde ich dann auch eher 20 Minuten ansetzen. Macht also 140 Minuten, also 2 Stunden und 20 Minuten Ladepausen. Da ist aber noch keine "richtige" Pause dabei, bei der man sich vielleicht auch eine warme Mahlzeit gönnt. Dehnt man 1 Ladepause entsprechend auf 1 Stunde aus, sind es 3 Stunden.
Beim Verbrenner reicht 1 Tankstopp mit Essen und vielleicht nur 2-3 kurze 5 Minuten Stopps zum Pinkeln. Bei so langen Strecken macht genau das aber den Unterschied, ob man es an 1 Tag schafft oder ob man geschafft ist und ne Übernachtung einplanen muss.
Selbst wenn man "nur" 500km weit muss, wird's schnell doof, wenn man mit nem relativ leerem Akku ankommt, auf dem CP nicht laden kann und dann erstmal ne Ladesäule suchen muss. Sowas würde mich tierisch nerven.

Bitte nicht falsch verstehen: Ist sicher alles möglich. Es ist aber auf Langstrecke in meinen Augen eine Komfortverschlechterung. Wer wenig Langstrecke fährt und zu Hause ne Wallbox hat, wird es hingegen als Komfortgewinn sehen, parktisch nie extra zum Tanken/Laden fahren zu müssen. Als "Reisemobil" finde ich E daher heute völlig uninteressant. Als Alltagszweitwagen fehlen mir günstige gebrauchte E-Modelle, damit E wirtschaftlich ist. Da tut's das berühmte 500€-Auto, auch wenn das heute fast 2000€ kostet.

Der neue mit echten 50Kwh (nutzbar) gerade vorgestellte E-Berlingo braucht in XL nicht 20 sondern nur 18,6 - 18,4 kWh pro 100km.
Der kommt nach WLTP damit 335-339 km.
Da sind realistisch doch schon etwas mehr als 120-150km Etappen drin.
Das jetzt vorgestellte ist halt schon ein Tick besser als der bisherige.

Die Verbrauchsangabe nach WLTP dürfte mit dem Autobahnverbrauch - also dort, wo es auf die Reichweite ankommt - wenig gemeinsam haben. Ich entnehme aber deinen 120-150km, dass du auch mit 25kwh/100km und 20-80% SOC im Schnellladefenster gerechnet hast. Bedeutet aber effektiv, dass du für 120km bei 120km/h 1 Stunde Fahrzeit + 20 Minuten Zwangsstopp rechnen musst. Macht also eine effektive Geschwindigkeit von 90km/h oder eben auf die Zeit gerechnet: 1/3 mehr Zeit
Alleine zu meinen Eltern müsste ich 2x je Richtung mit so einem Auto laden. Unvorstellbar für mich - mit dem Diesel komme ich hin und zurück mit einer Tankfüllung.
Da die Ladezeit von 20 auf 80% SOC unabhängig von der Batteriegröße annährernd gleich ist (sofern der Lader so viel liefern kann), egalisiert sich der zeitliche Ladeaufwand eben auch erst bei großen Reichweiten, was eben große Batterien bedingt.

Die Kombination Langstrecke und viel Platz sehe ich aktuell von der Elektrofraktion schlicht nicht abgedeckt. Andere Anforderungen ergeben natürlich ein anderes Bild. Ich hatte letztes Jahr auf einem CP einen Tourneo/Transit Custom als PHEV gesehen. Die elektrische Reichweite bei Modell ist sehr gering und auf Sprit säuft die Kiste richtig. Der Fahrer ist glücklich mit dem Ding, macht aber nur im Umkreis von ca. 100km Urlaub und kann zu Hause laden. Für mich wäre das Fahrzeug eine Katastrophe.
 
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EHorst

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Das 75KWh Beispiel, war ja das wünsche Dir Auto, dass es so als HDK nicht zu kaufen gibt, aber technisch heute schon problemlos baubar wäre. Danke für deine Ergänzungen. Man baut es nur nicht weil man die Zielgruppe für zu klein hält. Der Preis wäre ja dann auch anders.
Mit 4C Akkus könnte man die 20-80% übrigens sogar auf 9 min verkürzen, auch die gibt es jetzt schon.
Mit 5 min Overhead dann 14min.
Bei deiner Lang Pause kann man dann auf fast 100% laden. Dein Tankvorgang musst Du dann aber auch addieren, dabei kann man ja schlecht Essen gehen. Zumindest würde das starke Irritationen auslösen.
Wobei ich die Verbrenner Pinkekpausen mit nur 5 min Zeitverlust ("all in") für sehr sportlich halte. Mag möglich sein. Wäre aber nichts für mich. Man ist ja nicht auf der Flucht. Und es steht außer Frage das ist mit Komfortverlust verbunden. Sowohl Hetzpinkeln als auch Elektromobilität auf der Langstrecke.
Nur die Option alles zu lassen wie es ist sehe ich halt aktuell nicht. Und man hat im Gegenzug auch ein Komfortgewinn im restlichen Betrieb.

Die Etappenlänge beim Beispiel zwei bezog sich natürlich auf den jetzt bestellbaren Berlingo. Was ganz andere Voraussetzungen sind.
Und da werden Etappen mit über mehr als 120km bis 150km drin sein, natürlich nicht mit 130km/h. Die 120 bis 150km waren mit dem alten schon machbar.
Ich schätze so ca 20% länger sollte die Etappenlänge dann sein, eben gegenüber dem bis jetzt erhältlichen.
Hängt natürlich aber von den Details des Modells ab.
Das mit 130km/h würde bei den technischen Daten schlicht auch kein Sinn machen. Da man dann eher länger und nicht kürzer unterwegs wäre. Man hätte daher mehr verbraucht ohne früher anzukommen. Die Nutzung der 130km/h macht mit dem nur bei kurzen Strecken Sinn.

Und Du fährst aktuell wirklich zu den Schwiegereltern hin und zurück an einem Tag ohne Übernachtung?
Macht Du dort denn auch nur eine Pinkelpause.
 
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Tim

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Die Strecke zu den Schwiegereltern ist One-Way so lang (Ausland).
Und ja, reine Pinkelpausen sind so kurz. Da hält man eben auch an entsprechenden Parkplätzen, bei denen man nicht erst durch nen Fresstempel laufen muss. Wenn man bei den kurzen Pausen anfängt zu trödeln, geht jedes Mal ne halbe Stunde drauf. Gut fürs Laden, schlecht für die Reisezeit.

Nur die Option alles zu lassen wie es ist sehe ich halt aktuell nicht.

Das ist für mich aktuell die einzig realistische Option - obwohl ich zu Hause mit PV-Überschuss laden könnte. Ich reduziere meinen CO2-Fußabdruck an anderen Stellen. Z.B. durch die eigene PV-Anlage, die wirtschaftlich betrachtet auch nur eine Wette auf steigende Strompreise und höheren Verbrauch (Wärmepumpe, E-Auto) in der Zukunft ist.
 
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EHorst

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Die Strecke zu den Schwiegereltern ist One-Way so lang (Ausland).
Und ja, reine Pinkelpausen sind so kurz. Da hält man eben auch an entsprechenden Parkplätzen, bei denen man nicht erst durch nen Fresstempel laufen muss. Wenn man bei den kurzen Pausen anfängt zu trödeln, geht jedes Mal ne halbe Stunde drauf. Gut fürs Laden, schlecht für die Reisezeit.



Das ist für mich aktuell die einzig realistische Option - obwohl ich zu Hause mit PV-Überschuss laden könnte. Ich reduziere meinen CO2-Fußabdruck an anderen Stellen. Z.B. durch die eigene PV-Anlage, die wirtschaftlich betrachtet auch nur eine Wette auf steigende Strompreise und höheren Verbrauch (Wärmepumpe, E-Auto) in der Zukunft ist.
Ok One Way 1250km ist natürlich heftig.
Machst Du da wirklich nur eine richtige Pause?
Ist halt bereits mit dem Verbrenner grenzwertig. Die Minimalisierung der Pausen ist auch nicht gut. Sebst mit Fahrerwechsel.
Irgendwo gibt es halt immer eine Grenze was noch sinnvoll ist oder schon nicht mehr.
Wenn die Schwiegereltern 2000km weit weg wohnen würden, dann würdest Du halt vermutlich heute schon anders vorgehen.
Die Grenze verschiebt sich halt, wenn man bisher die Pausen so gestaltet hast wie Du.
Für mich wären übrigs 1250km an einem Tag auch mit Verbrenner weit über der Grenze was ich ohne Übernachtung freiwillig zurücklegen würde.
Von daher ist der Verbrenner aktuell wohl ganz sicher die praktische Wahl für deine Umsetzung ohne jegliche Veränderung weiter so zu machen.
 
Thema: Es gibt ihn wieder, unglaublich aber wahr. Berlingo als Diesel.
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