Außenstrom 230 V mit FI, Zugentlastung und Klemmschutz

Diskutiere Außenstrom 230 V mit FI, Zugentlastung und Klemmschutz im Forum Nissan NV200 im Bereich ---> Die Fahrzeuge - Moin moin Habe mal wieder einen Punkt von meiner Liste abgearbeitet, für eine erholsame Nacht in "Evie's Bauch" :zwink: Thema...
helmut_taunus

helmut_taunus

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rotes-klapprad schrieb:
Iein "Null" ist KEIN Nullleiter, sondern ein Neutralleiter.
Ein genullter Leiter ist gleichzeitig Schutzleiter und Neutralleiter. Und zwar absichtlich.
Na,
jetzt sprichst Du auf die Nullung im Hauhalt an, die man frueher ohne Schutzleiter anwendete. Veraltet, bei Neuinstallation nicht zulaessig. Im Verlaengerungskabel die veraltete Nullung zu vermuten ist abwegig weil technisch sowieso nicht machbar.
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Hier im Zuleitungskabel ist es anders.
Wir haben drei Adern im Zuleitungskabel. Das eine ist der Schutzleiter, nicht stromfuehrend. Dann gibt es zwei stromfuehrende Adern. (Alles im Normalfall und nicht im Fehlerfall betrachtet.)
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An dem Namen des Null oder N oder Neutralleiter sollte man sich nicht aufhalten. Davon ueberlebt kein Einziger zusaetzlich.
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Die eine stromfuehrende Ader hat die 230V gegen Erde, die andere Null Volt gegen Erde, bei hoeheren Stromen auch nicht mehr so ganz. Lebenswichtig zu erkennen ist, der Leiter mit den Null Volt gegen Erde ist aber kein fest zugeordneter Draht (Ader / Leiter) im Kabel. Der Draht kann jetzt neutral sein und beim naechsten Verkabeln in 1 Stunde die 230V gegen Erde tragen. Dann wird der andere stromfuehrende Leiter zum Neutralleiter oder N. Auf dieses Wechseln der Funktion der beiden stromfuehrenden Leiter muss die Absicherung im Fahrzeug ausgelegt werden. Insofern ist es egal, wie man die beiden stromfuehrenden Leiter nennt. Es ist damit zu rechnen der Normalbuerger nimmt Adapter mit Schuko und steckt beliebig ein, dazu die billige leichte Kabeltrommel mit dem duennen Draht. Selbst wenns verboten ist und sich auch rumsprechen wuerde.
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Mit dem CEE Aufwand soll das Wechseln der Belegung der stromfuehrenden Leitungen verhindert werden. Nicht jeder mag 25 Meter Kabeltrommel 2,5mm2 mit CEE vorn und hinten plus ein weiteres Kabelchen um am Fahrzeug einzustecken, fuer zusammen 100 Euro und 8 Kilogramm. Selbst wenns auf hochtechnisierten Campingplaetzen im mittleren Mitteleuropa gern so gesehen wird, oder gar kontrolliert. Spaetestens zu Hause nimmt man dann eine Schukosteckdose weil kaum jemand eine CEE Steckdose am Haus installieren laesst.
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Die innere Fahrzeuginstallation ist auf wechselnde Phase-Neutralleiter-Versorgung auszulegen.
Gruss Helmut
 
R

rotes-klapprad

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Ein Neutralleiter ist ein Neutralleiter. So sit das definiert. Sonst kann ich auch zum PE Nullleiter sagen, der hat schliesslich auch keine Differenzspannung und ist ja im Grunde, von der Funktion abgesehen, dem Neutralleiter gleichwertig.
Dir steht es natürlich frei, Phantasienamen zu verwenden. Die sollten dann aber nicht als allgemeingültig und fachlich korrekt dargestellt werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nulleiter

Klugscheissmodus Ende.
 
Evie

Evie

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Wäre es den zulässig anstatt einer fest verbauten CEE Steckdose ein männlichen CEE Stecker zu verwenden ?

Die Zugentlastung müsste dann eben an das ende des weiblichen stecker hinten montiert werden.

Als letzter freier Platz wäre mir die Mulde vom Reserverad eingefallen, andere verwenden sie ja für ne Gasflasche. Hier konnte man einen Sicherngs- Verteilerkasten für 4 Module einbringen (IP55) und von hier aus das Kabel über die seitliche Öffnung der zwangsentlüftung sicher ins Auto führen. So hätte ma auch den platzraubenden FI und Sicherungskasten trotzdem unmöglich für andere sicher untergebracht (vorrausgesetzt er passt un die mulde der Felge hinein)
 
helmut_taunus

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Hallo, siehe oben
"Das Einleiten muß über eine fest installierte CEE Steckdose erfolgen"
 
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Urs42

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Ich habe im Moment einen CEE Stecker und 2m Kabel im Reserverad verstaut. Das Kabel geht durch die Lüftungsschlitze ins Auto rein, die Erdung und der FI sind innen. Ich muss jedes mal das Rad runterkurbeln wenn ich den Strom anschliessen will. Die Lösung ist wirklich nicht optimal. Aber ich hatte letztes Jahr nicht viel Zeit bevor ich in die Ferien gefahren bin.

Für diesen Sommer werde ich die ganze Sache nochmals mit mehr Zeit neu machen, mit einer fest montierten CEE Steckdose irgendwo in der nähe vom Reserverad und einem richtigen FI Geschützten Stromverteiler im Auto.

Eventuell nehme ich für den Aussenanschluss auch powerCON auf der Autoseite, die Steckdosen sind kleiner als CEE, und können auch nicht falsch eingesteckt werden. Dann brauche ich einfach immer ein Adapterkabel von CEE auf powerCON.

http://www.neutrik.com/en/audio/powerco ... con-true1/

Ich will für die ganze Sache keine Löcher in den Boden bohren, ich denke über eine Platte nach die man irgendwie am Reserverad befestigen kann.
 
Evie

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Danke Urs42

Interessant mit den powerCON Stecker, habe den ja schonmal irgendwo gesehen aber jetzt nicht daran gedacht.
Ne Zugentlastung hat der Stecker ja auch und kleiner ist er zudem auch noch um einiges.
Ist der den auch zulässig für dieses vorhaben ?

Habe mal heute unter dem Auto nach ner geeigneten Stelle geschaut und bin m.M. auf der linken Seite über dem Auspuffrohr hinten kurz vor der Stoßstange fündig geworden, Halterung könnte man mit der Anhängerkupplung verschrauben, dort ist soviel platz das man locker ne normalle CEE Dose hinsetzten könnte.
Die Verteilerdose mit FI Und Sicherung könnte auch vom Platz in die Ersatzradmulde passen, mit Styrodor könnte man sich einen Witterungsfeste Halterung bauen so das der Kasten dort sicher liegt und dann müssen nur noch die Kabel ins Auto geführt werden und hätte den klobigen Kasten nicht im Auto zu liegen.

@ Thomas
Mit welche Fehlerstrom verwendet Ihr bei den von euch verbauten FI Schalter, Reimo empiehlt ja 0,01mA oder nehmt ihr die gängigeren mit 0,03 mA ?

Chriss
 
helmut_taunus

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Evie schrieb:
Reimo empiehlt ja 0,01mA oder nehmt ihr die gängigeren mit 0,03 mA ?
Falsche Masseinheit,
es gibt nicht 0,03 Milli-Ampere sondern 0,03 Ampere, das ist tausend mal mehr Fehlerstrom.
Das Produktbild bei Reimo zeigt einen mit 30 mA oder 0,03 A oder aufgedruckt 003.
Das Ursprungsposting zeigt im Bild 10 mA.
Gruss Helmut
 
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Urs42

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@Evie
In meinem Vorschriftsbüchern steht nichts zu Elektroinstallationen in Autos, die Bücher sind auch schon 16 Jahre alt, in der Zeit hat sich sicher viel geändert. Ich arbeite nicht mehr in diesem Bereich, und ich lebe auch nicht in Deutschland.

Ich würde mal einen 10mA FI einbauen, wenn der die ganze Zeit auslöst, kannst du ihn immer noch durch einen grösseren ersetzen. Draussem hatten wir an einer Veranstaltung schon probleme mit 10mA FIs.

Ich würde den FI irgendwo im Auto unterbringen. Der fliegt garantiert mitten in der Nacht raus, und dann darfst du erst mal das Rad runter und wieder hoch kurbeln.
 
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welfen2002

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http://www.oh2.de/index.php?seite=strom
http://www.awis-gmbh.com/PDF/VDE.pdf

Vorschriften und Regelungen gibt es genügend. Der Fi ist mit 10mA natürlich ganz nett, aber ich finde einen 2poligen LS zusätzlich ganz schön, bzw. gleich einen heute üblichen LS/Fi so wie Zooom beschrieben hat. Normalerweise fällt beim LS nur die Phase ab. Nullleiter bleibt aber dran. Nicht gut.

Ja stimmt, es fühlen sich 230Volt Phase an der Autokarosse echt blöde an, wenn man unbedarfte und barfuß an den Türgriff fasst. Darum den Schutzleiter/Masse der Stromsäule des Campingplatzes mit der Autokarosse verbinden. HO7-RN-F oder besser.

Tatsächlich habe ich auf dem Campingplatz aber noch nie jemanden gesehen, der alle DIN-VDE einhält und wenn es oberflächlich so ausschaut, könnte man wahrscheinlich immer noch eine nicht ganz 100% Normerfüllung ausfindig machen.

APROPO 16A:
Viele Campingplätze rechnen Strom pauschal ab.
Bedauerlich für die Campingfreunde, die alles auf Strom haben (Kochen, Grillen, Heizen, Fön, Espressomaschine, Fritteuse), wenn nach Verbrauch abgerechnet wird.

Jetzt nicht lachen wegen der Fritteuse, aber viele Angler wollen ihren täglichen Fisch mal anders zubereiten, sonst hängt auch der beste Fisch nach 3 Wochen aus den Ohren raus. Die gehobene Campingküche sollte schon, kochen, braten, grillen und frittieren bieten.
 
Tom-HU

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Evie

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Moin moin

Was würdet ihr den von meinen PLAN B halten bezüglich des 230 Volt Anschlusses :?: :?: :?:

Habe mal ein paar bilder gemacht, so könnt ihr euch das besser vorstellen und mir dazu eure Tip's geben was ihr davon hält. Montiert ist davon noch nichts.

So wäre mein Plan B:
Unters Auto auf der rechten Seite würde ich mir an die Verschraubung der Anhängerkupplung eine Halteplatte für die CEE-Außensteckdose bauen. Ok man müsste sich ein wenig Bücken um an die Steckdose zu kommen, dafür sieht man die Steckdose aber auch nicht und die Stoßstangenwariante gefällt mir einfach mal NICHT.
http://up.picr.de/21761675de.jpg

http://up.picr.de/21761676os.jpg

Dann über kurze wege auf der gleichen Seite durch die Zwangsentlüftung die Kabel ins Auto legen, könnte da gleich die Masse an die Karosserie legen und hier den Sicherungskasten setzen. (Das ist der Punkt der mir daran noch nicht ganz so gefählt und außerdem weiß ich noch nicht ob ein Sicherungskasten mit IP 30 überhaupt zulässig ist oder eben doch ein IP 55 oder mehr. Habe aber noch keinen in kleinerer Bauform für max 2 Steckplätze gefunden)
http://up.picr.de/21761746yi.jpg

Und dann die Kabel wieder unter der Verkleidung hoch zur Steckdose legen.
Hier wäre der Platz gut da hinter der Verkleidung die Öffnung in der Karosserie ist.
http://up.picr.de/21761755df.jpg

http://up.picr.de/21761754rz.jpg

Bin ja mal auf euer Urteil gespannt.

Gruß und einen schönen 1 Mai

Chriss
 
Evie

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zooom schrieb:
Ich mische mich ja bekanntermaßen nur ungern ein, aber für das Einleiten von 230V in ein Fahrzeug gibt es klare Vorschriften, die sind hier bei allem Respekt nicht erfüllt.

Das Einleiten muß über eine fest installierte CEE Steckdose erfolgen (die manchmal verwendeten Steckdosen à la DEFA sind wegen fehlender mechanischer Sicherung eigentlich nicht wirklich zulässig).
Der Schutzleiter muß mit 4mm² auf kurzem Wege mit der Fahrzeugmasse verbunden sein.
Eine Leitungssicherung ist vorteilhaft, ein FI Schalter schützt nicht vor Überlastung. Empfohlen wird ein 2-poliger Sicherungsautomat der Null und Phase gleichzeitig trennt.
Das Einleiten von Strom durch Türspalte oder geöffnete Fenster ist nicht zulässig.
Das Alles kann einem Amateur egal sein, wenn er nur sich selbst gefährdet, aber gerade mit Netzstrom sollte man doch vorsichtig sein.
https://reimo.com/de/fahrzeugbau/ausbau_09_12v230v.html


So habe nun fast alle meine Einzelteile zusammen (einige Einzelkomponenten von dem letzten Bericht habe ich gegen bessere ausgetauscht) aber mit dem Kabel komme ich momentan immer noch nicht weiter.
3 x 2,5er Kabel für Außen H..... ist leicht zu finden aber nicht 2 x 2,5 und einmal 4 dazu. Ich denke das, die das schonmal getahn haben wohl auch zu 3 x 2.5 greifen und anstatt der Gelben Erdung seperat auf ein 4rer zurückgreifen oder regelt ihr das anders ?

Gruß
 
helmut_taunus

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Oh,
da verstehst Du etwas Miss.
Das Zuleitungskabel ist selbstverstaendlich 3x 2,5 mm2 mit CEE
Du baust doch die Anschlussdose selbst an das Fahrzeug.
Von der Dose weiter ins Fahrzeug ist der Schutzleiter "auf kurzem Wege " in Staerke "4 mm2" an Karosserie auszufuehren.
Dort auf eine gute Verbindung achten.
Gruss Helmut
 
Evie

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@ Helmut_taunus

Nee ich meine nicht das Zuleitungskabel vom Campingplatz sondern das am Auto.
Und eben die Umsetzung des 4rer Querschnittes.
Das andere ist mir schon klar :zwink:
 
Evie

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Klappe die zweite bitte :mrgreen:

So die fest eingebaute 230 Volt Anlage mit FI/LS und Steckdose ist nun endlich drinnen.
Nach dem ich lange grübbelte welche Zutaten ich verwende und wo ich die Filetstücke hinsetze, kann ich nun endlich den Punkt von meiner Liste streichen.

Werde euch die Tage noch ein paar Fotos zeigen :zwink:

Ach und hier mal was zum Lesen, PDF Einbauanleitung vom T5. Gut beschrieben, recht Interessant.
 
T

TFL

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Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Deine oben skizzierte Idee hat durchaus Charme. Und löst bei mir ein will-ich-auch-haben Gefühl aus.
 
Evie

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So nach dem ich mich nun nochmal ausgibig mit dem Anschluss und der dazugehörigen Kabellsche auseinander gesetzt habe, habe ich mich endlich ans Werk gemacht und ca. meinen PLAN B umgesetzt.

Für die Stromanschlusssteckdose habe ich mich für die CEE Aufbaustecker 3-polig mit Deckel entschieden und sie an die Unterkonstruktion meiner Anhängerkupplung mit einem Aluwinkel befestigt. Mit Deckel damit die Anschlusskontakte nicht Oxidieren. Absichtlich in dieser position damit ich auch an den Stecker komme wenn der Fahrradträger montiert ist.
http://up.picr.de/22479678by.jpg

http://up.picr.de/22479679mb.jpg

BLAU ist natürlich an der Stelle eine "blöde" Farbe und daher habe ich den von hinten sichtbaren Bereich schwarz angemalt.
Der Aufbaustecker liegt immer noch höher als die Anhängeranschlusssteckdose und ist zudem vom Ersatzrad geschützt, habe mir aber aus Sicherheitsgründen gleich zwei Dosen gekauft.
http://up.picr.de/22479737bf.jpg

http://up.picr.de/22479738xa.jpg

http://up.picr.de/22479735ad.jpg


Als Anschlusskabel von dem Aufbaustecker zum Aufputz Verteilerkasten und weiter zur Steckdose habe ich das Stromkabel 3 x 2,5 mm Gummileitung H07 RN-F verwendet.

Um den Schraubverschluss von der Kabeleinführung an dem Aufbaustecker richtig fest zu bekommen habe ich auf das Kunststoffgewinde noch ein paar windungen Teflonband gelegt.
http://up.picr.de/22479784hl.jpg

http://up.picr.de/22479783un.jpg

Es so verlegt und durch das rechte Zwangsentlüftunggitter ins Auto gelegt.
 
T

TFL

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Sieht gut aus. :top:

Mein will-ich-auch-haben Gefühl lebt. Daher: Wo bist Du mit grün-gelb an die Karosserie gegangen? Wie hast Du die Absicherung dimensioniert?
 
Thema: Außenstrom 230 V mit FI, Zugentlastung und Klemmschutz

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