Zweitbatterie - Ersatz der Blei-Säure-Batterie im Motorraum

Diskutiere Zweitbatterie - Ersatz der Blei-Säure-Batterie im Motorraum im Forum Nissan NV200 im Bereich ---> Die Fahrzeuge - Hallöle, ich habe eine von zooom eingebaute Zweitbatterie im Motorraum. Es handelt sich dabei um eine 65 Ah Blei-Säure-Starterbatterie...
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juhlei

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Dieser Einschätzung würde ich mit meinen Erfahrungen nicht vollumfänglich zustimmen.

Mit dem Zooom Zweitbatterielader wird die AGM nie voll geladen. Dazu sind 14,7V Ladespannung nötig
Bei den 10,7 bzw. 10,8 V die für AGM Batterien angegeben werden handelt es sich um die maximal zulässige Ladespannung. Darüber gasen sie aus, gehen also kaputt. Die empfohlene Ladespannung wird manchmal vom Hersteller angegeben und kann deutlich darunter liegen. Bei der von mir verwendeten AGM Acurate Traction wurde 14,4v empfohlen.
Mit höherer Spannung erfolgt vermutlich eine etwas schnellere Ladung, evtl. werden auch ein paar Prozent mehr an maximaler Ladung erreicht.

vor allem, wenn sie gerade ihre Leistung über die Spannung runterrregelt. Dann kommen z.T. nur unter 13,5V über den Zooom Zweitbatterielader zur AGM-Batterie.
Ich fahre auch einen NV200 Bj 2016 mit Euro6. Bei meinem ist knapp über Leerlauf laut Voltmeter die Spannung aber dauerhaft stabil bei 14,3 - 14,4V selbst wenn die LiFePo4 mit 60 - 70A geladen wird.
Möglicherweise hat Nissan um bessere Abgaswerte zu erreichen in dem Modelljahr die"intelligente" besser "geregelte" Lichtmaschine eingeführt. Das weiß ich nicht. Das kann aber jeder für sich mit einem billigen Voltmeter am Zigarettenanzünder überprüfen.
Sollte dem so sein, hat @Rolindianer völlig recht und ein Ladebooster wird zwingend notwendig da die Lichtmaschiene nur noch im Schubbetrieb die maximale Leistung liefert.
Ein Ladebooster schont die Batterie mit der richtigen Ladekurve sicher auch mehr als ein banales Trennrelais. Ob eine schnellere Ladung stattfindet, würde ich strotzdem mal in Frage stellen. Bei einer AGM genauso wie bei einer Starterbatterie entscheidet der Innenwiderstand über den Ladestrom. Bei allen Bleibatterien sinkt er (der Ladestrom) gegen Ende der Ladung deutlich ab. Das kann auch ein Booster nicht verhindern.

Bis zur Einführung der geregelten Lichtmaschinen haben die meisten Wohnmobilhersteller übrigens die AGM Batterien ganz selbstverständlich über ein Trennrelais versorgt.
Mein Fazit wäre, einfach ausprobieren wie es funktioniert. Bis auf ein paar Ah Leistung und evtl einige Zyklen Lebensdauer kann man nichts kaputt machen.

Viele Grüße
Uli
 
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Rolindianer

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Unser NV200 ist auch ein EURO6 von 2016 und eben die Spannungsmessung am Zigarettenanzünder ergab, dass die Lichtmaschine phasenweise auf unter 13,5V runterregelt. Aber auch wenn ich knapp über 14V anliegen hab wird meine AGM "nur" mit ~5A geladen. Das bedeutet, dass ich 5-6Stunden fahren muss um meine (halb)leere AGM Batterie wieder voll zu laden. Das halbe Volt mehr, das ein Booster bringt erhöht den Ladestrom auf >10A und lädt damit doppelt so schnell, was für mich entscheidend ist, wenn ich von Ort zu Ort nicht immer Langstrecke fahre.
 
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juhlei

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Spannungsmessung am Zigarettenanzünder ergab, dass die Lichtmaschine phasenweise auf unter 13,5V runterregelt.
Puh, da habe ich ja gerade noch mal Glück gehabt, dass dieser Kelch an mir vorrüber ging. Meine LiFePo4 wird in etwa 2,5 Std von 0 auf 120 Ah geladen, ohne Booster. Mit Booster würde es länger dauern, wäre allerdings für die Batterie schonender.

Das halbe Volt mehr, das ein Booster bringt erhöht den Ladestrom auf >10A
Die Info ist für diejenigen wichtig, die sich noch nicht so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Nicht dass jemand glaubt, ein Ladebooster schaufelt kontinuierlich unabhängig von den Umgebungsbedingungen z.B. 25A in die AGM.
Das wäre prima, funktioniert leider so nicht.

Viele Grüße
Uli
 
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Diesel3

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Danke - dann werde ich mich wohl mal um einen Batteriehalter und einen Ladebooster kümmern.
Alledings habe ich festgestellt, dass mein 1.5dCi vom Kaltstart bis etwa 72..74Grad Kühlwassertemperatur etwa 100A aus der Lima zieht - ich vermute einen elektrischen Zuheizer fürs Kühlwasser oder so. Jedenfalls ist bis dahin kaum genügend Energie "übrig", um eine Zusatzbatterie zu laden - das klappt erst nach einigen Kilometern... Die blaue Leuchte geht bei rund 60 Grad aus.

Gruß
Hendrik

PS: @Uli: welche LiFePo Batterie hast eingebaut? - Ich hätte so an 50Ah etwas gedacht - https://www.amazon.de/gp/product/B0BJTYGB4Y/ref=ox_sc_act_title_3?smid=A1CA41OQ8DOIQB&psc=1
 
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Puh, da habe ich ja gerade noch mal Glück gehabt, dass dieser Kelch an mir vorrüber ging. Meine LiFePo4 wird in etwa 2,5 Std von 0 auf 120 Ah geladen, ohne Booster. Mit Booster würde es länger dauern, wäre allerdings für die Batterie schonender.

Die Ladeendspannung eines LiFePo4 ist niedriger als bei einem AGM Akku, deshalb "zieht" er mehr Ladestrom bei gleicher Ladespannung von der Lichtmaschine.
Wie ist das bei dir im Winter? Kann dein LiFePo4 unter 0°C geladen werden?
Z.B., wenn du zum Frühstück die Standheizung anhattest und danach weiterfährst, oder wird das vom BMS verhindert?

Alledings habe ich festgestellt, dass mein 1.5dCi vom Kaltstart bis etwa 72..74Grad Kühlwassertemperatur etwa 100A aus der Lima zieht - ich vermute einen elektrischen Zuheizer fürs Kühlwasser oder so. Jedenfalls ist bis dahin kaum genügend Energie "übrig", um eine Zusatzbatterie zu laden - das klappt erst nach einigen Kilometern... Die blaue Leuchte geht bei rund 60 Grad aus.
Bei mir wird meine AGM bei Kaltstart mit dem Booster mit 25A geladen. Die Lichtmaschine hat da also wohl trotzdem noch "was übrig".
Diese elektrischen Zuheizer sind wohl im Motoröl-Kreislauf installiert.
 
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juhlei

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Hallo zusammen,
Die Ladeendspannung eines LiFePo4 ist niedriger als bei einem AGM Akku, deshalb "zieht" er mehr Ladestrom bei gleicher Ladespannung von der Lichtmaschine.
Das Ladeverhalten ist bei Lithium Batterien prinzipbedingt nicht mit Säure Akkus zu vergleichen. Der Ladevorgang wird weitgehend durch das BMS gesteuert. Die Zellen können im Gegensatz zu Säure Akkus auch bei fast vollständiger Ladung noch große Ströme aufnehmen. Bei meiner sinkt ab 95% Füllstand der Ladestrom kontinuierlich ab. Gegen Ende findet noch ein ausbalancieren der Zellen statt. Die Ladespannung liegt über weite Bereiche bei 13,8V, steigt gegen Ende auf 14,4V an. Danach wird vom BMS abgeschaltet.

Wie ist das bei dir im Winter? Kann dein LiFePo4 unter 0°C geladen werden?
PS: @Uli: welche LiFePo Batterie hast eingebaut?
Ich habe eine Robur Batterie mit 120Ah eingebaut. Diese ist mit Heizmatten ausgestattet und verwendet den Ladestrom bei Frost zunächst zum Aufheizen der Zellen. Bei ausreichender Temperatur wird automatisch auf Ladung umgeschaltet.
@Hendrik: Vorteil ist auch die Daten per App auszulesen. Bei Lithium lässt sich der Ladezustand über ein Voltmeter kaum abschätzen, da die Spannung über einen sehr weiten Bereich bei 13,2-13,3V stehen bleibt.

Viele Grüße
Uli
 
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juhlei

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bis etwa 72..74Grad Kühlwassertemperatur etwa 100A aus der Lima zieht - ich vermute einen elektrischen Zuheizer fürs Kühlwasser oder so.
Da würde ich auf die Suche gehen. Vielleicht hat ein Vorbesitzer etwas nachgerüstet. Ab Werk habe ich von so etwas noch nie gehört.
Auf jeden Fall müsste bei diesen Strömen selbst bei kurzen Distanzen Kabel von mindestens 16mm*2 verbaut sein. Die fallen im Motorraum ja sicherlich auf.
Interessehalber: womit hast du diese Sröme gemessen?

Gruß
Uli
 
Rolindianer

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Ich habe eine Robur Batterie mit 120Ah eingebaut. Diese ist mit Heizmatten ausgestattet und verwendet den Ladestrom bei Frost zunächst zum Aufheizen der Zellen. Bei ausreichender Temperatur wird automatisch auf Ladung umgeschaltet.
Interessant. Diese erforderliche Mindesttemperatur beim Laden hat mich bisher davon abgehalten LiFePos zu verwenden, da wir auch im Winter campen. Hast du mal geschaut wie lange dieses Vorheizen dauert, also bis die Ladung dann beginnt?
 
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Diesel3

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Da würde ich auf die Suche gehen. Vielleicht hat ein Vorbesitzer etwas nachgerüstet. Ab Werk habe ich von so etwas noch nie gehört.
Auf jeden Fall müsste bei diesen Strömen selbst bei kurzen Distanzen Kabel von mindestens 16mm*2 verbaut sein. Die fallen im Motorraum ja sicherlich auf.
Interessehalber: womit hast du diese Ströme gemessen?

Gruß
Uli
Hallo Uli,

ich habe mit einem Zangen-Ampere-Meter für Gleichstrom gemessen an den Leitungen:

1) Masse von der Motor/Lima zur Batterie
2) weiterführende Masse von der Batterie zur Karosse

Ursprünglich war ich auf der Suche nach dem Glühstromwert und der dynamischen Anpassung der Glühung sowie ggfs. existenter Ruhestrom/Kriechstrom-Verluste... habe dann halt weitergemessen an den Leitungen

Dabei fiel der hohe Stromfluss nach dem Start auf.... - Aber das ist alles ein anderes Thema ;-)
Gruß

Hendrik
 
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Marion2.0

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Danke für die vielen konstruktiven Beiträge und kreative Diskussion hier. Macht gerne weiter...:)

Da glaubt man dann, man hat die Lösung....und dann doch wieder nicht.

Es gibt sehr unterschiedliche Erfahrungen bei ähnlichen - aber dann doch nicht gleichen- Sachverhalten.

Ich bin aktuell noch unentschlossen, wie es in meinem Fall weitergeht.
Lädt der IVT jetzt hinreichend oder nicht? Brauche ich doch nen Ladebooster? Wenn ja, welchen?

Ich werde fleissig weiterlesen, recherchieren...und bei Gelegenheit berichten
 
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juhlei

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Hast du mal geschaut wie lange dieses Vorheizen dauert, also bis die Ladung dann beginnt?
Da kann ich nichts dazu sagen. Bin kein Wintercamper. Habe nur einen guten Schlafsack und einen Ecomat, keine Standheizung.
Laut Datenblatt von Robur sind zwei Heizfolien mit je 24W verbaut die bei +4Grad anfangen zu heizen. Hört sich nicht nach viel an, aber durch einen Softwarefehler wurde bei meiner Batterie die Heizung auch ohne Ladestrom aktiviert. Dieser Fehler fiel durch getautes Eis oberhalb der Batterie auf der Motorhaube auf. Es funktioniert also, die Batterie war danach natürlich leer. Der Importeur der Batterien hat dann bei sich zuhause umgehend ein Update aufgespielt. Klasse Service durch eine konkrete Ansprechperson in Ravensburg.

Viele Grüße
Uli
 
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juhlei

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ch bin aktuell noch unentschlossen, wie es in meinem Fall weitergeht.
Lädt der IVT jetzt hinreichend oder nicht?
Ganz ruhig bleiben. Probiere es in dieser Saison doch einfach aus ob deine Lösung ausreicht.
Wenn nicht, kann man weiter überlegen.
Es hängt soviel von den Nutzungsbedingungen ab.
Man kann sich auch für geringes Geld z.B. ein CTEK Ladegerät kaufen und damit mal auf Stell- oder Campingplatz die Batterie regenerieren.
Urlaub genießen
Uli
 
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Marion2.0

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Ganz ruhig bleiben. Probiere es in dieser Saison doch einfach aus ob deine Lösung ausreicht.
Wenn nicht, kann man weiter überlegen.
Es hängt soviel von den Nutzungsbedingungen ab.
Man kann sich auch für geringes Geld z.B. ein CTEK Ladegerät kaufen und damit mal auf Stell- oder Campingplatz die Batterie regenerieren.

Das ist es ja...wenn ich jetzt los fahre, dann möchte ich eigentlich ganz "Susi Sorglos" sein und nicht erst rumprobieren müssen und vor allem immer einen Plan B dabei haben.

Ein Batterieladegerät habe ich wohl. Nur kann ich das Auto nicht mal eben ans Kabel hängen (Stadt). Auf dem Campingplatz wärs natürlich kein Problem.
 
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Marion2.0

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Irgendwann sind auch 2,5 mm² nicht mehr ausreichend. Ich würde die Batteriespannung an der Batterie messen und dann am Anschluß der Box was wirklich noch ankommt. Vielleicht auch mal, wenn sich die Box einschaltet.

Ach so, ich habe die Kabel jetzt auch noch mal unter die Lupe genommen...
Meine Verlängerung hat 4mm2 - Lautsprecherkabel- und geht dann in den Zooomseits verbauten Sicherungskasten. Allerdings kommt mir die Leitung der Versorgerbatterie zum Sicherungskasten irgendwie dünne vor. Wenn die nicht ausreichend ist, nützt doch die beste Verlängerung nichts?:confused:
Ich kann auf dem Abschnitt Versorgerbatterie - Sicherungskasten allerdings nicht wirklich einen Spannungsverlust feststellen.

@juhlei, @Rolindianer: Habt ihr eine andere Verbindung von der Zweitbatterie zu euren Verbrauchern oder zum Sicherungskasten? Oder auch so ein dünnes Drähtchen?
 
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juhlei

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Allerdings kommt mir die Leitung der Versorgerbatterie zum Sicherungskasten irgendwie dünne vor.
Finde ich auch. Soll angeblich 6mm2 haben. Ich habe eine echte 8mm2 hier liegen, finde aber den Weg nicht um sie zu verlegen. Habe mit laufender Kühlbox ca 0,3 V Spannungsabfall bis zur Übergabe gemessen. das kann bezüglich automatischer Abschaltung relevant sein. Anlaufströme habe ich nicht gemessen.

dann möchte ich eigentlich ganz "Susi Sorglos" sein
Ich habe mal chat gpt befragt. :confused:
  1. Genießen Sie Ihre Reise: Nehmen Sie sich Zeit, um die Umgebung zu erkunden und die Schönheit der Natur zu genießen.

  2. Seien Sie aufgeschlossen und freundlich: Seien Sie freundlich zu anderen Campern und teilen Sie Ihre Erfahrungen und Tipps. Tauschen Sie Geschichten aus und helfen Sie anderen, wenn nötig. :rund::bravo:
Viele Grüße
Uli
 
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juhlei

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Dazu brauchts aber ein D+ Signal ("Lichtmaschine läuft").
Wo greifst du das D+ Signal ab. Ich habe es noch nicht gefunden.
Für die Rückladung ist es aber nicht notwendig. Es handelt sich dabei auch nur um eine Erhaltungsladung (ca 2A) der Startbatterie bei gutem Ladezustand der Wohnraumbatterie.
Viele Grüße
Uli
 
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Diesel3

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Darf ich mal fragen, ob jemand Zeichnungen oder Skizzen für die Halterung für die Zusatzbatterie hat?
Der Einbau von 50Ah LiFePo sollte zusammen mit dem Votronic 1212 irgendwie machbar sein, nach all euren Tipps hier.
Im großen Womo habe ich eine 100er Blei-Säure-Batterie im Aufbau - für 4 Leute. Da reichen hoffentlich im StealthCamper dann 50Ah LiFePo, hoffe ich.
Danke euch!
Viele Grüße
Hendrik
 
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