Wirklich so schlecht wie der ADAC schreibt?

Diskutiere Wirklich so schlecht wie der ADAC schreibt? im Renault Kangoo, Nissan Kubistar, Mercedes Citan Forum im Bereich ---> Die Fahrzeuge; Hallo zusammen, da ich meine Camper-Ausbaupläne immer wieder verschieben muss und mittlerweile nach einem sehr günstigen Basisfahrzeug schaue...

  1. #1 C. F. Gauss, 12.03.2023
    C. F. Gauss

    C. F. Gauss Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    da ich meine Camper-Ausbaupläne immer wieder verschieben muss und mittlerweile nach einem sehr günstigen Basisfahrzeug schaue (bei dem ich jetzt nicht so viel Geld durch Wertverlust verliere wenn es noch länger dauert mit dem Ausbau und das Auto viel herumsteht bzw. als Transporter "missbraucht" wird), interessiere ich mich mittlerweile auch für den Kangoo, die Version mit dem Froschgesicht (2008-2013). Da finde ich doch einige im Vergleich zum NV200 (mein eigentlicher Favorit) sehr günstige Fahrzeuge.

    Ein ADAC-Bericht (darf den Link nicht posten, habe noch keine 10 Posts) aber hat mich ziemlich verunsichert. Da heißt es u.a.:

    Enttäuschend ist die Langzeitqualität des Hochdachkombis. In allen Bereichen treten viele Fehler auf, weshalb der Kangoo beim TÜV als eines der schlechtesten Autos überhaupt abschneidet. ... Der TÜV findet ab der ersten Hauptuntersuchung in fast allen Bereichen überdurchschnittlich viele Mängel. Federn, Dämpfung, Bremsleitungen, Bremsscheiben und -belege, Ölverlust und schlechte Werte in der AU und auch Probleme mit allen Aspekten der Beleuchtung lassen Hauptuntersuchungen zu teuren Unterfangen werden.

    Hört sich ja horrormäßig an. Auf einer anderen Website habe ich einen User-Kommentar gelesen, der schreibt dass er mit einem relativ jungen Kangoo nicht mehr durch den TÜV kommt weil er die AU einfach nicht schafft, was zu obigem Bericht passt.

    Trotzdem sind ADAC-Berichte und ADAC-Statistiken ja so eine Sache... Ich bin als Student in den frühen 2000ern jahrelang einen alten Twingo gefahren (vielleicht daher meine Schwäche für die Froschaugen des Kangoo), da las man auch überall Kastrophenberichte über Renault und soo schlimm war's bei mir jetzt nicht.

    Wie sind die Erfahrungen mit den älteren Kangoos, könnt ihr den ADAC-Horror bestätigen?
     
  2. #2 C. F. Gauss, 12.03.2023
    C. F. Gauss

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    Sorry, obwohl ich gesucht hatte, habe ich das Thema "Kangoo - ist er wirklich so schlecht?" (mit 12 Antworten) nicht gesehen.
     
  3. odfi

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    Kann ich Dir natürlich nicht mit einer großen Datenlage belegen, aber ich kenne eine Person mit nem älteren Kangoo und die bestätigt das, was Du da geschrieben hast.
     
  4. #4 wavelow, 13.03.2023
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    Letztlich auch eine Frage des Umgangs mit den Fahrzeugen. Der klassisch, typische Kangoo Käufer ist meist kein Autonarr. Das Fahrzeug ist Mittel zum Zweck. So werden die Fahrzeuge dann auch meist behandelt: schlecht.
    Beim ersten Kangoo Modell kam aber auch sicher nicht die beste Verarbeitung seitens Renault hinzu und hohe Rostanfälligkeit, daher sieht man die "Froschgesichter" so gut wie gar nicht mehr. Würde ich mir auch nicht mehr kaufen, es sei denn man sucht für später einen lustigen Oldtimer und ist gewillt Geld zu investieren.

    Die nächste Generation des Kangoo dürfte schon besser sein. Typische Renault Großserientechnik, Motoren die millionenfach verbaut sind usw. Ich selber habe aus dieser Generation einige Dacia Dokker (ähnliche Bauart, viele Gleichteile wie beim Kangoo II) besessen bzw. besitze immer noch einen davon. Nie Probleme gehabt. Allerdings auch regelmässig gewartet und sorgsam behandelt. Ob man sich allerdings eine ausgelutschte Handwerkerkiste antun muss, muss auch jeder für sich entscheiden. Als Mini Camper eigenen sich besagte Dacia Dokker (auch als Express Lieferwagen) ebenfalls und sind evtl. eine Alternative zum Kangoo.

    Wie gesagt: Vom Kangoo I würde ich die Finger lassen. Da versenkt man nur Geld. Auch wenn der Kauf günstig sein sollte.
     
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  5. #5 Wolfgang, 13.03.2023
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    Moin, ich kann die ADAC Beurteilung nicht teilen, mein Kangoo, 2011 neu gekauft, lief fünf Jahre/130.000 Km einwandfrei. Ein Satz Bremsen und irgendein Verschleißteil an der vorderen Antriebswelle (rund 100 Euro gekostet) waren neben der jährlichen Inspektion fällig. Auch der private Wiederverkauf war ok.
    Der deutschen "Fachpresse" glaube ich schon lange nicht mehr alles, ich könnte mir auch vorstellen, dass es von der .............. für gewisse Redakteure so manches "Leckerlie" gibt.
    Gruß Wolfgang
     
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  6. #6 C. F. Gauss, 13.03.2023
    C. F. Gauss

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    Das Froschgesicht ist doch schon Generation 2, oder? Also den meinte ich mit Froschgesicht, Kangoo 2 von 2008-2013, laut Wikipedia:

    [​IMG]

    Das danach war eigtl. nur ein Facelift, soweit ich das verstanden habe.

    Ja sind seit den Rene-Kreher-Videos auch sehr beliebt beim Ausbau, gefällt mir auch gut und man hört viel Gutes, ist mir mit ~1,85 Laderaumlänge aber einfach zu kurz. Finde es halt gerade toll, dass es beim Kangoo 2 die Maxi-Version gibt mit 2,14m hinten.
     
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  7. urpes

    urpes Moderator

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    Also ich hatte einen Kangoo von 2003. Diesen bis 2017. Durch den TÜV ist er jedes Mal ohne Problem gekommen, war aber auch immer vorher zur Inspektion. Allerdings wurde beim letzten TÜV den ich habe machen lassen gemeint, dass das nächste Mal vermutlich der Rost zuschlagen würde (im Schwellerbereich). Als wir den Kangoo verkauft haben, war auch die Klimaanlage seit eineinhalb Jahren nicht mehr funktionsfähig und die Windschutzscheibe hatte eine Undichtigkeit.

    Im Stich gelassen hatte er uns ansonsten wegen der Batterie und Problemen mit der Wegfahrsperre. Hier war ein neuer Schlüssel fällig, bzw. hat die im Forum sogenannte "Schweinepille" ersetzt werden müssen.
     
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  8. Claus

    Claus Mitglied

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    Der erste Citan (also ab 2012) soll auch eine Katastrophe gewesen sein. Laut dem TÜV-Menschen, der jede Woche bei mir Motorräder prüft (und sonst bei MB Nutzfahrzeuge stationiert ist), sind die Dinger seit ca 2016 deutlich besser und fallen eigentlich garnicht mehr auf. Ich hatte im Oktober TÜV mit ca 48 tkm auf der Uhr und hab mit unter der Hebebühne gestanden. Sieht alles aus wie neu, Bremse hinten (war ja beim ersten Modell berüchtigt) noch über 50%, ansonsten keine Mängel. Also garnichts.
    In meinem Bekanntenkreis fahren einige Kangoos. Welche aus der ersten Baureihe und einige aus der Zweiten (also das, was Du auf deinem verlinkten Foto hast).
    Die Benziner haben gern mal Magerruckeln, das nicht zu beseitigen ist. Bremsenprobleme, Rost und Schäden an den Antriebswellen, Kupplung und dem Ladesystem sind bekannte Probleme, je früher die Modelle sind. Und ja, ich glaube auch, daß der Umgang mit dem Auto da eine Rolle spielt, wie weiter oben schon geschrieben. Die Kangoos werden als Fahrmaschine genutzt, Emotionen sind da kaum im Spiel.
    Ich kenne allerdings auch ein paar Leute, die solche Autos mit absolut null Pflege und der nötigsten Wartung ohne große Probleme fahren. Ein jüngst verstorbener Kunde hatte einen total ausgeblichenen roten 2009er Benziner mit fast 300tkm. Bis auf ein Magerruckeln bei bestimmter (naßkalter) Witterung hatte das Auto nie irgendwelche Schwierigkeiten gemacht.
     
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  9. #9 PinkPanther, 22.03.2023
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    Kann die Kritik absolut auch nicht teilen.
    Eventuell habe ich Glück gehabt, aber das glaub ich kaum.
    Ich hatte 4 Jahre einen Kangoo II vor Facelift (als Erstbesitzer),
    und nun seit rund 8 Jahren einen Kangoo II nach Facelift. (auch Erstbesitz)

    An beiden Kangoos hatte ich bis auf eine klappernde Schiebetür, und einen Softwarefehler bei der
    Freisprecheinrichtung am letzteren
    überhaupt kein Problem. (Bremsen klar, Verschleissteil, und 2 mal H4 Birne gewechselt ) sonst nichts, Null !

    Bin nie liegengeblieben, oder sonst was.
    Es mag ja Montagsautos geben, aber meine Erfahrung ist absolut positiv.


    Ich kaufe mir jetzt in naher Zukunft den Kangoo III.

    Meine Meinung: Kangoo, gut und günstig.
     
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