Welches Holz füre eine DIY Campingbox?

Diskutiere Welches Holz füre eine DIY Campingbox? im FAQ-Camping Forum im Bereich HDK-FAQ; Hallo zusammen, ich bin seit kurzem Besitzer eines neuen Berlingo in der XL Variante und möchte dafür jetzt gerne eine Campingbox bauen....

  1. #1 SeeDoubleYou, 21.03.2021
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    SeeDoubleYou Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich bin seit kurzem Besitzer eines neuen Berlingo in der XL Variante und möchte dafür jetzt gerne eine Campingbox bauen. Anleitungen dafür gibt es ja reichlich im www, aber bei der unüberschaubaren Informationsflut bin ich mir noch immer nicht ganz sicher, welches das optimale Holz (Festigkeit vs. Gewicht) ist und welche Stärke wirklich notwendig ist.

    Bis heute Morgen war ich eigentlich bei Paulowina Leimholz mit 18mm Stärke, habe aber dann gelesen, dass das sich wohl nur schlecht verschrauben lässt.
    Andere schwören auf 15mm Pappelsperrholz, der nächste favorisiert Birke usw. usw. ;-)

    Was sind eure Erfahrungen, Empfehlungen und habt ihr vielleicht noch einen Geheimtipp auf Lager?

    Danke vorab und viele Grüße!
     
  2. racky

    racky Mitglied

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    Sehr gut,
    diese Frage beschäftigt mich auch. Ich plane aber einen festen Einbau.

    Gert
     
  3. #3 Reisebig, 21.03.2021
    Reisebig

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    Da hat wohl jeder seine Preferenzen, ich schwer, Auto hohe Zuladung möglich, also wurde es stabil Buche 19mm Stableimholz.
     
  4. #4 rocco81, 21.03.2021
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    rocco81 Mitglied

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    Ich habe 3 Schichtplatten aus Fichte genommen. Das ist leicht und günstig.
    In 18mm Platten kann man alles gut mit normalen Spax verschrauben ohne Vorbohren.
    15 oder 12 er Platten reichen z.B. für Laden oder Zwischenwände.
    Die 3S Platten sind aber nur in Längsrichtung stabil, quer lassen sie sich leichter biegen. Das heißt auf die Belastungsrichtung achten.
    Soll es in beide Richtungen gleich stabil sein, dann 8 Schicht nehmen.
    Mir gefällt die Naturholz Oberfläche, ist auch sehr unempfindlich.
     
  5. #5 folkert, 21.03.2021
    folkert

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    Hallo,
    ich verwende seit Jahren Birkensperrholz, unbehandelt (atmungsaktiv!) oder als Siebdruckplatte (z.B. in Kochecke).
    Ist immer wasserfest. Im Gegensatz zu Pappel stabiler, aber auch schwerer.
    Für stehende Wände nehme ich nur 15mm, für aufliegende Platten i.d.R. 9mm. Bei Spannweiten über 70mm auch stärker.
    Die 9mm Deckel/ Böden werden direkt auf die 15mm Wände geschraubt.
     
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  6. #6 SeeDoubleYou, 21.03.2021
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    Danke euch für eure Rückmeldung!

    Hat jemand Erfahrungen mit Platten aus Seekiefer gemacht?
     
  7. Vito

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    15 mm Siebdruckplatte haben wir genommen.
    Ich mag diese Sperrholzoptik der anderen Platten so gar nicht...das ist natürlich Geschmackssache.
     
  8. #8 Camperoli, 21.03.2021
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    Hallo, mein Tipp ist 15 mm starke Tischlerplatte. Verleimte Stäbe innen und eine Oberschicht beidseitig aus dünnem Sperrholz. Habe ich vom Zuschnitt im Bauhaus. Das Zeug ist äußerst stabil und gut zu verarbeiten. Böden und Schubladen aus Birkensperrholz 9 oder 12 mm. Ein Campingausbau ist selten endgültig, und es wird immer auf möglichst Leichtbau geachtet. Im Auto baue ich so stabil wie nötig und nicht wie möglich. So eine Kiste wird enorm schwer und wenn man die alleine einmal heraus nehmen will hat man seine liebe Not.
    Gruß Oli
     
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  9. #9 rapidicus, 21.03.2021
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    damit haben wir/ meine firma sehr robuste, rustikale ausbauten von arbeitsfahrzeugen gemacht- ich kenn das nur recht grob/ astig, eher als material für bauzäune, versandkisten für maschinenteile und so.
    unsere karren wurden nach 3 jahren entkernt....solang hat das zeug gehalten, quoll aber am boden und anderen feuchteexponierten stellen bereits auf. waren aber auch 19er platten, also reichlich reserve....;-)

    ich persönlich (!) würde mir damit kein langfristiges investitionsgut ausbauen.

    gruß, stefan
     
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  10. #10 christiane59, 22.03.2021
    Zuletzt bearbeitet: 22.03.2021
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    Ich habe 18 mm Pappelsperrholz genommen, mit Flachdübeln verleimt und lackiert. Es ist gleichzeitig leicht und hält wie gewachsen, und es hat mir die Böden und Rückwände bei meinen Möbeln erspart - guter Platz- und Gewichtsvorteil.

    20190806_164837.jpg

    IMG-20200511-WA0000.jpg

    Heck.jpg
     
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  11. #11 oskar, 23.03.2021
    Zuletzt bearbeitet: 23.03.2021
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    Ich würde die Materialauswahl auch von der Art der Verbindungen abhängig machen.
    Wenn du die Möglichkeit hast mit Flachdübeln (Lamello) oder normalen Holzdübeln zu arbeiten dann bist du recht frei in der Materialauswahl.
    Wenn du vor hast das Material nur zu verschrauben engt dass deine Materialauswahl ein.

    Pappelsperrholz hat eine sehr weiche Mittellage, das ist sehr schwierig zu verschrauben, denn der Schraubenkopf zieht sich leicht in die Platte ein, bzw das Gewinde hält in dem großporigen Pappelholz nur sehr schlecht. Die Oberfläche von Pappelsperrholz ist noch dazu sehr weich - da kommt es schneller zu Beschädigungen - darum ist das Pappelsperrholz im professionellen Fahrzeugbau auch immer mit Schichtstoff (Resopal) belegt.

    Ähnlich verhält es sich auch mit Leimholzplatten aus Nadelholz, auch hier halten Schrauben eher nur mittelmäßig.
    Zusätzlich hast du mit Leimholzplatten das Problem, dass du die Faserrichtung beachten musst um die volle Stabilität zu erhalten. Das bringt mehr Abfall mit sich.
    Auch hast du das Problem dass das Leimholz aufgrund von Klimaänderung quillt und schwindet und je nach Einsatzrichtung seine Maße mal soeben um 2 bis 3 mm ändert, das bringt zusätzliche Probleme mit sich.

    Buchen- und Birkensperrholz verhalten sich da völlig anders.
    Die Einsatzrichtung ist egal und aufgrund der höheren Dichte halten Schrauben hervorragend.
    Auch das Problem des Quellen und Schwinden ist durch die Verleimung aufgehoben, diese Platten bleiben immer maßhaltig.
    Durch die höhere Dichte ist das Material auch wesentlich stabiler und biegesteifer und du kannst mit dünneren Materialien eine gute Haltbarkeit erreichen.
    Ein guter Kompromiss bei verschraubter Bauweise sind 15mm, da ist die Gefahr des Aufplatzens beim Schrauben gering. Wenn du mit Flachdübeln arbeitest und verleimst kannst du teilweise bis auf 12mm gehen.

    Nach meiner Erfahrung haben die meisten Hochdachkombis eine hohe Zuladung und das höhere Gewicht des Materials spielt dann eine kleinere Rolle. Zumal die Gewichtsersparnis von Pappelsperrholz gegenüber Buchen- oder Birkensperrholz bei einem Komplettausbau nur im Bereich von circa 30-40kg liegt. Bei einer Campingbox reden wir über circa 5-10kg
    Lediglich wenn deine Einbauten nicht dauerhaft im Fahrzeug bleiben bereitet dir das eventuell Probleme. Das lässt sich durch kleinere Module jedoch gut kompensieren.

    Seekiefersperrholz ist ursprünglich für den Betonbau und als Verpackungsmaterial konzipiert.
    Deshalb ist seine Verarbeitungsqualität meist nur mäßig.
    Du hast da er mit einer schlechten Oberflächengüte und mangelhafter Verleimung zu kämpfen.
    Da würde ich eher zu Buchen oder Birkensperrholz greifen.
    Klar ist das etwas teurer als Seekiefersperrholz, du hast aber aufgrund der besseren Qualität wesentlich länger Freude daran.

    Viel Spaß beim Ausbauen
    Grüße Steffen
     
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  12. #12 christiane59, 23.03.2021
    christiane59

    christiane59 Mitglied

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    Das kann ich alles so unterschreiben. Ich hätte auch viel lieber beschichtetes Sperrholz genommen als es selbst zu lackieren. Das war mächtig viel Arbeit, insgesamt habe ich die Oberflächen 6x bearbeitet und lackiert und immer wieder abgeklebt, weil die Kantenumleimer als Erstes aufgebracht werden müssen (es wird sonst durch die Hitze der Lack beschädigt). Ich habe aber bei aller Suche keinen Lieferanten finden können. Nachher hörte ich, dass einige bei Voehringer bestellt haben, aber das waren dann größere Mengen für größere Fahrzeuge.

    Lamellos würde ich dagegen immer wieder verwenden. Das ist einfach eine Super-Verbindung. Mein ganzes Küchenteil hat keine einzige Schraube. Nötig ist aber gutes Werkzeug, damit alle Verbindungen passen und gerade sind. Ich bin alles andere als ein Profi, lange gedauert hat es auch, aber gutes Werkzeug ermöglicht auch einem Laien ein besseres Ergebnis. Meins gefällt mir jedenfalls. Lieber eine gute Lamellofräse kaufen, die bekommt man später auch zum guten Preis wieder los. Meine ist eine Makita PJ7000J, die sehr maßhaltig ist.
     
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  13. #13 hal23562, 24.03.2021
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    Lackieren ist nicht so meins und mit Folie bekleben schon gar nicht.
    Für ständig sichtbare Holzflächen habe ich 10 mm Kiefernsperrholz genommen, für die anderen Pappel. Zusammen mit den robusten Lattenrahmen war die Stabilität bis jetzt absolut ausreichend.
    Die Kieferoberflächen und die Buchenplatte der "Küche" habe ich nach Fertigstellung einfach zweimal mit Leinöl behandelt. Ging ruck zuck, schützt vollkommen ausreichend und riecht nur ein paar Tage. Wer Kiefer nicht mag, für den ist das natürlich nichts.

    HAL
     
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  14. #14 bigstrolch, 25.03.2021
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    Hallo!
    Wer farbig beschichtete Holzplatten sucht, der möge mal bei "Casebuilder" schauen.
    Casebuilder
    Ich bestellte dort schon öfters meine Bausätze für Musik-Cases und bei den Platten sind einige farbig beschichtete Möglichkeiten gegeben (z.B. schwarz, rot, blau, grau, dunkelgrau, orange). Man kann die Platten dort maßgenau im Onlineshop bestellen. Kostet unterm Strich wahrscheinlich nicht mehr, als wenn man das alles selber lackiert. Auch das mögliche Zubehör gäbe es gleich dazu, vielleicht wäre es für den einen oder anderen sogar interessant, mit den Profilen zu arbeiten, die im Casebau verwendet werden. Diese Alu-Winkelprofile werden genietet (handelsübliche Nietenzange ist ausreichend) und das ist am Ende genauso stabil wie eine Verschraubung mit Winkeln oder auch die Verwendung von Lamellos oder Holzdübeln.
     
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