Verbreitung Alternativer Antriebe: Neuigkeiten

Diskutiere Verbreitung Alternativer Antriebe: Neuigkeiten im Forum Alles zu den alternativen Antrieben im Bereich ---> Alternative Antriebe - Ich mache mal einen Thread auf um Neuigkeiten rund um die Einführung, Nutzung und Diskussion von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben zu sammeln...

Was haltet Ihr von den alternativen Antrieben?

  • Was ist das?

    Stimmen: 2 3,1%
  • Fahre schon / nächstes Auto wird ein Elektroauto

    Stimmen: 13 20,0%
  • Fahre schon / nächstes Auto wird ein Hybrid

    Stimmen: 4 6,2%
  • Fahre/Warte auf Tesla wegen der Ladeinfrastruktur

    Stimmen: 0 0,0%
  • Warte auf vernünftige Ladeinfrastruktur

    Stimmen: 10 15,4%
  • Warte auf günstige Gebrauchte Elektro/Hybrid

    Stimmen: 8 12,3%
  • Warte auf Infrastruktur und Auto mit Brennstoffzelle/Wasserstoff

    Stimmen: 17 26,2%
  • Mein Erdgas-/Biogasauto ist doch alternativ!

    Stimmen: 6 9,2%
  • Warte ab, bis Verbrenner verboten sind.

    Stimmen: 18 27,7%
  • Alles Hype, wir werden noch in 100 Jahren Verbrenner fahren!

    Stimmen: 9 13,8%

  • Umfrageteilnehmer
    65
odfi

odfi

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Wir spekulieren beide über das Verhalten der Leute und wissen es nicht.
Nein, eigentlich nicht... @Tim stellt in sich logische und schlüssige Überlegungen an und Du ignorierst das, weil Du gern Recht behalten willst. Das hat beides nichts mit spekulieren zu tun.
 
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Peter Lpz

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Ich kann auf Tims Überlegungen durchaus eingehen und sie in Teilen auch nachvollziehen. Bei Den von Dir wiederholt hingeworfenen Brocken gelingt das nicht. Spar es Dir doch einfach.

Gruß Peter
 
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Tim

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@Peter: Ich habe schon mehrfach den Eindruck bekommen, dass du E-Autos nichts magst und einfach immer gegen alles in dem Zusammenhang diskutierst. Ich halte sie in der jetzigen Form in Kombination mit der Ladesäulensituation auch für viele nicht praktikabel. Der Verkaufszahlen bestätigen das ja auch: Die allermeisten Autos haben noch einen Verbrenner. Allerdings ist das Thema politisch gewollt und die Hersteller müssen sich etwas einfallen lassen, damit die Kundschaft nicht mehr zum Verbrenner greift oder im Zweifelsfall das alter Verbrennerauto weiterfährt. Und da ist der Schritt, den Mercedes geht, meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung, weil viele Vorbehalte aus dem Weg geräumt werden und es für Laternenparker einfach besser passt.

Kleines Beispiel von unserem Firmenparkplatz. Durch Baumaßnahmen standen für ein paar Monate weniger Parkplätze zur Verfügung. Eigentlich noch genug, nur nicht während des Schichtwechsels. Also hat die Spätschicht wild auf den Grünflächen neben dem Parkplatz geparkt. Was denkst du, wie viele haben da umgeparkt, als ein regulärer Parkplatz frei wurde? Genau, nicht einer! Gleiches wird bei Ladeplätzen passieren. Wer einen hat, bleibt drauf stehen, bis er wieder los muss.
 
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Peter Lpz

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Den Eindruck zu bekommen, dass ich keine E-Autos mag, ist nicht schwer. Wobei ich durchaus trenne, zwischen der Technologie, von deren zukünftigen Möglichkeiten ich zu wenig verstehe und dem politischen Willen bzw. den hierzu ergriffenen Maßnahmen. Kommt dann noch unsere Umweltpropaganda ins Spiel, werd ich sicherlich auch mal säuerlich. Ich hab den Eindruck, dass unsere Politik dabei ist, sich energiepolitisch gewaltig zu verheben. Daraus folgt bei mir die Schlussfolgerung, dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist, auf das E- Auto zu setzen. Ich fürchte, wir werden in ein paar Jahren alle etwas geerdet sein und weniger von der Ideologie gesteuert. Aber wir müssen da wahrscheinlich zwingend durch. Und was wir heute politisch wollen (hier stellt sich die Frage, wer denn "wir" ist?), ist nicht gleichbedeutend damit, was wir zukünftig politisch wollen. Um beim Beispiel Energiepolitik zu bleiben, erinnere ich an Merkels Hasardspiel beim Ausstieg, dem Wiedereinstieg und Wiederausstieg aus der Kernkraft. Hier ging es auch um einen Bereich, der langfristig Planbarkeit braucht und die Politik hatte kein Problem damit, sich mehrfach um 180° zu drehen. Wenn der Druck groß genug ist oder die Einsicht naht, dass es mit dem E-Auto nix wird, drehen die sich wieder und der Kunde hockt eben auf seinem E-Auto. Ich hab daran keinen Zweifel, weiß nur noch nicht, ob der Druck groß genug sein wird bzw. ob das E-Auto womöglich abseits der Ideologie und Subventionen eine langfristige Perspektive hat. Glaubwürdig ist es für mich derzeit nicht.

Was das Park- und Ladeverhalten angeht, hast Du sicherlich recht. Der Einfluss auf die Verfügbarkeit einer öffentlichen Ladesäule hängt aber mehr von der Zahl der öffentlichen Ladesäulen ab und inwiefern die mit den verschiedenen E-Autos kompatibel sind. Das ist auch noch ne Baustelle, die eigentlich zum Himmel stinkt. HInzu kommt, dass man ohnehin Probleme hat, einen ganz normalen Parkplatz zu finden, was die Räumung einer Ladestation zusätzlich erschwert. Wesentlich ist auch, welche Preise an den öffentlichen Ladestationen aufgerufen werden. Das ist im HInblick auf stark steigende Energiepreise sogar sehr wichtig, obwohl das Thema von Euch konsequent ignoriert wird. Letztlich kommt es bei jeder Neuerung darauf an, um wie viel das neue Produkt besser ist, als das alte und ob es preislich im Rahmen ist. Steuern und Subventionen müssen dabei eigentlich herausgerechnet werden. Man kann natürlich anführen, dass es die Masse macht.... Aber dann muss es die Masse eben auch wollen.

meint der Peter
 
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Tim

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Was das Park- und Ladeverhalten angeht, hast Du sicherlich recht. Der Einfluss auf die Verfügbarkeit einer öffentlichen Ladesäule hängt aber mehr von der Zahl der öffentlichen Ladesäulen ab und inwiefern die mit den verschiedenen E-Autos kompatibel sind. Das ist auch noch ne Baustelle, die eigentlich zum Himmel stinkt.
Was meinst du?
Typ 2 ist der Standard mittlerweile. Alles andere spielt beim Wechselstromladen hierzulande keine Rolle mehr. Sogar Tesla funktioniert an Typ2.
Bei den Schnelladern ist die Vielfalt auch überschaubar. Da sprechen wir hiezrulande vom CCS (Combo-2). Auch hier gibt's für Tesla Adapter.

Typ1 und CHAdeMO spielen hierzzulande keine Rolle.

Wesentlich ist auch, welche Preise an den öffentlichen Ladestationen aufgerufen werden. Das ist im HInblick auf stark steigende Energiepreise sogar sehr wichtig, obwohl das Thema von Euch konsequent ignoriert wird.
Wenn das Thema politisch gewollt ist, wird Benzin im Zweifelsfall künstlich so verteuert, dass es keine Rolle spielt, was der Strom kostet. Ob wir uns dann Freizeitmobilität noch leisten können, ist ein anderes Thema. Ich denke, da werden aber noch ganz interessanten Modelle kommen. Wenn man sich beispielsweise an einem Solarpark beteiligen kann, und dann "seinen" Strom an der öffentlichen Ladesäule vor der Haustür laden kann, relativiert das dem Strompreis auch erheblich. Aktuell stehen solchen Modellen noch die Bürokratie entgegen. Denkbar ist sowas aber durchaus. Es gibt schon Anbieter, die mit der Stromcloud so etwas in der Art anbieten. Ein Kollege lässt sich gerade so ne PV-Anlage installieren. Sein Strom geht in die "Cloud". Im Winter kann er dann "seinen Solarstrom" für die Wärmepumpe nutzen und das E-Auto kann er auch mit "seinem Solarstrom" an bestimmten Ladesäulen tanken.
 
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Peter Lpz

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Funktioniert denn Typ 2 auch an Tesla? Ganz ehrlich, ich hab von dem ganzen Adapterkram keinen Dunst und ich frag mich, warum ich keine Adapater bei Shell, Total, jet und.... brauche? Wäre nicht ein standardisierter Stecker bzw. eine Standardladestation das Maß der Dinge? Ich möchte das Thema nicht vertiefen und werde mich dereinst schon entscheiden, ob ich weiter Verbrenner, E-Auto oder nur noch S-Bahn und Fahrrad fahre. Ich weiß noch, wie es geht.

Ich verstehe, dass man bei der derzeitigen Politik den Eindruck verlieren kann, dass zum politischen Willen ein ganz klein wenig auch das Volk dazugehört. Man sollte es halt nicht ins Maßlose treiben. Meine Investitionen in Mobliität werden nicht darauf basieren, was in Zukunft denkbar ist, sondern ich brauch schon was, auf das ich bauen kann. Bis ich das bekomme, schauen wir halt, was wir noch so anrichten.

Gruß Peter
 
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bendh

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Was mich bei Elektro stört ist der Ruf der Automobilindustrie nach dem Staat wenn es um die Stromtankstellen geht.
Hat die Benzintankstellen auch der Staat errichtet bzw. bezuschusst?
 
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Peter Lpz

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Soweit ich es verstanden habe, sind die Stromtankstellen von Tesla eigenständig von Tesla betrieben. Meines Wissens kann man sein E-Auto dort nicht betanken, wenn es kein Tesla ist. Ich möchte das nur nicht beschwören, womöglich gibt es da inzwischen Adapterlösungen. Die Übrigen Ladestationen werden von Stromkonzernen betrieben, die sich das über den Strompreis der Ladesäulen recht fürstlich bezahlen lassen. Staatlich betriebene bzw. subventionierte Ladestationen fände ich zwar irrsinnig, aber es würde ganz gut zu uns passen. Ich denke, man kann gegewärtig nur abwarten.

Gruß Peter
 
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rocco81

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Es gibt eh nur mehr Typ 2 (langsam) und CCS (für Schnelladung) auch bei neuen Teslas ist das so.
Europaweit der selbe Stecker, hurra! Das haben wir nicht mal bei den Haushaltssteckdosen geschafft. Darum hat sich ja beim Camping der CEE 16A blau durchgesetzt.

Klar an der Fossil Tankstelle hast du mehr Auswahl. E10, Super Benzin, Super Plus, Diesel mit oder ohne Bioanteil und das Addblue nicht vergessen.
Aber da kennt sich halt jeder aus, weil wenn man nicht aufpasst fließt der falsche Saft (ganz ohne Adapter) in den Tank und das kann mit einem Motorschaden enden.
Falschtanken kann dir mit einem Elektro nicht passieren :veryhappy:
Auch das hin und wieder praktizierte Danebenlaufenlassen oder MitsteckendemRüsselwegfahren geht dann nicht mehr.
 
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Tim

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Tesla nutzt mechanisch auch den Typ-Stecker. Und an der heimischen Wallbox (oder an einer AC-Ladesäule) kann man sowohl nen Tesla als auch nen VW laden. Alles easy.
Einen Unterschied gibt es bei Tesla und das ist, dass Tesla 2 Pins, die eigentlich für AC da sind, auch mit DC nutzen kann. Dafür haben alle anderen CCS Combo-2 mit den 2 zusätzlichen Pins. Und da gibts Adapter für. Damit lassen sich die Teslas auch wieder überall laden. Andersrum geht es nicht, weil Tesla da ein Stück weit ein geschlossenes System gebaut hat: Das Auto kommuniziert mit dem Supercharger und ist gleichzeitig die Kundenkarte. Das können die anderen nicht. Damit lassen sich andere Autos nicht an den Superchargern laden.
Tesla lässt immer wieder verlauten, dass sie offen dafür sind, dass auch andere dran laden können. Umgesetzt wurde da bisher aber meines Wissens nichts. Die Supercharger müssten zumindest um ein Kartenterminal erweitert werden oder die anderen Hersteller müssten auch etwas implementieren, dass die Autos mit der Ladesäule den Zahlunsgvorgang aushandeln.
Wenn wir aber von Autos mit hoher Reichweite reden, reden wir immer weniger von Schnellladern sondern immer mehr von einfachen AC-Ladern.

Was mich bei Elektro stört ist der Ruf der Automobilindustrie nach dem Staat wenn es um die Stromtankstellen geht.
Hat die Benzintankstellen auch der Staat errichtet bzw. bezuschusst?
Nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich. Der Staat will Verbrenner millionenfach durch Stromer ersetzen und da, wo es eine gute Infrastruktur für Verbrenner und eine sehr dürftige Infrastruktur für Stromer gibt. Leztlich geht es darum, die Voraussetzung zu schaffen, dass die Forderung, die der Staat an Hersteller und Verbraucher stellt, auch umgesetzt werden kann. Der Verbraucher sagt sonst schlicht: Schön das es Stromer gibt, aber das ist nichts für mich. Ich habe keinen Strom am Parkplatz und kann im Öffentlichem Raum nirgends laden.
 
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Peter Lpz

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Der Staat möchte sicher gern, aber leider kann er das garnicht. Er kann sicherlich Fördergelder breitschmeißen und sich freuen, wenn sich der Bürger freut, dass seine Steuermittel, sein immer noch teures E-Auto stützen. Für die Anschlussleistungen der Ladestationen kommt man an den Stromkonzernen nicht vorbei. Deshalb würde ich es als sinnvoll betrachten, dass die den Job eben machen und sich die Investitionen über den aufgerufenen Preis zurückholen. Meines Wissens läuft das bis heute auch so, weshalb die Preise an den öffentlichen Ladestationen den Vergleich mit dem Verbrenner eher nicht suchen.

Gruß Peter
 
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Peter Lpz

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Das dürfte eine Frage der politischen Weichenstellung und sicher auch eine der zukünftigen Innovationen sein. Meine Glaskugel sieht voraus, dass mit den Rohstoffen fürs E-Auto bzw. den Akkus, auch die Steuern für die fossilen Brennstoffe höher ausfallen werden. Es sei denn, der Bürger wird mal ungehalten. In der Folge ist dann das Autofahren nur noch für Privilegierte. Heute sind das eben Reiche. Die retten eben dann das Klima, indem sie mit 400km/h im E-Auto über die Autobahn brezeln und sie verkaufen dann eben ihren Bugatti zum Schnäppchenpreis ans Verkehrsmuseum. :D

Gruß Peter
 
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Tim

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Der Artikel hier beschreibt sehr schön das Problem der aktuellen Förderpolitik: Verkehrswende in der Sackgasse
Der vorletzte Absatz bringt es auf den Punkt, wo der größte Hebel liegt:
Außer Zweifel steht der klimapolitische Zwang zur CO2-Reduktion im Verkehr. Eine Verkehrs- und Klimawende kann jedoch nur erreicht werden, wenn statt der bisher einseitigen Konzentration und Förderung nur der Elektromobilität der politische Fokus auf den großen Altbestand der fossilen Verbrennerfahrzeuge gerichtet wird. Dort spielt die Umwelt-Musik, nicht bei den geringen Neuzulassungen von reinen Stromern. Der Weiterbetrieb des Altbestands mit nicht-fossilem Treibstoff wäre für Deutschland ein großer Schritt zur Klimaneutralität.
Leider haben wir da auch schon das Dilemma: woher nehmen wir den nicht-fossilen Treibstoff? Wir haben nicht genug Strom aus EE, um das Abschalten der AKWs und Kohlekraftwerke auszugleichen und schon gar nicht, um Synfuels herzustellen. Für mich zeigt das wieder genau unsere 2 großen Probleme auf:
1. Man will zu viel in zu kurzer Zeit, als dass es umsetzbar wäre.
2. Einer Verkehrswende muss eine Energiewende vorausgehen. All das Geld, dass momentan in Subventionen für E-Autos gesteckt wird, wäre im Ausbau der Erneuerbaren Energien besser aufgehoben. Wenn die Strompreise schneller als die künstlich verteuerten fossilen Kraftstoffe steigen, wird man nie die Mehrheit zu einen Umstieg bewegen können.
 
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Peter Lpz

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Der Artikel spricht mir in vielen Punkten aus der Seele. Die Frage die leider auch hier nicht geklärt wird, ist: was ist denn "Verkehr" bzw. was wollen wir drunter verstehen? Umfasst das denn nur den deutschen Michel, der irgendwie auf Arbeit kommen möchte? Geht es vielleicht auch ein wenig um den Verkehr, den unser täglich Konsumgut über die Weltmeere und über die Straßen bzw. über ökologische, weil preisgünstige Frachtflieger nimmt? Reden wir mal über deren Halbwertszeit, den damit verbunden Verkehr zur Entsorgung und den dann erforderlichen Neukauf und die damit verbundene Umweltzerstörung? Jucken uns die Abbau- und Verkehrsbedingungen der Rohstoffe für das E-Auto? Spielt womöglich der Tourismus auf diesen Kreuzfahrtschiffen mal ein Rolle im Disput oder reden wir mal über diese Billigflüge nach Malle bzw. in andere "attraktive Ziele" mit all you can eat und besser noch "drink"? Scheren uns ne Fußball Wm in Katar oder ne Winterolympiade in Peking? Reden wir drüber, dass die dort kaum Schnee haben, sondern nur Kälte und wie es zum Schnee dort kommt?

Zur Beruhigung kann ich ausführen, die künstliche Verteurerung fossiler Kraftstoffe wird kein Ende nehmen. Man kann die Verteuerung des künstlich verknappten Stromangebots hervorragend als Argument für die erforderliche Preissteigerung bei den fossilen anführen. Mich beschäftigen diesbezüglich ein paar andere Fragen, u.a. diese: wie ich bspw. dazu komme, irgend so einer beispielhaften reichen Essigursel das elektrische Zweitfahrzeug zu finanzieren, damit sie mich aufm Aldiparkplatz als Klimasau diffamieren darf? Und ich frag mich, wie ich drauf reagieren kann. Ich hab da keine Idee, außer mir selber mal ein bissel weh zu tun. So tu ich, was ich schon immer tu und denke einfach drüber nach, ob ich Auto fahren muss, oder ob es auch anders geht? Ich hab da als Verbraucher durchaus Macht, leider aber nicht als einzelner. Wenn wir Autofahrer mal tun, was vorgeblich von uns verlangt wird, dann gehen unseren ökologischen die Körner aus. Wir müssen es halt im Rahmen unserer Möglichkeiten auch tun. Ans Meckern gewöhnen sich unsere Grünen Gesellen schnell, wenn weiter gezahlt wird. Folglich müssen wir damit aufhören und Möglichkeiten suchen, den verheuchelten Ansprüchen wenigstens ansatzweise gerecht zu werden.

meint der Peter
 
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mikelgrey97

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Finde den Schritt von Atomkraft wegzukommen nicht so schlecht, meine Eltern kommen aus Russland und Thernobyl war keine so tolle Sache.
Heutzutage ist alles Atomatisiert aber an Fukushima hat man gesehen der Mensch kann alles versuchen zu kontrollieren aber die Natur kann trotzdem unvorhersehbares verursachen.
Der hier erwähnte Artikel ist ein Leserbrief von einem Artikel in der FAZ bei welchem es um die Kündigung von Stromanbietern geht welche Pleite gegangen sind da der Strom in Deutschland teurer geworden ist und Leute jetzt in der Grundversorgung stecken.
Norwegen ist ein Land in dem auch viel E-Mobilität steckt und der Nordstream kauft nicht nur Strom aus Norwegen sondern bezieht auch von uns Strom.
Diese Ganze E-Mobilität wird egal in welchem Land immer mehr und es müssen Lösungen geschaffen werden und nicht einfach alles neue schlecht geredet werden.
Ich habe einen Arbeitskollegen der ist gerade mal 28 und fährt ein E-Bike zur 3km entfernten Arbeit.
Den Menschen heute sollten mehr bewusst sein wie und wofür sie Strom benutzen.
 
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Peter Lpz

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Die Kernkraft ist tatsächlich kritikwürdig, wie die Kohleverstromung, die Wind- und die Wasserkraft, der Verbrennungsmotor, die E-Mobilität. Man kann alles schlechtreden und tut das eben vom jeweiligen Standpunkt aus. Da sind wir alle gleich. Wenn ich auf das hin und her beim Ausstieg, dem Wiedereinstieg und Wiederausstieg aus der Kernkraft und die heutigen Folgen eingehe, sträubt sich mir immer noch das Nackenhaar. Wir haben weder Probleme mit russischen Reaktoren, noch mit japanischen Erdbeben bzw. Tsunamis. Leider hab ich noch keine Lösung mitbekommen, die Du einforderst. Und wenn ich keine Lösung anbieten kann, auf welcher Grundlage schafft man dann bei stark steigendem Energiebedarf solche Voraussetzungen? Eine Abschaltung von Kkw vor Ablauf der Regellaufzeit ist ebenfalls ungeheuerlich kostenintensiv, an die milliardenschweren staatlichen Entschädigungen für die Betreiber erinnerst Du dich noch? Also nö, den Irrsinn kannst auch Du mir nicht schönreden.

Für mich hat es Jahre gegeben, da hatte ich mehr Fahrradkilometer, als heute mit dem Auto. Ich nehme das Rad heute noch oft, verstehe allerdings nicht, weshalb ich mich deshalb mit nem Ökoengel schmücken muss. Es macht Spaß, ist preisgünstig, man ist nicht verfettet, fällt nicht nach drei Treppen japsend um. Ich habe halt Spaß dran und Geld für meine Mobilität zu verbrennen, sei sie nun elektrisch oder fossil, finde ich heute noch ziemlich reizlos. Zumal man in jedem Auto ziemlich wenig mobil, nur drinsitzt. Die Umwelt rette ich nicht, wenn ich zum Spaß mit dem Rad draußen rumgurke. Auf welcher Grundlage mir einer erklärt, dass das Elektroauto unser Klimaproblem löst, ist mir völlig unverständlich. Denn erstens vermeidest Du jegliches Eingehen auf meine Vorschläge, was wir denn als "Verkehr" definieren wollen oder nicht. Hier besteht ein ungeheuerliches Potential für die Verringerung von Umweltschäden.

Ich hab auf Grund geringer Fahrleistungen mit dem Auto kein Problem mit den gegenwärtigen Dieselpreisen. Ich kann auch mit dem hohen Steueranteil leben. Der Staat soll davon Straßen bauen, Kindergärten und Schulen betreiben, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen usw. Das kostet sehr viel Geld, leider geht das aber gerade alles den Bach runter, obwohl wir uns gerade verschulden, wie nie... Unter solchen Voraussetzungen Kaufprämien für Elektroautos auszuloben und eine reiche Automobilindustrie noch reicher zu machen, bringt mich eben auf die Palme. Ich möchte Dir die E-Mobilität nicht schlecht reden, darf aber darauf verweisen, was Du zum 28 jahre alten E-Biker geschrieben hast.... Aber das E-Auto mit fast 2Tonnen bringt uns jetzt die Rettung? Ein höheres Bewusstsein für den Stromkonsum werden wir sicherlich entwickeln. Das ergibt sich aus den Preisen, ich gönne sie nur der Wählerklientel der Grünen. Ich hab meinen Stromkonsum auch ohne die im Griff.

Gruß Peter
 
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Tim

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Das Problem in Norwegen (wie auch hierzulande) liegt in der Art wie Strom gehandelt wird. Stichwort Merit-Order
Die Kraftwerke mit den geringsten Grenzkosten liefern die Grundlast. Die mit höheren Grenzkosten werden hinzugezogen, wenn mehr Strom gebraucht wird. In Zeiten von mehr Angebot als Nachfrage senkt das den Strompreis überproportional. Wenn die Nachfrage jedoch steigt oder das Angebot knapper wird, steigen die Strompreise überproportional.
Nun schalten Deutschland Atom und Kohle ab. Und das sind ausgerechnet die Kraftwerke mit den geringen Grenzkosten. Erneuerbare werden nicht genug zugebaut, so dass Gas und Öl verstromt werden muss. Und diese Kraftwerke haben hohe Grenzkosten. Also explodiert der Strompreis an der Börse. Und dann zieht das (neben geoplotischen Effekten) den Öl- und Gaspreis noch mit hoch. Was dann mit dem Strompreis passieren wird, wenn wir noch mehr auf Strom umstellen, kann sich jeder ausmalen.

Die Lösung wäre einfach: Kraftwerke langsamer abschalten und Erneuerbare schneller zubauen. Aber genau das passiert gerade eben nicht.
 
Thema: Verbreitung Alternativer Antriebe: Neuigkeiten
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