Verbreitung Alternativer Antriebe: Neuigkeiten

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Was haltet Ihr von den alternativen Antrieben?

  1. Was ist das?

    2 Stimme(n)
    3,5%
  2. Fahre schon / nächstes Auto wird ein Elektroauto

    10 Stimme(n)
    17,5%
  3. Fahre schon / nächstes Auto wird ein Hybrid

    4 Stimme(n)
    7,0%
  4. Fahre/Warte auf Tesla wegen der Ladeinfrastruktur

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Warte auf vernünftige Ladeinfrastruktur

    6 Stimme(n)
    10,5%
  6. Warte auf günstige Gebrauchte Elektro/Hybrid

    6 Stimme(n)
    10,5%
  7. Warte auf Infrastruktur und Auto mit Brennstoffzelle/Wasserstoff

    15 Stimme(n)
    26,3%
  8. Mein Erdgas-/Biogasauto ist doch alternativ!

    6 Stimme(n)
    10,5%
  9. Warte ab, bis Verbrenner verboten sind.

    16 Stimme(n)
    28,1%
  10. Alles Hype, wir werden noch in 100 Jahren Verbrenner fahren!

    8 Stimme(n)
    14,0%
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  1. Tim

    Tim Mitglied

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    Ich bemühe mich, mit anderen Forumsnutzern hier höflich und mit Respekt zu kommunizieren. Wenn du zu o.g. Sachverhalt nun eine andere Meinung hast und nachvollziehbar darlegst, dann ist das ok und auch dein gutes Recht. Und ich z.B. denke dann darüber nach ob ich vielleicht falsch liege.

    Wenn ich dich damit persönlich beleidigt habe, tut mir das Leid und ich kann nur um Entschuldigung bitten. Dein Beitrag hat bei mir ein paar "Knöpfchen gedrückt" und ich habe vielleicht etwas hastig gepostet.

    Dass ich deine Meinung nicht teile, ist aber sicher auch rüber gekommen. Ich möchte dir auch schreiben warum:
    Genau genommen passiert dabei nichts anderes als bei Strom-Autos, egal ob Batterie, Brennstoffzelle oder sonstetwas. Elektrische Energie wird in chemische Energie (Batterie, Wasserstoff, Synfuel) umgewandelt und zwischengespeichert, um sie dann im Fahrzeug letztlich in in kinetische Energie umzusetzen. Ob bei einem Zwischenschritt CO2 der Luft entnommen und dann wieder die gleiche Menge zugeführt wird, ist unterm Strich egal. Genaugenommen, hätte die Zwischenspeicherung, wenn es im großen Stil betrieben wird sogar einen positiven Effekt. Die Diskussion um Wirkungsgrade und Effizienz klammer ich mal aus, weil sie keine Rolle spielt, wenn nur erneuerbare Energien eingesetzt werden. Wir kommen also beim Verkehr mit den Bekannten Lösungen bestenfalls zu einer Verwaltung des Status Quo. Hier mehr zu fordern ist schlicht unrealistisch, weil es keine bekannten Ansätze gibt, die das theoretsich ermöglichen. Selbst ein vollständiges Verbot aller Fahrzuge würde daran nichts ändern. Daher auch meine Begriffwahl "Blödsinn".

    Wie ich oben weiter geschrieben habe, reicht es eben nicht, sich auf einen einzelnes Thema wie das Auto einzuschießen. Das Thema Bau habe ich ja schon angerissen. Ein schönes anderes Beispiel, auch wenn es nichts mit Antrieben zu tun hat, ist das Thema Kunststoff: die bösen Einweg-Plastik-Trinkhalme. Ich habe sie noch zu Hause und verwende sie gerne, aber nicht oft. Warum? Sie sind Geschmacksneutral, Mehrwegartikel für den Zweck sind schwierig zu reinigen und vorallem kann man sich daran nicht verletzen, was bei Kindern und Betrunkenen (Cocktals auf der Gartenparty) eine Rolle spielt. Keine der mir bekannten Alternativen kommt an diese Produkteigenschaften heran. Natürliche Strohhalme könnten so etwas vielleicht schaffen, aber von der Nuzung wird ja aus gesundheitlichen Gründen abgeraten. Warum verweise ich auf das Thema? Jetzt wurde die Sau Einwegstrohhalme also erfolgreich durchs Dorf getrieben und Themen mit größeren Potentialen ignoriert. Wenn ich 1 Packung in 3 Jahren von den Dingern verbrauche ist das viel. Die Menge des Mülls, die ich mit Strohhalmen verursache ist also sehr überschaubar. Ein vielaches an Müll fällt aber an, wenn ich nur 1 Woche Urlaub im Ausland mache und mir dort Wasser in Flaschen kaufe. Warum hat man sich auf die Trinkhalme und nicht auf die Einweg-PET-Flaschen gestürzt? Wenn keine Kohlensäure im Spiel ist, ist ein Getränkekarton eine besser Alternative, die bereits in vielen Bereichen vorhanden und etabliert ist. Die Müllmenge durch Einweg-Strohhalme ist bei mir sogar geringer als die Umverpackung von Toilettenpapier, Nudeln, Reis oder die unsägliche Kunststoffverpackung bei gekochten Einern, wo auch Problemlos Papier oder Pappe genutzt werden könnte. Bei Reis habe ich das im Ausland sogar schon gesehen. Deswegen schrieb ich weiter oben auch von einer ziemlich verlogenen Diskussion. Würde man bei Umweltthemen generell konsequent das Pareto-Prinzip anwenden würden wir 1. mehr erreichen und 2. auch mehr Menschen mitnehmen.
     
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  2. bendh

    bendh Mitglied

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    Das ist aber nicht richtig. Jede Energieumwandlung hat Verluste und dabei entsteht Wärme die unsere Erde aufheizt.
     
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  3. #1183 ManniSpall, 03.08.2021
    ManniSpall

    ManniSpall Mitglied

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    Davon abgesehen, daß wir alle hier nicht mehr so lange auf diesem Planeten wandeln werden, um zu erleben, daß erneuerbare Energien in solchem Überfluss vorhanden sind um solch ineffiziente Sachen wie die Herstellung von Synfuels aus CO2 durchzuführen.
     
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  4. #1184 Berlin(er)go, 03.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 03.08.2021
    Berlin(er)go

    Berlin(er)go Mitglied

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    Ich erwische mich gelegentlich dankbar dafür zu sein.

    Ich möchte nicht in der Haut kommender Generationen stecken, die miterleben werden, wie das Leben auf diesem Planeten Stück für Stück unerträglicher wird. Das wird man noch etwas ziehen können durch Hochwasserschutz, Entsiegelung im urbanen Bereich, Klimaanlagen etc. aber es geht voran. Spürbar, sichtbar, messbar.

    Unaufhaltsam jedenfalls dann, wenn wir die eigentlichen Themen - abgelenkt von durchaus nett anzuschauenden E Fahrzeugen - unbeackert lassen. Als da wären Kohleausstieg, dramatischer Ausbau erneuerbarer Energien, Forschung zu Alternativen der Batterie etc. etc..

    Es ist vergleichsweise nicht mehr als ein Fliegenschie*, wenn wir (gern auch EU weit) 100% E Mobilität erreichten ohne das so wichtige Fundament errichtet zu haben. Hinzu kommt, dass etwa D und andere seine Emission die letzten Jahre reduzieren konnte, während wiederum andere (insbesondere Asien) die ihre überproportional steigerten und weiter steigern.

    Und na klar können wir ja mal anfangen. Und ja, jeder kann auf seinen CO² Fußabdruck achten, (Plastik-)Müll vermeiden, Fleischkonsum reduzieren und E Auto fahren. Das ist ja nicht verkehrt, löst jedoch mitnichten unser Problem - global betrachtet. Es braucht wirklich "radikale" Maßnahmen und diese braucht es "eigentlich"....jetzt.

    Wir lügen uns in die Tasche und wissen es auch.

    Interessant:
    Können E-Autos unser Klima retten?
    .
     
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  5. hal23562

    hal23562 Mitglied

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    Moin Tim,
    die Entschuldigung ist angekommen und akzeptiert. :bier:

    Gruß - HAL
     
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  6. Tim

    Tim Mitglied

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    Letztlich wird alles in Wärme umgewandelt. Über den Umweg Photovoltaik wird ein Teil der einstrahlenden Energie eben nicht gleich in Wärme umgesetzt sondern erst später bei der Nutzung.
    Wenn wir einen kleinen Teil des unbewohnbaren nördlichen Afrikas mit Solarkraftwerken zupflastern, haben wir Strom im Überfluss. Bisher ist das an der Wirtschaftlichkeit gescheitert. Erste größere Projekte dazu gibt es aber mittlerweile. Weiter oben hatte ich entsprechende Beiträge vor ein paar Wochen verlinkt.
    Mittlerweile gibt es sogar Lichtdurchlässige Solarzellen, mit denen ganz andere Anwendungen denkbar sind, z.B. in der Landwirtschaft, wo Solarzellen dann eine Ergänzung auf gleicher Fläche und keine Konkurenz mehr beim Flächenverbrauch ist. Oder durchsichtige Solarfassaden statt der heute gebräuchlichen Glasfassaden. Letzteres wäre ganz nebenbei auch ein guter Beitrag für das Stadtklima, da die Solarflächen Energie aufnehmen, die dann nicht mehr die Umgebung erhitzen kann.
     
  7. #1187 Peter Lpz, 03.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 03.08.2021
    Peter Lpz

    Peter Lpz Mitglied

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    Liebe Leute,

    Ihr seid wieder in der Zukunft. Die mit Solarkraftwerken zugepflasterte Wüste hat ihren Reiz, ist aber gerade Träumerei. Tim hatte auch das Thema Bau angesprochen. Das Thema dürfte gerade jeden Großstädter etwas beschäftigen. Wir haben gerade einen weltweiten Bauboom, sogar der Sand wird knapp. Was bauen wir denn und wozu? Wie könnten wir darauf verzichten, was braucht es dafür? Das wären Fragen, die wir uns gegenwärtig stellen könnten und die uns vergleichsweise günstig kämen. Wir müssten uns dazu halt mal von dem Gedanken lösen, dass es immer nur aufwärts geht. Und da hat uns die Geschichte gezeigt, dass auch der Kapitalismus den Niedergang beherrscht. Es ist halt die Frage, ob man dazu immer erst alles kaputtschmeißen muss oder ob man auch so mal einen Gang zurückschalten könnte, was vielleicht der bessere Schritt nach vorn wäre?

    Hier im Leipziger Raum haben wir erlebt, wie massenweise Plattenbauten abgerissen wurden und immer noch werden. Neu gebaut werden hier aufm Land schicke Einfamilienhäuser mit irrsinnigem Flächenverbrauch. Es gibt dazu eine schöne Internetseite, die die dazugehörigen "Gärten des Grauens" Gärten des Grauens - Garten + Landschaft thematisiert. In den Großstädten werden moderne Mehrfamilienhäuser aus dem Boden gestampft, aus denen man sich durch riesige Glasflächen, auch auf Grund der engen Bebauung, gegenseitig auf den Teller gucken kann. Damit das nicht geschieht, werden die schönen Glasflächen permanent durch Rollläden versteckt. Architektonisch erinnern sie mich unglaublich an die geschmähte DDR - Platte. Für den geforderten Preis hätte ich jedenfalls höhere Ansprüche und wohne deshalb in eben einer DDR - Platte. Die wurde Mitte der 90-er Jahre nach damals modernem Standard recht ordentlich saniert und gilt bauphysikalisch bzw. energetisch heute noch als wenigstens gut. Man spürt das an den Heizkosten und sogar an der noch lange erträglichen Wohnraumtemperatur während Hitzeperioden.

    Wir wollen auch nicht vergessen, mal auszuführen, wie Gewerbegebiete heute gebaut werden und uns mal den Flächenverbrauch dort anschauen. Ich denke, ich muss das garnicht weiter ausführen, weil jeder weiß, wie die Dinger aussehen. Ich sehe abseits von alternativen Antrieben für den Personenverkehr derart viel Potential für einen besseren Umgang mit Ressourcen, das mir das Antriebskonzept beim Auto ähnlich nebensächlich vorkommt, wie die durchs Dorf getriebene Sau mit den Plastikstrohalmen und den Wattestäbchen. Über letzteres würde ich einfach kein Wort verlieren, wenn es nicht den erbärmlichen Zustand unserer Umweltschützer so schön dokumentieren würde.

    Das soll nicht heißen, dass das Thema "Verbreitung alternativer Antriebe" gänzlicher Unfug wäre und ich bin für die Abweichung vom Thema gerechtfertigt kritisiert worden. Das haben wir nun weidlich ausgeweitet, ein schlechtes Gewissen hab ich deshalb nur dann, wenn der Kritiker wenigstens die Kurve zurück zum Thema kriegt. Das ist nicht geschehen und deshalb sei es halt drum.

    Gruß Peter
     
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  8. #1188 helmut_taunus, 03.08.2021
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Hallo,
    mal wieder ein Beitrag zum noch nicht ganz toten Wasserstoff im PKW.
    .
    BMW bringt Wasserstoff-PKW 2022
    BMW will Wasserstoff-Pkw: So wird die Zukunft beim Autobauer
    daraus Zitat
    „Sie brauchen für die gleiche Fahrstrecke 2,5 Mal so viele Windräder oder Solarzellen, bei synthetischem Diesel sogar sieben Mal so viele.“ Dies wird auch den BMW-Strategen nicht entgangen sein. Offenbar sehen sie dennoch eine Chance in der Nische und gegen den allgemeinen Technologietrend in der Pkw-Welt.
     
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  9. #1189 Peter Lpz, 03.08.2021
    Peter Lpz

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    Ich würde die Kollegen bei BMW mal machen lassen. Ob sie die besten Autos bauen, sei mal dahingestellt. Wenn es ums Geldverdienen ging, waren sie bislang recht erfolgreich. Nischen werden denen auch in Zukunft etwas klein sein. Ich hab von Verbrennerautos wenig Ahnung und von Elektroautos gar keine. Begriffen hab ich, dass der "allgemeine Technologietrend" mich persönlich garnicht anspricht. BMW kommt mir hier entgegen, obwohl ich die Marke gegenwärtig nicht wählen würde.

    Gruß Peter
     
  10. Tim

    Tim Mitglied

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    Nein, das Thema ist gerade in der Realität angekommen.
    Auf die Schnelle ein Link: So plant Saudi-Arabien sein neues XXL-Solarkraftwerk
    Schau dir mal den kWh-Preis an! Vor 10 Jahren war da noch nicht dran zu denken.

    Man bekommt in der Öffentlichkeit nur zu wenig davon mit. kurz nach der Meldung hatte ich von einer zweiten Anlage in ähnlicher Größe gelesen. Gerade in den Öl-Ländern des Nahen Ostens wird man wissen, dass die Nachfrage nach CO2-neutralen Ersatzprodukten für Benzin, Diesel und Kerosin steigen und gleichzeitig die Nachfrage nach Öl sinken wird. Die wären blöd, wenn die sich das Geschäft entgehen lassen.

    Grundlasttaugliche Solarkraftwerke gibt es auch schon eine Weile: Welt der Physik: Ohne Pause: Solarkraftwerk liefert erstmals 24 Stunden lang Strom In den USA gibt es auch eine größere Dish-Stirling-Anlage.

    Wenn man nun berücksichtigt, dass der Bereich der Energie- und Wärme-Erzeugung den größten CO2-Ausstoß hat, ist eigentlich klar, worauf man sich zuerst stürzen sollte. Dann kommt der Verkehr auf Platz 2, wobei aber auch Flugzeuge und Schiffe mit reinzählen. Also Bereiche, die nur schwer vorstellbar auf Batterie umzustellen sind. Spätestens dort brauchen wir Synfuels. Gefühlt ist aber aktuell nur der PKW im Fokus.
     
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  11. #1191 ManniSpall, 04.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 05.08.2021
    ManniSpall

    ManniSpall Mitglied

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    Das Solarkraftwerk in der Wüste ist ausschliesslich dazu da bis zu 50% des Energiebedarfs von Saudi-Arabien zu decken, davon kommt keine einzige kwh zu uns. Gut für die Erde vielleicht, ändert jedoch nichts bei uns...
     
  12. #1192 Peter Lpz, 04.08.2021
    Peter Lpz

    Peter Lpz Mitglied

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    Das Hantieren mit Zahlen ist mitunter fehlerbehaftet und auch wenn keine Fehler vorliegen, darf man Augenwischerei unterstellen. Das beherrschen nicht nur böse Autokonzerne: So werden in Deutschland etwas mehr als 40% des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt. So beeindruckend das klingt, ist es aber eher nicht. Wir haben uns ein "erneuerbare Energien Gesetz" gebastelt. Danach werden Windmühlen in die Landschaft gestellt und jede kw/h, die dort produziert wird, wird auch zu Fixpreisen verkauft. Der Erzeuger stellt das Ding nur hin und kassiert immer dann, wenn sich das Teil nur dreht. Das gilt auch dann, wenn die Gemeinschaft noch Geld oben drauf legen muss, um den Strom loszuwerden, der gerade nicht gebraucht wird. Beides findet sich in unseren überhöhten Strompreisen wieder, weil Großverbraucher Wettbewerbsnachteile geltend machen können und sich daran nicht beteiligen. Denn gehandelt wird der Strom an der Strombörse und dort treffen nur Angebot und Nachfrage aufeinander. Auch der erhöhte Aufwand, den Stromerzeuger aus Kohle- und Kernkraft durch ständiges Hoch- und Runterfahren haben, wird sich wohl im Strompreis des Verbrauchers finden und der darf seinen Strom nicht an der Strombörse kaufen.

    Ich möchte die große Leistung, ein derart großes Solarkraftwerk in die Wüste zu stellen damit nicht kleinreden, Tims Beitrag entnehme ich aber weiterhin den falschen Ansatz, sich über den niedrigen Erzeugerpreis von 1,04 Cent zu freuen. Denn so behämmert ich die Handhabung unserer eEG - Umlage finde, sosehr erkenne ich am Verhalten der Verbraucher, dass Strom hierzulande eben noch nicht teuer genug ist. Es würde der Vernunft einen noch größeren Schaden zufügen, Wäre Strom zu diesen Tarifen hierzulande lieferbar. Es ist im Faden auch eindeutig, was hier unter gar keinen Umständen passieren darf: Das einer anfängt zu sparen, obwohl er noch was verbrauchen könnte. Das gilt wohl für alle Lebenslagen und solange man sich die eigene Bilanz mit dem E-Auto oder dem Ökostromanbieter schönfärben kann, schreitet man weiterhin mit stolzgeschwellter Brust durchs Land und zeigt naserümpfend auf jeden, der den Zauber nicht mitmacht. Ich fürchte sehr, dass wir daran dereinst auch untergehen. Denn der Wahnsinn ist ja nun keineswegs auf Deutschland beschränkt.

    meint der Peter
     
  13. #1193 janosch, 05.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 05.08.2021
    janosch

    janosch Mitglied

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    Ich bitte höflich – aber bestimmt – darum, sich bei künftigen Beiträgen in diesem Thread wieder auf den Threadtitel zu beziehen.

    Persönliche Statements zum Für oder Wider weitergehender umweltpolitischer Maßnahmen mögen interessant sein, haben hier aber nichts zu suchen. Zu deren Diskussion möge man bitte einen eigenen Thread in einem geeigneten Unterforum eröffnen.
     
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  14. #1194 Berlin(er)go, 05.08.2021
    Berlin(er)go

    Berlin(er)go Mitglied

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    Schaue ich mir den Eröffnungsbeitrag an und lese allein auf Seite 1 die ersten Beiträge hierzu, bekomme ich eigentlich den Eindruck, dass sehr wohl auch Diskussionen gewollt sind (jedenfalls mal waren). Der TE selbst war recht rege beteiligt. Insbesondere jedoch Beitrag #9 fand ich vor dem Hintergrund Deines "Ordnungsrufes" spannend.

    just my 2 cents ;-)
     
  15. urpes

    urpes Moderator

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    Tja, so ist das halt. Was interessiert mich mein Gerede/Geschreibe von 2017. :)
    Ich als Moderatoren lasse das auch laufen. Schlicht, weil es zumindest meines Erachtens, hier ruhig wie unter Freunden zugehen darf. Man kommt von einem Thema zum nächsten. Die anderen sehen das vermutlich ähnlich.
    Da kenne ich andere Foren, wo dann schnell verschoben wird in neue Themen etc. Das brauch es hier aber nicht.
     
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  16. rocco81

    rocco81 Mitglied

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    DHL Express bestellt zwölf E-Flugzeuge - electrive.net

    Um wieder etwas zum Ursprungsthema zurück zukommen, betrachten wir mal den Status quo:
    Aktuell sind 11% aller Neuwagen rein Elektrisch. Diesel 20%, Benzin 39%, Hybrid 30%.
    eMobility-Dashboard Juli: 25.464 reine Elektro-Pkw - electrive.net

    Für die meisten wirkt das wie ein Elektro Hype, wer das Thema schon länger verfolgt weiß dass die Autobauer den Umschwung solang wie möglich hinausgezögert haben.
     
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  17. Tim

    Tim Mitglied

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    @janosch : Alternative Antriebe beziehen sich aktuell fast ausschließlichauf E-Mobilität. Die Erzeugung der notwendigen elektrischen Energie lässt sich von dem Thema nicht einfach abtrennen. Das gehört meiner Meinung nach untrennbar zusammen, insbesondere weil es nichts bringt, den Auspuff zum Kohlekraftwerk zu verlängern sondern sinnvollerweise bei alternativen Antrieben auch auf alternative (erneuerbare) Energieen zu wechseln. Genauso zählt zu dem Thema meiner Meinung auch die Gewinnung von Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoffen, weil dies letztlich auch eine Art der alternative Antriebe darstellt.

    Apropos Wasserstoff: Vorgestern bei Leschs Kosmos (Vermüllt, versauert, ausgeebeutet - Reha für die Ozeane) kam ein interessanter Aspekt bzgl. der CO2-Puffer-Funktion der Ozeane. Wer nicht den ganze Beitrag schauen will, sollte so in etwa zwischen Minute 8:00 und 14:30 schauen und ab ca. 13:30 ganz genau aufpassen. Der regenerativen Gewinnung von Wasserstoff könnte Umweltpolitisch noch eine ganz große Rolle zukommen.

    Das mag sein. Es zeigt aber, in welcher Größenordnung die Erzeugung möglich ist, sowohl in Hinsicht Leistung als auch Kosten. Das war vonr 2-3 Jahren noch nicht so. Und Was würde deiner Meinung nach dagegen sprechen, ein weiteres Solarkraftwerk dieser Art zu bauen den Strom bzw. die Energie (auch indirikt über H2 oder SynFuel) von dort zu importieren?
     
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  18. #1198 ManniSpall, 06.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 06.08.2021
    ManniSpall

    ManniSpall Mitglied

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    Import von H2 bzw. Synfuels aus Saudi Arabien? Da bleibt dann alles wie es ist, die Scheichs versorgen uns mit Energie...

    Wir müssen unabhängiger werden in Sachen Energieversorgung in der EU. Es gibt auch in EU-Staaten Bereiche mit genug Sonneneinstrahlung, da sollte der Strom erzeugt werden für den Bedarf, den wir vor Ort nicht erzeugen können und nicht in Saudi-Arabien. Aber erstmal muss hier in D vor allem die Blockadehaltung vieler aufgegeben werden gegen Windkraft und Stromtrassen.

    Ach ja, wie soll den der Wasserstoff aus Saudi Arabien hierher kommen? In Drucktanks mit Schiffen? Was für ein Irrsinn...und in Pipelines wird das gleich gar nichts. Einmal technisch sehr aufwendig und teuer und zweitens ist die Gefahr viel zu groß>>>Angriffe durch wen auch immer<<<bei einem Verlauf durch Krisengebiete.
     
  19. #1199 helmut_taunus, 06.08.2021
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Hallo,
    es bleibt nicht ganz wie es ist.
    Wir muessen dann die grossen Leitungen vom Hafen nach Bayern bauen.
    Die wir jetzt als Stromleitung (noch) nicht wollen. Dann fuer Wasserstoff und im schlimmsten Fall auch noch parallel fuer Syntetic Fuels, also dreimal, denn Strom brauchen wir immer noch. Wind muss vervierfacht werden, mindestens, also in Bayern oder nach Bayern.
     
  20. #1200 ManniSpall, 06.08.2021
    ManniSpall

    ManniSpall Mitglied

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    Das wäre völlig irre, würde also zur Politik der letzten Jahre passen...
     
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