Verbreitung Alternativer Antriebe: Neuigkeiten

Diskutiere Verbreitung Alternativer Antriebe: Neuigkeiten im Alles zu den alternativen Antrieben Forum im Bereich ---> Alternative Antriebe; Shell etc. liefern nur das, was nachgefragt wird. Wenn Shell nicht mehr liefern darf, übernimmt ein anderer die Lücke. Das meine ich damit, dass...

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Was haltet Ihr von den alternativen Antrieben?

  1. Was ist das?

    1 Stimme(n)
    2,0%
  2. Fahre schon / nächstes Auto wird ein Elektroauto

    8 Stimme(n)
    15,7%
  3. Fahre schon / nächstes Auto wird ein Hybrid

    4 Stimme(n)
    7,8%
  4. Fahre/Warte auf Tesla wegen der Ladeinfrastruktur

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Warte auf vernünftige Ladeinfrastruktur

    4 Stimme(n)
    7,8%
  6. Warte auf günstige Gebrauchte Elektro/Hybrid

    4 Stimme(n)
    7,8%
  7. Warte auf Infrastruktur und Auto mit Brennstoffzelle/Wasserstoff

    14 Stimme(n)
    27,5%
  8. Mein Erdgas-/Biogasauto ist doch alternativ!

    6 Stimme(n)
    11,8%
  9. Warte ab, bis Verbrenner verboten sind.

    14 Stimme(n)
    27,5%
  10. Alles Hype, wir werden noch in 100 Jahren Verbrenner fahren!

    8 Stimme(n)
    15,7%
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  1. #1121 helmut_taunus, 04.06.2021
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Hallo,
    eben nicht an der Realitaet vorbei. Shell muss kein Benzin liefern, Shell darf auch pleitegehen oder Klappstuehle herstellen, nur nicht aus Oel. Was war mit Kodak? Foto, Kameras und Film, Weltfirma, aeh damals, heute Restfirma bei Kopierer.
    Andere wie Esso oder Total werden sich schwertun zu liefern, weil zumindest Shell das Gericht wieder bemuehen wird, sobald Shell sich benachteiligt fuehlt. Wenn das Urteil bestehen bleibt, und deshalb ist es weltveraendernd und wichtig, wird Verbrennerkraftstoff selten und dann teuer, mit Warteschlange und Zuteilung vielleicht, was nicht weltfremd ist sondern genau dem Ziel entspricht, weniger CO2. Die Realitaet ist (viele haben es noch nicht gemerkt) dass Dieselautos, Benzinautos, Erdgasautos, Fluessiggasautos, Wasserstoffautos und Brennstoffzellenautos ohne gruenen Wasserstoff, Hybridautos, diese EU-Welt verlassen. Kein Neubau, auch kein Weiterbetrieb ab 2050. Uebrigens auch Dieselbusse, Erdgasbusse, Benzin-brum-brum-Kleinmopeds, Harleys, Kohleheizungen, Erdoelheizungen, Erdgasheizungen.
     
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  2. Tim

    Tim Mitglied

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    Ich glaube nicht, dass ein multinationaler Konzern wie Shell es hinnehmen wird, dass ein kleines Bezirksgericht das Geschäftsmodell für illegal erklärt. Denn das bedeutet das Urteil letztlich. Shell wird alles daran setzen, das Problem juristisch zu lösen, wodurch nicht ein Tropfen fossiles Öl weniger verbrannt wird. Parallel dazu wird man sicher auch schauen, wie man auf dem Papier, den CO2-Ausstoß senken kann. Das kann zum Beispiel durch den Verkauf von Förderanlagen und den Einkauf von Öl passieren. Dann verlagert sich ein Teilproblem zum Lieferanten, von dem man sich vertraglich niedrigere CO2-Emissionen zusichern lässt. Ob das bei einem russischen oder chinesischen Unternehmen dann so genau genommen wird, steht auf einem anderen Blatt. Als dritten Hebel wird man Lobby-Arbeit nutzen. Neben dem altbekannten Arbeitsplatzargument wird man vielleicht auch ein Szenario aufzeigen, dass man zu Beginn der Heizsaison kein Heizöl mehr verkaufen kann, weil das CO2-Budget schon aufgebraucht ist. Langfristig wird Shell natürlich das Geschäftsmodell anpassen müssen. Das steht außer Frage. Die Frage ist der zeitliche Rahmen.

    Davon ab, hat das Urteil einen grafierenden Fehler: Es rechnet Shell die Emissionen aus seinen Produkten zu, die der Kunde verursacht. Überspitzt formuliert bedeutet das, dass eine Fluggesellschaft beim Verbrennen von Kerosin kein CO2 verursacht sondern der Kerosinlieferant. Und ich denke, dass das genau der Punkt sein wird, bei dem in einer höheren Instanz das Urteil gedreht wird. Oder eben Shell verkauft sämtliche Förderanlagen und kauft das Rohöl ein. Dann haben die Förderanlagenbetreiber das Problem. Denn das CO2 kann nicht einfach doppelt gezählt werden nur, weil das Produkt den Besitzer wechselt.

    Wie ernst es die Politik mit der Klimawende meint, habe ich die Tage an 3 Beispielen gesehen:
    1. CO2-Abgabe
    Egal ob es die Aufteilung auf Mieter und Vermieter ist oder die Spritpreiserhöhung der Grünen um 16 Cent. Es sind unbequeme Themen, bei denen sich keine Mehrheiten finden.
    2. Förderprogramme Solar
    In BaWü - einem Bundesland, das von den Grünen regiert wird und das für Photovoltaik bestens geeignet ist - gab es ein Mini-Förderprogramm für Solarspeicher. Schlappe 200€ je kWh bei neuen Anlagen mit Speicher. Bei einem Einfamilienhaus könnten da um die 1000€ rumkommen bei Gesamtinvestitionskosten von mind. 15.000€, also nicht gerade ein Punkt, der eine Entscheidung herbeiführt. Eher etwas, was man mitnimmt, wenn man es eh vorhat. Nun kommst aber: Nichteinmal 3 Monate, nachdem das Programm wieder aufgelegt wurde, ist der Topf leer, so dass keine neuen Anträge gestellt werden können. Und das in einer Zeit, in der klar ist, dass eine Klimawende nur mit massivem Ausbau der erneuerbaren Energien funktionieren kann.
    3. Föderprogramm der KfW
    Unumstritten dürfte auch sein, dass der Gebäudesektor massiv angegangen werden muss. Bei der KfW gab es bisher Sanierungszuschüsse für die energetische Sanierung, die relativ einfach zu bekommen waren. In Zeiten der Niedrigzinsen bekommt man aber für sowas bei kaum noch einer Bank den passenden KfW-Kredit, weil die Banken zwar die Arbeit haben, aber unterm Strich nichts daran verdienen. Wenn man nicht zufällig die passende Bank als Hausbank hat, hat man keine Chance. Das Thema ist in der Branche bekannt und es passiert nichts. Damit nicht genug, werden die KfW-Programme aber zurückgefahren und auf BAFA umgestellt. Für den Laien macht das auf dem ersten Blick keinen Unterschied. Praktisch ist der Unterschied aber gewaltig, da es 1. keinen Kredit sondern nur noch einen Zuschuss gibt. Das heißt, das Geld muss man anderweitig auftreiben und kann Heizkostenersparnisse nicht zur direkten Tilgung nutzen, wie es bei KfW machbar war (lange Laufzeit zu niedrigen Zinsen). Und 2. ist das Thema viel langwieriger. Als Bauherr geht man ins volle Risiko und in Vorleistung.

    Ich sehe das mittlerweile ähnlich wie ein Mann auf Kuba, mit dem ich mich vor ein paar Jahren über den Wandel in seiner Heimat unterhalten habe. Er sagte sinngemäß, dass Kuba sich schon seit 20 Jahren wandelt und sich auch in 20 Jahren noch wandeln wird. Oder mit anderen Worten: Es gibt keine Revolutuon sondern nur kleine Trippelschritte.
     
  3. helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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