Verbreitung Alternativer Antriebe: Neuigkeiten

Diskutiere Verbreitung Alternativer Antriebe: Neuigkeiten im Alles zu den alternativen Antrieben Forum im Bereich ---> Alternative Antriebe; Wasserstoff-Fahrzeuge (als Pkw) halte ich für tot und sehe da für Pkw keinerlei Vorteil gegenüber dem Elektroauto (genaugenommen ist auch das...

?

Was haltet Ihr von den alternativen Antrieben?

  1. Was ist das?

    1 Stimme(n)
    2,1%
  2. Fahre schon / nächstes Auto wird ein Elektroauto

    7 Stimme(n)
    14,6%
  3. Fahre schon / nächstes Auto wird ein Hybrid

    3 Stimme(n)
    6,3%
  4. Fahre/Warte auf Tesla wegen der Ladeinfrastruktur

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Warte auf vernünftige Ladeinfrastruktur

    3 Stimme(n)
    6,3%
  6. Warte auf günstige Gebrauchte Elektro/Hybrid

    4 Stimme(n)
    8,3%
  7. Warte auf Infrastruktur und Auto mit Brennstoffzelle/Wasserstoff

    14 Stimme(n)
    29,2%
  8. Mein Erdgas-/Biogasauto ist doch alternativ!

    6 Stimme(n)
    12,5%
  9. Warte ab, bis Verbrenner verboten sind.

    13 Stimme(n)
    27,1%
  10. Alles Hype, wir werden noch in 100 Jahren Verbrenner fahren!

    8 Stimme(n)
    16,7%
Eine Auswahl mehrerer Antworten ist erlaubt.
  1. Vito

    Vito Neues Mitglied

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    Wasserstoff-Fahrzeuge (als Pkw) halte ich für tot und sehe da für Pkw keinerlei Vorteil gegenüber dem Elektroauto (genaugenommen ist auch das Brennstoffzellen-Fahrzeug ein Elektroauto mit schlechterer Effizenz zum weitaus höheren Preis).

    Selbst wenn die Technik besser wäre, als reine Elektroautos (die eben auch sehr viel einfacher aufgebaut sind), so ist die Entscheidung der Politik in Richtung reinem Elektroauto längst gefallen und die entsprechende Infrastruktur wird gefördert und aufgebaut. Wer sollte nun die zusätzlichen Milliarden für die parallele Infrastruktur bereit stellen?


    Einzig für Lkw, Bahn u.ä. könnte hier meiner Meinung nach noch Bedarf bestehen, da hier sehr große und schwere Akkus mitgeführt werden müssten.
     
  2. #1042 hal23562, 09.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 09.02.2021
    hal23562

    hal23562 Mitglied

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    Mag sein, oder auch nicht. Es kommt m.E. auch darauf an, ob man das Ganze kurz-, mittel- oder langfristig betrachtet.

    Autos mit Energie per Batterie werden kurzfristig die "Dooropener" sein. Sie schaffen Akzeptanz für Elektroantriebe. Sehr problematisch ist jedoch die Energiespeicherung. Kosten, schlechtes Recyceling, knappe Lithium-Ressourcen, Gewicht, insgesamt große Umweltsauerei usw.. Absehbar scheint da auch keine wirkliche Besserung in Sicht. Dazu kommt die zumindest derzeit chaotische und undurchschaubare Ladeinfrastruktur.
    H2-LKW werden bereits von allen namhaften Herstellern entworfen, z.T. erprobt oder befinden sich schon in der Pipeline. Die Dinger werden m.E. demnächst eingeführt und damit wird es dann auch mittelfristig zügig einen Ausbau der H2-Tankstellen geben (über die PKW wohl dann auch betankt werden können). Dies dürfte für einen richtigen Schub bei der Entwicklung von Brennstoffzellen sorgen und letztlich auch dank Massenproduktion zu Preisstürzen bei den derzeit noch immens teuren Brennstoffzellen führen.
    Die Entwicklung bei den LKW wird mittelfristig also zunehmend auch zur Einführung von Brennstoffzellen-PKW führen, die von sinkenden Preisen und von Beginn an großer Reichweite getrieben wird. Mittel- und langfristig wird es m.E. ein Nebenander von Batterie und Brennstoffzelle mit zunehmenden Anteil letzterer geben. Letztlich wird der Markt entscheiden, was sich durchsetzt.
    Ein für Europa nicht unwichtiger Aspekt bezüglich der Wasserstoffwirtschaft ist, dass nur vergleichweise geringe Ressourcen-Abhängigkeiten bestehen. Wasserstoff dürften wir über Windenergie und Photovoltaik in großen Mengen herstellen und demnächst möglicherweise auch sehr gut speichern können. Europas Erpressbarkeit wird geringer. Ob sie nun Öl, Fracking-Gas oder Lithium betrifft.

    Schaun mer mal ... HAL
     
  3. janosch

    janosch Mitglied

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    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich so gut wie immer das billigere System durchsetzt, nicht unbedingt das bessere.

    Hoffen wir, dass das sinnvollere System auch das günstigere ist!
     
  4. Vito

    Vito Neues Mitglied

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    Was willst Du damit sagen? Aus welchem Grund sollte sich eine kompliziertere, weniger effektive und teure Technik für die eine riesige zusätzliche Infrastruktur gebraucht wird, kurz-, mittel- oder langfristig durchsetzen?

    Nein, diese "Türöffner" waren und sind noch Hybridfahrzeuge, vor allem wegen der "german Reichweitenangst" für einige notwendig.[/QUOTE]

    Jetzt verstehe ich Dich so gar nicht. Einerseits postets Du ein Video, welches über die Irrtümer der Brennstoffzelle aufklären soll, dann verbreitest Du unbelegt und ungefiltert die "Argumente" aus der Mottenkiste der Öllobby. Ich denke, Du schreibst vom Vergleich Elektro gegen Brennstoffzelle? Inwiefern ist die Energiespeicherung ein Problem? Die Kosten sind nicht höher als bei der Brennstoffzelle. Akkus können jetzt schon zu nahezu 100% recycelt werden, was ist daran "schlecht"? Lithium könnte knapp weerden, aber auch hier gibt es jede Menge neue Ideen:
    Lithium-Abbau: Bald auch in Deutschland? - Neue Methode ermöglicht Lithiumgewinnung aus dem Tiefenwasser des Oberrheingrabens - scinexx.de
    Ja, das Gewicht ist natürlich durch den notwenigen größeren Akku gegenüber einem Fahrzeug mit Brennstoffzelle größer. Das spielt aber bei Kleinwagen oder solchen aus der Mittelklasse kaum eine Rolle...bei Lkw oder gar Bahnverkehr natürlich schon. Hier erschiene mir auch eine andere Technik, als Elektromobilität mittels Akkumitführung sinnvoll. das schrieb ich auchs chon weiter vorne.
    "Ingesamt große Umweltsauerei". Was meinst Du damit? Ich befürchte nicht, die Umweltsauerei, die bei der Ölförderung oder bei der Gasförderung angerichtet wird? Oder schreibst Du von der Umweltsauerei für die Erzeugung von Wasserstoff? Dieser kann im Gegensatz zu Strom nämlich nicht in größerem Umfang als "grüner" wasserstoff hergestellt werden. Oder Ist das Umwelt-Problem größer als z.B. das beim Platinabbau für Abgaskatalysatoren und Brennstoffzellen. Warum wird das eine thematisiert und das andere nicht?

    Ich zitiere mal:
    "Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen erzeugt (typischerweise grauer, blauer oder türkiser Wasserstoff aus Methan) ist heute deutlich billiger als grüner Wasserstoff, v.a. wenn man diesen hierzulande aus Sonne und Wind erzeugen müsste (an großen Wasserkraftwerken irgendwo sonst in der Welt kann das anders aussehen, aber das Potenzial ist begrenzt)
    Wenn man also Wasserstoff aus Erdgas aus Norwegen oder Russland importiert dann verbietet es sich in meinen Augen automatisch, eFuels, also synthetische Kraftstoffe in größerem Maße zu erzeugen, denn dann würde man unter Verlusten Methan zu Wasserstoff machen und den Wasserstoff dann wieder mit viel Aufwand zu einem Kohlenwasserstoff. Das erscheint mir geradezu absurd, da kann man dann auch gleich das billige Methan im Form von Erdgas direkt nutzen."
    [Quelle mit weiteren Infos: Sind (E-)Autos überflüssig?]

    Die Ladeinfrastruktur ist wirklich recht chaotisch, hier stimme ich Dir zu (außer man fährt Tesla). Nur: wie ist die denn im Gegensatz dazu für Wasserstoff?

    Naja, was bleibt den Lkw-Herstellern auch anderes übrig? Auch sie müssen weniger klimaschädliche Fahrzeuge produzieren.
    Den tollen Wasserstoff-Pkw, den es ja schon einge ganze Weile gibt, mag heute keiner kaufen. Den "preiswerten" Wasserstoff-Pkw wird es nicht geben können.
    Funktionierende, immer noch recht teure, aber gegenüber Wasserstoff-Pkw billige Elektro-Pkw gibt es jetzt schon...
     
  5. #1045 helmut_taunus, 10.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 10.02.2021
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Hallo,
    die EU schreibt bis 2050 CO2 freien Verkehr vor.
    Das heisst kein Erdgas.
    Und keinen Wasserstoff aus Erdgas.
    Dann wird Wasserstoff aus Strom hergestellt.
    Vorher koennen wir noch ueben, mit grauem Wasserstoff oder sonstwas aus fossilen Quellen. Koennen auch Windkraftwerke aufstellen zur Wasserstoffherstellung. Das braucht Zeit und wir tun fast nichts. Wir brauchen so gesehen ein mehrfaches der heute vorhandenen Windkraftwerke und der heute vorhandenen Solarkraftwerke.
    .
    Aus Strom hergestellter Wasserstoff wird nicht zum heute subventionierten Preis an den bisherigen Mustertankstellen verkauft werden koennen.
    Die Herstellung ist ueber den zweieinhalbfachen Energieaufwand schon zwangslaeufig teurer als den erzeugten Strom gleich zum Fahren zu verwenden.
    .
    Wasserstoff-Fahrzeuge sind diejenigen, bei denen Batterien nicht moeglich sind. Der schwere Langstrecken-LKW scheint auf der Grenze zu liegen. Paar Tonnen Batterie und wenig Ladung geht manchmal noch, wie Tesla beweisen koennte, wenn sie denn mal den LKW anbieten werden.
    Kleinere Fahrzeuge besonders fuer kuerzere Strecken wie die tausende Lieferwagen Amazon von Rivian fahren mit Batterien. Artikel
    Groessere Fahrzeuge wie manche Eisenbahn mit Wasserstoff, auf Strecken, wo die Stromleitung ueber der Schiene zu teuer ist. Selbst dort koennen Zuege mit Batterie guenstiger sein, wenn es nur ein kurzes Stueck Strecke ohne Oberleitung ist. klick batteriezug-schlaegt-wasserstoff-triebwagen
    Je besser de Batterien werden, desto weiter wird sich die Grenze verschieben, und nur noch ganz grosse Fahrzeuge werden mit Wasserstoff betrieben.
    .
    Der Privatmann mit seinem kleinen Auto sollte nicht auf Wasserstoff warten, sondern auf den passenden Batterie-Wagen. Alles Kleine bis inklusive Sprinter wird batterie-elektrisch, denke ich.
    Gruss Helmut
     
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  6. #1046 Ildefonso, 10.02.2021
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    Genau das ist der Knackpunkt! Die Energie muss ja irgendwoher kommen. Da ist es doch nur sinnvoll, sie sparsam und effizient zu verbauchen. Und da schlägt das Batterie-Auto das H2-Auto um Längen.
     
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  7. #1047 hal23562, 10.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 10.02.2021
    hal23562

    hal23562 Mitglied

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    Ganz offenkundig eine Diskussion, die die Gemüter bewegt. Auch ich sehe im Elektroantrieb für den Individualverkehr die Zukunft. Allerdings scheint mir diese fast ausschließliche Fixierung auf Batterien als Energiequelle für diese Teile den Blick auf die Möglichkeiten doch gar zu sehr einzuengen. Deshalb meine letzten Beiträge und Videolinks.
    Und wer weiß, vielleicht kommen ja schon bald neue Batterie-Entwicklungen mit größerer Energiedichte unter weitgehender Beibehaltung der Vorteile der Lithiumzellen - aber ohne deren Umweltnachteile. Ich bin mal gespannt, wie die Mobilitätswelt in zehn Jahren aussieht und wir dann diesen Thread wieder hochholen.

    Ich betrachte die Sache eher sachlich nüchtern abwägend und habe insbesondere nicht vor, hier als glühender Eiferer für den einen oder anderen Weg zu missionieren. Meine Vermutungen und Argumente beruhen auf Basis des derzeitigen Standes der Dinge. Ich habe sie im Kern genannt und ihnen derzeit auch nichts Wesentliches hinzu zu fügen. Sollten sich besagte Dinge signifikant ändern, komme ich möglicherweise zu anderen Schlüssen. Das ist völlig normal.
    Ansonsten werden sich sicherlich die Leser der letzten Posts ganz unaufgeregt ein eigenes Urteil bilden - und das ist doch auch gut so!
    Interessant in diesem Zusammenhang finde ich das Ergebnis der Befragung zum Beginn des Threads:
    Was haltet Ihr von den alternativen Antrieben?
    u.a. ...
    Warte auf Infrastruktur und Auto mit Brennstoffzelle/Wasserstoff
    14 Stimme(n) die 29% entsprechen

    ...
    Sicherlich nicht repräsentativ zeigt sich eine gewisse Affinität zum H2-Antrieb. Ich seh es wie Helmut: Wenn, dann führt der Weg zu H2 wohl über die Batterie.

    Gruß - HAL
     
  8. #1048 helmut_taunus, 10.02.2021
    helmut_taunus

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    Hallo,
    mir scheint, eine grosse Anzahl Leute und demzufolge auch Autokaeufer meinen, wir fahren Diesel und Benzin, und schauen mal was es demnaechst vielleicht besseres oder billigeres gibt. Vielleicht Batterie, vielleicht Wasserstoff, vielleicht Biofuel. Lass DIE mal reden. Das sollen die Wissenschaftler endgueltig klaeren, was besser ist und gemacht werden soll, solange bleiben wir bei Benzin und Diesel.
    .
    Es ist aber schon anders.
    Der gewoehnliche Kunde sieht es noch nicht.
    .
    Die Veraenderung kommt auch nicht auf breiter Front auf einmal, sondern troepfelt so rein wie das Smartphone, bis keiner etwas Altes nachkauft. Ebenfalls noch offen, WAS genau das Neue sein wird. Fliessend, je nach realisierbaren Moeglichkeiten.
    .
    Anders als beim Klapphandy steht jedoch der Aussterbe-Termin der alten Technik fest.
     
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  9. rocco81

    rocco81 Mitglied

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    Ich denke der größte Fehler wäre jetzt noch einen neuen Verbrenner zu Kaufen.
    Der Wertverlust könnte extrem werden, Fahrzeuge bei denen es eine Alternative gibt stehen jetzt schon wie Blei bei den Händlern.
    Wenn ein Kauf ansteht, dann einen Gebrauchtwagen oder wenn es unbedingt neu sein soll dann halt leasen.
    Wobei im Leasing E-Autos jetzt schon günstiger sind als Verbrenner.
    Der Wandel geht rasch, viele bekommen das gar nicht mit.
    In der Firma wurden letztes Jahr drei Autos gegen I3 ersetzt (weil alle anderen ausverkauft waren).
    Am Anfang waren alle skeptisch, bis sie sich drauf gekommen sind das es ihnen ca. 400€ im Monat sparen würde.
    Jetzt will jeder ein Elektroauto, die Leasingausläufer werden ausschließlich durch Elektro ersetzt.
    Die Außendienstler die quer durch Europa fahren müssen halt noch bei den Verbrennern verbleiben.
     
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  10. Natic

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    Es kommt aber auch immer auf die individuellen Lademöglickeiten an, ob man sich für ein E-Fahrzeug entscheidet ;-)

    Ich persönlich kann weder daheim in der Tiefgarage, noch am Arbeitsplatz oder beim Tennisplatz laden. Also kein Laden an den Plätzen, an denen mein Wagen die meisten Stunden verbringt. Bevor ich von der Ladesäule zu Fuß heimlaufe und nach Stunden extra wieder hinlaufen muss zum Abholen (Strafgebühr wenn vollgeladen!), da halte ich lieber kurz auf der Heimfahrt an der Tanke und kann dann immer trocken von der TG in die Wohnung gehen.

    Ein Kollege hat es besser und kann daheim laden, also fiel es ihm leicht sich für einen Seat Mii eletric als Pendelwagen zu entscheiden. Der große Diesel bleibt aber erstmal noch für die längeren Strecken.
     
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  11. #1051 helmut_taunus, 11.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 11.02.2021
    helmut_taunus

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    Hallo,
    wer eine tiefgehendere Sicht auf die Veraenderungen in der Autoindustrie sucht, kann sich die Meinung anhoeren, welche Einfluesse auf die Autos einwirken, jetzt schon und in Zukunft. Software im Auto und Dienstleistungsverkauf ueber das Auto.
    .
    upload_2021-2-11_10-3-42.png
    Fuer mich das zentrale Bild des Vortrags 25min
    .
    Das Automobilfirmen-Universum
    Autos werden gekauft
    Man faehrt selber
    In Autos laufen Verbrennungsmotoren
    .
    Dann fuegte Tesla den Elektromotor hinzu. Der Verbrennungsmotor stirbt demnaechst aus.
    .
    Das naechste Universum kommt hinzu, (oben links) Autos muessen nicht mehr gekauft werden. Schon seit 2017 sinken die hergestellten Stueckzahlen an Autos.
    .
    Das dritte Universum kommt auf die Autoindustrie zu: Connectivity Universe
    Apple, Google kuememrn sich um das Selbstfahren und die internetbasierten verkaufbaren Zusatznutzen in den Fahrzeugen
    .
    Alle 3 treffen recht heftig aufeinander und bauen die alte Autoindustrie um. Die neuen Spieler sind groesser als alte Autohersteller wie zB Ford oder Daimler.
    klick zum Vortrags-Video
    .
    Mein Kommentar: Die Frage "Dudenhoeffer: Wer kriegt die Kurve" ist noch lange nicht entschieden. Niemand unter den Autoherstellern will gern der Blech-Foxconn-Zulieferer werden im Apple-Auto. Klar ist auch, nur Fahrzeug herstellen und verkaufen wie bisher .. reicht nicht. VW-Diess will die Software des Autos im Hause herstellen. Tesla tut es schon, auch das Selbstfahren. Wer sammelt die meisten Strassendaten? Google-waymo oder Tesla? Daimler Trucks arbeitet mit Waymo zusammen und parallel selbst an autonom fahrenden LKW
    .
    Im Angesicht großer Konkurrenz verabschiedet sich Mercedes vorerst von der Idee eines Mobilitätsanbieters. „Wir treten zu keinem Rennen an, das wir nicht mehr gewinnen können“ Quelle

    Gruss Helmut
     
  12. #1052 helmut_taunus, 15.02.2021
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    VW Chef Hr. Diess:
    Wasserstoff für Autos sei zu teuer, zu ineffizient und zu aufwendig. ..."Das Einzige, was auf den Straßen fährt und funktioniert, sind batteriebetriebene Elektroautos." Quelle
     
  13. hal23562

    hal23562 Mitglied

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    Na ja, was von derartigen Prognosen zu halten ist, davon gibts reichlich im Web:
    - Sehr nette Sammlung: Die großen Technik-Irrtümer

    Oder mal eine kleine Sammlung von Prophezeiungen a la Diess:
    - Albert Einstein 1932
    "Es gibt nicht das geringste Anzeichen, dass wir jemals Atomenergie entwickeln können."
    - Bill Gates über das IBM/Microsoft-Betriebssystem OS/2 im Jahr 1989
    "OS/2 wird die Plattform der 90er Jahre."
    Kurz darauf steigt Microsoft aus dem Projekt aus, entwickelte Windows weiter. Der Rest ist Geschichte.
    - Ken Olsen, Gründer der Computerfirma Digital Equipment Corp Ende der 70er-Jahre
    "Warum würde irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen?"
    - Ein Investor in den 1920er-Jahren über das Radio "Die drahtlose Musikbox hat keinen denkbaren kommerziellen Wert."
    - Das renommierte Palo Alto Research Center in den 1970er Jahren zum Thema "papierloses Büro"
    "Das zeitraubende Hin- und Herschieben von Papier wird im Büro der Zukunft durch Informationsverarbeitung mit Computern ersetzt."
    Dem setzte der frühere Siemenschef Heinrich von Pierer in den 90er Jahren entgegen:
    "Das papierlose Büro wird es erst dann geben, wenn es das papierlose Klo gibt."
    - Die Michigan Savings Bank 1903 zu den Marktchancen für den Autopionier Henry Ford
    "Das Pferd wird immer bleiben, Automobile sind hingegen nur eine Mode-Erscheinung."

    - Auch sehr nett: Computerbild Komplette Technik Fehlprognosen

    Sehr interessant zum Thema diese pro und contra Zitatesammlung in "Irrtum Elektroauto".

    Mehr? Einfach mal nach Technik-Irrtümern o.ä. googlen.

    HAL
     
    odfi gefällt das.
  14. hal23562

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  15. #1055 helmut_taunus, 17.02.2021
    helmut_taunus

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    Hallo,
    nein, meine ich, denn der Wasserstoff-Verbrenner hat auch nicht -genauso wie der Brennstoffzellen-Elektrowagen- also auch keine genuegende Menge an gruenem Wasserstoff, und den noch zu teuer. Wir schaffen nicht die Vervierfachung (oder welche Riesenmengen auch immer) an Solar und die Verachtfachung an Windanlagen fuer diese Wasserstoffmengen, die wir aus dem Strom herstellen muessten. Selbst wenn wir diese Strommengen aufbauen wuerden, sind sie besser in der Hausheizung zu verwenden, immer noch nicht zum energieverschwenderischen Rumfahren.
    Die eine befuerchten, wir haetten zu wenig Strom fuer all die vielen kommenden Elektroautos, und andere, ja der Witz ist teils dieselben, wollen noch mehr Strom in Wasserstoffantriebe verschwenden.
     
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  16. odfi

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  17. rocco81

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  18. #1058 helmut_taunus, 25.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 25.02.2021
    helmut_taunus

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    Hallo,
    zum E-Berlingo hab ich mal eigene Schaetzungen aufgemacht und daraus geschlossen:
    .
    .
    80 km/h Fahrt plus Nachladen ergibt 69 km/h
    100 km/h Fahrt plus Nachladen ergibt 80 km/h
    130 km/h Fahrt plus Nachladen ergibt 89 km/h
    Kurzstrecke mit Zuhause-Laden bis 130 km/h
    Kurzstrecke ohne Nachladen bis 130 km/h
    .
    Dauer-Reisegeschwindigkeiten auf Fernstrecke ausfuehrlicher:
    Der WLTP Verbrauch sagt 50kWh geteilt 2,8 mal 100km sind 18 kWh/100km Verbrauch.
    Weniger wird es nur im Ueberland-Langsam-Verkehr.
    .
    Bei bei hoeherer Geschwindigkeit auf Fernstrecke mehr. Die folgenden Verbraeuche sind meine Schaetzung.
    Bei 80km/h: Verbrauch 19 kWh/100km ; 1h Fahren 15 kWh verbraucht ; mit 100kW nachladen dauert 0,15 h;man schafft 80 km Strecke in 1,15 h mit Laden, sind 69 km/h Vorankommen auf Dauer.
    Bei 100km/h: Verbrauch 25 kWh/100km ; 1h Fahren 25 kWh verbraucht ; mit 100kW nachladen dauert 0,25h ; man schafft 100km Strecke in 1,25h mit Laden, sind 80km/h Vorankommen auf Dauer.
    Bei 130km/h: Verbrauch 35 kWh/100km ; 1h Fahren 45,5kWh verbraucht ; mit 100kW nachladen dauert 0,46h ; man schafft 130km Strecke in 1,46h mit Laden, sind 89 km/h
    Vorankommen auf Dauer, von Hamburg bis Portugal, wenn immer 100kW Schnelllader mit null Anfahrzeit an der Strecke stehen, so wie es mal sein soll.
    893km in 10 Stunden, und genauso viel Ladung in der Batterie wie beim Start.
    .
    Weil der Wagen schneller laedt als er bei Fahrt verbraucht, ergibt sich die hoechste Reisegeschwindigkeit bei hoechster Geschwindigkeit trotz haeufiger und laengerer Ladezeiten.
    .
    Es ist durchaus denkbar, dass der Verbauch ein klein wenig geringer tatsaechlich daherkommt als meine Schaetzung. Und dass die Ladezeiten etwas hoeher sind, er laedt ja nicht an der 100-kW-Saeule konstant durch. Die Ladung duerfte wie die blaue Kurve vom anderen PSA Fahrzeug ausfallen.
    [​IMG]
    Wer ziemlich leerfaehrt und dann bis 50 Prozent auflaedt, kann noch schneller laden als nach Datenblatt. Dieses Jahr noch werden wir ausarbeitungen von Testern und Eigentuemern finden.
    Und keine Caddy, und vielleicht keine Kangoo, wo ist dann die Weltspitze der HDK?
    .
    Gruss Helmut
     
  19. rocco81

    rocco81 Mitglied

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    In der Praxis funktioniert das leider nicht so, die 100kW Ladeleistung wirst du seltenst sehen.
    150kW Lader gibt es noch nicht bei jeder Ausfahrt, also eher Zufall dass man mit <10% SoC dort ankommt.
    Und wenn ist es mutig, denn die Lader sind leider immer noch nicht zuverlässig. Ist als Plan B ein Schnellader eines anderen Anbieters in der Nähe geht es.
    Lädt er erst mal steckt man nicht bei 50% schon wieder ab, sonst musst in 100km schon wieder laden.
    Außer man ist sich sicher das Ziel zu erreichen, dann kann man natürlich frühzeitig beenden.
    Z.B. der letzte Schnellader vor Zuhause, wenn ich dort vorbei komme weiß ich aus Erfahrung wie viel % noch im Akku sein müssen um es nach Heim zu schaffen.
    Und da komme ich dann schon mal mit 0% an (5km Reserve ist immer noch drin) weil auf die heimische Steckdose ist Verlass.
    Die funktioniert ohne Freischaltung und ist auch nicht besetzt oder zugeparkt.

    Das Thema Langstrecke wird aber eh meist überbewertet. Wer oft große Distanzen fährt ist mit einem Diesel besser beraten.
    Für 1 - 2mal im Jahr ist es egal wenn man etwas länger unterwegs ist. Die Zeit spart man sich dann wieder weil das Tanken Fahren entfällt.
     
  20. #1060 helmut_taunus, 26.02.2021
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Neue Schadstoffnorm Euro 7 wird diskutiert
    .
    BMW Betriebsrat dagegen, weil .. klick
    .
    Zum Hintergrund vom ADAC klick
     
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