Strom ins Auto 3 / 230V im Auto

Diskutiere Strom ins Auto 3 / 230V im Auto im Forum Camping/Umbauten und Tuning im Bereich ---> Auto / Verkehr - Hallo werte Forumsmitgleider, nachdem ich mich mit meinem 230 V Ausbau auch mittels dieses Forums beschäftigt habe, wollte ich eine...
ManniSpall

ManniSpall

Mitglied
Beiträge
728
Gibt es dann auch einen Erdungsanker? Das Auto selbst steht auf Gummireifen ohne leitende Verbindung zum Boden.
 
christiane59

christiane59

Mitglied
Beiträge
1.478
Gibt es dann auch einen Erdungsanker? Das Auto selbst steht auf Gummireifen ohne leitende Verbindung zum Boden.
Deshalb gehört der Schutzleiter (der von der Stromsäule am CP kommt) auch unbedingt an die Karosserie. Sollte diese durch irgend einen Fehler unter Spannung geraten, passiert dann niemand etwas. Immer vorausgesetzt, dass an der Campingsäule auch alles in Ordnung ist, kein zu dünnes und zu langes "Rasenmäherkabel" verwendet wird...
 
BenztownCamper

BenztownCamper

Mitglied
Beiträge
55
Hallo liebe Christiane, die Aussage von dir verstehe ich jetzt nicht ganz. Stehe wohl auf dem Schlauch. Sorry

Immer vorausgesetzt, dass an der Campingsäule auch alles in Ordnung ist

Ich dachte wir machen das ganze Zeug mit dem FI usw im Auto genau für den Fall, dass an der Verkabelung an der Campingsäule was nicht stimmt? So hatte ich auch die Aussage von mikelgrey97 verstanden :confused:

Hallo @sergeant_kang
Wenn jeder Campingplatz eine völlig korrekte, vorgeschriebene Elektro Installation hätte (und der Camper die dazugehörige, vorgeschriebene Anschlussleitung, was so gut wie nie der Fall ist...), wären eigentlich weder Sicherungen, noch FI im WoWa nötig.

Bedeutet das, dass trotz VDE-gerechter Einleitung ins und Absicherung im Fahrzeug mich ne defekte Campingsäule immer noch grillen kann?

Grüßle
 
christiane59

christiane59

Mitglied
Beiträge
1.478
Wir machen den ganzen Aufwand in erster Linie für den Fall, dass bei uns im Fahrzeug etwas nicht stimmt. Der Leitungschutzschalter (also die "Sicherung") schützt alle Leitungen, die hinter ihr liegen, gegen Überstrom und Kurzschluss. Also ab dem Automat gesehen alles, was im Auto an Leitungen liegt. Dein Kabel von der Säule bis zum Auto schützt er nicht.

Der FI (oder RCD-Schalter) misst, ob das was an Strom ins Auto reinkommt auch wieder über ihn rausgeht. Wenn du an die Phase gerätst und ein Teil Strom über dich ins Erdreich fließt, schaltet er innerhalb 30 ms ab. Das tut er auch, wenn ein Gerät defekt ist, das einen Schutzleiteranschluss hat - also die Schukostecker mit den blanken Kontakten an den Seiten - aber nur dann, wenn der Schutzleiter auch über dein Anschlusskabel und die Stromsäule irgendwo korrekt am Ende im Erdreich ankommt.

Setzt irgend ein defektes Gerät deine Karosserie unter Spannung, und es wäre wirklich ganz trocken draußen und durch die Gummiräder keine Verbindung zum Erdreich gegeben, dann passiert erst mal nichts - theoretisch zumindest. Sondern erst dann, wenn z. B. jemand die Karosserie anfasst und dadurch eine Verbindung zum Boden entsteht. Das bemerkt der FI zwar dann auch und schaltet ab. Dennoch kann das enorme Gesundheitsprobleme geben, und ein FI kann auch mal versagen (weshalb man ihn regelmäßig testen sollte).

Aus dem Grund schließt man den Schutzleiter auch mit an die Karosserie an. Fließt Strom über die Karosserie und den Schutzleiter zur Säule zurück statt durch den FI, haut es den FI raus, bevor jemand das Auto anfasst. Immer vorausgesetzt, dass an der Säule alles korrekt angeschlossen ist.

Im Bild ist das ganz offensichtlich nicht der Fall, auch wenn es offenbar genau an der Stelle in den Kasten regnet, wo der Platzbetreiber das grüngelbe Kabel in den Ameisenhaufen gesteckt hat. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass er dort auch noch gießt:

20200714_210209.jpg

Vorschrift wäre, dass die Anschlüsse im Stromkasten sowohl FI wie auch Leitungsschutzschalter und natürlich einen Schutzleiteranschluss haben. Vom vorgeschriebenen CEE Anschluss gar nicht zu reden. Leider gibt es noch viele CPs mit Bestandsschutz auf ihre alten Anlagen. Wobei ich hier denke, dass sich einfach noch nie einer darum gekümmert hat.
 
BenztownCamper

BenztownCamper

Mitglied
Beiträge
55
Hallo @ all,

ich hab jetzt auch "Landstrom" in unseren Berlingo gelegt. Im Grunde genau gleich wie @christiane das auch realisiert hat. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle @christiane59 ! Hab nur der Schaltkasten höher gehängt, hat bei mir gut gepasst.

Das ganze hab ich dann zur Sicherheit von einer Womo-Werkstatt prüfen lassen. Hier kann ich Wohnmobil Werkstatt in Filderstadt bei Stuttgart › rent a trip in Filderstadt (bei Stuttgart) empfehlen. Super sympatisch, guter Service und top Preis (75,- € für die Überprüfung der Installation).

Der Techniker hatte nichts zu beanstanden und gab mit ein I.O. :laola:
Allerdings merkte er noch an, dass die Steckdosen und der Schaltkasten beschriftet sein müssen. Das hat er dann auch gleich erledigt :tanzen:

Jetzt bin ich mal noch auf den "TÜV" im Herbst gespannt, ob die was an meiner Steckdose neben der Anhängerkupplung auszusetzen haben.

Hier noch n Foto für alle Interessierten.


WhatsApp Image 2023-05-28 at 19.04.42.jpeg


Gruß Chris
 
M

mikelgrey97

Mitglied
Beiträge
37
Der Berlingo 1 hat sogar an der linken und rechten Seite ein Loch was sehr gut dafür benutzt werden kann. Wie das beim Berlingo 2 und 3 ist weiß ich nicht

IMG_7965.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Alex86

Alex86

Mitglied
Beiträge
211
Leider sieht man die ersten drei Bilder deiner Galerie nicht ( "Du hast keine ausreichenden Rechte, um Medien innerhalb dieses Albums sehen zu können.") und nur das letzte Bild vom Auspuff.
 
M

mikelgrey97

Mitglied
Beiträge
37
@Alex86
Hier die Bilder
Beim Abschlesshaken hinten gibt es schon ein Loch.
Dieses hab ich benutzt.
IMG_2524.png IMG_2526.png IMG_2525.png
 
christiane59

christiane59

Mitglied
Beiträge
1.478
Das sieht gut aus! Und wenn es der Techniker überprüft hat,ist sicher innen auch alles in Ordnung.

Ich war mit meiner Installation ja vorher bei einem TÜV fragen, und war danach noch 3x woanders. 1x zum Womogutachten, und 2x HU. Nur der Gutachter beim Womogutachten hat genauer nachgefragt, was ich wie verkabelt habe. Der war aber auch Elektroingenieur, daher das Interesse. Für die Verkehrssicherheit hat es ja keine Bedeutung, wenn nichts heraussteht. Von daher wirst du sicherlich keine Probleme bekommen.
 
christiane59

christiane59

Mitglied
Beiträge
1.478
Der Berlingo 1 hat sogar an der linken und rechten Seite ein Loch was sehr gut dafür benutzt werden kann. Wie das beim Berlingo 2 und 3 ist weiß ich nicht

Anhang anzeigen 11821
Die Berlingos haben alle hinten links einen Eingang für das Kabel der Anhängersteckdose, wo keine scharfen Kanten sind. Die Zwangsentlüftung ist da aber auch, und da sind sehr wohl scharfe Kanten auf dem Weg. Also aufpassen, wo man herauskommt.
 
D

dav2k

Neues Mitglied
Beiträge
13
Hallo zusammen,

Erstmal vielen Dank für die tolle Zusammenfassung. Ich habe auch vor demnächst eine die Landstrom Einführung beim nv200 anzugehen. Nach etwas lesen hier und Hinweise auf die Gefahren, möchte ich es vernünftig, im Rahmen meiner Möglichkeiten machen. Ich habe wohlgemerkt nicht besonders viel Ahnung von Elektrik. Deshalb die Frage, passen alle Komponenten die ich mir hier zusammen gesucht habe? Würde ungern falsche Sachen verbauen und bin vorallem bei dem Sicherungskasten unsicher, würde jedoch einfachheitshalber gerne so einen kompletten Baustromkasten verbauen:
  • 4x 230V 16A IP44 Schuko-Steckdosen 1x FI-Schalter 40A Typ A/AC 30mA 2P und 4x Leistungsschaltern LS C16A 1P abgesichert
  • Verwendetes Kabel H07RN-F 3x2,5 mm²

Anschlusspunkt CEE Stecker male mit 3 Pins ip44 -> Kabeldurchführung 3x2,5mm -> gezeigter Sicherungskasten, der dann durch 4mm Kabel sicher mit einem Massepunkt der Karosserie verbunden wird.

Angeschlossen werden soll eine Powerstation (1250wh), an der dann die Kühlbox am 230v Ausgang hängen soll. Mehr 230v soll nicht an der Powerstation hängen! Bei Landstrom soll dann durchgeschliffen werden zur Kühlbox, ohne Akkunutzung. Sonst hängen an den Verteilerkasten mit fi ganz selten mal 2 Heizdecken, sonst eigentlich nichts.

Soweit alles okay, oder habe ich was übersehen?
 

Anhänge

  • Screenshot_20230707-104120.png
    Screenshot_20230707-104120.png
    858,3 KB · Aufrufe: 4
  • Screenshot_20230707-104304.png
    Screenshot_20230707-104304.png
    416,6 KB · Aufrufe: 4
Zuletzt bearbeitet:
christiane59

christiane59

Mitglied
Beiträge
1.478
Soweit alles okay, oder habe ich was übersehen?

Vergiss den Kasten, die Automaten sind völlig ungeeignet.

Der Kasten samt Automaten ist für Baustrom. Da steht fest, wo die Phase rein kommt, und wo der Neutralleiter. Im Fahrzeug steht das spätestens dann nicht mehr fest, sobald irgendwo ein Schukostecker in der Zuleitung ist. Zum Beispiel zu Hause, oder auf Campingplätzen mit Schukoanschlüssen. Je nachdem, wie die Schukosteckdose gepolt ist (und dafür gibt es keine Norm), und je nachdem, wie herum du den Schukostecker einsteckst, kommt die Phase auf einmal nicht auf der einen, sondern der anderen Leitung an.

Deshalb braucht es im Fahrzeug IMMER einen FI, der für 2 Phasen ausgelegt ist. Deiner ist das nicht. Und es braucht IMMER Leitungsschutzschalter, die ebenso für 2 Phasen ausgelegt sind. Das sind Doppelautomaten, die jede Leitung prüfen und im Fehlerfall beide abschalten. Deine sind jedoch alles Einzelschalter. Oben wurde das eigentlich schon alles erklärt, inkl. passenden Automaten.

Dafür braucht man im Fahrzeug keine 4 Stück LS, sondern nur einen.

Es wird auch nicht der Kasten mit der Karosserie verbunden, sondern der PE (grüngelb), und dafür haben gute Kästen in der Regel eine Schiene, wo der PE von draußen reinkommt, einen größeren Abgang für eine 4 mm Leitung zu einem Massepunkt, und weitere Abgänge für die 230V Leitungen zu den Steckdosen im Fahrzeug. Der Baustromkasten KANN sowas haben, muss aber nicht, es ist von außen nicht sichtbar.

Bitte fang nicht einfach an zu schrauben, ohne zu verstehen wie und warum. Kauf meinetwegen das richtige Zeug, und lass es vom Elektriker machen. Dass 230V lebensgefährlich ist, wenn man nicht versteht, was man tun muss, muss dir keiner erklären.
Schau mal weiter oben, da habe ich ein Foto von meinen Automaten gezeigt. Die Bezeichnung steht drauf. Die kannst du nehmen, und einen passenden Kleinverteilerkasten mit PE Schiene dazu kaufen.

Es gibt fürs Auto kein Plug&Play für den Zweck.
 
Chauffeur

Chauffeur

Mitglied
Beiträge
165
Deshalb braucht es im Fahrzeug IMMER einen FI, der für 2 Phasen ausgelegt ist. Deiner ist das nicht. Und es braucht IMMER Leitungsschutzschalter, die ebenso für 2 Phasen ausgelegt sind. Das sind Doppelautomaten, die jede Leitung prüfen und im Fehlerfall beide abschalten. Deine sind jedoch alles Einzelschalter. Oben wurde das eigentlich schon alles erklärt, inkl. passenden Automaten.

Ich habe diesen Sicherungskasten in meinen Wohnwagen eingebaut (im Dokker habe ich keine 230 Volt).
 
D

dav2k

Neues Mitglied
Beiträge
13
Danke für eure Antworten und erneute Aufklärung. Der Sicherungskasten aus dem letzten Post sieht gut aus und schaltet 2-polig, oder? Bei den Begrifflichkeiten muss man ja anscheinend sehr genau hinschauen.

Könnte das eventuell noch jemand bestätigen, oder ist die Artikelbeschreibung nicht eindeutig 2-polig schaltend?

Preislich wäre ich da ja fast bei Einzelkomponenten und würde hier schonmal ein paar Fehlerquellen ausschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Chauffeur

Chauffeur

Mitglied
Beiträge
165
Ja, zweipolig, damit die Absicherung auf jeden Fall funktioniert, egal auf welcher Ader die Phase gerade liegt.
 
christiane59

christiane59

Mitglied
Beiträge
1.478
Ich habe diesen Sicherungskasten in meinen Wohnwagen eingebaut (im Dokker habe ich keine 230 Volt).
Der FI ist ok, aber die Leitungsschutzschalter in deinem Kasten haben C-Charakteristik, das heißt träge auslösend. Normalerweise sind im Wohnwagen Automaten mit B-Charakteristik, also flinke Sicherungen. Träge Sicherungen nimmt man normalerweise nur für ganz bestimmte Steckdosen, wenn Geräte mit hohen Anlaufströmen angeschlossen werden sollen, wie Elektromotoren für Kreis- und Motorsägen. Haste im Wohni eher selten. :) Der Schreiner mit seinem Schreinermobil und der Kreissäge im Wagen braucht solche. Nachteil, die lösen später aus, bei Überstrom und auch beim Kurzschluss.
 
Zuletzt bearbeitet:
christiane59

christiane59

Mitglied
Beiträge
1.478
würde hier schonmal ein paar Fehlerquellen ausschließen.
Eigentlich nicht. Die Automaten sind in dem Kasten nur auf die Hutschiene gesetzt, aber nicht angeschlossen. Das ist auch nicht anders, wenn du zu den angeratenen Automaten greifst und einen Kasten dazu kaufst. Den zum Beispiel kannst du nehmen, wähle den Typ "1-reihig für 4 Module":
Aufputz / Sicherungskasten / Kleinverteiler IP30 / mit Hutschiene und PE/N | eBay

und für die Ein- und Ausgänge aus der Dose (als Abdichtung und Zugentlastung) diese wasserdichte Kabelverschraubung Größe PG 13,5. Die reichen auch für das dicke Anschlusskabel H07RN-F 3G2,5, wie es von der Außendose kommt, und wenn man es zudreht, halten auch kleinere Kabel darin. Evtl. etwas Schrumpfschlauch als Schutz benutzen. Wenn die CEE-Anschlussdose innen nur mit Einzelleitungen direkt in den Anschlusskasten geht, weil sie direkt hintereinander sitzen, kannst du auch kleinere Verschraubungen nehmen.
Kabelverschraubung mit Gegenmutter Kabelverschraubungen M - PG Grau Schwarz VDE | eBay

so sieht die Dose bei mir auf der Rückseite aus, meine ist eine Unterputzdose, weil ich dahinter den Platz hatte. Die hereinkommenden Leitungen fehlen hier im Bild noch, und der grüngelbe PE geht weiter auf einen Massepunkt im Auto.


20190403_153003.jpg

von vorn fertig verkabelt, nur die Eingangsleitungen fehlen noch. Bei meinem Auto sitzt das alles in der linken Kofferraumverkleidung. Die Wagoklemmen denk dir weg. Ich hatte eigentlich eine 2. Verteilung angedacht, aber dann doch nicht gemacht. Die Leitung zu den 3 vorhandenen Steckdosen kann man dann direkt am Automaten anschließen, und den PE unten rechts an der PE-Schiene.
20190403_221237-1.jpg

So sieht es fertig von der Vorderseite aus:

20190407_182958.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema: Strom ins Auto 3 / 230V im Auto
Oben