Mini-Camper mit PKW-Versicherung - Problem?

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Hildegard Kombermann

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Hallo zusammen,
ich bräuchte mal euren Rat zum Thema Versicherung beim Mini Camper (zugelassen & versichert als PKW, bei Bedarf ohne Werkzeug umgebaut zum Camper).

Hat jemand Erfahrung, was die Versicherung dazu sagt? Der TÜV sagt, der Ausbau der Rückbank im Hochdachkombi plus Einbau einer Bodenplatte plus Boxensystem zum Schlafen (kein Gas, keine Elektrik) würde nicht den Zulassungspapieren entsprechen.

2 KfZ-Gutachter sagen, dass man sehr wohl die Rückbank umklappen und vorübergehend ausbauen kann (einfaches Klick-System) und das Camper-Equipment als Ladung transportieren könne. Schriftlich gibt das jedoch niemand.
Wir könnten versuchen (aber unwahrscheinlich) einen TÜV/Delta-Mitarbeiter zu finden, der die "wahlweise" Nutzung von 2 bzw. 5 Sitzen in den Papieren einträgt.
Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Versicherung in jedem Fall gelte, da es für andere Verkehrsteilnehmer keinen Unterschied mache, was sich im Auto befindet.

Ich befürchte jedoch, dass die Versicherung im Falle eines Unfalls sagen könnte, dass das Auto nicht korrekt versichert gewesen sei (oder wie auch immer sie dann versuchen nicht zahlen zu müssen).

Hat da jemand konkrete Erfahrung mit?

Ein dauerhafter Umbau/Ummeldung als Wohnmobil ist keinesfalls angestrebt.
 
Hammerbergfritz

Hammerbergfritz

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Da musst du auf alle Fälle unterscheiden zwischen Haftpflicht- und Kasko-Versicherung.
Warum sollte durch den Innenausbau ein Haftpflichtschaden größer werden?
Bei einer Vollkasko-Versicherung ist das natürlich etwas anderes, weil sich der Wert des Fahrzeugs verändert wird..
 
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Hildegard Kombermann

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Guter Punkt - danke!

In diesem Fall geht es zwar um die Haftpflichtversicherung, aber ich könnte mir eben vorstellen, dass eine Versicherung sagt, dass der Schutz komplett erloschen ist, wenn man damit gelegentlich mit dieser Art von Landung unterwegs ist. Es wird doch immer nach Gründen gesucht. Daher die Frage, ob jemand das Thema schonmal mit der Versicherung oder einem Gutachter hatte?
 
Hammerbergfritz

Hammerbergfritz

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Vielleicht könnte da die Meldung an die Versicherung reichen, dass das Fahrzeug auch mit Camperausstattung genutzt wird. Dann müsste die Versicherung mit einem Vorschlag zur Vertragsänderung /-ergänzung reagieren, um spätere Ansprüche abzulehnen.
 
moe.camp

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Beim TüV habe ich im Bekanntenkreis schon ganz viele Aussagen gehört. Ich glaub da sagt jeder was ihm gerade so spontan einfällt, aber keiner weiß es wirklich. Kannst ja mal den TüV fragen ob er dein Auto zum Wohnmobil umschreibt, was natürlich verneint wird, da diverse Anforderungen nicht erfüllt sind (u.a. fest verbauter Kocher). Und was bist du dann, wenn du kein PKW und kein Womo sein darfst?

Das Sonder KFZ Wohnmobil ist einer Unterklasse von M in deinem Fall M1. Die Fahrzeugklasse selbst ist also in beiden Fällen gleich, nur die besondere Zweckbestimmung ändert sich. Daher ist hier auch ein automatisches Erlöschen der Betriebserlaubnis kein Thema, sollte der nächste TüV Prüfer vielleicht sowas behaupten. Wie Hammerbergfritz schon sagt ist das für die Haftpflicht nicht relevant, lediglich für die Kasko, da der Wert evtl durch die Wohnausstattung höher ist. Klar könnte die Versicherung versuchen nicht zu zahlen, aber da kenne ich keinen Fall und da sehe ich auch keine Chancen dass sie damit durchkommt. Wenn du im ADAC bist, frag doch da mal an, die haben doch sogar eine kostenlose Rechtsberatung, oder?
 
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Tim

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Meine laienhafte Meinung: Um die Haftpflicht würde ich mir keine Sorgen machen. Ohne Werkzeug umgebaut, müsste nach meinem Verständnis alles "Ladung" sein. Ich meine, wo ist der Unterschied zu nem VW-Bus, bei dem man alle Sitze rausnimmt, um nen Umzug zu fahren?
Ich gehe sogar noch weiter: Um Dachträger und eine Dachbox zu befestigen, brauchst du Werkzeug und die zählt auch als Ladung.
Wichtig ist, dass du beim TÜV alle Sitze und Gurte drin hast. Aber auch das ist imho Verhandlungssache. Ich habe beispielsweise 8 Einzelsitze und war auch schon mit nur 4 Sitzen bei der HU und die Gurte sind jeweils am Sitz befestigt. Hat niemanden interessiert.

Bei der Kasko kann es halt sein, dass die "Zusatzausstattung" nicht mitversichert ist. Aber mal ehrlich: Was ist denn in so einem selbst umgebauten Mini-Camper an Wert drin? Es gibt genug Tarife, in denen ein paar Tausend Euro mit abgedeckt sind, wobei man da auch auf das Kleingedruckte schauen sollte, dass im Zweifelsfall eben auch "Ladung" mit abgedeckt ist.
 
DocBones

DocBones

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Das Thema ist die Bodenplatte. Wenn du mit eingebauter Bodenplatte trotzdem deine Sitzbank wieder einbauen kannst, dann fahre so vor. Bekommst du TÜV? Dann ist auch alles Schick mit der Versicherung. Wenn dein Campingumbau dann ohne Werkzeug entfernbar ist, ist das in der Tat nur Ladung, für dessen Sicherung du verantwortlich bist. Das ist der Punkt, der die Versicherung, oder besser: den gegnerischen Anwalt interessiert. Wenn dir irgendein ungesichertes Trum durch die Scheibe kracht und beim Unfallgegner auch noch durch dessen Scheibe.... du verstehst.

Aber auch ich bin nur Laie und ehe man sich's versieht, ist alles ganz anders als man denkt.

Was ich halt auf YT so sehe: Die meisten Umbauten - temporär oder dauerhaft - werden wohl als "Ladung" gesehen. UZnd wie so oft, kommt es auch auf den einzelnen Prüfer an. Der eine kennt sich aus und sieht: Passt für mich, Stempel. Der andere jedoch kennt sich nicht so gut aus, ist sich nicht ganz sicher... kein Stempel. Sind auch alles nur Menschen. Da gibt es Ermessensspielräume und was für den einen ein NoGo ist, wäre für den anderen überhaupt kein Thema.

Ansonsten: Bei der Versicherung gibt es ja auch Fachabteilungen - ein Anruf und du bist schlauer.

Just m2c... :)
 
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Rolf1

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Wenn die Sitzbank ausgebaut wurde, kann der Prüfer ja gar nicht mehr prüfen, ob die Gurtschlösser noch funktionieren und Du hast weniger Sitze als im Brief angegeben. Ich denke, das ist der Haupt-Knackpunkt. Wenn Du sie bei jeder Hauptuntersuchung wieder reinschraubst, könnte es so machbar sein (ich weiß, einige Prüfer schauen sich die Sitze und Gurte gar nicht an, aber eigentlich sollten sie das ja tun)
 
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Tim

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Wenn die Sitzbank ausgebaut wurde, kann der Prüfer ja gar nicht mehr prüfen, ob die Gurtschlösser noch funktionieren und Du hast weniger Sitze als im Brief angegeben. Ich denke, das ist der Haupt-Knackpunkt. Wenn Du sie bei jeder Hauptuntersuchung wieder reinschraubst, könnte es so machbar sein (ich weiß, einige Prüfer schauen sich die Sitze und Gurte gar nicht an, aber eigentlich sollten sie das ja tun)
Genau das fragt man vorher bei der Prüfstelle, wenn man den Termin ausmacht. So habe ich es bei meiner Solarplatte gemacht. Man war erst zögerlich/überfordert, ob es Ladung ist oder nicht. Dann habe ich gefragt, ob ich sie vor der Prüfung auf dem Parkplatz abschrauben und danach wieder anschrauben soll, war das schnell geklärt: Ladung! Die sind ja auch nicht doof...
Und mit den Sitzen war es auch so: Muss ich alle Sitze einbauen? Ich fahre eigentlich nur mit 4 (von 8) rum. Nein, musste ich nicht. Ich habe auch noch nie erlebt, dass man bei der Prüfung die hinteren Gurtschlösser geprüft wurden. Das wird aber von Prüfstelle zu Prüfstelle sicher anders gehandhabt. Deswegen auch vorher einfach fragen. Wenn man denen klar macht, dass man den Aufwand nur für die Prüfung treibt, werden die meisten sicher einlenken. Notfalls halt bei 2-3 Prüfstellen anfragen,

Bei der gegnerischen Versicherung spielt es eigentlich nur eine Rolle, wenn die "Ladung" eine Rolle beim Unfall gespielt hat. Das wahrscheinlichste wäre da eine Überladung. Und in die Problematik läuft man ja schon rein, wenn man im Baumarkt oder Getränkemart einen Großeinkauf macht. Da wird das Thema Versicherung komischer Weise nicht in Foren durchgekaut.

Und wenn man wegen der Bodenplatte die "Lücke" ohne Werkzeug ausnutzen will, muss sie halt mit Spannguten befestigen. Mir wäre das aber zu doof.
 
rapidicus

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Die gute Hildegard hat 2 Tage später nochmal reingeschaut.....
Ich hab auch die Frage nicht verstanden....muss ich zugeben.....

Gruß, Stefan
 
Thema: Mini-Camper mit PKW-Versicherung - Problem?
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