Kwiggle Faltrad - schon gehört oder gar gefahren?

Diskutiere Kwiggle Faltrad - schon gehört oder gar gefahren? im Forum Fun / Off Topic / SmallTalk im Bereich ---> Community - Hallo Ihr Beim Ausbau(planung) meines HDK's steh ich vor dem leichten Problem das mein altes Mountainbike da nicht mehr rein passt so richtig...
Markus-Camp

Markus-Camp

Mitglied
Beiträge
247
Hallo Ihr

Beim Ausbau(planung) meines HDK's steh ich vor dem leichten Problem das mein altes Mountainbike da nicht mehr rein passt so richtig.
Irgendwie überlege ich ob ich mir ein Faltrad oder einen E-Roller oder so antue :D

Dann bin ich neulich über das Klapprad von Kwiggle gestoßen.
Kwiggle | Eine Faltrad-Klasse für sich
Klein zusammenklappbar, leicht, aufrechtes stehen bzw schwingen :shock: beim treten. Irgendwie anders.

Funktioniert das gut?

Irgendwer Erfahrung damit oder kann was berichten darüber?
 
rapidicus

rapidicus

Mitglied
Beiträge
1.571
Amüsantes Fahrzeug .
Mir würden die winzigen Ritzel am Hinterrad Bauchschmerzen bereiten....
Schon die heute üblichen 11er unterliegen einem enormen Verschleiß, die umschlingung ist einfach zu klein.
Kommt halt auf die Nutzung an, jeden Morgen damit zur Arbeit wäre wohl zuviel für das filigrane Ding.

Gruß, Stefan
 
christiane59

christiane59

Mitglied
Beiträge
1.478
Schreib mal wenn du es hast. Mich würde es interessieren. Ich habe nach Empfehlung von @hal23562 ein Dahon Classic California aus den 80er Jahren gesucht und nach einiger Zeit ein gut erhaltenes gefunden. Das ist auch sehr klein, und erstaunlich stabil.

IMG_1387[1].jpg

IMG_1384[1].jpg
 
Alex86

Alex86

Mitglied
Beiträge
212
Wenns nicht neu sein muss, braucht man gar nicht so lange suchen. Klappt man es zusammen und zieht Lenker und Sattel auch noch raus, oder dreht den Lenker, schiebt ihn runter und beim Sattel ebenso, bekommt man so normales 70er Jahre Klapprad auch auf die Größe einer halben Bierkiste.
https://live.staticflickr.com/4216/35368410422_8e37740beb_b.jpg[/url]Klappi%20by%20Alex%20Sexfeind,%20auf%20Flickr[/IMG]

So ein richtig eingeklapptes Bild hab ich gar nicht..
Hier kann man es erahnen. Allerdings Lenker nur gedreht, ansonsten zusammen mit dem Sattel voll ausgefahren. Hinter der blauen Kiste, hinter dem Beifahrersitz:
https://abload.de/img/dsc_0551fadaj.jpg
 
L

Luna52

Mitglied
Beiträge
23
Ich habe ein klein zusammen klappbares Rad von der Firma Bromton.
Leider kann ich keine Bilder einstellen. Es ist gut zu händeln und benötigt nicht viel Platz.
 
Zuletzt bearbeitet:
K

Kwiggle

Neues Mitglied
Beiträge
5
Amüsantes Fahrzeug .
Mir würden die winzigen Ritzel am Hinterrad Bauchschmerzen bereiten....
Schon die heute üblichen 11er unterliegen einem enormen Verschleiß, die umschlingung ist einfach zu klein.
Kommt halt auf die Nutzung an, jeden Morgen damit zur Arbeit wäre wohl zuviel für das filigrane Ding.

Gruß, Stefan

Kurze Antwort aus der Praxis vom Hersteller: bei entsprechender Kettenpflege sind Laufleistungen von 5.000 - 8.500 km für die Ritzel bei unseren Kunden dokumentiert. Kleine Ritzel müssen mehr aushalten. Das ist richtig. Deswegen haben wir die Ritzel mit einer weltweit einzigartigen Verschleißfestigkeit ausgestattet, die diese hohen Laufleistungen ermöglicht.
 
T

Tim

Mitglied
Beiträge
717
ob ich mir ein Faltrad oder einen E-Roller oder so antue :D
Was ist denn dein Ziel / Anwendungsbereich?

Mir wäre das "Fahrrad" zu sehr ein Kompromis und dafr schlicht zu teuer. Wenn ich eh keine großen Strecken fahren will, würde ich persönlich zu einem alten Klapprad (ggf. auch ohne Schaltung) oder einem Stehroller tendieren. Um aber gar keine Kompromisse eingehen zu müssen, würde ich das vorhandene MTB einfach am statt im Auto transportieren.

Edit: Den Scheinwerfer, den kwiggle verbaut, ist gut. Habe den bei mir auch dan. Ist unauffllig im Hinblick auf Diebstahl (kann man immer dran lassen) und die 30 Lux leuchten recht gut aus. Nur Off-Road wäre mir der zu schwach und vom Lichtkegel direkt vorm Rad zu schmal.
 
Markus-Camp

Markus-Camp

Mitglied
Beiträge
247
Anwendungsbereich wäre nur das Rad im Auto mitzunehmen für Stadtbesichtigungen oder Kurzausflüge.
Dafür das Geld ausgeben für ? fünf, vielleicht max 10 mal im Jahr ist eigentlich voller Quatsch. ;-)

Mein 30 Jahre altes MTB liebe ich halt, wird mir aber zu unhandlich wenn ich den Ausbau weiter betreib im Wagen und die Wohneinrichtung nun doch Gestallt annehmen sollte. Bisher hatte es gut Platz wenn ich mit Isomatte verreist bin im Auto.

Außen hin soll nichts, zu auffällig. :D
 
K

Kwiggle

Neues Mitglied
Beiträge
5
Irgendwer Erfahrung damit oder kann was berichten darüber?[/QUOTE]

unsere bisherigen Erfahrungen als Hersteller: Wir haben extrem wenig Retouren. Meist von Menschen jenseits der 70. Es kommt immer darauf an, wo man lang fahren will. Asphalt und befestigte Waldwege gehen prima, Wenn der Boden zu weich oder zu uneben wird, dann macht es nicht so viel Spaß bzw.. geht dann irgendwann nicht mehr. Das Fahren selbst ist am Anfang reine Gewöhnungssache. Die neue Bewegung muss oben im Kopf ankommen. Die meisten wissen bereits nach ein paar Minuten, dass sie sich gut daran gewöhnen können. Wer offen für Neues ist, dem macht es nach ein paar Tagen dann richtig Spaß.

Die meisten Kunden nehmen es zum Pendeln oder tatsächlich im Auto, weil es das einzige ist, das noch viel Platz im Kofferraum lässt, weil es eben Handgepäckmaß hat und Kofferräume immer auf Handgepäckgröße ausgelegt sind.

Und ja, lange Strecken gehen damit hervorragend. Aufgrund der physiologischen Vorteile bis zu 300 km/d. Also ein vollwertiges Rad mit kleineren Rädern. Aber der Hauptanwendungsfall für unsere Kunden sind schon die kurzen Strecken: Ein kleiner Helfer eben, der immer verfügbar ist. Der Journalist von der WELT meinte nach 500 km Testfahrt: Man muss es erstmal haben, damit man merkt, was plötzlich alles möglich ist.

Das Kwiggle hat seinen Preis, ja. Ein vollwertiges Faltrad mit nur 10 kg Gewicht braucht aber sehr stabiles und hochwertiges Material und hochwertige Komponenten. Wenn man nur Edelstahl und hochfestes Aluminium verbaut mit hohen Verschleißfestigkeiten an Bolzen, Felgen, Ritzeln etc., alles Techniken, die in dieser Qualität nur in D verfügbar sind, dann kostet das einfach Geld. Unsere ersten Kunden sind bereits mehr als 10.000 km mit dem Kwiggle unterwegs, 150 - 200 km die Woche. Und da sollte das Rad dann auch leicht sein, wenn man es täglich die Treppe zur S-Bahn raufträgt. Es ist eben eine Frage des UseCase, ob man das Geld dafür ausgeben will.
 
Zuletzt bearbeitet:
T

Tim

Mitglied
Beiträge
717
Und ja, lange Strecken gehen damit hervorragend. Aufgrund der physiologischen Vorteile bis zu 300 km/d.
Das klingt ziemlich unseriös. 300km/dbedeuten 10h mit 30km/h, was mit dieser Art Fahrrad schwierig werden dürfte.
Beim 20km/h, was ein realistischerer Schnitt mit dieser Art Rad sein dürfte, sind wir schon bei 15h. Sinkt der Schnitt über eine so große Strecke auf 15km/h sind es 20h. Jeweils ohne Pause versteht sich.
Ich fahre gern und viel Rad und nutze dafür ein Trecking-Rad, also ein Rad, das für lange Tagestouren bestens geeignet ist. Für viele dürften 70-80km pro Tag schon eine stramme Leistung sein. Geübte Radreisende kommen auf Tagesleistungen im Bereich 100-150km/Tag. Alles,was darüber hinausgeht kann man Sportradlern zuschreiben, wobei die Geräte dann auch darauf ausgerichtet sind. Alleine die Aerodynamik ist eine völlig andere als beim Kwiggle.
 
K

Kwiggle

Neues Mitglied
Beiträge
5
Ich würde es eher unglaublich als unseriös nennen. Es waren 14 h reine Fahrzeit und 17h insgesamt. Einen Bericht mit Strava-Link findet man auf unserer Homepage. Ärzte und Physiotherapeuten hatten vorher prognostiziert, dass so etwas gut machbar wäre mit dem Kwiggle. Dann haben wir es eben ausprobiert. Mit Rennrad hätten wir sowas wahrscheinlich nicht geschafft. Das sind eben die physiologischen Vorteile. Die kommen dann auch bei Gegenwind trotz der höheren Fahrposition zur Geltung. Aber ja, das ist kaum zu glauben aber wahr.
 
T

txg

Mitglied
Beiträge
45
Mit Rennrad hätten wir sowas wahrscheinlich nicht geschafft. Das sind eben die physiologischen Vorteile. Die kommen dann auch bei Gegenwind trotz der höheren Fahrposition zur Geltung. Aber ja, das ist kaum zu glauben aber wahr.

Aus der Sicht eines Rennradfahrers: Das ist ziemlicher Unsinn. Das Konzept des Rades hier ist ja für kurze Strecken sicherlich durchaus vernünftig, trotzdem steht man mit eurer Fahrposition wie ein Baum im Wind. Und da beim Fahrradfahren in der Ebene der Großteil der Energie für das Überwinden des Luftwiderstandes draufgeht bedeutet das auch dass der Energieaufwand für die gleiche Strecke mit diesem Rad deutlich höher ist als mit einem handelsüblichen Rennrad.

Um das mal in groben Zahlen auszudrücken: Bei vergleichbarer Leistung fahre ich mit einem eher zahmen Endurance-Rennrad 30 km/h und mit einem handelsüblichen 20"-Klapprad 22 km/h. Bei dem Kwiggle wird der Unterschied noch großer sein. Wenn man also für die gleiche Strecke 50% länger braucht ist mit diesen sogennanten "physiologischen Vorteilen" auch nichts gewonnen. Mal ganz davon abgesehen dass eine bequeme Sitzpositiion eigentlich immer auch eine Sache des Trainings ist, und ohne Training fährt man eh keine 300km am Stück.
 
rapidicus

rapidicus

Mitglied
Beiträge
1.571
ich würde schon nach 30km mit extrasystolen aus dem sattel kippen.....

gruß, stefan
 
K

Kwiggle

Neues Mitglied
Beiträge
5
Aus der Sicht eines Rennradfahrers: Das ist ziemlicher Unsinn. Das Konzept des Rades hier ist ja für kurze Strecken sicherlich durchaus vernünftig, trotzdem steht man mit eurer Fahrposition wie ein Baum im Wind. Und da beim Fahrradfahren in der Ebene der Großteil der Energie für das Überwinden des Luftwiderstandes draufgeht bedeutet das auch dass der Energieaufwand für die gleiche Strecke mit diesem Rad deutlich höher ist als mit einem handelsüblichen Rennrad.

Um das mal in groben Zahlen auszudrücken: Bei vergleichbarer Leistung fahre ich mit einem eher zahmen Endurance-Rennrad 30 km/h und mit einem handelsüblichen 20"-Klapprad 22 km/h. Bei dem Kwiggle wird der Unterschied noch großer sein. Wenn man also für die gleiche Strecke 50% länger braucht ist mit diesen sogennanten "physiologischen Vorteilen" auch nichts gewonnen. Mal ganz davon abgesehen dass eine bequeme Sitzpositiion eigentlich immer auch eine Sache des Trainings ist, und ohne Training fährt man eh keine 300km am Stück.

Ganz klar: Der Haupt-Use-Case des Kwiggle sind eher die kurzen Strecken bis vielleicht 20 km.

Bzgl. des Gegenwindes: Ja wir haben mehr Fläche im Wind. Aber: Der cw-Wert scheint aufgrund der aufrechten Position besser zu sein und wir bekommen mehr Gewicht auf das Pedal bei geringerem Kraftaufwand, weil unser Schwerpunkt deutlich näher am Pedaldruckpunkt liegt. Ich bekomme also mehr Leistung aufs Pedal bei geringerem Krafteinsatz. Diese Faktoren kompensieren die größere Windwiderstandsfläche bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit.

Das hat dazu geführt, dass ich bei einer 200 km Tour mit durchtrainierten jungen Erwachsenen auf ihren Touren-Rädern bei 70 km Gegenwind vorn gefahren bin, damit die Tourenräder im Windschatten mitkommen konnten. Das war eine interessante Erfahrung.

Der Energieverbrauch beim Kwiggle-Fahren ist trotzdem etwas höher, weil mehr Muskeln bewegt werden, insbesondere die inneren Rumpfmuskeln.

Das Kwiggle ist nicht so schnell wie ein Rennrad. Das ist auch nicht der Anspruch. Aber es ist auf langen Strecken schneller als jedes Klapprad und aufgrund der ausgewogenen Muskelbewegung langstreckentauglicher als andere Räder. Bis 25 km/h wirkt die genannte Kompensation sehr gut. So ab 25 km/h wird der Windwiderstand aber tatsächlich immer dominanter. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf langen Strecken mit dem Kwiggle liegt daher bei mir (einigermaßen sportlich, 58 Jahre alt, leistungsfähiges Herz) im Bereich 24 - 26 km/h (bei ca. 100 - 200 km). Mit dem Rennrad komme ich auf 27 - 29 km/h (bei ca. 60 - 80 km). Es geht für mich nicht darum, schnell ans Ziel zu kommen, sondern überhaupt eine solch lange Strecke bewältigen zu können.

Die 300 km waren eine spontane Aktion ohne vorheriges Training.
 
P

Peter Lpz

Mitglied
Beiträge
191
Ich hab ein paar Erfahrungen mit Radtouren, geringfügig über 300km am Tag mit dem Trekkingrad. Heute treib ich solchen Unfug nicht mehr, sondern kapituliere ungefähr bei 200 davon. Wer einigermaßen was vom Radfahren versteht, lässt üblicherweise die Finger von so kleinen Raddurchmessern. Durch den kleineren Radumfang hat man auch ein mehrfaches an Stößen an den Handgelenken und an dem Speck, auf dem man sitzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jüngere, stärkere Testpiloten auf eine solche Testfahrt besonders Lust hätten. Ich kenne nur mich und meine Leistungsfähigkeit. Bei mir schrillen die Glocken, die Tim geläutet hat. Glaubt nicht jeden Quatsch, sondern guckt mal nach, wie viele von den Rädern ihr unterwegs unterm Hintern anderer Leute entdeckt.

Gruß Peter
 
K

Kwiggle

Neues Mitglied
Beiträge
5
Da ist er schon wieder: Der Unterschied zwischen Theorie und Kwiggle-Praxis in dieser Diskussion. Die Praxis geht dabei wie folgt: Beim aufrechten Fahren kann man gar keine Beschwerden an den Handgelenken bekommen, weil die gar nicht mit Gewicht belastet sind. Und der Sattel federt ja über die tragende Federstahlsäule ein, außerdem belastet man in dieser Steh-Sitzposition zu einem größeren Teil auch die Pedale und sitzt deswegen weniger, was wiederum federnde Wirkung für den Gesamtkörper und weniger Satteldruck zur Folge hat. Wer noch kein Kwiggle gefahren ist, der kann sich das eben nicht vorstellen. Wir wollen nur etwas aufklären, weil oben eine Frage zu Erfahrungen gestellt wurde. Ihr müsst es nicht glauben, sondern könnt gern Vorurteile behalten. Aber diejenigen, die sich dafür interessieren, sollen auch ein Bild aus der Praxis bekommen dürfen. Das ist alles. Werbung machen wir woanders.
 
P

Peter Lpz

Mitglied
Beiträge
191
Für den Einen sind es Vorurteile, für den anderen Erfahrungen. Kwiggle hat es mit der hier gezeigten Werbung immerhin geschafft, dass ich mir die Seite der Firma mal angesehen hab. Danach glaube ich garnicht, dass der Laden unseriös ist. Das Rad ist überhaupt nicht dumm und die Idee bestimmt nicht schlecht. Vielleicht sogar eine gute Lösung für Distanzen bis 50km ohne nennenswerte Berge bei Windstille/Rückenwind. Wenn aber derart dick aufgetragen werden muss, ist nach meinem Vorurteil/meiner Erfahrung unbedingt etwas faul. Ich würde davor warnen, ohne das Rad wirklich zu kennen oder kennenlernen zu wollen. Das Experiment ist recht teuer, über einen möglichen Erfolg/Misserfolg desselben muss man selber nachdenken und ihn letztlich auch bezahlen.

Gruß Peter
 
Thema: Kwiggle Faltrad - schon gehört oder gar gefahren?
Oben