Gebrauchtkauf mit hoher Kilometerzahl

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kuchen97

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Liebe Community,

ich überlege mir ein Auto für den Ausbau zum Camper zuzulegen und bin Budget technisch wie so oft limitiert, sodass der Anschaffungspreis zwischen 5-6k liegen sollte. Die gängigen Hochdachkombi-Modelle zu diesem Preis haben ja nun schon regelmäßig über 100.000km drinne.
Welche Empfehlungen habt ihr grundsätzlich (neben regelmäßige Wartungen etc.) bezüglich der Modelle (Dokker, Berlingo, Kangoo, NV2000, Doblo)? Gibt es da einen klaren Sieger hinsichtlich Verlässlichkeit zwischen 100-200k km? Oder kommt es doch einfach auf die individuelle Verfassung an?
Das Auto soll nicht im Winter benutzt werden und vorrangig für Ausflüge und Reisen.

Vielen Dank für jede Antwort!
 
odfi

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Wie Du an meiner Signatur sehen kannst, bin ich mit dem NV200-Benziner schon über der Grenze und habe bisher noch keine relevanten Reparaturen gehabt. toitoitoi
 
rapidicus

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Gut bei Highmileage ist der Zahnriemen und ggf. die Kupplung schon erneuert....beides haut(in der Werkstatt) gut ins Kontor.
Rücklagen bilden für weitere Verschleißgeschichten (Radlager,Auspuff, Bremsen....)
Gute Werkstatt oder Schrauberkumpel in der Rückhand ist (fast) voraussetzung, Markenwerkstätten nur im äußersten Notfall.
O.g. Kumpel bei der Besichtigung mitnehmen, nicht unbedingt das erste Auto kaufen.
Gerne von Privat, Fähnchenhändler lassen Dich nach dem Verkauf genauso hängen wie Privatleute, wobei letztere mitunter Kulant sind, beim Gespräch auf dich wirken.lassen, auch das Umfeld.
Ich möchte behaupten, das regelmäßig gefahrene Autos trotz hoher km Stände den 20 Jahre/100.000km Kisten vorzuziehen sind.

Gruß, Stefan

Edit fügt noch unseren (1.6er Benziner) Berlingo an, der hat jezz 270.000, und läuft noch ganz passabel.
Klappert überall....was solls....
 
strobel

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ich überlege mir ein Auto für den Ausbau zum Camper zuzulegen und bin Budget technisch wie so oft limitiert, sodass der Anschaffungspreis zwischen 5-6k liegen sollte.

Das hatte ich mal in einer anderen Kaufberatung geschrieben:

"Wenn Benziner (und nicht zu teuer), dann würde ich den Dacia Dokker mit dem 102 PS SCe Motor in die Auswahl nehmen.
Das ist ein technisch älterer 1.6L 16V Motor. Den gab es als Benziner oder mit Autogas von etwa 2015 bis 2019 im Dokker.

Ich habe den technisch identischen Dacia Lodgy 2017 als Neuwagen gekauft und bin bisher weitgehenst sehr zufrieden mit dem Wagen.
Preis-/Leistungsmäßig finde ich den, vor allem da günstig als EU-Neuwagen gekauft, :top:
Habe bis jetzt über 100.000 km mit dem Auto zurückgelegt und vom Motor her gesehen, war der einzige Defekt bisher der Kühlmitteltemperatursenor, den man zum Glück für kleines Geld kaufen und selber austauschen kann.

Wichtig: Nicht den 1.2er TCE kaufen! Da gibt es wohl viele mit Problemen und Motorschäden."

Als zuverlässiger Alltagsgeselle bin ich vom Lodgy / Dokker voll überteugt. Ich traue ihm irgendwie auch eine längere Langzeithaltbarkeit zu als meinem 2025er Kangoo, allein schon weil dort dieser ganze elektronische (tw Zwangs-) Schnickschnack nicht verbaut ist.
Vor dem SCe gab es im Dokker noch einen technisch uralten 1.6er Sauger mit 85 oder 87 PS. Von dem hatte ich in den Foren auch nichts auffallend Negatives gefunden und der ist idR noch günstiger als der SCe.

Mit anderen Hochdachkombis habe ich keine Erfahrungen.

Wie soll denn dein Campingaubau werden? Willst du im Kofferraum ggf auch längere Zeit drin sitzen können?
Wenn hauptsächlich zum Schlafen, dann könnte ja auch der oft günstiger angebotene Lodgy eine Alternative sein.
Technisch sind Dokker und Lodgy identisch, nur das Blechkleid ist anders.

Die Vorteile des Lodgys, als Camper, gegenüber dem Dokker sind, für mich, ua:
Der längere Kofferraum, Heckklappe statt Klapptüren, Nachts gute Lüftungsmöglichkeit mit den hinteren Kurbelfenstern.

Der Dokker hat dafür (deutlich) mehr Kopffreiheit nach oben.
 
Hammerbergfritz

Hammerbergfritz

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Bedenke, dass du bei einem alten Basisfahrzeug das Risiko hast, dass beim nächsten oder übernächsten TÜV die Einbauten vielleicht alle uninteressant sind, weil Mängel an der Karosserie die Weiterfahrt verhindern. Da kommen nicht nur Kosten für die Inneneinrichtung, sondern auch für Reparaturen am Fahrzeug selbst, auf dich zu!
 
strobel

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Bedenke, dass du bei einem alten Basisfahrzeug das Risiko hast, dass beim nächsten oder übernächsten TÜV die Einbauten vielleicht alle uninteressant sind, weil Mängel an der Karosserie die Weiterfahrt verhindern.
Da kommt es ja auch darauf an, was Ausbaumäßig überhaupt gemacht werden soll.
Meinen ersten provisorischen Ausbau hatte ich innerhalb weniger Stunden erledigt und hatte den Gegenwert von wenigen Hotelübernachtungen.
Und sowas passt dann auch ohne große Änderungen in fast jedes andere Auto ähnlicher Größe.
 
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kuchen97

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Vielen lieben Dank für eure Antworten.
Der Ausbau soll stückweise passieren und ist erstmal nachrangig, da ich mich erstmal darum kümmern wollte ein fahrtüchtiges! Auto mit Ausbaupotenzial auszusuchen. Also alles zu seiner Zeit :) Grob gedacht ist eine komplette Nutzung der Breite für eine Matratze mit ausziehbaren Schubladen für eine Kocheinheit. Der Rest wird Stauraum.
Sitzen wäre natürlich schön ist aber kein Muss.
Ich nehme mal die Tipps und die Modelle mit:) Das hilft sehr!
Da das Auto im Alltag wahrscheinlich wenig bewegt wird, sondern für Ausflüge und Reisen gedacht ist. Würdet ihr da eher einen Diesel empfehlen?
 
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