Frage zum Einbau einer Unterlage für Matratze in Mazda 5

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raffael

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Moin!

Habe vor eine harte Unterlage für eine Matratze zu basteln. Dachte ich beschreibe mal meinen Plan. Vielleicht hat ja jemand von euch ne bessere Idee oder Vorschläge.

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Wie auf den Fotos zu sehen ist habe ich bereits den linken Sitz der mittleren Bank entfernt. Der linke Sitz der hinteren Bank würde noch heruntergeklappt werden. Und darauf käme dann ein Brett mit einer Länge von circa 190cm und Breite 60cm. Dieses reicht vom Fahrersitz bis zur Heckklappe. Der Fahrersitz müsste etwas nach vorne verschoben werden dafür. Aus diesem Grund muss die Installation des Brettes auch verschiebbar sein - maximale Länge zum Schlafen und reduzierte Länge zum Fahren.

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Das Brett stünde vorne auf Beinen. Hinten liegt es auf dem Umgeklappten Sitz. Dabei sind die hinteren 30cm des Brettes abgetrennt und mit Scharnieren an den übrigen 160cm befestigt. Der Raum unter dem Brett sollte möglichst effizient als Stauraum nutzbar sein.

IMG_1364.jpeg

Was Bretter anbelangt - ich habe echt null Ahnung von "Holz" - habe ich mal im Baumarkt geschaut und nur zwei Optionen gefunden:
  • massive Bretter bei denen 250cm x +60cm mit circa 70 Euro zu Buche schlagen
  • Grobspanplatte für 9 Euro
Würde insofern eher zur Grobspanplatte tendieren.

Auf das Brett käme dann noch eine billige Schaumstoffmatratze, die ich mir zurechtschneide.

Was meint ihr dazu?

Grüße
 
Chauffeur

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Das sollte grundsätzlich funktionieren, über Details muss man natürlich noch nachdenken. Eine Alternative zur OSB wäre die 3-Schicht-Platte Fichte/Tanne in 19 mm, sehr schön zu verarbeiten und leichter, aber auch deutlich teurer. Oder vom Preis her irgendwo dazwischen Pappel-Sperrholz. Beides im gut sortierten Baumarkt im Zuschnitt.
Wichtig bei der Materialstärke ist allerdings nicht nur die Stabilität, sondern auch, dass genug "Fleisch" da ist, um die Scharniere reinschrauben zu können, da wäre bei Dreischichtplatten auch die Option, ein Klavierband in die Stirnseiten zu schrauben.
Wobei die Frage ist, ob du das 30-cm-Stück der Platte überhaupt brauchst? Zumindest wenn das am Fußende ist (Kopf beim Schlafen in Fahrtrichtung) würde doch die Sitzlehne unter der Matratze ausreichen?
Noch eine andere Überlegung: Eine 1,60m-lange Platte kannst du schlecht im Auto verstauen, wenn du den Campingeinbau abbauen willst. Da wäre die Alternative ein Lattenrost aus Latten + Rollladengurte, natürlich auf entsprechender Unterkonstruktion. Die Matratze kann man dann irgendwie zusammenfalten, aber natürlich nimmt sie dann immer noch viel Platz weg. Da wäre die Alternative eine selbstaufblasende Matratze, wie ich sie inzwischen im Dokker habe (Link in der Signatur, Seite 5 unten, auf Seite 1 kannst du auch das Prinzip des Lattenrosts sehen, bei dir würde der natürlich längs ausgerollt).
So, das war jetzt viel Input mit teilweise Fachbegriffen, bei Interesse einfach genauer nachfragen ;-)

Ansonsten findest du für deinen "Mikro-Camper" vielleicht auch hier Anregungen, wobei das wohl ein ganz anderer Ansatz ist:
https://youtu.be/9_zQ6RuiDNg?t=20
.
 
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Tim

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OSB und andere Spanplatten sind sauschwer (Kleber wiegt!) und können quellen. Die von dir ausgesuchten OSB1 sind zudem noch die schlechteste Qualität und können quellen. Bei Hornbach gibt es auch OSB3, die ich (wenn es denn OSB werden soll) wegen der hohen Feuchtigkeit im Auto vorziehen würde. Unser toom hat die OSB3 nur in 1,67m Länge, was in deinem Fall viel Verschnitt bedeutet.
Ich hatte mir heute (für etwas Anderes) auch OSB-Platten geholt. 12mm biegt sich heftig durch. 15mm ist schon steifer, 18mm dann noch mal mehr. Aber wie gesagt: Das wird dann echt schwer.

Mach dir mal Gedanken, ob du anstelle eines großen Bretts, mehrere kleinere legen kannst. Wenn die nicht mit einem Scharnier verbunden sein müssen , könntest du mit 10mm Sperrholz arbeiten. Das wiegt viel weniger! Wenn nicht mehr als ca. 40-50cm hohl liegen, müsste das gehen. Vielleicht kannst du ja längs 2 lange Latten fixieren und dort dann Bretter auflegen. Bei 60cm Breite, einfach etwas breitere Latten nehmen und du kommst nicht über 50cm dazwischen*. Wenn du die Option zum "verlängern" brauchst, bietet sich der Vorschlage mit dem Lattenrost von @Chauffer an. Den kannst du auch aus Sperrholz bauen. Unten einfach nen Rolladengurt drantackern und dann auseinanderziehen. Im Baumarkt kannst du dir 10cm breite Streifen zuschneiden lassen. Wenn du 16 nimmst, sind das 160cm auf Stoß zusammengeschoben. Mit 2cm Abstand zwischen den Streifen, kommst du auf 190cm. Wenn du das Teil mal ausbaust, hast du ein kompaktes Bündel von 60x16x10cm. Wenn du eh ne "richtige" Matratze zuschneiden willst, dürftest du die Lücken nicht merken und die Matratze wäre auch von unten etwas belüftet (Schimmelgefahr). Lass aber die Finger von den billigen Klappmatratzen. Da merkst du alles durch.

*die 50cm für das hohl liegen sind nicht wissenschaftlich ermittelt. Ich halte bei mir den Abstand ein und habe keine Probleme. Bei mehr könnte es halt sein, dass es sich durchbiegt oder gar bricht. Notfalls die nächst größere Plattenstärke nehmen.
 
rapidicus

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ich werf mal wieder die schalplatten ins rennen- leicht, stabil, billich.
gibts in allerlei qualitäten, die gelben aus dem baumarkt sind nicht die besten, der geneigte holzfachhandel hält schön glatte, rote vor.
einfach mal angucken, ich verwende die schon lang für meine basteleien.

gruß, stefan

anbei ein link zum einstimmen....der rapid.
 
Chauffeur

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Die Schaltafeln können grundsätzlich interessant sein, wenn sie 3-Schicht-verleimt sind (oder sogar Sperrholz). Sonst brechen sie auseinander, wenn man die Metallprofile an den Enden abschneidet.
Dann können sie auch deutlich günstiger sein als 3-Schicht-Platten im Zuschnitt*. Im vorliegenden Fall nützt das aber auch nichts, weil die in der Regel nur 50 cm breit sind, raffael aber ca. 60 cm Breite braucht.

* Für größere Projekte rentiert es sich, im Holzhandel ganze Platten zu kaufen (z.B. 1,50 x 2,50) und dort zuschneiden zu lassen oder selber zuzuschneiden, am besten verschnittarm geplant oder wenn man die Reste anderweitig verwenden kann.
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woifi9055

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Hi, von schaltafeln würde ich abraten aufgrund der unbekannten imprägnierung, ist ja auch zum Schalen gedacht und nicht für Innenraum.
 
rapidicus

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ich wasch die immer sorgsam ab, aber der einwand ist nicht von der hand zu weisen.

gruß, stefan
 
christiane59

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Ich zeige dir mal ein Bild von meinem Bett. Zuerst das Innenleben.

Ich habe Rahmen aus gehobelten Dachlatten gebaut, und die Seitenteile daran angeschraubt. Es kommt auf die linke Seite im Auto, da brauchte es keine Rückwand. Unten wird es auf dem Siebdruckplatte im Auto angeschraubt.
20190804_201939.jpg

Im Auto kam dann auch noch eine Deckplatte drauf, die mit Klavierband hochgeklappt werden kann. Alle Platten sind lackiertes Pappelsperrholz 18 mm.

20190910_231504.jpg

Es ist 50 cm breit, und mit zum Schlafen hochgeklappter linker Seitenwand 75 cm. Hoch 35 cm (30 wären besser gewesen). Und lang weiß ich gar nicht genau, es geht vom Heck bis zum Fußraum der früheren Rücksitzbank, etwa 150 oder 160 cm. Von dort aus habe ich es mit einem Schwerlastauszug verlängert, der bis an die Lehne des Beifahrersitzes geht.

Warum? Da stand zuerst meine Kühlbox, und tagsüber brauche ich die Länge ja nicht. Der Schwerlastauszug hat eine Platte, die tagsüber unter die Deckplatte des Betts geschoben werden kann. Nachts liegt ein Polster drauf, und es stört überhaupt nicht, dass es 18 mm tiefer liegt, denn da ist mein Fußende. Auf der Verlängerung sitze ich nicht, von daher brauchte keine Stütze drunter.

Das Bett ist in jeder Hinsicht total stabil.

Von der Schiebetür aus sieht es als Bank so aus, extra mal ohne Polster. Da kann man auch in etwa den Auszug links erkennen, der nachts über die Kühlbox bis zum Beifahrersitz geht.

20190910_231547.jpg

Mit Polster dann so

20200119_125416.jpg


Um es zum Bett aufzubauen, klappe ich die Vorderwand nach oben und sichere sie mit 2 einrastenden Klappstützen. Das hält auch stabil, und die Matratze verteilt mein Gewicht natürlich auch auf der Fläche.

Gepackt_klein.jpg

Vielleicht hilft dir das bezüglich Material und Stabilität etwas weiter, auch wenn du es etwas anders baust.
 
B

Bernd_W

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Zum Material:
  • Ich würde Sperrholz nehmen:
  • Beispiel 1: 9 mm Pappel ist leicht, aber allein nicht stabil genug, außer man kontert es von unten mit einigen Querlatten und teils mit Längsverstrebungen. Kann eine Option sein
  • Beispiel 2: 15 mm oder 18 mm Multiplex: Das ist mal stabiles Zeug, aber richtig schwer. Quadratmeter ab 50 Euro, aber kauft man ja nur einmal.
  • -> Gibt es im Baumarkt in der Abteilung für Zuschnitt.
 
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