Erster Autokauf - Welcher HDK für Reisefreudige

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  1. Jensen

    Jensen Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    schön dass es im Internet zu wirklich jedem Thema ein Forum gibt :)

    Meine Freundin und ich wollen uns ein Auto zulegen. Es ist für uns beide der erste Autokauf. Ich hab zwar damals zum 18. mal ne kleine Schrottmühle geschenkt bekommen, die ich dann bis zum Exitus gefahren bin, aber gekauft habe ich danach keins mehr.

    Nun sind wir beide mit dem Studium fertig und fest im Job und wollen bei der Urlaubsplanung einfach flexibler und freier sein und und nicht immer von der Familie ein Auto leihen müssen. Deshalb wollen wir uns einen gebrauchten HDK zulegen- Erst tendierten wir zu einem VW Bus, mittlerweile sind wir haben beim Hochdachkombi. Unsere Ansprüche an das Auto sind die, dass es Platz bietet, einigermaßen sparsam im Verbrauch ist und dann man notfalls auch mal im Auto übernachten kann.

    AM besten gefällt uns der VW Caddy, der ist aber natürlich auch am teuersten. Optisch kann ich mich aber auch mit dem Kangoo, Berlingo, Partner, Tourneo etc. anfreunden. Ich bin da nicht so wählerisch ;-)
    Was mir Kopfzerbrechen bereitet: Ich habe zB vom Berlingo und vom Kangoo Berichte gelesen, dass diese Modelle besonders anfällig / unzuverlässig sind. Da ich mich mit Autos nicht groß auskenne und Reparaturen eher nicht selbst durchführen kann, müsste ich wirklich wegen fast jeder Kleinigkeit zu Werkstatt.

    Wir wollen eigentlich nicht mehr als 5000€ ausgeben und dafür einen fahrbereiten gut erhaltenen Wagen kaufen, der weniger als 100.000km auf dem Tacho hat. In den letzten Wochen habe ich da durchaus schon ein paar Caddys gesehen, als ich die ANzeigen durchgeschaut habe. Allerdings war ich bisher immer zu langsam und die Autos waren weg. Aber es scheint schon realistisch zu sein, zu diesen Konditionen einen Caddy zu bekommen. Alle anderen Modelle sogar deutlich günstiger.

    Nun meine Frage an euch: Wie sind euere Erfahrungen mit den verschiedenen Modellen, zeichnen sich manche wirklich als eher unzuverlässig aus? Von welchen Autos sollten wir eher die Finger lassen?

    Danke für eure Hilfe!
     
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  3. Ritzel

    Ritzel Neues Mitglied

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    Moin,
    Fiat Doblo "Face Lift" um 2008 passt ins Budget...sieht gut aus und ist nicht mehr so anfällig.

    Gruß
     
  4. Jensen

    Jensen Neues Mitglied

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    Und wie sieht es mit dem Berlingo Multispace 1.4 von 2004 aus? Hab da gerade ein interessantes Angebot für knapp über 4000€ gefunden, sogar direkt mit Campingausbau.
     
  5. 0ms0

    0ms0 Mitglied

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    Wenn du einen gut erhaltenen, fahrbereiten Wagen haben willst, würde ich vom 5000€-Caddy abraten.
     
  6. #5 Berlingooo, 06.10.2014
    Berlingooo

    Berlingooo Mitglied

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    Hallo, vorab mal:

    Muhahahahaha. :lol: :lol: :lol: :lol: ja. Genau. :lol: :lol: :lol: :lol:
    Es gibt Leute, die fahren mit arg gebrauchten Berlingos mal eben bis Tunesien, oder bis an den nördlichsten Punkt Europas. Nicht mim Caddy - die nehmen den Berlingo. :jaja:

    Zu deinem Beispiel: Der 1.4er, im Berlingo als "KFX" oder frühe als "KDX", ist ein robuster, äußerst ehrlicher 8-Ventil-Motor, in seiner Grundkonstruktion aus den 80ern, ében weiter verändert und verbessert, vor allem aber den steigenden EURO-Normen angepasst (der erste 1.4er hatte noch nicht mal EURO 1). Ein ausgereifter, solider und direkter Motor, der direkt "am Gas" hängt, sprich die Gaspedalbefehle merklich direkt und schnell umsetzt. Da dieser Motor "nur" 55kW hat, ist er - gerade in der Wohnzimmerschrankwand Berlingo - nicht der kräftigste Geselle, er möchte, wenn zügig geschwommen werden will, schon gern weiter ausdrehen, wo das kurz übersetzte Schaltgetriebe aber entgegenkommt. Der rappelige Charakter entschuldigt sich mit Sparsamkeit (siebeneinhalb Liter sind kein Problem) und Wartungsfreundlichkeit (diesen Motor + dessen Pheripherie kann jede Werkstatt reparieren), und er ist grundsolide. 300.000 schafft man, 200.000 sind eigentlich gar kein Problem. Er hat eine Schwachstelle: Die Kopfdichtung. Die brennt halt durch, aber darauf hat man durchaus Einfluss. Wenn man den Motor gründlich warmfährt (nicht nur Wasser, gerade das Öl!), kann die Kopfdichtung länger halten, als ihr nachgesagt wird. Und selbst wenn - der Austausch ist banal und simpel. Wenn man alle 10 Jahre / 160.000 Kilometer (KFX) den Zahnriemen macht, bietet sich der Wechsel quasi mit an. Berlingos kranken an vorzeitigen Kopfdichtungsschäden, wenn sie zu schnell "gefordert" werden, bevor der Motor wirklich warm ist, und die Wassertemperatur auf 90 Grad reicht da nicht aus - das Motoröl muss betriebswarm sein. Hinzu kommt, dass durch das relativ kurze Getriebe der Motor bei 100 bereits 3200 Umdrehungen dreht, und um die 130 sinds dann eben schon 4000. Da fühlt sich der 1.4er zwar wirklich wohl, pakt kraftvoll zu und dreht ambitioniert, aber das ist dann halt - Verschleiß.

    Wenn es ein Benziner werden soll, gerade für lange Strecken, würde ich eher den 1.6 16V "NFU" empfehlen. Der hat mal eben 25kW (!) mehr, ist langstreckenfreudiger - aber lange nicht so dynamisch und "ehrlich" wie der "KFX". Diesen Motor kriegt man - je nach Fahrstil - aber auch recht leicht zum saufen, er ist beiweitem nicht so wartungsfreundlich, und kann durch die elektronische Drosselklappe und die Zündspule teurer zu Buche schlagen. Und, ich kanns nicht oft genug betonen: Er fährt sich nicht "ehrlich", also nicht authentisch. Zudem hat er eine ausgeprägte Anfahrschwäche, was man gerade beim rangieren oder langsamen Anfahren im Stau besonders merkt. Der "NFU" möchte ordentlich Drehzahl, zum losfahren. Dafür zieht er aber auch ordentlich, 80kW sind schon als sportlich zu bezeichnen, im Berlingo.
    Achso, es gab noch "früher" einen 1.8 mit 66kW, von dem würd ich allerdings heute komplett abraten.

    Du siehst: 2 grundverschiedene Motoren. Sind beide nicht schlecht, haben beide ihre Schwächen und Stärken. Empfehlen kann ich beide, bin beide ausgiebig und lang gefahren. Aber noch viel mehr empfehlen kann ich: Den 2.0 HDi, "DW10TD". Das ist in meinen Augen schlichtweg ein Sahnestück unter den Dieselmotoren, die es zu dieser Zeit zu kaufen gab. Wenn PSA eins gut konnte, zu Berlingo I und II Zeiten, dann Dieselmotoren. Sie haben einen rappeligen, rauen Charakter - sind aber fast unverwüstlich, sparsam und machen dank 66kW auch noch Spaß, durch den "Schubeffekt" vom Turbolader. Eingeschränkt wartungsfreundlich - aber wirklich viel zutun gibts bei diesen Motoren eh nicht. Und - auf die "Steuerstrafe" geb ich mir nix, Fahrspaß, Zuverlässigkeit und v.a. vernichtend geringe Wartungskosten und Dieselpreis fahren das wieder raus. Du hast bei den meisten "DW10TD" allerdings die gelbe Plakette (Es gibt Importmodelle mit grüner!), aber ich persönlich gebe da nichts drauf, pfeife auf den Umweltzonenfaschismus und kaufe mir lieber einen Sahnemotor, suche mir meine Fahrzeuge nicht nach Plakettenfarbe aus.

    Das zum Berlingo, ich denk, das sind erstmal Tipps genug. Vielleicht noch ein paar "Meinungsverstärker" hinterher ;-)

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  7. Jensen

    Jensen Neues Mitglied

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    Danke für deine ausführliche Rückmeldung :)

    Ich habe mittlerweile Kontakt zum Besitzer aufgenommen und werde mir den Wagen die Tage mal anschauen. Er hat etwas mehr als 90.000km runter und vor kurzen erst die Zahnriemen, Wasserpumpe und Drosselkappe erneuert. Laut Besitzer wurden auch regelmäßige Ölwechsel durchgeführt. Alles in allem haben wir ein gutes Gefühl, zumal der Wagen auch äußerlich in einem sehr guten Zustand ist.

    Und wie gesagt, direkt mit Campingausbau und einem Zelt... Bin gespannt wie sich der Wagen fährt! Was du bzgl. der hohen Drehzahlen schreibst ist interessant. Auf der Autobahn bzw. bei längeren Fahrten sollte man sich also etwas Zeit lassen, wenn man den Motor nicht überstrapazieren will.
     
  8. #7 Berlingooo, 07.10.2014
    Berlingooo

    Berlingooo Mitglied

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    Exakt - nicht über Gebühr, das sollte die Prämisse sein!
    Wenn du ein gutes Gefühl hast, der Wagen toll ist, dir zusagt, und alles stimmt - warum nicht?! Es gibt Leute, die haben sich in einen alten 1.4er Berlingo mit 285.000 Kilometer gesetzt, und sind nach Tunesien und zurück gefahren, einfach so. :D Also - wenn dich "Emma" (der typische Berlingo-Name. :D ) anspricht - fahr ihn, und entscheide selbst. Ich bleibe dabei, ehrlicher kann sich ein Berlingo nicht fahren, mit dieser (Benziner)maschine und dem Getriebe.

    Man kann - sofern Motor und Getriebe warm - ohne Probleme lange, lange Strecken 130,140 oder 150 fahren. Man kann auch mal 160 fahren. Aber das macht man eh nicht lang, weil sich die Tanknadel dann genausoschnell bewegt wie die Tachonadel, und man "fühlt" ja, wann der Wagen meint, "jetzt reichts langsam". Und du darfst halt nicht vergessen, welche unaerodynamische Unwucht du da gegen alle Widerstände durch die Gegend peitscht. Von daher ists okay. Lange schneller als 130 fahren ist ohnehin unbequem, gerade mit dem 1.4, und bis dahin geht der Verbrauch schon in Ordnung. Wer konsequent 110 fährt, spart bis zu einem drittel Benzin - das nur mal als Anregung, Schnelligkeit ist schlicht nicht alles! :D

    90.000, Zahnriemen und Drosselklappe neu - klingt gut. Das heißt, der Wagen ist mindestens 10 Jahre alt, und das auf die Laufleistung gerechnet - viel ausgestanden hat er wohl nicht, aber das musst du vor Ort selbst beurteilen. Guck dir die Hinterachse von hinten mal an, schiefstehende Räder sollten bei dir für einen schiefen Blick sorgen. Seh dir auch den Fahrersitz genau an, bzw. wie du drauf sitzt - die können auch verschlissen sein. Kriegt man wieder hin, aber nicht ohne Müh', also - handeln. Und sonst: Wenn er gut fährt, lenkt, bremst, und schaltet, viel verkehrt machst du nicht, mit einem Berlingo. Hab mittlerweile den vierten, und hatte mit jedem einzelnen viel Spaß. Und das, so er es denn wird - wünsche ich dir auch!
     
  9. Jensen

    Jensen Neues Mitglied

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    Das sind ja noch mal ein paar sehr gute Hinweise, werde ich beherzigen! :)

    EZ war 08/2004, das Auto wurde in den letzten Jahren wohl nur für den (kurzen) Arbeitsweg und Campingurlaube genutzt. Hoffe ich kann noch ein bisschen handeln, so dass ich am Ende bei glatt 4000 lande ;-)
     
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  11. #9 Reisebig, 07.10.2014
    Reisebig

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    Und wenn Du beim gleichen Auto bleibst, kannst Du die Umbauten und das Zelt auch für den Nachfolger verwenden. Somit sind die Anschaffungskosten dann schon wieder günstiger als wenn Du wieder alles neu kaufen und bauen mußt.
     
  12. grl

    grl Mitglied

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    Welches Auto das richtige ist - das ist immer wieder eine Glaubensfrage....

    Für mich ist eine ganz wichtige Frage immer die der Werkstatt:
    Für welche Automarke habe ich bei mir in der Nähe eine Werkstatt, die alles "normale" machen kann und mich dafür nicht arm macht.

    Gruß
    Luggi
     
Thema:

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