Der Anfang vom Ende ? : Alternativlos reinelektrisch

Diskutiere Der Anfang vom Ende ? : Alternativlos reinelektrisch im Forum Allgemeine Fragen und Themen im Bereich ---> Die Fahrzeuge - Hallo Leute, ich hab auf Anhieb keinen ähnlichen Thread gefunden. Nun hat Stellantis (FCA + PSA) das HDK-Spektrum bei allen Marken auf den...
E

EHorst

Mitglied
Beiträge
650
Das kommt meistens daher, dass sich deutsche Autofahrer vorrangig mit dem deutschen Automarkt beschäftigen. Wenn man sich aber chinesische Autoshows anguckt, sieht man schon viel früher, was möglich wird. Klar wird nie alles von einer Autoshow sich dann auch durchsetzen, aber vieles eben schon. Und wenn ich sehe, dass es da auch im Kleinwagensegment schon massig Kilometer gibt und dazu Batterien vorgestellt werden, die innerhalb weniger Minuten Hunderte Kilometer aufladen, dann kann man schon ahnen, dass die Angebote auf dem deutschen Automarkt noch lange nicht das Ende sind.

Naja, und wenn selbst VW ne Mittelklass-Limo in China für 10.000€ anbieten will, dann wirds wohl nicht mehr lange dauern, bis die Preise auch hier deutlich purzeln und in absehbarer Zeit eher die Verbrenner das teurere Auto in der Anschaffung sind (im Unterhalt sind sie es ja jetzt schon).

Ich glaube ehrlichgesagt nicht, dass es in China aktuell ein Kleinwagen in Polo Größe gibt der die Reichweite des ID Polo übertrifft.
Du musst berücksichtigen bei CLTC und WLTP kann der Unterschied schnell mal bis 30% ausmachen.
Ein China Kleinwagen mit 500km CLTC hat eher weniger Reichweite als der ID Polo wenn man es in WLTP messen würde.
VW kann sehr effiziente Autos bauen, das ist meines Erachtens deren große Stärke.
 
odfi

odfi

Mitglied
Beiträge
2.461
Ich glaube ehrlichgesagt nicht, dass es in China aktuell ein Kleinwagen in Polo Größe gibt der die Reichweite des ID Polo übertrifft.
Da haben wir uns missverstanden... es geht nicht darum, was es da derzeit gibt, sondern was dort auf Autoshows angekündigt wird. (Das war zu dem Thema, dass Du die rasante Entwicklung nicht hast kommen sehen.)
 
E

EHorst

Mitglied
Beiträge
650
Da haben wir uns missverstanden... es geht nicht darum, was es da derzeit gibt, sondern was dort auf Autoshows angekündigt wird. (Das war zu dem Thema, dass Du die rasante Entwicklung nicht hast kommen sehen.)
Das kann sein, aber ehrlichgesagt könnte ich auch nicht abschätzen was bei Ankündigungen an Substanz dran ist. Von daher würde mir so eine Show vermutlich kein Gefühl vermitteln.
Ankündigung sind ja oft auch wichtig um Geld einzusammeln. Wer mehr verspricht bekommt potentiell auch kurzfristig mehr Geld.
Aber natürlich werden aus China zahlreiche Innovationen kommen.
Es gibt zu den extrem super kurzen Ladezeitem durchaus auch ernstzunehmende kritische Stimmen.
Warten wir ab wann was real im Markt einschlägt und dann auch als Produkt eine Lebensdauer hat die der deutsche Markt erwartet. VW kann es sich nicht leisten bei uns was auf den Markt zu werfen was in 10 Jahren alles kaputt ist.
Die Fahrzeuge von VW zeigen ja, dass die Elektroautos durchaus sehr haltbar sein können. Es gibt inzwischen einige die über 12 Jahre sind und halt einfach fast alle auch noch gut funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
P

Peter Lpz

Mitglied
Beiträge
200
Ich hatte kürzlich die Gelegenheit als Mitfahrer im ID 7 von Leipzig nach Hannover zu reisen. Mein Arbeitgeber geht mit der Zeit und nötigt seine Mitarbeiter auf Elektro. Wir haben keine Verbrenner mehr, weil wir in der komfortablen Lage sind, Steuergeld verbrennen zu können. Ich war nur mit und mir war es folglich auch egal. Das Auto ist auch garnicht schlecht. Man kann die Fahrt wirklich genießen, die Laufruhe ist überzeugend, das Auto ist sehr bequem, auch für große Leute auf der Rückbank und im Eco - Modus kann man auch 500 km Reichweite schaffen. Wir mussten das Risiko nicht eingehen und hatten in Hannover ausreichend Zeit, das Fahrzeug zu laden.

Wir reden hier allerdings über ein Auto, für das man mal eben 50.000,- € aufruft, dessen Kofferraum zwar der Fahrzeugklasse entspricht, sich aber in keiner Weise mit der meines Doblo messen möchte. Der Italiener fährt mittlerweile im 7. Jahr vor sich hin und hat incl. aller Betriebskosten die 40.000,- € noch nicht erreicht. Allerdings fehlt nicht mehr viel, weil man in Tschechien auch schon 1,61 € für den Diesel aufruft. Ich mach mir immer, wenn der Tank leer ist, mal ein schönes WE im Tschechenland. So entzieht man sich ein wenig der hiesigen Selbstzerstörung. Das ist nicht kostendeckend und auch nicht vernünftig, aber mir tuts gut. Ich verstehe auch, wenn der Vergleich ID 7 ggü. dem Doblo etwas hinkt. Ich stelle ihn trotzdem an, weil ich mit dem fetten Italiener 1.000 km Reichweite über die Gesamtfahrleistung ganz locker erreiche. Ich kann zwar nicht so schnell fahren, wie es der VW ID 7 könnte, aber wenn der Pilot desselben den Eco - Modus nutzt, damit er ankommt, dann fährt er nur noch wenig schneller als ich. Dafür find ich den Komfort immer noch recht teuer.

Wenn wir mal über die Treibstoffkosten reden wollen, so kommt man auch mit dem Doblo bei wirtschaftlicher Fahrweise auf ca. 9,50 € Dieselkosten/100km. Dazu muss man allerdings auch in Tschechien tanken. Ich mache das, weil mich immer ein ganz schlechtes Gewissen plagt, wenn ich hierzulande von "Dieselsubventionen" höre. Ich möchte hier keinen "subventionierten" Diesel tanken und würde mich da sehr schämen. Daher vermeide ich das möglichst. Für so ein großes E- Auto würde ich mal 20kw/100km veranschlagen. Für meinen Haushaltstrom bezahl ich 0,47 € je Kw/h. Hier ist allerdings die Grundgebühr inclusive, weil ich die auch für den Strom bezahle. Die Grundgebühr würde sich über den sehr viel höheren Stromverbrauch des E- Autos auf ca. 0,35 € je Kw/h relativieren. Wir "sparen" ja immer, wenn wir mehr verblasen, weil wir so Öko sind. Es ist ne willkürliche Schätzung von mir, wird aber ungefähr passen. Man kommt da immer noch auf 7,00 € je 100km. So weit, wie ich fahren muss, um die Kostendeckung zu erreichen, will ich garnicht fahren. Man muss auch betrachten, dass wir gegenwärtig sehr hohe Dieselpreise haben, weil man im Iran und in den USA gern etwas durchdreht. Mein Italiener liegt über die Gesamtfahrleistung bei 7,90 € je 100 Km Dieselkosten. Wenn wir uns die Zukunft betrachten, in der ca. die Hälfte der Autofahrer auf den Strommarkt drängen soll und sich nur die andere Hälfte Investitionen in Photovoltaik mit Speicher leisten wird, dann darf man davon ausgehen, dass sich das auf den Strompreis nicht so vorteilhaft auswirkt. Überzeugend ist das E- Auto für mich auch 4 Jahre später noch nicht. Wenn man den Verbrenner über die Co2 Steuer mal wirklich unmöglich macht, dann wird es eben ohne Auto gehen. Das sollte man vielleicht wieder in Betracht ziehen, sofern man es kann, angesichts nationalen und internationalen Irrsinns.

meint der Peter
 
odfi

odfi

Mitglied
Beiträge
2.461
Überzeugend ist das E- Auto für mich auch 4 Jahre später noch nicht.
Naja, man kann anhand Deiner Argumente aber auch immer wieder sehen, dass Du gar nicht überzeugt werden willst. Fahr weiter Dein Verbrenner und kauf Dir vielleicht sogar noch ne Gasheizung... aber dann heul eben auch nicht bei der nächsten Öl-/Gaskrise, die inzwischen schon so häufig kommen, dass man bald dazu übergehen kann, sie "Normalität" zu nennen.
 
E

EHorst

Mitglied
Beiträge
650
Meine persönliche Prognose für die nächsten 4 Jahre sieht so aus:

500km bei Kleinwagen wird bald erhältlich sein.
Kleinwagen mit 350km werden anzufangem Verbrennerpreise zu unterbieten. Speziell auch wenn man beim Verbrenner kein Automatik als Vergleich nimmt. Und das auch ohne Förderung.

Bei HDK erwarte ich bald die 400km, der PV5 hat es ja schon, aber das ist ja eher kein HDK. Vermutlich erreicht man am Ende der 4 Jahre sogar 500km.
Auch beim HDK erwarte ich mit 350km in dieser Zeit Preisparität bei Neuwagenpreisen.

Laden von 10-80% wird in etwa 20-25min zum absoluten Normalfall werden.
Es wird natürlich auch Fahrzeuge geben, die das deutlich unterbieten.

Der Rest ist nicht auf meinem Radar.
Aber dort gibt es ja jetzt bei den etwas besseren Autos schon Preisparität. Das wird sich dann auch bei einfachen Fahrzeugen ähnlich entwickeln.

Bessere TCO wird dann in fast allen Fällen eindeutig beim Elektroauto liegen.

Ich erwarte bei den Neuzulassungen eine Entwicklung in diesen 4 Jahren auf etwa 50% reine Elektroautos.

Dann ist ja 2030 immer noch 5 Jahre vor der mal geplanten Deadline für Neuzulassungen mit alter Technologie.

Ich freue mich nach diesen 4 Jahren meiner Prognose auf die weiteren Erfahrungen von Skeptikern. Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass es auch so ein extrem positiven Erfahrungsbericht gibt. Und das ist jetzt keine Ironie.
Muss man jetzt schon nach Tschechien fahren, damit der Diesel noch finanziell vertretbar ist? Strom kostet dort aber auch weniger als bei uns. Wir hatten die positive Erfahrung gemacht, dass es auch als Fremdlader in den Niederlanden bei Tesla sehr güstig Strom gab. In Kombination mit dem Tempolimit von 100km/h dort waren das Stromkosten von unter 4€ auf 100km.
Das war aber vor ca 2 Jahren !
 
M

manfred_k

Mitglied
Beiträge
275
Für so ein großes E- Auto würde ich mal 20kw/100km veranschlagen. Für meinen Haushaltstrom bezahl ich 0,47 € je Kw/h.

meint der Peter
Servus,
bei diesem Durcheinander von falschen Einheiten tu ich mir echt schwer den Sinn der Aussage zu erfassen, den kann ich nur erahnen.:mrgreen:
Ich glaub, ich brauch einen Meter Fruchtsaft.:bier:
lg
M.
 
moe.camp

moe.camp

Mitglied
Beiträge
417
Bei HDK erwarte ich bald die 400km, der PV5 hat es ja schon, aber das ist ja eher kein HDK.
Warum nicht? Er hat quasi die selben Abmessungen wie mein Berlingo L2 bzw. XL. Ja, der ID.Buzz hat auch fast identische Maße, aber dann würde ich eher den ID.Buzz zu den HDK zählen, als den PV5 zu den Minibussen. ID.HDK klang vermutlich einfach nur zu sperrig :p

Den ID.7 bin ich letztes Jahr eine Woche im Urlaub gefahren. Schönes Auto. Ja der Listenpreis ist teuer, aber wenn man Liste mit Liste vergleicht ist der auch nicht so weit weg vom Passat (42k zu 54k). Wenn man dann noch vergleicht, was man tatsächlich für die beiden Autos zahlen muss, wenn man sie neu kauft (Rabatte/Förderung), wird der Unterschied noch geringer.

Ich bin auch gespannt was da die nächsten Jahre passiert. Aber ich bin mir sicher, mein nächster wird elektrisch sein. Ich hoffe nur es dauert noch lange bis dahin. Hab schließlich genug Geld in meinen aktuellen gesteckt, der muss noch halten.
 
E

EHorst

Mitglied
Beiträge
650
Servus,
bei diesem Durcheinander von falschen Einheiten tu ich mir echt schwer den Sinn der Aussage zu erfassen, den kann ich nur erahnen.:mrgreen:
Ich glaub, ich brauch einen Meter Fruchtsaft.:bier:
lg
M.
Da kann man doch mal ein Auge zudrücken.
Es gibt viele die da ihre Probleme haben. Selbst Ladestromanbieter hatten so Unsinn schon in ihren Apps oder Preislisten.

Die wichtige Information war doch gut erkennbar. Man muss jetzt schon den Grundpreis den man ohnehin zahlen muss, auch wenn man nen Diesel fährt, unbedingt mit auf das Elektroauto umlegen und trotzdem ist es noch günstiger als Diesel aus Tschechien. Und das war sehr gut dargestellt, auch wenn es keine genaue Rechnung war.
 
Zuletzt bearbeitet:
M

manfred_k

Mitglied
Beiträge
275
Servus ehorst,
wenn ich sowas lese, habe ich den Eindruck, dass sich der Ersteller nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt hat.
Zum Thema:
angenommen ein E-Fahrzeug benötigt 20kWh für 100km.
Wenn z.B. 10 Mio. E-Fahrzeuge täglich z.B 50km bewegt werden, kann man den Energieverbrauch ausrechnen. Ich denke, ein E-Fahrzeug wird den Stromverbrauch in einem durchschnittlichem Haushalt nahezu verdoppeln. In D gibt es meines Wissen 50Mio Autos?
Wo soll der Strom herkommen?
Eine durchschnittliche Gasturbine im Kombibetrieb kann 400MW leisten. ( nicht 400mW :mrgreen: ) bei vielleicht 100 000m³ Methan CH4 pro Stunde, das dann als CO2 und Wasser abgeblasen wird.
Ein Windrad kann bei Vollbetrieb meines Wissens 4MW Leistung abgeben.
Das ergibt eine ganz schöne Zahl an neuen Windrädern, da denn mal der Wind weht.
Eine kleine PV am Dach kann vielleicht 10kW oder 20kW, bestenfalls 30kW Lesitung abgeben, da denn die Sonne scheint.
Was ich damit sagen will:
Ich bekomm's einfach nicht gebacken. Wo soll der Strom herkommen, und über welche Leitungen?
lg
M.
 
Zuletzt bearbeitet:
E

EHorst

Mitglied
Beiträge
650
Servus ehorst,
wenn ich sowas lese, habe ich den Eindruck, dass sich der Ersteller nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt hat.
Zum Thema:
angenommen ein E-Fahrzeug benötigt 20kWh für 100km.
Wenn z.B. 10 Mio. E-Fahrzeuge täglich z.B 50km bewegt werden, kann man den Energieverbrauch ausrechnen. Ich denke, das wird den Stromverbrauch in einem Haushalt nahezu verdoppeln. In D gibt es meines Wissen 50Mio Autos.
Wo soll der Strom herkommen?
Eine durchschnittliche Gasturbine im Kombibetrieb kann 400MW leisten. ( nicht 400mW :mrgreen: )
Ein Windrad kann bei Vollbetrieb meines Wissens 4MW Leistung abgeben.
Das ergibt eine ganz schöne Zahl an neuen Windrädern, da denn mal der Wind weht.
Eine kleine PV am Dach kann vielleicht 10kW oder 20kW, bestenfalls 30kW Lesitung abgeben, da denn die Sonne scheint.
Was ich damit sagen will:
Ich bekomm's einfach nicht gebacken. Wo soll der Strom herkommen, und über welche Leitungen?
lg
M.
Wenn alle PKW mit der heutigen Fahrleistung auf Strom umgestellt werden, dann kommt man auf ganz grob 100TWh pro Jahr zusätzlich.
Bis dahin vergehen wohl noch 25 Jahre .

Der Jahresertrag der Erneuerbaren war im Jahr 2000 ca 35TWh.
Im Jahr 2025 ca 285TWh.

Daher ca 250TWh zusätzlich, die Elektroautos brauchen aber 2050 nur 100TWh zusätzlich.

Weniger weit in die Vergangenheit geblickt:
100TWh Erneuerbare Jahreserzeugung kamen von 2015 bis 2025 dazu, also in weniger als der halben Zeit.


Das relativiert die benötigte Größenordnung.


Beim Netz gibt es zwei relevante Dinge!

Gleichmäßig:

Aktuell haben wir in den Haushaltsnetzen Peaks zu bestimmten Uhrzeiten. Füllt man die Kurve in den Tälern auf ist noch reichlich Platz, ja locker für eine Verdoppelung eher sogar mehr.
Der Peakbedarf beträgt heute in Deutschland etwa 90GW Leistung.
Würde man das rund um die Uhr jeden Tag nutzen (das Netz verträgt den Peak problemlos) Dann kommt man auf einen möglichen sicheren Durchsatz von fast 800TWh pro Jahr.
Das wäre bei optimaler Steuerung ohne jeden Netzausbau möglich.
Das liegt deutlich über dem Bedarf den wir heute haben + den Bedarf für Elektroautos 100%.

Und jetzt zum Thema Ausbau Netz:

Im Jahre 1970 war der Stromverbrauch bei etwa 240TWh im Jahr 1980 also nur 10 Jahre später bei 390TWh.
Also 150TWh zusätzlich an Jahresbedarf in nur 10 Jahren. Das hatten wir damals ganz real geschafft. In so kurzer Zeit. Sowohl Erzeugung als auch das Netz.
Mit der damaligen Technik. HGÜ gab es da noch nicht.

Und wieder der Vergleich wir brauchen für Elektroautos in 25 Jahren etwa 100TWh zusätzlich an Jahresbedarf.

Bevölkerungsentwicklung:
Und wenn man unsere Bevölkerungspyramide betrachtet kann man im Jahr 2050 eher von 10% weniger Bevölkerung ausgehen. Ganz ohne Zuwanderung nochmal deutlich weniger.

Das ist ganz sicher keine Herleitung irgend einer Machbarkeit.

Aber es relativiert die relativ großen nicht einfach begreifbaren Zahlen. Die ja ebenfalls in keiner Weise eine Nichtmachbarkeit herleiten.

Um zurück zu kleinen Zahlen zu kommen.
Aktuelle 2 m^2 PV Module liefern pro Jahr ca 500kWh .
Also langen rein von der jährlichen Strommenge 4 solche Module für ein Auto. Eine typische Garage hat 18 m^2 . Flach belegt wären das 9 Module. Der Jahesertrag liegt bei flacher Ausrichtung etwas niedriger etwa bei 80% entspricht effektiv also etwa 7 Modulen.
Das alleine funktioniert natürlich nicht. Aber es zeigt die Größenordnungen die erforderlich sind.
Im Sommer wird durch PV auf einer Garage weit mehr als ein Auto versorgt.
Im Winter gibt es dafür mehr Strom aus Wind.
 
Zuletzt bearbeitet:
M

manfred_k

Mitglied
Beiträge
275
Servus ehorst,
ja,
kann ich global einigermassen nachvollziehen.
Unser Haushalt hat einen Anschlussvertrag von 4kW, wenn da 6kW Ladeleistung dazukommen schaut es anders aus. Unser Haus hat 8Stellplätze, derzeit voller Rappler, keine E-Auto. Ob das die Leitungen und der Verteiltrafo vertragen, ich weiss es nicht. Jedenfalls muss ein erhöhter Anschlusswert vom E-Versorger genehmigt werden.
Derzeit wird gut Strom in D importiert, letztens waren es 18.3TWh
statista.com
Die Nukis wurden 2023 vom Netz genommen, da sieht man gut den Anstieg vom Exporteur zum Importeur.
Wenn ein E-Auto abends nach der Arbeit angesteckt wird, haben das schon ganz viele andere Autofahrer auch gemacht. Mein Nachbar will immer 11kW, sein Lader ist so eingestellt, wahrscheinlich reichen 6kW x 6h dicke. Das gibt dann immer eine Abendspitze, gerade wenn die PV nix bringt. Sinnvoll wäre da ein Lademanagement, dem Nachbar ist es egal, der will seine 11kW. In A ist jetzt von 10:00 - 16:00 20%off damit mehr Strom lokal verbraucht wird und die Last der Leitungen zur PV Spitze durch lokalen Verbrauch gedämpft wird. Ist aber wurscht, netzdienliches Verhalten interessiert hier niemanden. Was passiert im Winter, wenn PV und Hydro zurückgeht, und der Bedarf durch WP und kalte E-Autos steigt? Mehr GT's?
Spannendes und zugleich interessantes Thema, hier bei HDK vielleicht OT, oder auch nicht.
lg
M.
 
Zuletzt bearbeitet:
E

EHorst

Mitglied
Beiträge
650
Servus ehorst,
ja,
kann ich global einigermassen nachvollziehen.
Unser Haushalt hat einen Anschlussvertrag von 4kW, wenn da 6kW Ladeleistung dazukommen schaut es anders aus. Unser Haus hat 8Stellplätze, derzeit voller Rappler, keine E-Auto.
Derzeit wird gut Strom in D importiert, letztens waren es 18.3TWh
statista.com
Die Nukis wurden 2023 vom Netz genommen, da sieht man gut den Anstieg vom Exporteur zum Importeur.
Wenn ein E-Auto abends nach der Arbeit angesteckt wird, haben das schon ganz viele andere Autofahrer auch gemacht. Mein Nachbar will immer 11kW, sein Lader ist so eingestellt, wahrscheinlich reichen 6kW x 6h dicke. Das gibt dann immer eine Abendspitze, gerade wenn die PV nix bringt. Sinnvoll wäre da ein Lademanagement, dem Nachbar ist es egal, der will seine 11kW. In A ist jetzt von 10:00 - 16:00 20%off damit mehr Strom lokal verbraucht wird und die Last der Leitungen zur PV Spitze durch lokalen Verbrauch gedämpft wird. Ist aber wurscht, netzdienliches Verhalten interessiert hier niemanden. Was passiert im Winter, wenn PV zurückgeht, und der Bedarf durch WP und kalte E-Autos steigt?
Spannendes und zugleich interessantes Thema, hier bei HDK vielliecht OT, oder auch nicht.
lg
M.
Es ist klar, dass es erst funktioniert wenn es der Geldbeutel spürt.
Erste Tarife gibt es die diese Dinge zumindest teilweise berücksichtigen.
Ich schätze man wird das irgendwann als Standard haben weil das Sparpotential größer wird.
 
moe.camp

moe.camp

Mitglied
Beiträge
417
Die Nukis wurden 2023 vom Netz genommen, da sieht man gut den Anstieg vom Exporteur zum Importeur.
Ich nehme an hier sind AKW gemeint? Wenn ja, 2023 wurden die letzten 3 vom Netz genommen. Der Atomausstieg lief da schon über ein Jahrzehnt. Die ersten 8 AKW wurden Ende 2011/Anfang 2012 abgeschaltet. Was jetzt hier 2023 der Grund für den Anstieg der Importe war, weiß ich nicht. So tief stecke ich da nicht in der Materie. Die Abschaltung der letzten 3 AKW war aber sicher nicht der Hauptgrund.

Ob jetzt wirklich so viele Leute abends ihr E-Auto laden, find ich auch fraglich. Wer kann lädt auf der Arbeit, wer kein Eigenheim hat lädt tagsüber an Schnellladern. Auch für Eigenheimbesitzer lohnt es sich tagsüber die überschüssige Solarenergie ins Auto zu packen. Keine Ahnung ob das dann wirklich eine große Masse ist oder wird, die Feierabend das E-Auto laden. Und selbst wenn das täglich passiert, werden ja keine 70kWh gezogen, sondern nur dass, was der tägliche Arbeitsweg verbraucht hat. Beim Durchschnitt von 34,4km (hin und zurück) sind es 6,88kWh bei einem Verbrauch von 20kWh auf 100km. Das kann man mit intelligenten Zählern/Wallboxen auch gut steuern, dass da nicht jeder 17 Uhr anfängt und trotzdem alle morgens um 7 fertig sind. Zieht man jetzt noch die ab, die mit dem Rad oder Öffentlichen zur Arbeit fahren, wird der vermutete Peak zur Abendstunde immer geringer. Ich glaube, der Peak ist höher wenn am WE oder Feiertag fast alle Einwohner Mittags den E-Herd einschalten.
 
M

manfred_k

Mitglied
Beiträge
275
Ich schätze man wird das irgendwann als Standard haben weil das Sparpotential größer wird.
Servus ehorst,
bei uns in A sieht das so aus, wie im Anhang ersichtlich.
>klick<
Der Mensch kommt abends müde von der Arbeit nach Hause, wo er morgen wieder hin muss.
Um 19:00 wird angesteckt, morgen muss der Mensch wieder fahren. 11kW, bestenfalls mit Ladeziegel 3phasig 400V auf 6kW gedrosselt. Gleichgültig ob an privatem Anschluss oder an der öffentlichen Ladestation, wo er nach spätestens 6h weg muss.
Unter Tags ist niemand zu Hause, und an der Arbeit im Parkhaus kann nicht angesteckt werden. Eine Idee wäre, an jedem Stellplatz eine 2kW Steckdose, und eine z.B. 200kW+ PV am Dach.
Am Campingplatz ist vielfach 6A 230V vorhanden.
Ich denke, das ist nicht aussergewöhnlich, sondern der Normalfall.
Die Preisreduktion von 10:00 bis 16:00 kann nicht genützt werden.
Ob das System nocheinmal 10Mio. Fahrzeuge zusätzlich, aushält wird sich zeigen.
Jedenfalls solange Strom noch irgendwo eingekauft werden kann, z.B. in F oder CH. Und die Kabel es denn aushalten.
Wie auch immer, das wird die Zukunft zeigen.
So, ich werde jetzt Informationen zu E-HDK suchen.
lg
M.
 

Anhänge

  • strompreis in A 2026-05-24 .pdf
    1,5 MB · Aufrufe: 2
Zuletzt bearbeitet:
M

manfred_k

Mitglied
Beiträge
275
wird der vermutete Peak zur Abendstunde immer geringer. Ich glaube, der Peak ist höher wenn am WE oder Feiertag fast alle Einwohner Mittags den E-Herd einschalten.
Servus,
anhand des Strompreises in A kann ich das nicht ablesen, zumindest im Sommer, wo untertags PV vorhanden ist. siehe Beitrag #215
Da ist der Preis am höchsten, wenn der Mensch nach Hause kommt, und seinen elektrischen Motorwagen laden muss. Schliesslich muss das E-Werk ja was für die Aktionäre verdienen.:mrgreen:
>epexspot Strombörse<
Da wird der Strompreis 4x pro Stunde angepasst.
Das ist der Preis, den ein E-Versorger an der Strombörse berappen muss, so er denn zukaufen muss. Besonders zu beachten ist der negative Strompreis, wenn durch PV und Wind Überproduktion und durch PV Eigenproduktion geringe Nachfrage herrscht. Da kauft kein E-Versorger von privaten Haushalten PV Strom. Zur Frequenzstützung können die nix beitragen. Dazu braucht es grosse rotierende Massen. Das ist ein anderes Thema.
Ja, stimmt:
Nuki => nuclear power plant
mit grossen rotierenden Massen
lg
M.
 
Zuletzt bearbeitet:
E

EHorst

Mitglied
Beiträge
650
Ob das System nocheinmal 10Mio. Fahrzeuge zusätzlich, aushält wird sich zeigen.
Warum sollte es das ? Soviel gibt es doch nicht mal Heute mit Verbrenner.
Und warum sollte man "das System" in den nächsten 25 Jahren nicht anpassen können?


Das klingt immer so als ob das von jetzt auf gleich ohne jegliche Änderungen passieren muss.
In Deutschland haben wir es geschafft in ca 12 Jahren alle Kernreaktoren abzuschalten.
Die hatten zusammen vorher etwa 150Twh pro Jahr erzeugt. Das wäre natürlich nicht von heute auf morgen möglich gewesen.
Man kann natürlich immer diskutieren ob es sinnvoll war oder nicht. Aber eben nicht ob es ganz real gemacht wurde und es dennoch weiter funktioniert.
Und da gab es auch viele inkompetente Menschen, die große Blackouts postuliert hatten, das haben die natürlich wieder vergessen.
Man kann Dinge angehen und verändern wenn man es auch will.
Und man kann notfalls auch etwas auf die Bremse drücken falls man mit dem Umbau nicht schnell genug nachkommt.

Und mal ehrlich, Du willst mir nicht ernsthaft erzählen, dass in A jeder erst um 19 Uhr ganz einheitlich heim kommt.
In Deutschland ist das Wochende immer am niedrigem Stromverbrauch erkennbar. Da stehen doch vermutlich auch in A viele Autos daheim.


Frequenz stützen geht mit modernen großen Akku Speichern bzw speziellen Wechselrichtern die daran betrieben werden. Man kann so eine Masse quasi simulieren.

https://www.tugraz.at/fileadmin/user_upload/Events/Eninnov2012/files/lf/LF_Fiedler2.pdf

Und dein Hausanschluß mit nur 4KW ist in A ganz sicher auch nicht mehr das übliche sondern in der heutigen Zeit eher schon ungewöhnlich. Ein Elektrofen + Kochfeld hat alleine schon über 10kW.
Und man kann Messpulen anbringen, dann regelt die Wallbox automatisch runter wenn der Hausanschluss überlastet ist.
Das ist nicht mal besonders teuer.
Selbst mein alter einfacher ID Charger hat schon Eingänge für Messpulen.
 
Zuletzt bearbeitet:
M

manfred_k

Mitglied
Beiträge
275
Warum sollte es das ? Soviel gibt es doch nicht mal Heute mit Verbrenner.
Und warum sollte man "das System" in den nächsten 25 Jahren nicht anpassen können?
Servus EHorst,
in D sind 49Mio PKW zugelassen mit einem Durchschnittsalter von 10+
Quelle ADAC 2025-11-18
Davon sind in D 3.3% Elektro.
Quelle: ADAC
Bei dem derzeitigen Trend sind mehrere Mio. neue Elektro nicht abwegig. Viele fette SUV und wenig HDK :doof:
Viele Vollzeitbeschäftigte kommen abends gleichzeitig nach hause, Pferd in den Stall und mit Hafer versorgt.
Ich versuche, soweit möglich, die rush hour zu meiden.
Wie auch immer, es bleibt spannend.
Schaun mer mal, dann se mer scho
(„Schau ma moi, dann seng ma's scho“).
lg
M.
 
E

EHorst

Mitglied
Beiträge
650
Servus EHorst,
in D sind 49Mio PKW zugelassen mit einem Durchschnittsalter von 10+
Quelle ADAC 2025-11-18
Davon sind in D 3.3% Elektro.
Quelle: ADAC
Bei dem derzeitigen Trend sind mehrere Mio. neue Elektro nicht abwegig. Viele fette SUV und wenig HDK :doof:
Viele Vollzeitbeschäftigte kommen abends gleichzeitig nach hause, Pferd in den Stall und mit Hafer versorgt.
Ich versuche, soweit möglich, die rush hour zu meiden.
Wie auch immer, es bleibt spannend.
Schaun mer mal, dann se mer scho
(„Schau ma moi, dann seng ma's scho“).
lg
M.
Ich hatte deine 10Mio auf A und nicht D bezogen. Und das wäre Unsinn gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema: Der Anfang vom Ende ? : Alternativlos reinelektrisch
Oben