Servus ehorst,
wenn ich sowas lese, habe ich den Eindruck, dass sich der Ersteller nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt hat.
Zum Thema:
angenommen ein E-Fahrzeug benötigt 20kWh für 100km.
Wenn z.B. 10 Mio. E-Fahrzeuge täglich z.B 50km bewegt werden, kann man den Energieverbrauch ausrechnen. Ich denke, das wird den Stromverbrauch in einem Haushalt nahezu verdoppeln. In D gibt es meines Wissen 50Mio Autos.
Wo soll der Strom herkommen?
Eine durchschnittliche Gasturbine im Kombibetrieb kann 400MW leisten. ( nicht 400mW

)
Ein Windrad kann bei Vollbetrieb meines Wissens 4MW Leistung abgeben.
Das ergibt eine ganz schöne Zahl an neuen Windrädern, da denn mal der Wind weht.
Eine kleine PV am Dach kann vielleicht 10kW oder 20kW, bestenfalls 30kW Lesitung abgeben, da denn die Sonne scheint.
Was ich damit sagen will:
Ich bekomm's einfach nicht gebacken. Wo soll der Strom herkommen, und über welche Leitungen?
lg
M.
Wenn alle PKW mit der heutigen Fahrleistung auf Strom umgestellt werden, dann kommt man auf ganz grob 100TWh pro Jahr zusätzlich.
Bis dahin vergehen wohl noch 25 Jahre .
Der Jahresertrag der Erneuerbaren war im Jahr 2000 ca 35TWh.
Im Jahr 2025 ca 285TWh.
Daher ca 250TWh zusätzlich, die Elektroautos brauchen aber 2050 nur 100TWh zusätzlich.
Weniger weit in die Vergangenheit geblickt:
100TWh Erneuerbare Jahreserzeugung kamen von 2015 bis 2025 dazu, also in weniger als der halben Zeit.
Das relativiert die benötigte Größenordnung.
Beim Netz gibt es zwei relevante Dinge!
Gleichmäßig:
Aktuell haben wir in den Haushaltsnetzen Peaks zu bestimmten Uhrzeiten. Füllt man die Kurve in den Tälern auf ist noch reichlich Platz, ja locker für eine Verdoppelung eher sogar mehr.
Der Peakbedarf beträgt heute in Deutschland etwa 90GW Leistung.
Würde man das rund um die Uhr jeden Tag nutzen (das Netz verträgt den Peak problemlos) Dann kommt man auf einen möglichen sicheren Durchsatz von fast 800TWh pro Jahr.
Das wäre bei optimaler Steuerung ohne jeden Netzausbau möglich.
Das liegt deutlich über dem Bedarf den wir heute haben + den Bedarf für Elektroautos 100%.
Und jetzt zum Thema Ausbau Netz:
Im Jahre 1970 war der Stromverbrauch bei etwa 240TWh im Jahr 1980 also nur 10 Jahre später bei 390TWh.
Also 150TWh zusätzlich an Jahresbedarf in nur 10 Jahren. Das hatten wir damals ganz real geschafft. In so kurzer Zeit. Sowohl Erzeugung als auch das Netz.
Mit der damaligen Technik. HGÜ gab es da noch nicht.
Und wieder der Vergleich wir brauchen für Elektroautos in 25 Jahren etwa 100TWh zusätzlich an Jahresbedarf.
Bevölkerungsentwicklung:
Und wenn man unsere Bevölkerungspyramide betrachtet kann man im Jahr 2050 eher von 10% weniger Bevölkerung ausgehen. Ganz ohne Zuwanderung nochmal deutlich weniger.
Das ist ganz sicher keine Herleitung irgend einer Machbarkeit.
Aber es relativiert die relativ großen nicht einfach begreifbaren Zahlen. Die ja ebenfalls in keiner Weise eine Nichtmachbarkeit herleiten.
Um zurück zu kleinen Zahlen zu kommen.
Aktuelle 2 m^2 PV Module liefern pro Jahr ca 500kWh .
Also langen rein von der jährlichen Strommenge 4 solche Module für ein Auto. Eine typische Garage hat 18 m^2 . Flach belegt wären das 9 Module. Der Jahesertrag liegt bei flacher Ausrichtung etwas niedriger etwa bei 80% entspricht effektiv also etwa 7 Modulen.
Das alleine funktioniert natürlich nicht. Aber es zeigt die Größenordnungen die erforderlich sind.
Im Sommer wird durch PV auf einer Garage weit mehr als ein Auto versorgt.
Im Winter gibt es dafür mehr Strom aus Wind.