Berlingo K9 EAT8 - Getriebeölwechsel - uff....

Diskutiere Berlingo K9 EAT8 - Getriebeölwechsel - uff.... im Forum Citroen Berlingo & Peugeot Partner im Bereich ---> Die Fahrzeuge - Länger geplant, habe ich das jetzt mal bei rund 87tkm präventiv machen lassen. Aber nur das kleine Besteck, also etwa 2,5-3l ablassen, frisch...
Berlin(er)go

Berlin(er)go

Mitglied
Beiträge
1.257
Länger geplant, habe ich das jetzt mal bei rund 87tkm präventiv machen lassen. Aber nur das kleine Besteck, also etwa 2,5-3l ablassen, frisch auffüllen. Ja, dabei werden weniger als 50% getauscht (Füllmenge sind 6l) aber immerhin mehr als 0%. Ich lassen das jetzt jährlich bei der Inspektion mitmachen. Motoröl mache ich künftig sogar 2x Jahr. Einmal mit jeder Inspektion und einmal extra. Ziel sind min. 200 tkm, besser 300 tkm.

Spannend: Ich habe im Vorfeld beim Freundlichen und zusätzlich bei 4 darauf spezialisierten Betrieben (2x Berlin/1x Bayern/ 1x Baden-Württemberg) angefragt. Kosten überall etwa gleich, um 300€. Was aber auffällt ist, dass der Freundliche nach Herstellervorgabe den Ölstand prüft bei einer Getriebeöltemperatur von 63 Grad +-3 Grad.

Alle anderen 4 Betriebe haben das unisono abgelehnt und da ging die Spannweite von Hallentemperatrur bis zu max. 40 Grad. Alle 4 argumentieren gleich, dass sonst zu wenig drin sei. Dieses Öl dehnt sich warm enorm aus und läuft dadurch schnell über und der Füllstand wird bei diesem Getriebe ja nach der Überlaufmethode eingestellt. Kühlt es dann ab, ist zu wenig drin - so argumentierten ALLE. Zu wenig führt bei kaltem Getriebe zu....*

Der Freundliche aber sagt, nö. 63 Grad schreibt der Hersteller, fertig. Hat er mir auch gezeigt und ausgedruckt. Okay, hab es beim Freundlichen machen lassen und schwups, hatte ich *Schlagen im kalten Getriebe, vor allem von 1 auf 2 bei langsamer Anfahrt. Irre!

Gestern hin und moniert. Ölstand wurde geprüft und angeblich sei alles korrekt. Gekostet hat die Prüfung nichts - allein das ist verdächtig. Aber ich fahre nun ein neues Getriebe. Butterzart, nicht wieder zu erkennen. Ich kann nur vermuten dass sie nun doch nen Schluck mehr eingekippt haben.

Wenn jemand hierzu was beisteuern kann, wäre ich dankbar. AISIN Europe hat natürlich nicht geantwortet und der Citrön Kundenservice bisher auch nicht. Ich finde ums Verrecken keine technischen Unterlagen dazu.
 
moe.camp

moe.camp

Mitglied
Beiträge
415
Danke für deine Erfahrungswerte, irgendwann will ich das auch mal machen lassen.
also etwa 2,5-3l ablassen, frisch auffüllen.
Warum so wenig, weil nicht mehr raus gelaufen ist?

Spannend: Ich habe im Vorfeld beim Freundlichen und zusätzlich bei 4 darauf spezialisierten Betrieben (2x Berlin/1x Bayern/ 1x Baden-Württemberg) angefragt. Kosten überall etwa gleich, um 300€. Was aber auffällt ist, dass der Freundliche nach Herstellervorgabe den Ölstand prüft bei einer Getriebeöltemperatur von 63 Grad +-3 Grad.

Alle anderen 4 Betriebe haben das unisono abgelehnt und da ging die Spannweite von Hallentemperatrur bis zu max. 40 Grad. Alle 4 argumentieren gleich, dass sonst zu wenig drin sei. Dieses Öl dehnt sich warm enorm aus und läuft dadurch schnell über und der Füllstand wird bei diesem Getriebe ja nach der Überlaufmethode eingestellt. Kühlt es dann ab, ist zu wenig drin - so argumentierten ALLE. Zu wenig führt bei kaltem Getriebe zu....*
Wenn das rauslaufende und das eingefüllte Öl gleich warm ist, ist es dann nicht egal, weil die Menge am Ende gleich ist? :gruebel:

Edit: Welches Öl hat der Freundliche genommen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Berlin(er)go

Berlin(er)go

Mitglied
Beiträge
1.257
Warum so wenig, weil nicht mehr raus gelaufen ist?
Ja, es laufen wohl nur 2,5 bis 3, max. 3,5 der 6 Liter raus. Der Rest bleibt im Getriebe und Filter (der ist nicht wechselbar ohne das Getriebe zu zerlegen). Genau misst das keiner weil es keine Rolle spielt. Aufgefüllt wird eigentlich immer zu viel, also 4 Liter, dann wird das Getriebe bei laufendem Motor aber ohne Last durchgeschaltet und auf Temperatur gebracht.

Ist die erreicht, wird die Überlaufschraube geöffnet und das zuviel Öl läuft aus. Der Moment wo es von "laufend" zu "tropfend" übergeht ist der Moment wo zugemacht wird. Es darf nicht schon aufgehört haben zu tropfen.

Wenn das rauslaufende und das eingefüllte Öl gleich warm ist, ist es dann nicht egal, weil die Menge am Ende gleich ist? :gruebel:
Die abzulassenden Menge misst eben keiner wegen dem ohnehin festgelegten Überlaufverfahren wie oben kurz beschrieben. Es ist vor dem Prüfen des korrekt Ölstands also zunächst immer zu viel Öl drin. Das wird dann für das Einstellen des Ölstandes erwärmt und hier hier kommt der Haken. Getriebe Öl dehnt sich mit zunehmender Wärme deutlich mehr aus... .

Ist die Wärme nicht exakt auf die für das jeweilige Getriebe vorgeschrieben Temperatur eingestellt, hast Du zu viel (Öl ist kälter als SOLL) oder zu wenig (Öl ist wärmer als SOLL) drin. Das zu warme Öl suggeriert also einen falschen Ölstand, da es wärmer=ausgedehnter ist.

Insofern ist es wichtig die richtige Temperatur zu haben um die Füllhöhe mit dieser Überlaufmethode gut einstellen zu können. Und es ist auch wichtig, im richtigen Moment zuzumachen. Da können 100ml entscheiden über Probleme oder Sanftlauf.

Unter der Teilenummer 1635056080 findet sich ein ATF AW-2 (Ultra Low Viscosity) Öl. 2 Liter für netto 138,35 waren es bei mir. Kein Markenname, daher denke ich, es ist ein Stellantis Eigenprodukt.
 
moe.camp

moe.camp

Mitglied
Beiträge
415
Hmm, und was ist der Grund für dieses komplizierte Verfahren? Ich hatte wo ich damals kurz danach gesucht hatte irgendwelche Forenbeiträge gesehen, wo das was unten rausgelaufen gemessen wurde und in neu oben wieder reingekippt wurde. Also somit ja derselbe Füllstand wie vorher und damit kein Problem?
 
Berlin(er)go

Berlin(er)go

Mitglied
Beiträge
1.257
Hmm, und was ist der Grund für dieses komplizierte Verfahren?
Ist so vorgesehen. Warum weiß ich allerdings auch nicht. Ich glaube es geht bei solchen Getrieben darum den Füllstand möglichst genau anzupassen.

KI meint dazu:

"Das klingt nach einer logischen und zeitsparenden Abkürzung, oder? In der Theorie: Ja, in der Praxis ist es jedoch ein riskantes Glücksspiel.
Hier ist der Grund, warum „Menge raus = Menge rein“ bei einem Aisin-Getriebe oft schiefgeht:
Die Gefahren dieses Vorgehens
* War der vorherige Stand korrekt?
Du gehst davon aus, dass das Getriebe vor dem Ablassen perfekt befüllt war. Wenn das Getriebe aber bereits leicht undicht war (z. B. am Simmerring oder Kühler) oder ab Werk/beim letzten Service falsch befüllt wurde, übernimmst du diesen Fehler einfach.
* Die Temperatur-Falle
Öl dehnt sich bei Hitze aus. Wenn du 3 Liter heißes Öl ablässt und 3 Liter eiskaltes Öl nachfüllst, hast du effektiv zu viel Öl im Getriebe, sobald es betriebswarm wird.
* Restmengen im Wandler
Bei einem einfachen Ablassen kommt nur etwa ein Drittel bis die Hälfte der Gesamtfüllmenge heraus (der Rest bleibt im Drehmomentwandler und im Schaltschiebergehäuse). Kleine Messfehler beim Auffangen summieren sich hier schnell.
Wann man es trotzdem so macht („Die 1:1 Methode“)
Mechaniker nutzen diese Methode oft nur als Vorbereitung, um das Auto überhaupt sicher starten zu können. Das Vorgehen sieht dann so aus:
* Alte Menge messen (z. B. mit einem Messbecher).
* Exakt diese Menge + ca. 200–300\text{ ml} „Sicherheitsreserve“ neu einfüllen.
* Wichtig: Danach zwingend das offizielle Prozedere (warmfahren auf 40^\circ\text{C}, waagerecht hinstellen, Überlaufschraube bei laufendem Motor öffnen) durchführen.
Warum die "Reserve"?
Es ist besser, oben etwas mehr einzufüllen und es dann über das Überlaufrohr kontrolliert ablaufen zu lassen, bis nur noch ein leichtes Tröpfeln kommt. So weißt du zu 100 %, dass der Pegel exakt an der Oberkante des Steigrohrs steht.
> Wichtiger Hinweis: Wenn du zu wenig einfüllst und die Kontrolle bei laufendem Motor machst, zieht die Ölpumpe eventuell Luft, bevor du nachfüllen kannst – das mag das Getriebe gar nicht.
>
Mein Rat: Nutze die abgelassene Menge als groben Richtwert, aber verlasse dich für die finale Korrektur immer auf das Überlaufrohr bei laufendem Motor."
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema: Berlingo K9 EAT8 - Getriebeölwechsel - uff....
Oben