Befestigung auf Siebdruckplatte

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  1. #1 schaumermaldann, 04.09.2020
    schaumermaldann

    schaumermaldann Neues Mitglied

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    Ich habe in meinen Berlingo Multispace 2017 just erfolgreich eine Siebdruckplatte 12 mm eingebaut. Aber jetzt tauchen die Probleme auf. Ich habe die glatte Seite oben und wollte einige Rampa-Muffen eindrehen, um Euroboxen zu befestigen. Rampa hätte den Vorteil gegenüber Einschlagmuttern, dass ich die Platte nicht jedesmal ausbauen muss, um neue Befestigungspunkte zu machen. Die M5 Schrauben kamen mir etwas schwach vor, also habe ich M6 genommen. Die entsprechende Rampa-Muffe hat außen 12 mm und die empfohlene Vorbohrung 10 bis 10,5 mm. Ich habe die Vorbohrung mit 10 mm gemacht. Dann ist es leider so, dass die Muffe beim Eindrehen das Furnier der Platte fast zum Platzen bringen. Dann wollte ich es mit 10,5 Vorbohrung versuchen. Erstmal einen Bohrer zu finden ist gar nicht so leicht. Dann stellte ich fest, dass meine Bohrmaschine gar keine 10,5 Bohrer kann. Außerdem gibt es für 10.5 keine Anschläge um das zu tiefe Bohren zu verhindern.
    Wie habt Ihr das gemacht? Reichen doch M5 Schrauben? sollten die 12 mm lang sein? Ich befürchte weitere Komplikationen auf der Rückseite der Platte, wenn die Muffe genauso lang ist wie die Platte dick. Oder doch lieber Einschlagmuttern? Splittert das Furnier da nicht auch?
     
  2. Winni

    Winni Mitglied

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    ...servus

    Besorg dir eine Bohrmaschine die bis 13mm bohren kann - das andere ist Spielzeug.

    Lösung für die Bohrtiefe: am Bohrer abmessen und dann mit Isolierband markieren (um den Bohrer kleben), dann siehst du während des bohrens wie weit du noch ins Material mußt.

    Zum reinschrauben: besorg dir Inbuseinsatz für die Bohrmaschine, eine M6 Inbusschraube, Mutter, große Beilagscheibe.
    Die Beilagscheibe mit Mutter und Inbusschraube per Hand in die Rampamuffe schrauben, dann kannst du mit Bohrmaschine (Drehmoment einstellen!) die Muffe perfekt ins Material einschrauben: gerade und perfekt mit Krafteintrag mittig.

    Du schraubst dann die Muffe genau bis Oberkante Platte ein, weil du mit der Beilagscheibe anstehst.

    Ach ja: die Kernbohrung 10.5mm solltest du noch leicht ansenken mit Kegelsenker, dann reißt auch nix aus!7

    lg
    Winni
     
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  3. #3 Reisebig, 04.09.2020
    Reisebig

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    Es gibt auch dickere Bohrer deren Schaft auf 10 mm abgedreht sind und dann in die normalen kleinen Maschinen reinpassen ... aber ob es sowas in 10,5 gibt ???
     
  4. #4 Pusteblume, 04.09.2020
    Pusteblume

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    Einschlagmuttern kann ich nicht empfehlen, da sie ausreißen können und dann ihre Funktion verlieren. Die Eindrehmuttern habe ich mit der Hand in ein 10er Loch eingedreht und bevor die oberste Schicht splittern konnte noch mal raus und habe die Kanten jeweils abgeschliffen. Einen Kegelsenker hatte ich nicht zur Verfügung. Ging eigentlich ohne Probleme. Die Eindrehmuffe muss nicht so lang sein wie die Platte dick ist.
     
  5. #5 christiane59, 05.09.2020
    Zuletzt bearbeitet: 05.09.2020
    christiane59

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    Einschlagmuttern (von unten eingesetzt) sind die sicherste Verbindung, die man an einer Siebdruckplatte verwenden kann.

    Ich habe das bei meiner Bodenplatte so gemacht: alle Möbel gebaut, stabile Winkel dran mit Löchern, die für M8 Schrauben groß genug sind, und dann habe ich alles ins Auto gesetzt, wohin es soll. Anschließend habe ich mit dem Akkuschrauber und passendem Bohrer die Löcher für die Einschlagmuttern von oben durch die Aufnahme der Winkel durch die Bodenplatte gebohrt.

    Anschließend die Möbel und Platte wieder herausgenommen und die Platte umgedreht. Nun hast du ganz genau sämtliche Positionen für die Einschlagmuttern. Einschlagösen einsetzen, anschließend die Platte wieder einbauen, mit der Karosserie verschrauben und Möbel einbauen. Wenn du das sorgfältig gemacht hast, passt alles garantiert.
     
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  6. oskar

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    Ich beschäftige mich beruflich mit dem Thema und so wie du das beschreibst hast du einfach die alte, schwierig zu verarbeitende Form der Einschraubmuffen.

    Generell ist es genauso wie Christiane es schreibt, die Einschlagmuttern, die von unten gesetzt werden, haben eine wesentlich höhere Auszugsfestigkeit.

    Die Einschraubmuttern gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Einmal mit Schlitz, einmal mit einem Inbus zum einschrauben.
    Die Ausführung mit Inbus hat zwei Vorteile, erstens ist sie durch den Inbus leichter einzuschrauben, zweitens ist sie ist sie oben abgeschrägt, zum Versenken. Die Senkung verhindert dann das Ausreißen.

    Bei der Ausführung mit Schlitz kommt es oft beim Einschrauben dazu, dass das Innengewinde verletzt wird und sich die Gewindeschraube später nur sehr schwer eindrehen lässt, die würde ich auf keinen Fall verwenden.

    Hier mal ein Link zu der Variante wie ich sie verwende die sich einfach und gut verarbeiten lässt:
    10 x Einschraubmuffen M6/M8/M10 Einschraubmutter Eindrehmuffen Innensechskant | eBay

    Und wie immer wenn irgendeine Arbeit ansteht die genau werden soll und bei der ich später keine Möglichkeit zu Korrektur habe, hilft es ungemein erstmal an einem Probestück einen Versuch zu starten.
     
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  7. #7 rapidicus, 05.09.2020
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    Wenn man sich doch für einschlagmuttern entscheidet, ist es sinnvoll, die platte mit dem forstnerbohrer etwas einzusenken, damit der "teller" mit den zacken nicht übersteht.
    Da hab ich schön häufiger scheuerstellen gesehen, also im auto dann....

    Gruß, Stefan
     
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  8. #8 christiane59, 05.09.2020
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    Man kann auch eine dünne Gummiunterlage unter die Platte legen. Wobei es wenig zu Schäden kommen sollte, wenn die Platte fest mit dem Auto verschraubt wird.

    Möchte man die Möbel öfter mal wieder ausbauen, dann würde ich zur Gewindeschonung nicht die Möbel direkt im Gewinde einschrauben (und die Schrauben immer wieder lösen müssen) sondern Gewindestifte ins Gewinde setzen, die durch die Aufnahme der Winkel passen, und dann von oben mit einer Mutter kontern. Die Außen-Sechskantform der Muttern lässt sich viel beschädigungsfreier immer wieder lösen als eine Schraube mit Kreuzschlitz oder Torx oder was auch immer.

    Das ist etwas mehr Aufwand zu Anfang, aber nachher ist es viel einfacher, die Möbel wieder auszurichten, weil sie gleich an Ort und Stelle bleiben, sobald sie an der richtigen Position sind.
     
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  9. #9 rapidicus, 05.09.2020
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    Bei stehbolzen setzt man die möbel auf, und sie passen.
    Bei gewinden im boden muss man hin&her schieben, bis man sie trifft.
    Stehbolzen stören, wenn man die ladefläche braucht....
    Als abhilfe gibt es stehbolzen mit e-torx, die lassen sich leicht aus/eindrehen.

    Gruß, Stefan
     
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  10. #10 christiane59, 05.09.2020
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    Wenn ich Bolzen verwenden würde und wollte nachher die Ladefläche zum Laden benutzen, dann würde ich einfach drei-vier Dachlatten oder ähnliches Holz in passender Dicke mit Bohrungen versehen und über die Bolzen legen. Über diese kann man Möbel, Paletten oder was auch immer schieben, das man gerade transportieren möchte. Es gehen nur die paar cm in Höhe der hervorstehenden Bolzen verloren.

    Außerdem kann man an einigen Bolzen an strategisch günstiger Stelle gleich Zurrösen mit Kontermutter befestigen, um die Ladung zu sichern.
     
  11. #11 rapidicus, 05.09.2020
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    Ja, so hat jeder sein eigenen ansatz.
    Wenn ich meine vespahinten reinfahre, würdenmich die latten stören, zu 90% bin ich persönlich auch ohne "ausbau" unterwegs, und da lädt ein stapler auch mal eine palette ein.

    Der TE hat ja jetzt jede menge hinweise bekommen, möge er das beste draus machen.

    Gruß, Stefan
     
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