Was spricht noch gegen ein Fahrzeug mit Erdgas und Co. ?

Dieses Thema im Forum "Alles zu den alternativen Antrieben" wurde erstellt von Big-Friedrich, 26. März 2005.

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Warum fährst du keinen Wagen mit einem alternativen Antrieb ?

  1. Die Umrüst- b.z.w. Anschaffungskosten sind zu hoch

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  2. Es gibt dafür nicht genügend Tankstellen in Deutschland

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  3. Die Technik ist noch nicht ausgereift

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  4. Die Erspanisse (Steuer und Spritkosten) sind zu gering

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  5. Eigentlich sprechen alle diese Gründe für mich gegen so ein Fahrzeug

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  6. Ich sehe keine großen Probleme. Wenn ich mir jetzt einen neuen Wagen kaufen müßte, würde ich so ein

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Status des Themas:
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  1. #1 Big-Friedrich, 26. März 2005
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    Bei der anderen Umfragen haben sich bisher 100 % dafür entschieden,
    dass ein Fahrzeug mit einem alternativen Antrieb grundsätzlich eine gute Sache ist. Aber warum fährt denn kaum jemand ein einen Wagen ?

    Eine Umfrage dazu ist recht kompliziert. Also mir geht es auf jeden Fall,
    dass eigentlich mehr Antworten in Frage kommen.
    Ich kann aber keine Umfrage ertsellen, bei der man mehrere Antworten geben kann :oops:

    Also habe ich den wichtigsten Punkt für mich gewählt und werde in demnächst hier auch einen ausführlichen Text zu meiner Meinung posten.

    Wäre nett, wenn ihr es auch so machen würdet.
     
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  3. #2 Anonymous, 26. März 2005
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo,
    auch bei dieser Umfrage kann ich mich nicht so recht einordnen. Es gibt den Berlingo/Partner ja auch als "Erdgasauto" bei der 1.4er Motorisierung. Aber was nützt mir das, wenn durch den Gastank der halbe Kofferaum futsch ist??? Ich denke mal, viele kaufen einen Hochdachkombi wegen des erhöhten Platzbedarfs. Wenn nun der Tank so einfach in den Kofferraum gebaut wird....neee also wirklich nicht tragbar für mich.
    Ich würde eher Flüssiggas bevorzugen. Der Tank ist viel kleiner und wird in der Reserveradmulde integriert. Da bleibt der Kofferaum unangetastet. Zudem ist Flüssiggas (Autogas) im Ausland wesentlich präsenter als Erdgas.
    Leider wird dieser Gasantrieb nicht ab Werk angeboten, man muss also nachrüsten.
    Hmmm - alles noch nich so richtig ausgereift, aber der Weg ist bestimmt nicht schlecht.

    LG
    Werner
     
  4. #3 Big-Friedrich, 26. März 2005
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    Jo, ich denke auch, dass die Umfrage nicht gerade glücklich gelungen ist. Das Thema ist einfach zu umfangreich.
    Habt ihr Vorschläge, wie ich die Umfrage besser gestalten könnte ?
     
  5. #4 Anonymous, 4. April 2005
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Bei mir war es die Kombination aus keiner_Tankstelle_vor_Ort und dem höheren Anschaffungspreis.
    Und dann ist man eigentlich immer noch auf "richtige" Erdgasautos angewiesen, die von Anfang an darauf konstruiert wurden, wo der Erdgastank gut versteckt ist und kaum Laderaum und Nutzlast wegnimmt sowie möglichst die Motoren mit sehr hoher Verdichtung die Klopffestigkeit von Erdgas ausnutzen.
    V.a. Opel ist hier aktiv.
     
  6. #5 Anonymous, 16. Mai 2005
    Anonymous

    Anonymous Guest

    m Vorfeld möchte ich mich für etwaige Tippfehler entschuldigen, denn ich habe diesen Text mit einem Spracherkennungsprogramm "geschrieben".


    Ich bin der Roger aus der Slowakei und hier (wie auch in Tschechien, Polen, allen Benelux-Staaten) ist der Gasantrieb ziemlich verbreitet. Es ist jedoch kein Erdgas (im Vergleich zu Deutschland gibt es hier kaum Tankstellen, bzw. öffentliche Tankstellen - da hier praktisch nur Stadtbusse mit Erdgas fahren). Es ist Flüssiggas, also LPG (nicht zu verwechseln mit der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft der DDR). Ich selbst fahre derzeit so ein Fahrzeug, einen alten Skoda. Es ist noch ein Vergasermotor, also ohne Direkteinspritzung und die Umbaukosten betragen um die 500 Euro (bei den Direkteinspritzern kostet es mindestens das Doppelte). Heute kann man nicht mehr so viel sparen wie früher (damals war das etwa die Hälfte im Vergleich zum reinen Benziner). Mittlerweilen haben sich die steuerlichen Rahmenbedingungen geändert und somit kann man gegenüber dem Benziner knapp 1/3 sparen. Es muss hier nämlich berücksichtigt werden, dass der Verbrauch an Flüssiggas in Litern doch um die 20-25 Prozent höher ist als beim Benzin. Selbst die Flüssiggasfahrzeuge, die schon ab Werk mit solchem Antrieb ausgestattet sind, haben nach Werksangaben einen Mehrverbrauch von cca. 6 Prozent aber real kommt man praktisch immer über die 10 Prozent-Marke - also mindestens einen Liter mehr. Im Vergleich zum Diesel sind die Ersparnisse nur minimal (vom Betrieb her). Hierzulande fährt etwa die Hälfte mit legalen Umbauten und die andere Hälfte hat diese "schwarz" eingebaut. Diese müssen jedoch vor jedem TUV ausgebaut und danach wieder eingebaut werden (diese illegalen Umbauten sind praktisch ausschließlich Fahrzeuge, die für so eine Umrüstung nicht allgemein freigegeben sind - man müsste also eine ganz individuelle Prozedur inkl. Tests durchlaufen (egal, ob diese Fahrzeuge in anderen EU Ländern freigegeben sind oder nicht - es lebe die EU :- )) ..... was dann im Endeffekt doch ziemlich teuer käme). Es lohnt vor allem bei alten Fahrzeugen und Fahrzeugen, die so wie so einen sehr hohen Verbrauch haben (ideal sind alte amerikanische Straßenkreuzer mit einem 30 Liter-Verbrauch).

    Der Flüssiggasantrieb wird immer als Zusatzantrieb eingebaut - der Benzintank bleibt also vollständig erhalten. Der Gastank ist entweder ein Zylinder im Kofferraum /bei den meisten Fahrzeugen ist der Kofferraum damit so gut wie weg/ oder als Disktank statt des en Reserverades.
    Der Preis pro Liter Flüssiggas beträgt etwas mehr als die Hälfte des Benzinpreises - derzeit knapp 50 Cent und der Benzinpreis beträgt hierzulande jetzt 90-95 Cent. Das billigste 90 Oktan Benzin ist mittlerweile billiger /wenn auch nur um 2-3 Cent/ als Diesel.

    Fazit: Der Erdgas-Combo wäre trotzdem eine Alternative für mich, aber nur wenn ich in einem eigenen Haus wohnen würde, weil ich da mit einem "langsamen" Kompressor Zuhause aus der ganz gewöhnlichen Gasleitung nachtanken könnte. Die Reichweite von 200-300 Kilometern wäre dann ausreichend, denn bei längeren Strecken könnte ich immer noch mit Benzin fahren, bzw. - im Ausland, wo eine bessere Infrastruktur für Erdgasfahrzeuge gegeben ist .... könnte ich mir diese zu Nutze machen.

    Hier ist also eine kleine Auflistung der Vor- und Nachteile so eines Flüssiggasantriebes /ich schätze, dass es sich so ähnlich auch bei Erdgasfahrzeugen verhält/:

    - man darf nicht in Tiefgaragen parken
    - die Leistung sinkt um cca. 10 Prozent
    - der Motor läuft leiser und hält länger /praktisch keine Karbonablagerungen/
    - der Kofferraum ist meistens futsch
    - zum normalen TUV brauch man alle drei Jahre einen Check der Gasanlage
    - man muss jedes Jahr zur Abgaskontrolle /unlogisch, weil die Werte immer die Benzinerwerte unterbieten/
    - bei 5-Sitzern wird wegen dem Gewicht im FB ein Sitz gestrichen
    - Reichweite mit beiden vollen Tanks über 1000 Km /bei alten Autos... die einen Verbrauch um die 10 Liter Benzin haben/
    - die Sicherheit ist wirklich OK
    - Fehlzündungen sind praktisch unmöglich - umgerechnet bringt es LPG auf cca. 104 -112 Oktan und es ist ein Gas... also einzelne Moleküle... so fein kann keine Düse der Wert zerstäuben
    - Im Winter zündet es manchmal problematisch... (bei Erdgas dürfte dies aber kein Problem sein) und man muss mit Benzin anlassen und dann nach cca. 2-3 Kilometern umschalten auf Gas. Ich persönlich habe damit aber keine Probleme, ich fahre und zünde auch im Winter ausschließlich mit Flüssiggas.... aber hier bin ich geografisch praktisch auf der gleichen Ebene wie Wien und Budapest.
    - die Anzahl der Flüssiggastankstellen ist in den meisten osteuropäischen Ländern mehr als ausreichend, und sogar in Deutschland komme ich damit ziemlich gut klar - ich muss allerdings oft in verschiedenen Industriegeländen tanken ..... /ich meine natürlich ganz legal - also keine Hinterhofgeschichten/.

    Für Deutschland ist aber Erdgas eindeutig die bessere Alternative und wie gesagt - wenn man ein eigenes Haus mit Gasanschluss hat... dann fährt man regelrecht "abartig" günstig.

    Die Alternativfahrer sind stark in der Minderheit... und dass ist zumindest von den Preisen her auch gut so...
    denn wenn es davon Hunderttausende geben würde, so würden diese Menschen auch für den Fiskus zu richtig interessant werden und dann müsste man nur noch ein bisschen an der Verbrauchersteuer drehen ... und schon wäre man doppelt bestraft: keine oder nur kleine Ersparnisse, + die Umbaukosten usw.

    Ich bekomme meinen Combo erst in cca. 6 Wochen geliefert und diesmal wird es ein Diesel sein - aber der kleine mit 1,3 Litern. Der Betrieb kommt zwar etwas teurer (gegenüber einen auf LPG umgerüsteten Benziner), aber dafür kann ich in der Garage parken. Leider ist es nicht so einfach einen Opel Combo auf Flüssiggas legal umzurüsten (für den Opel gibt es nämlich keine Allgemeinfreigabe)... denn sonst würde ich bestimmt einen Benziner auf Gas umrüsten und die Lüftungsfrage in der Garage schon irgendwie im Sinne der hiesigen Sicherheitsvorschriften lösen.
    Betreffes der Vorteile von Erdgas: Hier habe ich mit Busfahrern gesprochen und diese bescheinigten mir praktisch die gleichen Vorteile für den Motor, wie bei Flüssiggas. Auf alle Fälle schadet es dem Motor weniger als der eigentlich vorgesehene Kraftstoff.

    roger
     
  7. #6 Anonymous, 16. Mai 2005
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    Umrüsten kommt bei mir auf Erdgas nicht in Frage, weil da halt der Tank im Kofferraum liegt und die ganze Sache, je nach Typ, so zwischen 100 und 200 kg wiegt und dann ist da nicht mehr viel mit zuladen. Eine Tankstelle für Erdgas läge aber günstiger weise auf dem Weg zur Arbeit, aber keine für Flüssiggas und auch nicht in der Nähe, womit die Sache auch ausfällt.
     
  8. #7 Big-Friedrich, 16. Mai 2005
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    Umrüsten kommt für mich auch nicht mehr in Frage, obwohl ich ein Fan von diesem Antrieb bin. Ich scheue die Umbaukosten, den Aufwand und natürlich möchte ich keinen cm Platz abgeben. Für mich steht fest: Wenn Erdgas, dann nur als Serienfahrzeug. So wie beim CNG Combo, wo die Tanks quasi unsichtbar sind. Aber nun haben wir einen Benziner und fahren auch recht gut damit :D Wir fahren nicht viel und der Verbrauch von ca. 8,5 Litern ist voll ok.
    Obwohl der Gedanke, sein Auto zu Hause selbst an der Gasleitung tanken zu können, doch recht interessant ist :p
     
  9. #8 Anonymous, 27. April 2006
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Fehlt nur noch der Punkt:
    "Ich fahre bereits mit alternativem Kraftstoff"

    P.S.

    Nach nunmehr einem halben Jahr und ca. 6000km mit Autogas, kann ich nur Gutes berichten!
    Würde jederzeit wieder umrüsten lassen. Tanken macht Spass, vor allem bei der Preisdifferenz von über 70ct zu Super der im Moment herrscht (Super in Berlin z. Zt. 1,339€/ LPG 0,62€)

    P.P.S.
    Bitte nicht immer CNG (Erdgas) mit LPG (Autogas) verwechseln!
    Erdgas braucht riesige Tanks die einem das Kofferraumvolumen klauen und sind in der nachträglichen Umrüstung extrem teuer (ca. 4500€).
    Auto- oder Flüssiggas kann man in sogenannten Reserveradtanks speichern (Tank anstelle des Reserverades), der dadurch keinen Platz vom Laderaum wegnimmt. Der nachträgliche Einbau einer Autogasanlage kostet in Deutschland ca. 2200-2500€ incl, TÜV etc. Mehrverbrauch bei modernen Einspritzmotoren in der Praxis ca. 10-15%, heisst bei meinem Octavia statt 9,7l Super, 11,1l LPG oder statt 12,99€/100km mit Super, 6,88€/ 100km mit Gas.
    Hier bei www.amortisationsrechner.de kann man mal nachrechnen, ab wann sich eine Umrüstung lohnt.
    Meine Daten: 14 000km/Jahr, nach 3 Jahren bin ich bei +/-null, danach spare ich selbst dann, wenn Ende 2009 die Steuerermässigung für LPG aufgehoben weren würde. Dann kämen auf den Preis pro Liter Autogas noch 12ct dazu. Denke mal 74ct pro Liter ist immer noch günstig!

    Beste Grüsse, Kay
     
  10. #9 Anonymous, 27. April 2006
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Sorry, technisch nur mit extremem Aufwand machbar, da das CNG auf 200bar verdichtet werden muss!
    Rechnet sich dann nicht mehr, im Gegenteil..........
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das gilt soweit ich weiß nicht für Erdgas.
    Bei Erdgas blöd, das es eine BRD Insellösung ist. Im benachbarten Ausland wird man eher Flüssiggas finden.

    Christian
     
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    Hey
    hier gibt es passendes Zubehör.
    Vielleicht ist etwas brauchbares dabei.
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  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Auch mit Flüssiggas darf man in Tiefgaragen. Das alte Gesetz gilt nicht mehr ausser ggf. in Brandenburg un Bremen glaub ich
     
  14. #12 Big-Friedrich, 27. April 2006
    Big-Friedrich

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    Also ich mach denn dieses Thema mal zu....
    Es ist ja schon über ein Jahr alt und da war die CNG Technik noch nicht seriemäßig in HDK´s verfügbar. Dies hat sich ja zum Glück geändert.
     
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