TüV mal nicht kleinlich, sondern schlampig !

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Fragen und Themen" wurde erstellt von Anonymous, 20. März 2013.

  1. #1 Anonymous, 20. März 2013
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Moin,

    ich war vergangenen Donnerstag mit meinem Panda beim TüV. Ohne Probleme durch, Kommentar vom Prüfer wörtlich: "3 Jahre alt und 21000 km, was soll da dran sein ?". Die Plakette wurde ohne Mängel zugeteilt.
    Ich hatte aber glatt vergessen, dass ich Freitag einen Termin für die 3. Jahresinspektion hatte, sonst hätte ich da die Tüv-Abnehme machen lassen. Den Wartungstermin habe ich dann auch noch wahrgenommen, wegen der Werksgarantie, die Ostersonntag ausläuft. Der Meister rief mich, zeigte mir die vorderen Bremsen und sagte: "Wie haben Sie die Plakette bekommen ???". Die Bremsscheiben sind vollkommen runter, blau angelaufen und eingerissen, weil sie wohl mal überhitzten. Hätte das der TüV-Prüfer gesehen, hätte er mir das Auto stillegen können, bzw. stillgelegt !!!!

    Ausnahmsweise bin ich jetzt mal wegen der erteilten Plakette ziemlich angepi***. Wenn ich nicht zufällig den Inspektionstermin gehabt hätte, wären die defekten Bremsen erst nach ca. 2 Monaten beim Reifenwechsel aufgefallen, oder eben beim Unfallgutachter, wenn ich mich um den nächsten Baum gewickelt hätte. :evil:
    Bisher hatte ich einigermaßen Vertrauen in den TüV und fand die regelmäßigen Untersuchungen sinnvoll, wie geschrieben BISHER ! Die anderen Prüfer regen sich über eine nicht funktionierende Nummernschildbeleuchtung auf und machen ein riesigen Buhei drum, und der "Prüfer" schaut nicht mal auf die Bremse ???????? Sorry, aber so etwas darf nicht passieren !!!!

    Die neuen Teile sind übrigens geordert, das Auto ist bis zur Heilung durch den Berufenen :mrgreen: freiwillig im Carport eingesperrt.
     
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  3. AGL

    AGL Mitglied

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    Und wer Zahlt das jetzt? Und wie konnte das nach nur 21000KM überhaupt passieren? …OK…FIAT….aber trotzdem.
     
  4. #3 Anonymous, 21. März 2013
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Niemand bzw. ich selber, denn Bremsscheiben sind Verschleißteile. Hier in den Bergen ist solche ein Bremsverschleiß nicht unnormal. Ich muss jeden Tag zweimal einen steilen Weg runter, da bremst man schon einiges in den 21tK.
     
  5. Fire-82

    Fire-82 Mitglied

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    Hi,
    Lässt du deinen wagen vor einem TÜV Termin nicht nochmal durch schauen???

    Das hätte ja dann schon eher auffallen müssen.
     
  6. #5 Anonymous, 21. März 2013
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Warum ? Das ist nur Geldmacherei. Die Nachkontrolle durch den Tüv ist kostenlos, dann sollen sie die Untersuchung machen.
     
  7. HaBe

    HaBe Mitglied

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    Berlingoheizer hat geschrieben
    Wenn dem bei dir so ist ist das schön.Normalerweise kostet das aber eine Gebühr so um die 10 Euro.Ist Unterschiedlich Tüv Süd z.B. 11 Euro.
     
  8. #7 Anonymous, 21. März 2013
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Müssen die werte der bremsenprüfung nicht ins protokoll ? I.a.W.: muss das fahrzeug nicht obligatorisch auf den bremsenprüfstand, um die plakette zu bekommen ?
     
  9. #8 Anonymous, 21. März 2013
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Die testen auf den Rollenprüfständen nur, ob die Bremse auf beiden Seiten gleichmäßig ist. Die Bremskraft stimmte ja noch und die Bremse war auch gleichmäßig, aber eben mit den gerissenen und extrem verschlissenen Scheiben. Also beide Seiten gleich schlecht.
     
  10. Beastie

    Beastie Mitglied

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    Mhm... auch wenn der geschilderte Fall sehr bedenklich ist, sollte man sich immer in Gedächnis rufen, dass der TÜV nur die Verkehrssicherheit im Moment der Vorführung beurteilt.. verantwortlich dafür ist aber formal der Fahrer des Fahrzeuges..

    Spricht.. den schwarzen Peter wird man als Fahrzeugführer einfach nicht los... die Bremsen waren ja auch schon an dem Tag vor dem TÜV Termin arg angegriffen... aber offenbar immer noch in einem Zustand, den der TÜV als Bremsen nach Vorschrift durchgewunken hat.. ein optische Überprüfung scheint dann nicht stattgefunden zu haben... keine Ahnung, ob die in dem Fall zwingend vorgeschrieben ist oder ob es nur eine von vielen Optionen des Prüfers ist, seinen Auftrag zu erfüllen. (Wobei mir nicht mal klar ist, in wessen Auftrag der Prüfer überhaupt schafft? Geld bekommt er von mir.. aber das ist ja mehr ne Gebühr als ein Entgeld für eine von mir zu bestimmende Dienstleistung... und wenn ich mit dem TÜVler gar keinen Dienstvertrag habe, dann kann ich ja nicht mal meckern, wenn er schlampen tut.. sondern mich bestenfalls irgendwie beschweren.. aber das ich z.B. 20 Euro zurück bekomme weil die Dienstleistung mangelhaft war, ist wohl nicht drin? ... )

    Die Moral von der Geschicht: Traue einem TÜV Siegel nicht.. und verwechsel das ja nicht mit der Aussage, dass Fahrzeug, an dem es klebt, sei in Ordnung... am Ende ist immer der Fahrer fällig... dem wird wohl bestenfalls in so einem Fall das 'grobe' beim Fahrlässigen erlassen werden..

    Mal ganz davon ab.. ich wäre vermutlich auch zum Dach raus... und vielleicht ist einmal im Jahr zur Inspektion doch kein Luxus, wenn man selbst wirklich keine Ahnung von der Technik hat wie ich..
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das ist noch nie Luxus gewesen, jedenfalls nicht für mich. Ich habe zwar KFZ-Mechaniker gelernt, bin aber wegen der Garantie zur Inspektion gefahren, danach mache ich die selber. Auch ein Fachmann schaut nicht alle 2 Monate nach seinen Bremsen. :oops: Und die Verschleißanzeiger schweigen noch, da die Belagstärke ja noch dicke im Plus ist.

    Die Bremsen waren im Herbst beim Räderwechsel noch tip-top in Ordnung. Der Schaden muss in der Winterperiode passiert sein und wäre spätestens in ein paar Wochen aufgefallen, wenn der erneute Radwechsel ansteht.
     
  12. #11 bonsaicamper, 23. März 2013
    bonsaicamper

    bonsaicamper Mitglied

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    Verletzt ein Prüfer bei der Hauptuntersuchung schuldhaft seine Pflichten und führt dies ursächlich zu einem Schaden des Auftraggebers, kommt eine Haftung des Bundeslandes, von dem der Prüfer seine "Zulassung" hat, in Betracht. Der Prüfer handelt nämlich bei der HU hoheitlich als sog. Beliehener. D.h. er handelt gewissermaßen stellvertretend für den Staat. Deshalb trifft dann auch den Staat evtl. die Haftung für Schäden.

    Das gilt allerdings nicht, wenn der Geschädigte Ersatz von einem Dritten erlangen kann, z.B. von der Werkstatt oder vom Verkäufer, weil die Staatshaftung immer nur "subsidiär", also mangels Alternative greifen kann.
     
  13. Beastie

    Beastie Mitglied

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    @bonsaicamper Danke für genau die richtigen Stichworte :)

    Hab damit mal ein wenig Google gefüttert und bin dabei auf zwei recht verständliche praktische Fälle gestoßen:

    http://www.fahrschule-online.de/hauptun ... 05207.html

    und unter Bezug des Urteils aus Hamm ( Oberlandesgericht Hamm Aktenzeichen I-11 U 112/08 ) findet man in einem Anwalts-Blog weitere recht spannende Aussagen.

    Dabei geht es allerdings nur um die bekannte Situation, wo ein Gebrauchtwagenkäufer sich auf das Ergebnis der HU verlassen hat und damit schwer eingegangen ist.

    Ich hab auch Fälle entdeckt, wo jemand Schadenersatz zugesprochen bekam, weil sein neues Moped von der Rennleitung einkassiert wurde, der beauftragte Gutachter sich dann vergutachtet hat und die Mühle stilllegte, obwohl alles o.k. war.. auch hier war das Land zahlend und nicht etwa der TÜV, der zuerst verklagt wurde..was aber abgeschmettert wurde. Erst per Staatshaftung kam der Moped Besitzer zu seinem Recht.

    Was ich allerdings nicht finden konnte, war ein Fall, wo jemand auch nach TÜV Besuch verkehrsunsicher war und ihm dadurch ein Schaden entstand.. Mann könnte ja im vorliegenden Fall das wilde Beispiel konstruieren, dass ne Bremsscheibe platzt und man deshalb das eigene Fahrzeug mit der Leitplanke kaltverschweißt.. selbst bei Vollkasko wäre das ja dann so ein Fall, wo es spannend wäre...

    Gefühlt wäre es bei vorausgegangenen Inspektion durch eine Fachwerkstatt deutlich leichter als bei einer HU..

    Will aber hoffen, dass das niemand je rausfinden muss..
     
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  15. Anonymous

    Anonymous Guest

  16. #14 Fischotter, 13. April 2013
    Fischotter

    Fischotter Mitglied

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    Hallo,
    war vor Gut 2 Wochen mit meinem 23 Jahre alten Vectra, leider kein HDK, hat aber seine Gründe, beim TÜV. Es war sogar der richtige TÜV. Gefunden hat er kleinigkeiten, die von der Werkstatt wo ich war, sofort erledigt. Die Folge davon, mein alter Wagen hat die Plakette ohne weitere Fehler bekommen. Das sollten die aktuellen schaffen. Also kann ich nicht über den TÜV mich beschweren.
    Ciao

    Peter
     
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TüV mal nicht kleinlich, sondern schlampig !

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