Opel Vectra B - Campingausbau

Dieses Thema im Forum "Camping/Umbauten und Tuning" wurde erstellt von BimBamBino, 10. Oktober 2014.

  1. BimBamBino

    BimBamBino Mitglied

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    Seit langem lese ich hier im Forum und heute ist der Tag gekommen, an welchem ich euch mein "Wohnmobil" vorstellen möchte. Ich habe zwar keinen Hochdachkombi, sondern einen normalen Kombi, aber vielleicht habt ihr ja trotzdem Lust, euch meinen Kombi anzusehen.

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    Wenn ich von meinem “Wohnmobil” spreche, meine ich meinen 2002er Opel Vetra B Caravan – in einem wunderschönen Beton-Grau. Scherz bei Seite: Er ist wirklich schön. Unsere innige Beziehung begann vor knapp 1,5 Jahren, als ich ihn ganz unromantisch gekauft habe.
    Die Jahre davor habe ich in einem etwas kleineren, aber genau so praktischem, Mazda 323 (Mini-Kombi) geschlafen.
    Aber nun zurück zu meinem Opel Vectra – dem Vecci. Mit insgesamt 100 Pferdestärken befördert der Vecci uns sowie meinen gesamten Campinghaushalt quer durch die Welt. Und das Praktische daran, das Bett ist immer mit dabei – nämlich im Vecci.

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    Um im Vecci schlafen zu können, musste ich die Sitze und die Kofferraumabdeckung ausgebaut. Damit die Liegefläche auch ausreichen lang ist (ca. 200m), habe ich eine kleine Erhöhung für den Fußraum der Rückbank gebaut. Diese Konstruktion erlaubt es, mit dem Kopf quasi direkt hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz zu schlafen.
    Im entstandenen Zwischenraum unter dieser Konstruktion kann nun allerhand Kleinkram, wie Vorhänge, Campingkocher, Geschirr, Schuhe oder 10 Barren Gold gelagert werden. Damit der Kram (vor allem das Gold) sicher verstaut ist, habe ich alles in kleine IKEA-Kisten gepackt. Diese passen perfekt in den hinteren Fußraum.

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    Auf die entstandene Liegefläche habe ich nun zwei aufblasbare Isomatten gelegt und darauf noch zwei günstige Schaumstoffmatratzen. Jene musste ich jedoch erst noch zuschneiden, damit sie 100 Prozent passen.

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    Damit im Sommer die Nacht nicht schon 4.30 Uhr vorbei ist, braucht ein richtiger Schlafwagon natürlich noch Vorhänge. Diese habe ich aus schwarzen Baumwollstoff passend zu geschnitten und doppelt vernäht. Somit kann man im Vecci zur Not auch einmal ausschlafen.

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    Durch viele Reisen mit Auto – in welchen ich auch immer im Auto geschlafen habe – ist mir aufgefallen, dass der Stauraum ein großes Manko ist. In umgebauten Kastenwagen, Kleinbussen oder Wohnmobilen gibt es zahlreiche Staufächer, um Klamotten, Schuhe, Bücher oder Essen sicher zu verstauen, ohne dass der Gesamte Haushalt während der Fahrt auf den Kopf gestellt wird. Im PKW hat man so leider etwas nicht.
    Ein passender Kleiderschrank ist schnell gefunden: Eine Dachbox.
    Was macht man aber mit dem ganzen Kleinkram, der während des Tages auf den Matratzen liegt und am Abend irgendwie weggepackt werden muss, damit man sich selbst auf die Matratzen legen kann?!
    vecci08Für genau dieses Problem habe ich in diesem Jahr drei mittelgroße Fächer in den Vecci gebaut. Ich habe einfach ein elastisches Netz an die Innenraumverkleidung der beiden seitlichen Heckfenster geschraubt. In diese Fächer kommen z.B. Bücher, Mützen, Sonnenbrillen, Sonnencreme, das Radio, eine Zeitungen oder auch der MP3-Player. Somit ist alles an Ort und vecci02Stelle; und die alltägliche Sucherei wurde nennenswert reduziert.

    Eine weitere Ablagemöglichkeit ist entstanden, in dem ich ein Netz knapp unter dem Himmel gespannt habe. Hier kann man auch allerhand Kleinzeug hineinwerfen. Sehr praktisch!

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    Für die ganze Elektronik (wie Ladegeräte, Kameras, Stirnlampen oder Batterien) sowie für das gesamte Kartenmaterial, die zahlreichen Wanderführer oder die vielen Bücher habe ich direkt hinter den Radkästen auf jeder Seite jeweils zwei Kisten untergebracht. Somit sind diese Sachen auch immer ordentlich verstaut.

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    Ein weiteres heikles Thema für das Campen mit dem Auto ist der Strom. Im Auto möchte man ja gern seine elektronischen Geräte aufladen oder am Abend (mit Licht) ein Buch lesen. Für das erstere Problem habe ich eine Powerbank, mit welcher ich das Handy 4x aufladen kann. Danach muss ich die Powerbank an einer Steckdose wieder aufladen. Hieraus lässt sich schon erkennen, dass der Strom im Urlaub ein kostbares Gut ist und man sich schon überlegen sollte, wann man das Handy anschaltet. Alle anderen Geräte funktionieren mit auswechselbaren Batterien: das Radio, der MP3-Player, der dazugehörige Lautsprecher und die Auto-Beleuchtung.
    Da es mir schon einmal passiert ist, dass ich auf einem Stellplatz mit leerer Autobatterie gestanden aufgewacht bin, habe ich mich dafür entschlossen, gleich alle Sicherungen zu entfernen, die irgendwas mit der Innenraumbeleuchtung zu tun haben.
    Damit wir nun auch im Dunkeln etwas sehen können, habe ich zwischen Himmel und Innenraumverkleidung eine batteriebetriebene Lichterkette eingebaut. Diese kann man manuell ein- und ausschalten und beleuchtet den Innenraum sehr gemütlich. Als Leselampe habe ich noch zwei kleine Stirnlampen an die Kopfstützen der beiden Vordersitze montiert.

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    Da der Innenraum letztendlich nicht mehr als ein kleines Doppelbett ist, braucht man natürlich noch ein wenig Platz, wo man sich während des Tages aufhalten kann.
    Dafür habe ich ein Vorzelt gekauft, welches in der Dachbox transportiert werden kann. Weiterhin habe ich von Decathlon zwei bequeme Faltstühle und einen kleinen Campingtisch gekauft. Zusammen mit einer Isomatte kann man es sich unter dem Vorzelt recht gemütlich einrichten und auch mal einen Regentag unter diesem Verbringen.

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    Weiterhin kann man natürlich noch zahlreiche Stricke zwischen Dachreling und z.B. einem Baum anbringen, auf diesen gespannten Leinen Wäsche aufzuhängen.

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    Mit all diesen kleinen Modifikationen haben wir schon mehrere schöne und auch bequeme Reisen unternommen. Das letzte Manko – welches sich jedoch nur schwer beheben lässt – ist die geringe Höhe des Veccis. Diese letzte Baustelle lässt sich nur durch den Kauf eines Busses beheben ;-)

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    Ich hofffe, euch haben meine Ausführungen gefallen. Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Tipps oder ich konnte euch ein paar Anregungen geben.

    Bis dahin,
    BimBamBino
     
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  3. furgo nata

    furgo nata Mitglied

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    Mein lieber Herr Gesangsverein, Respekt!
    Schickes Nest hast Du Dir da gebaut. Danke für die ausführliche Beschreibung.
    Du bist nicht zufällig im Osten aufgewachsen, oder? :mrgreen: Nicht böse gemeint, der Erfindungsreichtum spräche dafür..

    Eine Frage in eigenem Interesse: Wie verhält es sich mit der Hitze und der Frischluft in einem so dunklen Fahrzeug, zudem noch mit schwarzen Gardinen? Ist es erträglich, oder hast du da auch ein Patent für?

    Wünsche Dir damit weiterhin viel Freude und allzeit gute Fahrt.

    Gruß,
    Peter
     
  4. #3 helmut_taunus, 10. Oktober 2014
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Hallo,
    interessante Loesung.
    Wenn man vom weniger geeigneten Wagen ausgeht und zu dieser Funktionalitaet findet, ist das sicher eine Leistung.
    Stauraum - muessen die hinteren Sitze drin sein, ausgebaut wuerden sie Volumen freigeben. Natuerlich kannst Du dann wieder entscheiden, hoeheren Wohnraum oder Bettunterbau fuer Gepaeck, konstruieren, bauen, laden.
    Fuer mehr Hoehe muss es kein Bus sein, ein Hochdachkombi bringt schon viel. Das Dach wird hoeher ueber der Strasse sein, GLEICHZEITIG der Boden im Wagen naeher an der Strasse. (Anschaulich, von den grossen Papiermuelltonnen stellst Du zwei nebeneinander und senkrecht in den Kofferraum.)
    viewtopic.php?f=30&t=4127#p39470
    Gruss Helmut
     
  5. Reisebig

    Reisebig Mitglied

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    Fein gemacht ... und sogar mit tibetanischen Gebetsfahnen :mrgreen:
     
  6. #5 helmut_taunus, 10. Oktober 2014
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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  7. rapidicus

    rapidicus Mitglied

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    ja, großartig!
    platz ist in der kleinsten hütte.
    schade, das ich keine fotos mehr vom wohnen im panda hab.
    :top:

    gruß, stefan
     
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    Hey
    hier gibt es passendes Zubehör.
    Vielleicht ist etwas brauchbares dabei.
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  9. BimBamBino

    BimBamBino Mitglied

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    Hehe. Besten Dank für das Kompliment :)

    Ja, ich komme aus dem Osten ... vielleicht wurde mir es ja in die Wiege gelegt ;-) Wobei ich nur noch 2 1/2 Jahre Osten (und das eher passiv) mitbekommen habe ;-)

    Also von der Hitze geht es eigentlich.
    Ich habe an allen vier Scheiben Windschützer und da kann man ja das Fenster ohne Sorgen 2-3 cm während der Nacht auflassen, somit zirkuliert die Luft immer gut.
    Außerdem habe ich mir noch Fliegen-Netz (mit Magneten) gebastelt, somit kann man am Abend eigentlich nochmal schön durchlüften.
    Mit den schwarzen Vorhängen habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, im Gegenteil. Wenn die Vorhänge den ganzen Tag im Auto hängen, ist das Auto am Nachmittag noch ordentlich kalt. (Zum Beispiel, wenn es den ganzen Tag auf dem CP steht.)
    Außerdem nimmt die Dachbox nochmal eine enorme hitze, da so die Sonne einen Großteil des Daches zumindest nicht direkt erwärmen kann.

    @Helmut
    Das stimmt. Würde ich die Sitze noch ausbauen, hätte ich darunter noch etwas Stauraum. Die Idee werde ich mir auf jeden Falll mal merken.
    Ich habe sie nur erstmal drin gelassen, da man so nur die Sitzfläche der Rückbank ausbaut, die Lehnen umklappt und damit eine komplett Ebene Fläche hat.
    So ist der Umbau sehr einfach.

    Danke für euer Feedback!
     
  10. higoisa

    higoisa Neues Mitglied

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    Hey, eine super Konstruktion. Find immer wieder genial, wie man aus wenig Raum, doch soviel machen kann!
     
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