Nordhauser Fahrradwerker starten selbständige Fahrradprodukt

Dieses Thema im Forum "Fun / Off Topic / SmallTalk" wurde erstellt von Anonymous, 20. September 2007.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    So hier mal was ernstes :

    und zwar müssen 1800 Fahrräder an den Mann oder die Frau gebracht werden

    Hier die Kurzform :
    Die Kollegen in Nordhausen haben nach dem Ihnen mitgeteilt wurde das ihr Betrieb zugemacht werden soll ( trotz voller Auftragsbücher) beschlossen nicht einfach nach Hause zugehen und haben den Betrieb ( seit mittlerweile mehr als 2 Monaten) besetzt.
    Aber was kann so ein Fahrradbauer am besten ?
    Richtig
    Fahrräder bauen :D

    Deshalb sind sie auf die Idee gekommen

    Wir bauen wieder Fahrräder :bindafuer

    Wer also demnächst ein Fahrrad benötigt sollte sich dieses hier einmal ansehen:

    [​IMG]
    oder für die Damen

    [​IMG]


    mehr infos über die Räder findet ihr auf

    www.strike-bike.de
    und hier gibts den flyer dazu :
    Flyer



    Ich habe hier ne Pressemitteilung ( die ist von der FAU also ein bischen mit vorsicht zu geniesen)


    Hamburg/Nordhausen, 19. September 2007 – 19 Uhr:
    Belegschaft nimmt die Produktion in besetzter Fahrradfabrik
    im thüringischen Nordhausen selbstverwaltet wieder auf

    Die 135 Kolleginnen und Kollegen der Fahrradfabrik Bike Systems GmbH im thüringischen Nordhausen, die das Werk seit dem 10. Juli 2007 besetzt halten, haben beschlossen, die Produktion von Fahrrädern in Selbstverwaltung wieder aufzunehmen. Dafür müssen bis zum 2. Oktober verbindlich 1.800 Bestellungen für Fahrräder eingehen. Beim Vertrieb arbeiten die Kollegen und Kolleginnen mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU zusammen (Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union). Für die Kampagne ist die Homepage http://www.strike-bike.de freigeschaltet.

    Seit mehr als zwei Monaten hält die Belegschaft den südharzer Betrieb der Bike Systems im 3-Schichtbetrieb besetzt. Sie wollen verhindern, dass der Betrieb endgültig demontiert und verkauft wird. Die beantragte Insolvenz vom 10. August hat kaum Aussicht auf Erfolg: Die Firma ist ausgeschlachtet, heruntergewirtschaftet, die Halle ist bis auf die Lackierstraße leergeräumt. Die Belegschaft erhält Abeitslosengeld und hofft auf ein neues Konzept mit einem neuen Investor.

    Das Strike-Bike – Solidaritäts-Fahrräder aus Nordhausen!
    In der Zeit der Besetzung und durch Gespräche während der Besuche von solidarischen Menschen entwickelten die Kolleginnen und Kollegen des Werkes die Idee, erst einmal für kurze Zeit die Produktion in Selbstverwaltung wieder aufzunehmen. Weil es eben nicht nur darum geht, den Abtransport der letzten Maschinen zu verhindern und auf einen neuen Investor zu warten, stieß die Idee ein eigenes »Strike-Bike« herzustellen, auf immer größere Resonanz. Jetzt bietet sich die Chance, allen zu zeigen, ein eigenes Konzepte zu entwickeln, die Produktion und den Vertrieb alleine auf die Beine stellen zu können.

    Solidarität und Hoffnung!
    Wenn es tatsächlich klappen sollte, 1.800 Vorbestellungen für die in Eigenregie produzierten Fahrräder zu sammeln, verbreiten wir solidarische Ideen und machen den Kolleginnen und Kollegen in ähnlichen Situationen Mut, sich nicht einfach „platt-sanieren“ zu lassen. Von wem auch immer!

    Hilfe erhält die Belegschaft von der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union. Deren solidarische Mitglieder werden bundesweit aktiv, um den Kampf der Fahrradwerker in Nordhausen bekannt zu machen und den Verkauf des »Strike-Bike«s zu unterstützen.

    Weitere Informationen erhalten Sie ab sofort unter der Homepage: http://www.strike-bike.de

    zum Hintergrund und Geschichte der Besetzung u.a.:
    http://www.labournet.de/branchen/sonstige/fahrzeug/bikesystems.html

    Kontakt zu den BesetzerInnen und Bestellungen direkt an:
    Bike-Systems GmbH, Freiherr vom Stein -Straße 31, 99734 Nordhausen
    Telefon: 03631 – 622131 * Fax: 03631 - 622146
    fahrradwerk@gmx.de

    Die Geschichte der Ausschlachtung der Nordhausener Fahrradfabrik ist ein Skandal: Der interessierten Öffentlichkeit wird die texanische US-Investmentgesellschaft Lone Star (mit Büros in Frankfurt, Brüssel) als Besitzerin vorgeführt, die dieses Werk genauso „platt-saniert“ habe, wie auch das andere Biria-Stammwerk im sächsischen Neukirch (im November 2005 wurde die deutsche Biria AG von Lone Star geschluckt, Biria verkaufte weniger Fahrräder als erwartet). Die Hintermänner der Zerschlagung der Biria-Gruppe sind aber Lone Star und der Mitkonkurrent MIFA, die Mitteldeutsche Fahrradwerke AG im sachsen-anhaltinischen Sangerhausen. Die MIFA kaufte im Dezember 2006 die gatus 233. GmbH in Berlin, die zu dem einzigen Zweck gegründet wurde, um die Vermögenswerte der Biria-Gruppe – ihr gehörten die Werke in Neukirch und Nordhausen - zu erwerben. Die Verschmelzung der Tochtergesellschaft gatus 233. GmbH mit der MIFA soll demnächst rückwirkend zum 1.1.2007 erfolgen.

    Was will die Lone Star?
    Geht es um eine Marktbereinigung oder wird die Übernahme der MIFA bereits organisiert, um sie nur noch als Mantelgesellschaft zu nutzen? Jedenfalls erhielt die Lone Star als Dank für dieses abgekartete Spiel zwischen ihnen, der MIFA und der bankrotten Biria-Gruppe ein 25%-Aktienpaket an der börsennotierten MIFA ... Sämtliche Aufträge wanderten so von Neukirch und Nordhausen nach Sangerhausen. Die Biria-Gruppe muss aktuell 5,2 Millionen Euro öffentliche Subventionen zurückzahlen, nicht aber die ehemalige Besitzerin, Lone Star ...

    Wer hat all dies eingefädelt?
    • Ist es der MIFA-Vorstand Peter Wicht - ehemaliger Kombinats-Direktor von Robotron? Zusammen mit seinem Kompagnon Michael Lehmann gehört ihm auch ein weiteres Aktienpaket an der Hyrican Informationssysteme AG (Ex-Lehmann & Partner), Massenproduzent billiger Computer für Kaufhausketten; im benachbarten Kindelbrück ist er Aufsichtsratsvorsitzender.

    • Marcus Brüning wurde ab dem 16. April 2007 für seine treuen Dienste in den MIFA-Vorstand berufen, nachdem er „von 2006 bis 2007 als Geschäftsführer bei der Biria-Gruppe, Neukirch/Nordhausen“ (MIFA-Halbjahresbilanz 2007) erfolglos tätig gewesen ist. Seine Kernkompetenzen „Interimsmanagement, Sanierungs- und Restrukturierungsberatung“ erlernte er u.a. als Prokurist der Dresdner Bank AG, München; heute ist er nebenbei Gesellschafter bei Günther & Partner: „Kauf und Verkauf von Unternehmen, Finanzierung und Restrukturierung“ in München.

    • Zwei Aufsichtsratsmitglieder der MIFA sind übrigens gleichzeitig im selben Gremium der Hyrican AG tätig: Uwe Lichtenhahn, Sparkassendirektor i.R. aus Mannheim und Hans-Joachim Rust, Leiter Risikomanagement der MLE-Bank GmbH – Tochter des japanischen Mitsubishi-Konzerns.

    Was haben Lone Star und Wicht, Lehmann und Brüning vor?
    Wir klagen öffentlich an, dass diese offensichtlichen Zusammenhänge verschwiegen wurden, vielmehr wurde die global operierende multinationale Lone Star auserkoren, damit das Geheul von den Arbeitsplatz fressenden ausländischen
    „Heuschrecken“ ertönen konnte. Das profitgierige Konsortium besteht aber neben der Lone Star auch aus einheimischen Kapitalisten wie Peter Wicht, der Hyrican aus Kindelbrück, der auf einen Streich 355 Arbeitsplätze seiner Konkurrenz vernichtet hat, um seinen Profitrate zu steigern. Will er nun zusammen mit der Lone Star seine beiden Firmen für fertigproduzierte Computer und Fahrräder aus Korea (Samsung ist der Hauptlieferant) sturmreif schießen? Diesem abgekarteten Spiel kann nur durch internationale Solidarität begegnet werden, die FAU wird ihre internationalen Schwester-Gewerkschaften in der IAA um Solidarität bitten, um dem Arbeitsplatz fressenden Durchmarsch der Wicht-Lehmann-Gruppe und der Lone Star auf dem europäischen Computer- und Fahrrad-Markt Widerstand entgegen zu setzen.

    Kontakt zur Belegschaft und zum Betriebsrat:
    Bike-Systems GmbH
    Freiherr vom Stein-Straße 31 - 99734 Nordhausen
    Telefon: 03631 - 622 131 - Fax: 03631 - 622 146
    fahrradwerk@gmx.de
     
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  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    .

    Na denn !
    Viel Glück und das viele wieder auf das Rad steigen ! :dafuer:
    Ich selber habe selber 4 Fahrräder + die der Familie !
    .. darf leider keins mehr :no: "Regierung" hat s gesagt ! :mrgreen:

    Aber wünsch allen Mitarbeitern viel Glück das eure Arbeitspläte erhalten
    bleiben !!! :jaja:

    Also :wink:
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die Damenversion sieht ja echt scharf aus. Erinnert mich mit der flachen Gabel an mein altes Miele-Fahrrad, dem ich noch immer nachtrauere. Wenn sich's so fährt wie es aussieht, lasst das entspannten Fahrspaß erwarten. Nur Gegenwind darf es keinen haben. Und alltagstauglich scheint es nach der Beschreibung auch zu sein.
     
  5. Knuffy

    Knuffy Mitglied

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    4. Juli 2006
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    Moin,

    wünsche da auch viel Glück. Ich hatte es schon, Glück meine ich. Ich habe vor ca. drei Wochen ein Nagelneues Diamantfahrrad aus einem Nachlass für 80 EUR bekommen. Es stand halt nur einige Zeit und war ein Tombolagewinn von Feldschlösschen. Ein Vergleichbares Fahrrad der Marke kostet ca. 350 EUR. Da kann ich über die Werbeaufschrift hinweg sehen :mrgreen:

    Gruß Martin

    PS: Wenn ich da arbeiten würde, würde ich das gleiche versuchen. Drücke die Daumen das es klappt.
     
  6. Ernie

    Ernie Mitglied

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    0
    Hallo,

    möchte hiermit den Mitarbeitern des Betriebs meine volle Hochachtung für dieses Engagement bekunden
    und hoffe, das sie ihren Arbeitsplatz durch ihre hohe Bereitschaft sichern bzw. retten können :respekt: :top: .
     
  7. #6 Big-Friedrich, 21. September 2007
    Big-Friedrich

    Big-Friedrich Moderator
    Mitarbeiter

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    Zustimmungen:
    7
    :respekt:
    Zu der Leistung, dem Mut und dem Produkt.

    275 Euro für "Made in Germany" :top:
    Für die Summe bekommst du sonst nur Japanschrott aus dem Discounter.

    Aber leider brauche ich auch kein Rad. Habe mir vor vielen Jahren ein Kettler gekauft und wie das bei Qualität nun mal ist, hält das Ding noch immer :mrgreen:
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi!

    Fahrradfabriken in D.
    Wer montiert bzw. schweißt für 50cent Stundenlohn? Kein Deutscher.....
    Ergo: Die (Groß)Serienfertigung von Fahrrädern in Mitteleuropa ist gestorben!!

    OT.
    Auch der Armaturenhersteller Grohe wurde aufgekauft und die deutschen Werke zugesperrt. (Bin mir nicht ganz sicher...)

    Vor 4 Jahren habe ich für meine achtzehnjährige Grohe-Unterputzmischbatterie noch einen Ersatzthermostaten kaufen können...... In 10 Jahren ist wahrscheinlich Stemmen angesagt..... damit die chinesische Thermostatarmatur passt.

    u.s.w.

    Gruß, gD
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hut ab vor dieser Einstellung!!!!
    Ist man heute nicht eher daran gewoehnt, das man den Kopf in den Sand steckt? Meine Hochachtung!!!!!! Es ist vielleicht mal wieder an der Zeit herauszubruellen was einem nicht passt.
     
  10. Anzeige

    Hey
    hier gibt es passendes Zubehör.
    Vielleicht ist etwas brauchbares dabei.
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  11. Anonymous

    Anonymous Guest


    neee neeee

    die meisten ( etwas höherwertigen) fahrradrahmen werden in italien geschweißt
    da gibt es jwd mitten auffe wiese eine halle und da sitzen jede menge frauen und scheißen für alle möglichen hersteller die rahmen
    gruß lemmi
     
  12. cte317

    cte317 Mitglied

    Dabei seit:
    1. November 2005
    Beiträge:
    195
    Zustimmungen:
    0
    halte mich für einen Haarspalter, aber es fehlt ein "w"... und der Sinn ist ein anderer ...

    lg

    christoph[/b]
     
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