Muss es unbedingt die Markenwerkstatt sein?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Fragen und Themen" wurde erstellt von Anonymous, 4. Februar 2012.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Bei meinem Berlingo First (75 PS, Benziner mit Komfortpaket, Bj. 2009 ca 45000km gelaufen)ist im Frühjahr wieder eine Inspektion fällig. Da nun die Herstellergarantie weggefallen ist, überlege ich, die Inspektion bei einer freien Werkstatt vor Ort machen zu lassen- nicht nur, um eventuell Geld zu sparen, sondern auch, weil der Weg zur Citroenwerkstatt sehr umständlich ist (ein Ersatzfahrzeug wurde mir bisher nicht angeboten). Worauf sollte ich achten - sollte alles "nach Herstellerangaben" gemacht werden -oder soll ich lieber den umständlichen Weg in Kauf nehmen und in die Fachwerkstatt fahren.....Welche Erfahrungen habt ihr mit Discountern wie "Pit Stop" gemacht (die sind auch noch deutlich näher)...da ich mir unsicher bin, hoffe ich auf eure guten Ratschläge!

    LG
    Konny
     
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  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Bei Inspektionen sehe ich da kein Problem mit einer "Freien". Außer vielleicht wenn sich beim Verkauf jemand das Serviceheft näher anschaut, viele Händler sehen sowas als Nachteil.
    Sollte allerdings eine Reparatur vorliegen, womöglich am Motor, der Elektrik oder so, dann ist für mich die Markenwerkstatt erste Anlaufstelle. Die kennen die Fahrzeuge und erkennen bei Problemen die mögliche Fehlerquelle aus Erfahrungen von vorherigen Kunden. Meine Schwester hatte sone Erfahrung machen müssen mit ner Freien. Der 207 lief nicht richtig, der Freie tausche dies und das, hohe Kosten und NULL Erfolg. In der Markenwerkstatt kannte man das Problem, tauschte einen Sensor für knapp 26 Oiro und fertig. Da macht sich die Erfahrung bezahlt.
    Verschleißteile kann man aber eigentlich überall tauschen lassen, da kann man sich nach dem Preis orientieren.
     
  4. rgruener

    rgruener Mitglied

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    bei einem relativ neuwertigen auto bzw. einem noch sehr gut erhaltenen würde ich auf freie werkstätten verzichten.
    bei den vertragswerkstätten wird im lauf der zeit vieles getauscht, wovon die freie werkstatt gar nichts mitbekommt.
    von den sog. discountern würde ich die finger ganz lassen. das ist ein reines lotteriespiel. man KANN einen brauchbaren laden erwischen, genauso aber einen, dessen vorgehensweise systematisch ins kriminelle geht.
     
  5. Beastie

    Beastie Mitglied

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    Die wirklich spannende Frage ist wohl: Macht eine Markenwerkstatt wirklich auch nur exakt das, was auf dem Wartunszettel steht, oder wird da auch mal verdeckt was optimiert, was sich irgendwo zwischen 'egal' und 'Rückruf' bewegt? Eben die Art von Wartung, die sich auf Grund einer breiten Erfahrungsbasis als sinnvoll erwiesen hat ohne den Punkt an die große Glocke hängen zu wollen.. hier mal ne Schraube mit anderem Drehmoment anziehen, da mal ne andere Scheibe unterlegen und dort mal einen Schucker W40 dran und bei dem zunehmenden Software Anteil am KFZ fallen hier natürlich auch die Möglichkeiten auf aktuelle Firmware zugreifen zu können, ins Gewicht.

    Solange es um 'Massenwahre' geht, baut sich natürlich auch bei den Freien sehr schnell eine gesunde Erfahrungsbasis auf.. aber wenn die freie eben nur einen 'Exoten' im Jahr sieht, kann sie noch so gut sein, sie ist klar im Nachteil.

    Das oft ein gesunder Instinkt bei der Fehlersuche die OBC Schnittstelle schlägt, ist ein alter Hut :) .. Aber es soll auch in Markenwerkstätten fähige Mitarbeiter geben die nicht nur sklavisch am Display hängen.

    Oft hängen ja auch (durchaus im Nutzen umstrittene) Zusatzgarantien an der Markenwerkstatt.. Stichwort Durchrostung oder Mobilität.

    Kurze Distanz zur Werkstatt ist natürlich ein guter Grund, bin im Zweifel auch auf Rad oder ÖPNV angewiesen, wenn ich nicht auf einen Leihwagen zurückgreifen möchte.. der Punkt war bei der Wahl des Fahrzeuges durchaus bei mir auch relevant. .. aber das machte auch nur Sinn, weil ich im Alltag im Zweifel auch ohne KFZ ein paar Tage klar komme. Wenn du nur mit dem Auto ins Geschäft kommst, hast du über kurz oder lang bestimmt das Problem, auch mal 1..2 Tage auf's Fahrzeug verzichten zu müssen weil irgendwas nicht bei kommt oder die Arbeiten nicht an einem Tag durchführbar sind.

    Die Frage nach einem Leihfahrzeug stellt sich also ggf. nicht nur bei Markenwerkstatt in weiter weg. Nach den Konditionen zu fragen, kostet ja nix und hat eine Unbekannte weniger bei der Entscheidung.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Markenwerkstätten erhalten vom Hersteller hin und wieder mal Rundschreiben mit Reparaturvorgaben bei Inspektionsterminen. So war es bei beiden Marken, bei denen ich gearbeitet habe. Kleinere Bugs werden im Rahmen der Übergabeinspektion oder der ersten Jahresinspektion beseitigt. Sind meist keine großen Dinge, wenn sie aber nicht erledigt werden kann es wenn es ganz dumm läuft teuer werden.
    Bei einem der beiden Hersteller wurden alle Fahrzeuge eines Modells auf einen möglichen Fehler kontrolliert, egal ob sie zum Wischblattwechsel, zur Inspektion oder sonstwas in die Werkstatt kamen. Es ging da um mögliche Undichtigkeiten am Lenkgetriebe. Wenn der Fehler in der Garantie eingetreten wäre, müsste der Hersteller zahlen. Nachher aber nicht unbedingt, wenn dann nur im Rahmen der Kulanz. Die gibt es aber keinesfalls, wenn das Auto "fremdgewartet" wurde.
     
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  8. rgruener

    rgruener Mitglied

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    davon abgesehen, dass die "discounter werkstatt" nicht immer unbedingt billiger sein muss, fühle ich mich bei meinem "freundlichen" gut aufgehoben. bei betrachtung der gesamtkosten eines fahrzeugs ist es letztlich egal, ob man da 50€ spart oder nicht. sparen kann man nebenbei, wenn möglich. z.b. indem man sein öl zum service mit bringt.
    ich hab einen der letzten mit der sog. lebenslangen garantie. die gilt bei mir ca. gute 3 jahre. bis dahin verbietet sich ein "fremdeingriff" sowieso.
    ich bekomme gelegentlich die erfahrungen junger kollegen mit, die zum discounter schrauber gehen. das ist schon teilweise haarsträubend was da erlebt wird.
     
  9. #7 kiwiaddiction, 5. Februar 2012
    kiwiaddiction

    kiwiaddiction Mitglied

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    Ich muss da zwei Geschichten aus meinem Kangoo-Leben (bis 4/2010) erzählen. Wir waren mit der Werkstatt sehr zufrieden. Einmal nach ein paar Jahren ging der Scheibenwischer nicht mehr. Hingefahren zur Werkstatt. Die labern was von "neuer Wischermotor, viele Öre usw."Da sagt der Meister: Ach was, da brauchen wir nur ein zusätzlich Massekabel. DIe Kosten waren läppisch.
    Der Kangoo hatte am Schluss so einen lustigen Fehler: ab Km 145 000 Motor-Warnlampe immer an. Fehlerspeicher: "Schwerer Fehler auf Zylinder vier. Self-Distruct-Countdown bei T minus 20 Sekunden (oder so)." Werkstatt Mann sagt: "Hm, könnte vierstellig werden. Nicht machen. Neues Auto kaufen. Ist ja ohnehin ein Euro3 Diesel mit Plakette Gelb."
    Im Renault-Modus Forum hab ich später von einem Mitglied gelesen, der bei einem deutlich jüngeren Motor genau die gleiche Fehlermeldung hatte. Da hat die Werkstatt solang den Kabelbaum abgesucht bis sie einen Wackler gefunden hat. Nix mit schwerer Fehler.
    Ich glaub in der Rückschau, unser Herr Werkstatt hat von oben Druck gekriegt, die alten Euro 3dci Motoren mit hoher Laufleistung aus dem Verkehr zu ziehen, weil tatsächlich ab und zu einer mit defekter Einspritzpumpe in die Luft geflogen ist wg Spänen im System.
    Was hatte unser Auto nun? Ich werds nie erfahren.
    Ein freier Werkstätter hätte den Mangel vllt. unvoreingenommen begutachtet. So kann die Bindung an die Fachwerkstatt eben nach zwei Richtungen ausschlagen. Bei Standart-Sachen wie Bremsbelagwechsel oder neue Reifen kann man ruhig zur freien gehen. Je markenspezifischer das Problem aber ist, desto eher bei Vertragshändler bleiben-wenn der seine Sache bisher gut gemacht hat.
     
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