Mein Evalia - Schritt für Schritt zum Low-Budget-Camper

Dieses Thema im Forum "Mein Hochdachkombi" wurde erstellt von vblade, 17. April 2015.

  1. vblade

    vblade Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich bin nun genau seit einem Jahr stolzer Besitzer eines Nissan Evalia und seit 1,5 Jahren stiller Leser des Forums. Die Ideen und Anregungen hier haben mich seinerzeit überzeugt den Evalia zu kaufen, da es offensichtlich unzählige Möglichkeiten des Ausbaus gibt.

    Vor 2 Monaten habe ich dann endlich das Werkzeug in die Hand genommen und losgelegt.

    Was für mich die wichtigsten Punkte waren:

    - Es soll immer die Möglichkeit geben, zwischen Campingbus und 7-Sitzer zu wechseln
    - Mit Campingausstattung sollen im Alltag immer noch 4 Leute mitfahren können
    - Erst mal nichts an der Substanz des Autos ändern
    - Möglichst günstig

    Folgende Konstruktion habe ich mir dann ausgedacht und gebaut:

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    Aus Holz habe ich zunächst einen Stabilen Kasten gebaut, der die 3-er Sitzreihe ersetzt.

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    Dieser wird mit 6 der 9 Schrauben der Sitzreihe in den gleichen Löchern verschraubt.

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    Die Liegefläche ist dreigeteilt und mit Scharnieren quasi als Zieharmonika auf dem Kasten aufliegend. Sie kann dann zu einem 120cm x 190 cm Bett ausgeklappt werden.

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    An beiden Seiten des Kastens (den ich in der Mitte mit einer Trennwand versehen habe) sind Klappen, die nach oben aufgehen. Ein Metallwinkel lässt sich herausziehen, sodass die klappe in der waagerechten als Ablage benutzt werden kann.

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    Auf das Bett kommt eine doppel-klapp-Matratze.

    Das Bett wird mittlerweile auch vernünftig und vor allem komplett in der Waage abgestützt. Bilder von der Stützkonstruktion folgen, sobald das Auto wieder aufgeräumt ist ;-)

    Was noch verbessert werden muss:

    - Die Klappen bekommen Riegel mit Federn, der Verschluss mit dem mini-Karabiner ist zu Fummelig
    - Die Schrauben werden durch Gewinde-Stifte ersetzt, damit sie im Holz versenkt werden können
    - Die Klappen als Ablage sind zu unstabil, da muss eine vernünftige Stütze drunter

    Kosten:

    - 40€ Beschläge
    - 60€ Matratze
    - 0€ Holz, da auf der Baustelle übrig
    - 10€ für die Balken, die noch nicht zu sehen sind

    = 110€ für ein 130x190 Bett (die Matratze ist etwas größer)

    Vorteile:

    - Der Kasten dient zusammengeklappt den beiden hinteren Sitzen als Tisch
    - Alltagstauglich, da immer noch Platz für 4 Personen
    - Ausreichend Stauraum. In den Kasten passen auf beiden Seiten jeweils eine EInkaufs-Klappkiste quer rein, darüber und darunter kleinkram und davor noch ne Kühlbox etc. Unter den hinteren Sitzen ist auch noch Platz und hinter den Sitzen auch.
    - Schön Platz nach oben

    Nachteile:

    - Der Kasten ist sehr schwer geworden
    - Man kommt nicht von innen an den Inhalt des Kastens, nur von außen durch die Schiebetüren
    - Die Matratze nimmt als zusammengeklappter Würfel viel Platz weg


    Was an dem guten Stück noch gemacht werden soll:

    - VORHÄNGE!!! Ganz wichtig, die Tönung bringt ja nichts. Da werden es wohl die Iso-Vorhänge von Zooom werden
    - Lüftung. Hier schwanke ich zwischen Lüftungsgittern für Vorne, Heckklappenaufsteller und Dachluke. Mein Favorit momentan ist die Dachluke, man hat Licht und Luft da wo man es haben will.
    - Moskitonetz: Mal schauen ob man das bei Zooom auch einzeln bekommen kann
    - Markise: Hier will ich eine einfache Plane irgendwie in den Löchern für den Gepäckträger befestigen, das hat aber Zeit


    Soviel erstmal zu meinem kleinen Bus. Hier noch ein paar Bilder von seiner ersten großen Fahrt nach Schweden im April 2015:

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    Es fehlen noch Bilder, allerdings klappt das mit dem Hochladen gerade nicht, aber für einen ersten Eindruck sollte es ja reichen :)

    Jetzt muss ich nur noch überlegen, ob ich mir die 500km zum Heidesee gebe und gleich mal bei einem Usertreffen vorbeischaue. Der Austausch würde mich schon Reizen, allerdings bin ich momentan etwas viel unterwegs - mal schauen, was die Arbeit sagt.

    Cheers
    Malte

    P.S.: Ich freue mich natürlich über Feedback und Anregungen :)
     
  2. Anzeige

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  3. #2 helmut_taunus, 18. April 2015
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Hallo,
    das ist eine ordentliche Loesung.
    Was mir daran gefaellt:
    anders als der Standard, Kiste in die Mitte statt hinten
    Ausklappen dann nach hinten, genau andersrum
    recht gute Ladungssicherung, denn die Kiste steht bei der Fahrt an den Vordersitzen, kann nicht nach vorn rutschen und ist verschraubt am Boden
    Wohnmoeglichkeit vorhanden, hinten am Tisch sitzen, auf bequemem Autopolster
    .
    meine Erweiterungsideen
    (das wird uebrigens nie aufhoeren, auch bei Dir nicht)
    Die Scharniere hervorstehend aus der Liegeflaeche schaedigen evtl die Matrazen, nachts Folie? Andere Scharniere?
    Ist die Holzplatte zum Liegen nicht doch zu hart? Extra selbstaufblasende Matten drunterlegen?
    Matrazen koennen vermutlich irgendwie auch an die Decke gehaengt werden, beim Fahren ohne Dachfenster
    beim Wohnen zu zweit koennen sie auf die vorderen Sitze
    Deckel(-Teile) der Kiste koennten moeglich sein um von oben reinzugreifen, wenigstens an einige Stellen
    Seiten-Lueftungsbleche sind schnell beschafft, schnell montiert, regen-und mueckendicht, zwei reichen fuer nachts in kuehleren Gegenden
    Heckklappenaufsteller kostet fast nichts, als Gegenlueftung dann zusaetzlich, regendicht ha, mueckendicht nur mit Netz
    Moskitonetz: bei Zooom auch einzeln bekommen, vermutlich ja, oder er kennt jemand, er naeht auch nicht persoenlich
    .
    Gratulation, und weiterhin viel Spass und Nutzen
    Gruss Helmut
     
  4. #3 rotes-klapprad, 18. April 2015
    rotes-klapprad

    rotes-klapprad Mitglied

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    Witzige Konstruktion. Vor allem, weil zielich nah an meiner Lösung ;-)
    Ich hab derzeit nur nen Prototy da stehen, der irgendwann mal in richtig gebaut werden soll. Aber erst mal harrt er seiner Erprobung aus.
    Auch bei mir ist das Kernstück eine Kiste, die seitliche durch eine Schietüre rein geschoben wird. Deutlicher Unterschied: Ich klappe nach vorn aus, jedenfalls Hauptsächlich. Bei meinem Kombi kann man den Beifahrersitz ja flach legen. Beide Sitze ganz nach vorn, Beifahrersitz umgelegt und Fahrerlehne nach vor gekippt. An der Hinterkante der Kiste werden noch mal 25cm hoch geklappt, dann eine dreiteilige Schaustoffmatratze ausgeklappt. Daraus ensteht ein trapezförmiges Bett. An den Füssen ists halt was enger, aber man muss nicht unbedingt ein tief verliebtes Paar sein, um so schlafen zu können. Im Versuch mit meinem Lehrling waren wir beide überrascht, wie problemlos das ist. Und ich wollte eigentlich mit meiner Freundin in Urlaub, nicht mit meinem Lehrling ;-)
    Unten in der Kiste ist jeweils Platz für 2 Stühle, ein Portapotti, das nach hinten raus gezogen wird und auch bei ausgeklapptem Bett zu nutzen ist und einer grossen Staukiste.
    Zwischen der Bettkiste und den Vordersitzen ist Platz für viel Zeugs wie Wanderschuhe, Schlafsäcke, kleinere Sporttaschen etc.
    Auf der Beifahrerseite ist dsa ganze ganz leicht abgeschrägt, so dass man auch bei geöffneter Schiebetüre und ausgeklapptem Bett noch ins Auto gehen kann. Wichtig bei Regen und wenn der Heckeinstieg nicht möglich ist, zB wegen Anhänger oder Fahrradträger.
    Im Heck auf den Radkästen stehen dann rechts ne herausnehmbare und auch draussen verwendbare Küche mit Wasserkanister, Spüle und 2 Gaskochern, auf der anderen Seite eine kleine Platform für die Kühlbox mit Stauraum unten drunter.
    Mein Konzept hat folgende Schwerpunkte: Reines 2-Personenauto. Im Urlaub brauch ich nicht mehr Plätze, sonst auch selten. Schnell ein und auszubauen, alle Umrüsterei soll in höchstens 15 Minuten erledigt sein (incl hin- und herschleppen), sonst nutze ich das nicht für einzelne Nächte am Wochenende. Simpel und robust. Modular. Praktisch, kein Schnickschnack. Platz zum Umziehen, Zähneputzen auch bei ausgeklapptem Bett. Ich will, wenn ich bei Regen nachts von draussen rein komme, nicht irgendwie ins Bett turnen müssen und nicht wissen, was mich mit den Schuhen mache.
    Ich bin selbstständger Tischler und hab da nen halbwegs professionellen Anspruch. Deshalb auch erst ein Prototyp aus Spanplatte, später dann was "richtiges". Material ist mir noch nicht klar. Aber ein bisschen leichter als OSB :)
     
  5. #4 helmut_taunus, 19. April 2015
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Ein Mitleser (mindestens) duerstet nach Bildern. Gruss Helmut
     
  6. Roadfun

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    Mindestens zwei :jaja:

    Bin zwar mit meinem Ausbau soweit fertig und zufrieden, aber man kann ja nie genug sehen :mrgreen:

    @ vlade - tolle Lösung für deinen Ausbau!
    Bei dem Material kann ich mir vorstellen, dass der Kasten ganz schön heavy ist
     
  7. vblade

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    @Helmut: Danke für das Feedback :) Das mit den Scharnieren habe ich auch noch auf dem Schirm, da muss jetzt erstmal der Praxistest weiteres zeigen. Die Härte ist für mich super, da ich vom Rücken her mit weichen Betten Probleme habe. Kann mir aber vorstellen, dass das für andere Leute unkomfortabel ist. Die Idee mit den Klappen zum von oben Reingreifen gefällt mir. Da könnte man ja einfach einen Ausschnitt auf jeder Seite machen - das behalte ich im Auge :)
    An der Lüftung bin ich jetzt als nächstes dran. Wenn nichts gegen eine Dachluke spricht wird die es, ansonsten die Kombi aus Heckaufsteller und Fenstergittern.

    @Thomas und Roadfun: Ja, schwer ist die Kiste leider. Alleine bekomme ich sie nicht ins Auto, zu zweit ist es kein Problem. Allerdings lagen die OSB-Reste halt auf der Baustelle meiner damaligen Partnerin als Müll rum. Da habe ich das Gewicht dafür in Kauf genommen - somit musste ich nur für Beschläge und die Matratze Geld ausgeben :)
     
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