Kurzstrecken

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Fragen und Themen" wurde erstellt von Anonymous, 7. Oktober 2006.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi ihr,

    mal ne ganz allgemeine Frage, und erstmal zum Zusammenhang:
    mein Arbeitsweg beträgt 6 km (leider fett im Bergland - daher für mich und Fahrrad indiskutabel ;-)) Meinen Astra (Benziner, BJ 1996) scheint diese Strecke motormäßig fertig gemacht zu haben: immer saß dicker fetter gelber Schleim am Öldeckel. Als ich das zuerst bemerkte, sah er so schlimm aus, daß mir der FOH sofort eine neue Zylinderkopfdichtung verbaute. Was teuer war, aber leider am Problem nichts änderte... :mhm: Hatte ich mal richtig Strecken (Urlaub oder so) war es ja auch ok - es lag also wohl klar an den Kurzstrecken.

    Kann man nun wirklich sagen, daß solche Fahrten Gift für jeden Motor sind? Oder ist es vielleicht ein Astra/Opel-Special gewesen, lags am alten Motor?
    Ich möchte natürlich nicht gleich den neuen Kangoo-Motor versauen... Theoretisch haben wir aber nun mal nur die Arbeitsfahrten und halt noch mit den Wuffels irgendwohin zum laufen, das sind dann vielleicht auch mal 15-20 km, weiter ist selten, die nächste Autobahn ne halbe Stunde entfernt.
    Was meint ihr, ist das schon wieder schlecht?

    VG, Karin
     
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  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo,

    Kurzstrecken sind immer Gift für den Motor, egal für welchen.
    Ob das Problem bei deinem Astra nun nur an den Kurzstrecken lag oder auch der Motor eine Mitschuld hatte, lässt sich nicht genau definieren.
    Es kommen ja immer ein paar Umstände zusammen.

    Aber das Problem mit den Kurzstrecken kenne ich auch. Ich habe nur 5 km zur Arbeit, ebenfalls mitten im Gebirge. Da hilft nur regelmäßiger Ölwechsel mit einem relativ gutem Öl. Der fette, gelbe Schleim am Öldeckel ist ein Öl/Wasser/Kraftstoffmix und entsteht durch Ölverdünnung mit Kraftstoff und Wasser. Dann kommt dieser Sabber raus und dieser setzt sich meist im Ventildeckel ab. Aber nur deswegen eine Kopfdichtung wechseln ??? Das ist mir neu.
     
  4. #3 Big-Friedrich, 7. Oktober 2006
    Big-Friedrich

    Big-Friedrich Moderator
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    Moin,moin!
    Über dieses Thema habe ich mal längere Zeit mit unserem Werkstattmeister gesprochen und er hat es mir wie folgt erklärt:

    Für moderne Motoren sind Kurzstrecken "eigentlich" kein Problem.
    Jedoch sollte hin und wieder auch mal Autobahn gefahren werden,
    und dann auch ordentlich Gas geben.
    Ansonsten ist das einzige Problem der Auspuff. Bei Kurzstrecken fängt der eher an zu rosten...
    Das finde ich aber nicht so wild, weil die Dinger ja nicht die Welt kosten.

    Da ich mit der Bahn besser zur Arbeit komme als mit dem Auto, hat meine Frau den Combo als Einkaufswagen und für kleinere Stecken.
    Also ganz klar ein "Kurzstreckenfahrzeug". Wenn ich den Wagen am WE habe, fahren wir schon mal etwas längere Touren und ich gebe auch "etwas" mehr Gas als meine Frau :mrgreen:
    Also denke ich, dass wir eine gute Mischung haben.

    In wie weit sich diese Fahreigenschaften auf den Motor auswirken, können wir natürlich noch nicht sagen. Frag mich in 5 Jahren noch mal.... :)
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Natürlich ändert das nichts an dem Problem :roll:
    sowas liegt doch nicht an der Kopfdichtung :no:
    Die gelbe Masse entsteht wenn das Öl nicht heiß genug wird und sich Wasser ansammeln kann. Das setzt sich dann an den kühlen Stellen wieder ab und das ist nunmal der Öldeckel.
    Abhilfe schaft da nur ein ab und zu glühend heißer Motor damit die Wasserdämpfe aus dem Öl kommen.
    Es ist auch eigendlich nicht weiter tragisch. Man sollte bei diesen Kurzstrecken einfach öfters mal einen Ölwechsel machen.
    Das dein FOH dir dafür die Kopfdichtung wechselt ist entweder Unwissenheit oder fast schon kriminelle Geschäftstüchtigkeit.
    Sieh dir mal Motoren an, die nur Kurzstrecke fahren.
    Das schleimige sieht man überall.
    Nimm einen Lappen, putze es ab und gut ist.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi ihr,

    danke für eure Beiträge!

    Wie oft würdet ihr / macht ihr denn dann einen Ölwechsel?

    Ja, da gab es ein paar Erlebnisse, die dazu führten, daß ich eh eigentlich nur genau einem Meister dort traute. Leider war ich zu spät in der Lage, nur noch nach ihm zu fragen und wenn er nicht da ist, halt wieder abzuziehen. Und leider war ich damals an einen anderen geraten...
    Ok, der Motor sah damals richitg shice aus, und man hatte sogar gelbe Schlieren unten am Ölmeßstab - aber die hatte es später auch immer noch... Insofern bin ich bin mir auch sicher, daß diese OP völlig überflüssig war. (Insofern wollte ich mit Opel - ist der einzige hier - auch keine neuen Verträge schließen)

    Naja, im Winter werd ich wohl öfter den Nissan nehmen - der steht nämlich in der Garage, in die Daisy ja nicht reinpaßt ;-)

    VG, Karin
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo Karin,

    bei meinem Kurzstreckenauto mache ich jährlich 2 Ölwechsel. Einen im Frühjahr und einen im Herbst. Aber ich mache ihn ja auch selber und das Öl kostet nicht viel, da ich ein 60L-Fass habe. Wenn man ihn machen lassen muss, ist es ziemlich teuer.
    Mein Berlingo, der seltener Kurzstrecke fährt, bekommt einmal jährlich neues Öl.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    eine weise Entscheidung!

    Man sollte bei Schmier im Motor diesen mal spülen.
    Bei meinem mach ich das mit Diesel.
    Es gibt aber auch extra Mittelchen für sowas. Diesel ist aber billiger allerdings auch nicht ganz ungefährlich für den Motor. Man muß eben genau aufpassen was man tut.
    Ich mach sowiso alles selber, egal ob Motor, Getriebe oder Karosseriearbeiten.
    Jemand der seiner Wekstatt hoffnungslos ausgeliefert ist, muß da eben etwas tiefer in die Tasche greifen.
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja, das weiß ich wohl :mhm: Aber gut, was muss, das muss dann halt.

    Danke nochmal und Grüße,

    Karin
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Bringt bei Dauerkurzstrecken eigentlich eine Standheizung was, wenn man die schon vor der Fahrt anwirft?
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Macht die Batterie nicht lange mit, die muss ja irgendwann geladen werden.
    Im Winter sind ja meist fast alle elektrischen Verbraucher an :zwinkernani:
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Beim Stichwort Heizung noch mal eine Null-Ahnung-Outing-Frage ;-)
    "Früher" hat es mal geheißen, man soll die Heizung nicht gleich beim Kalten Wagen anstellen, damit Motor schneller warm wird (so bild ich mir wenigstens ein...). Gilt das noch, war das eh blödsinn? Macht es doch Sinn, insbes. bei Kurzstrecken?

    Wenn's so richtig kalt ist, ist mein Astra eh erst etwas warm geworden, wenn ich schon fast auf Arbeit war. Denke, das ist bei Daisy nicht anders ;-)

    VG, Karin
     
  13. #12 Big-Friedrich, 9. Oktober 2006
    Big-Friedrich

    Big-Friedrich Moderator
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    Vom Fachmann weiß ich, dass das mittlerweile bei modernen Motoren nicht mehr nötig ist. Aber "man(n)" hat es halt so im Blut.
    Auch im Winter wird erst der Motor gestartet. Erst wenn dieser läuft,
    kommt Heizung, Klimaanlage, Radio, Mikrowelle, Fernseher, Soundsystem, Beamer, Sirene, Fußbodenheizung und halt der andere übliche Kram :mrgreen:
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo Karin,

    da ist was dran. Der Motor wird (wenn die Heizung nicht eingeschaltet ist) wesentlich schneller warm. Bei meinem Combo merke ich das ganz gut, da sich die eingebaute Autogasanlage erst bei Kühlwasertemperatur von 40° einschaltet. Deshalb fahre ich immer mit Heizungsstellung Kalt, Lüfter so wenig wie nötig los. Macht im Vergleich zu eingeschalteter Heizung (bei kühlen Außentemperaturen) ein paar 100m aus.

    mfg
    Matthias
     
  15. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi!

    MKaTh schreibt: Macht im Vergleich zu eingeschalteter Heizung (bei kühlen Außentemperaturen) ein paar 100m aus.

    Bedeutet:
    - 220 Arbeitstage mit jeweils 2 Kaltstarts
    - 440 * "ein paar 100m" ~ 200km.
    Macht etwa 5 Euro JahresTreibstoffKostenDifferenz. *gg*

    -------------------------------------------------------------------

    Fährt man mit eingeschalteter Heizung los, dann entströmt den Lüftungsdüsen nur ein lauwarmes Lüftchen......... entsprechend einem Haarfön auf unterster Stufe....... entsprechend etwa 2 bis 300 Watt.
    Auf diese "Heizleistung" kann ein mit 30% Wirkungsgrad 20kw abgebender Antrieb verzichten. Motorblock bzw. Öl wird kaum schneller warm. Nur das Kühlwasser braucht ein paar 100 Zusatzmeter.

    ---------------------------------------------------------------------

    In Sommerhitze einen Gebirgspass hochfahren....

    Recht schnell wird sich der Kühlerventilator einschalten (bei etwa 92 Grad Kühlmitteltemperatur?).
    Ein Experiment! Volle Heizung, Ventilator auf maximale Stufe. Jetzt gibt die Heizung ein paar kw ab. Der Kühlerventilator schaltet bald ab.
    Was im Endeffekt genau so wenig bringt wie die 5Euro JahresTreibstoffKostenDifferenz.
    (Stimmt nicht ganz. Denn wer bergauf mittels Heizung kühlt, der vergisst auch nicht auf´s Kaltlaufenlassen nach anstrengender Passerklimmung.)


    Gruß, gD
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo gelberDiesel,

    ich danke dir für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit. Könntest du bitte auch noch eine möglichst detailierte Berechnung der Abgase nachreichen? Wäre sehr interessant zu wissen, wieviel weniger Schadstoffe dadurch entstehen.

    mfg
    matthias
     
  17. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich halte das morgendliche Frieren für unangebracht.
    Die Scheibe muß frei werden und die Sicht nach hinten uneingeschränkt.
    Das könnte die Lebensdauer des HDK wegen geringerer Unfallgefahr erheblich verlängern.
    Wenn dann der Motor 200m länger braucht um warm zu werden, was solls.
    Wer jetzt Nach erhöhten Abgaswerten fragt, sollte dann bei den Kurzstrecken vieleicht lieber den Bus nehmen. Aber nur wenn der voll ist.
    Fahren da nur 3 Personen mit, verursacht man ja wieder mehr abgase als wenn man mit dem eigenen Auto gefahren wäre.
    Man sieht also, so einfach ist das mit der Umweltschonung auch nicht.
    Die Standheizung bringt da schon eine ganze Menge.
    Sie verbraucht so in der Stunde 0,3 bis 0,5 Liter.
    Dafür ist jeder Motorstart vom Verschleiß des Motors her gesehen ein Warmstart, also längere Lebenszeit des Motors.
    Ggf. kann man ja auch bei mangelnder Batteriekapazität des Nachts die Batterie nachladen. Das gilt natürlich nicht für Laternenparker.
    Ich mach das auch schon mal an kalten Wintertagen.
    Der Luxus eines warmen Starts im warmen Auto, ohne die Scheiben vom Eis befreien zu müssen, ist durch nix zu ersetzen. :mrgreen:
     
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    Hey
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    Vielleicht ist etwas brauchbares dabei.
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  19. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi MKATh!

    Danke für deinen Dank.

    Irgendwie abgeschätzte AbgasZahlen könnte man nachreichen. Falls grundlegende Zahlen verfügbar wären. *lach*
    --------------------------------------------------

    Allerdings! Heutzutage müssen 1300kg Leermasse den Normalbürger zur Arbeit transportieren. Bequemlichkeit hat Gewicht... und schwer wiegt auch das Erscheinungsbild. Was auch die Abgaswerte beaufschlagt.
    --------------------------------------------------
    Nach 10 Jahren haben die 1300kg Leermasse ausgedient. Sie müssen weggeworfen werden... weil die 2 Kilo der Bremsen nicht mehr TÜV-gerechte Werte liefern. Der Wegwurf ist abgasbilanzmäßig nicht ohne.

    Seitenhieb: Würde man Klospülungen mittels KFZ-TÜV-Kriterien überprüfen...... die Installateur(Klempner)Zunft hätte Hochkonjunktur.


    Helau, gD
     
  20. Anonymous

    Anonymous Guest

    Steffirn schreibt: Ich halte das morgendliche Frieren für unangebracht.
    Die Scheibe muß frei werden und die Sicht nach hinten uneingeschränkt.
    Das könnte die Lebensdauer des HDK wegen geringerer Unfallgefahr erheblich verlängern.


    Genau. Die Scheibe muss frei werden..... und dafür reichen die paar hundert Watt der KaltstartHeizleistung gerade aus.
    Frieren wird man in einem Billigmobil immer.

    gD
     
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