Hochdachkombi mit Automatik

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Fragen und Themen" wurde erstellt von Anonymous, 6. März 2012.

  1. #1 Anonymous, 6. März 2012
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo an alle,
    ich lese seit einiger Zeit in diesem sehr interessanten und ausführlichen Forum, habe aber auf einige Fragen keine Antworten gefunden.
    Ich will mich zunächst kurz vorstellen: Ich gehöre zur Generation 60+, fahre seit über 40 Jahren weitestgehend unfallfrei Auto und in den letzten 20 Jahren ausschließlich Vans aus dem fernen Osten. Außerplanmäßige Werkstattaufenthalte wegen Mängeln oder Defekten kenne ich nicht. Zudem bin ich überzeugter Automatikfahrer.(klassische Wandlerautomatik)
    In Ermangelung fernöstlicher Fahrzeuge die meinen Vorstellungen entsprechen bin ich seit einiger Zeit bei einem SUV gelandet. Da ich jetzt auf die Rente zumarschiere will ich aber wieder ein Auto haben in dem ich zwei Fahrräder transportieren kann ohne Räder ausbauen zu müssen oder Lenker und sonstiges zu verstellen. Bei Bedarf sollte auch mal ein Ausflug mit den Enkeln drin sein. Also wäre die Option auf sieben Sitze sehr schön. Und vor allen Dingen eine Automatik. Und hier scheint es bei den Hochdachkombis nicht so viel zu geben. Zumindest habe ich keine Test - oder Erfahrungsberichte von neueren Fahrzeugen mit Automatik gefunden.
    Vielleicht kann mir jemand aus dem Forum von konkreten Erfahrungen berichten oder eine Empfehlung für das eine oder andere Fahrzeug geben. Ich wohne im Odenwald, es geht also vorwiegend über hügelige Landstraßen und fahre so etwa 15.000 km im Jahr.

    Bereits im Voraus vielen Dank für ev. Informationen

    Gruß Oldtimer
     
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  3. #2 welfen2002, 6. März 2012
    welfen2002

    welfen2002 Mitglied

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    Das DSG Getriebe von VW ist genial.
    http://www.youtube.com/watch?v=A3YMmyiS0qU
    Dann würde ich für jede Menge Fahrräder den Maxi empfehlen. (Bei umgeklappen Rücksitzen über 2m Ladelänge.)
    http://www.bild.de/media/pdf-22258002/D ... 2.bild.pdf
    Dann wird´s noch etwas billiger, wenn man die 3 Sitzbank abwählt, und nochmals bei "geschickter" Preisverhandlung.
    Andererseits würde ich Klima dazubuchen.

    Bequem einsteigen, 2 Fahrräder ohne Schrauben, Automatik, alles wird im Caddy Maxi 1,6-l-TDI (DSG) bestens bedient.
    Übrigens bei meinem Maxi stimmen die Verbrauchswerte mit denen des Verkaufsprospekte 100% überein.
    Auch kann man mit 3 Sitzen (also hinten den Einzelsitz) auch noch 3 Fahrräder mitnehmen (ohne Schrauben)
     
  4. #3 Fischotter, 6. März 2012
    Fischotter

    Fischotter Mitglied

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    Hallo,

    wenn es kein Neuwagen sein soll, dann den Caddy mit 1,9l TDi und DSG. Ist für mein Empfinden der beste Motor für den Caddy, auch wenn jetzt welche gleich schreien werden der 2,0 ist der bessere.

    Zum Maxi würde ich auch empfehlen.

    ciao

    Peter
     
  5. zooom

    zooom Mitglied

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    Nun, wenn es 4m81 sein dürfen, kann ich den Jumpy L1 HDI 165 mit Automatik empfehlen, der ist ab sofort bestellbar und da macht auch ein Motorrad keine Probleme drin. Den NV200 gibts ja leider nur im Ausland mit Automatik.
     
  6. #5 Anonymous, 7. März 2012
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Zunächst einmal danke für die schnellen Antworten.
    Da werde ich mal sehen ob ich über diese Fahrzeuge weitere Informationen finde.

    Frage an Zoom - Ich habe versucht etwas über den Jumpy mit Automatik zu finden. Bei Citroen bin ich nicht fündig geworden.
    Gibts da schon Prospektmaterial oder Preise ?

    Gruß Oldtimer
     
  7. zooom

    zooom Mitglied

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    Die Leute bei Citroen sind mal wieder so was von verpennt, Karneval ist ja eigentlich schon rum, schau mal bei Peugeot.
     
  8. #7 Anonymous, 7. März 2012
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Danke für die Informationen.
    Ich schau mal bei Peugeot.

    Gruß Oldtimer
     
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    Hey
    hier gibt es passendes Zubehör.
    Vielleicht ist etwas brauchbares dabei.
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  10. #8 helmut_taunus, 7. März 2012
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Hallo, schweres Vergehen,
    wird nicht unter zweimalige Entschuldigung plus gespendeten Ouzo beim naechsten Treffen geahndet
    zooom schreibt man mit drei o (und hinten mit biz)
    Beim Ersttaeter auf Bewaehrung ausgesetzt, Ende der Werbesendung. Gruss Helmut
     
  11. #9 Anonymous, 20. Juni 2012
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Zum Citroen Jumpy:

    Hallo!

    Durch Zufall bin ich auf dieses Thema gestoßen (habe selbst Meinungen zum Jumpy mit Automatik gesucht). Eigentlich wollte ich mich und mein Fahrzeug zunächst hier im Forum - welches ich schon geraume Zeit als Leser verfolge - vorstellen, habe mich aber entschlossen, nun erst einmal eine Antwort zu diesem Thema zu verfassen...

    Derzeit fahre ich einen Berlingo aus 9/2011 und bin sehr zufrieden. Wegen meiner besseren Hälfte und Erweiterung des Freundeskreises suche auch ich ein anderes Fahrzeug, in welchem ich mindestens drei Fahrräder "ohne weiteres Hantieren" verstauen kann. Da kam für mich mangels eines wirklichen langen Berlingos und der Preise der Konkurrenz nur der Jumpy (Expert/Scudo) infrage...

    Ich bin in der glücklichen Lage auf eigene Erfahrungen zurückgreifen zu können. Ich hatte diese Woche die Gelegenheit, einen Citroen Jumpy L2 Multispace HDI 165 Automatik fahren zu können, und möchte hier mal kurz meine Eindrücke dazu schildern:


    Ich bin den L2 mit 8 Sitzen in einer gehobenen Ausstattung (dürfte Club gewesen sein) gefahren. Ein ähnliches L2-Modell - allerdings mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe - bin ich bereits zweimal im Rahmen von Probefahrten gefahren und war sehr angetan. Daher kann ich auch das Automatikgetriebe mit dem Schaltgetriebe vergleichen.

    Beim Jumpy kann man zwischen zwei Längen, mehreren Motorisierungen und diversen Ausstattungsvarianten wählen. Allerdings ist nur für den großen Diesel die gewünschte Automatik verfügbar. Wenigstens sind ab diesem Modelljahr alle Schalter mit dem 6-Gang-Getriebe ausgestattet (war vorher nur bei Modellen ab 120 PS verbaut) - dies ist für dich jedoch uninteressant... Der Jumpy kann vom zweisitzigen Kastenwagen L1 bis zum 9-sitzigen PKW L2 konfiguriert werden. Je nach Wunsch sind eine karge Ausstattung ohne weitere Verkleidungen bzw. luxuriöse Ausstattungen mit Vollverkleidung und Luftfederung und sogar ein "light Camping"-Modell (Oceanic beim Jumpy bzw. Vagabond beim Expert) erhältlich. Für technische Daten sowie die Ausstattungsumfänge verweise ich aber mal auf die Hersteller Citroen bzw. Peugeot.

    Ich persönlich würde mich für ein L2-Modell entscheiden. Dort ist auch bei voller Bestuhlung noch ordentlich Kofferraum vorhanden. Allerdings ist der Wendekreis sowohl beim L1 mit 12,5 m als auch beim L2 mit über 13 m sehr groß. Das Rangieren wird jedoch durch die hohe Sitzposition, die großen Außenspiegel sowie die meist verbauten Abstandswarner (würde ich jedem empfehlen) wesentlich erleichtert. Ich bin im Moment noch etwas unschlüssig, welche Ausstattungslinie ich nehmen werde.
    Eigentlich wollte ich den Oceanic/Vagabond, bin aber von der Umsetzung im Detail nicht so richtig überzeugt. Es wird auf die sonst übliche Lösung mit einer Heckablage/Board verzichtet. Stattdessen befindet sich die Liegefläche zusammengefaltet und gut verstaut an der Lehne der Rückbank. Bei Bedarf wird einfach die Lehne nach vorn geklappt und die Liegefläche nach Öffnen eines Reißverschlusses entfaltet. Hier gibt es aber eine erste Hürde: Die Sitzbank muss in einer bestimmten Entfernung von der Heckklappe sein, da ansonsten die Ablage nicht auf den kleinen Halterungen/Widerlagern aufliegt. Ansonsten ist die Liegefläche ziemlich dünn gepolstert aber dafür ohne irgendwelche spürbaren Ritzen/Fugen. Dafür nimmt das Paket aber Platz vom Kofferraum in Anspruch. Als für mich absolutes No-Go hat sich der klappbare Tisch herausgestellt. Dieses monströse Teil befindet sich wie die Sitze und die Sitzbank auf Schienen (geht bei einer linken Schiebetür sicherlich auch nicht anders zu machen). Bei Nichtgebrauch wird das "Monster" dann zwischen Fahrer und Beifahrersitz geparkt und nimmt dort zum einen den Platz für eine eventuell geplante Kühlbox oder eine Ablage in Anspruch. Wesentlich negativer finde ich, dass dadurch auch der Durchgang nach hinten versperrt ist und das Fahrzeug zum Aufsuchen des "Wohnbereiches" verlassen werden muss – auch bei Regen. Eine Lösung wäre noch, auf die beiden Einzelsitze zu verzichten und das "Monster" vor der hinteren Bank zu verstauen.
    Etwas unverständlich ist mir allerdings auch, warum ausgerechnet beim Jumpy die Komfortblinkfunktion und die Berganfahrhilfe eingespart wurden. Gut, letzteres benötigt man bei einer Automatik allerdings nicht. Dafür entschädigen die wirklich sehr guten Sitze sowie die für mich gewohnte Anordnung der Bedienelemente.

    Der Fahrkomfort mit der L2 ist sehr gut. Straßenunebenheiten werden so gut wie nicht an die Insassen durchgereicht. Ansonsten lässt sich das Fahrwerk nicht aus der Ruhe bringen: Es dauert sehr lange und erfordert hohe Kurvengeschwindigkeiten, bis der Wagen untersteuert und mit den Reifen quietscht. Die Wankneigung hält sich auch in Grenzen und flößt keine Angst ein.

    Die optionale Luftfederung würde ich nicht nehmen. Dies liegt aber nicht daran, dass sie ihre Funktion nicht erfüllt (sie kann sogar das Heck zum Beladen etwas absenken - dauert aber ziemlich lange), sondern an der zweifelhaften Wintereignung. Im Winter setzen sich Luftfederungen unter Umständen zu und frieren ein. Ein Bekannter ist mal so mit seinem nagelneuen Touareg "herumgesprungen". Nach längerer Fahrt war er derart durchgeschüttelt, dass ihm selbst ein Go-Kart noch komfortabler erschien...

    Die Bremsen sind - wie beim Berlingo - sehr gut. Sie können feinfühlig dosiert werden und sind sehr standfest. Man sollte nämlich bedenken, dass heutzutage die Motoren wegen der EU5-Norm generell wenig(er) Hubraum und damit Motorbremsfähigkeit besitzen. Selbst ein handgeschalteter Jumpy bremst mit dem Motor nicht so ab, wie ein alter T5 mit dem "Fünfender". Insbesondere bei einem Automatikgetriebe werden die Bremsen also ordentlich belastet. Ich habe es mehrmals geschafft, einen Golf 3 mit Automatik so zu fahren, dass die Bremsen glühten und ausgefallen sind (hinten waren es allerdings nur Trommelbremsen).

    Der Motor macht seine Sache richtig gut. Beim Anfahren sollte man weniger als Halbgas geben, weil man sonst aufgrund sofort und lang durchdrehender Räder nicht richtig vom Fleck kommt und hässliche schwarze Streifen auf der Fahrbahn hinterlässt: Ich war daher nicht in der Lage, eine Beschleunigungsmessung mit Vollgas durchzuführen... Auch in den höheren Geschwindigkeitsbereichen ist stets ausreichend Druck da. Es geht zügig voran, wenngleich durch die Automatik deutlich Temperament verloren gegangen ist. Der Motor ist auch sehr leise und klingt (für mich) gut. Ich möchte noch erwähnen, dass der Motor ohne Probleme zügig bis 170 km/h vorantreibt – dann wird er elektronisch ausgebremst.

    Die Automatik selbst macht ihre Sache ebenfalls gut - aber mit gewissen Abstrichen. Gewöhnlich schaltet sie bei etwa 2.250 U/min in die nächste Stufe. Dies geschieht nahezu unmerklich. Je nach Gaspedalstellung verschiebt sich der Schaltpunkt weiter nach oben.
    Das Automatikgetriebe ist sehr lang übersetzt, sogar länger als das Schaltgetriebe: Während beim Schaltgetriebe bei 100 km/h etwa 2.000 U/min anliegen, sind es beim Automatikgetriebe lediglich 1.750 U/min. Dieser Umstand würde dem Verbrauch sehr zugute kommen - "würde", wenn da die Charakteristik der Automatik nicht durchschlagen würde: Sie passt eher an einen drehmomentschwachen Ottomotor als an einen Diesel mit deutlich über 300 Nm Drehmoment. Wie bereits erwähnt schaltet sie bei etwas über 2.000 U/Min in die nächste Stufe. Bei meinem Berlingo schalte ich meist bei 1.750 U/min, was auch beim handgeschalteten Jumpy geht. Die modernen Diesel sind durchaus in der Lage, bei etwas über 1.000 U/min dahinzugleiten. Dies traut die Automatik dem Motor aber offenbar nicht zu. In der Stadt ist die fünfte Stufe eigentlich bis etwa 70 km/h nie drin, es sei denn man hat sie manuell eingelegt und die Streckencharakteristik ist ideal (gerade Strecke oder leichtes Gefälle bei wenig Gas). Die höheren Stufen werden beim kleinsten Zucken des Gaspedals nach unten gewechselt, obwohl doch bei 1.750 U/min das maximale Drehmoment anliegt und dadurch ein sehr schaltfaules Fahren möglich sein sollte! Ich bin auf einer langen Geraden mit konstant 60 km/h (Tempomat) gefahren. Die eingelegte vierte Stufe verbraucht dabei fast zwei Liter mehr als die handgeschaltete fünfte! Eine weitere auffällige Eigenart dieser lernfähigen Automatik ist es, dass sie versucht, mitzudenken: Bei flottem Beschleunigen und abruptem Gaswegnehmen bleibt die aktuelle Stufe eine Weile drin (vermutlich um eine weitere Beschleunigung zu ermöglichen). Dies hat zumindest mich etwas irritiert.

    Prinzipbedingt ist der Verbrauch einer Wandler-Automatik stets etwas höher als bei einem gleichabgestuften Schaltgetriebe. Wenn die Automatik dann aber den Motor noch in ungünstigeren Bereichen drehen lässt, schlägt sich das unweigerlich auf den Verbrauch nieder. Mein Durchschnittsverbrauch mit der Automatik ohne manuellen Eingriff betrug ca. 10,5 l/100 km, mit manuellem Eingriff etwa 9,0 l/100 km. Mit dem Schaltgetriebe bin ich problemlos auf 7,0 l gekommen. Ich muss allerdings sagen, dass auch 10 oder 11 l/100 km für so ein Schiff in Anbetracht der möglichen Insassenzahl und Zuladung in Ordnung gehen. Zum Vergleich: Von mir gefahrene T5 2.5 TDI 4Motion liegen bei etwa 13 l, die Vito 115 CDI 4x4 (mit 5-Stufen-Automatikgetriebe) bei etwa 14,5 l - da ist der Jumpy sogar sehr vergleichsweise sparsam (mit meinem Berlingo 3 HDI 90 Multispace verbrauche ich zwischen minimal 4,3 l und durchschnittlich 5,3 l/100 km)...

    Ein negatives Kapitel sind die Kosten. Hier ist allerdings nicht der mögliche Preis gemeint, sondern die Werksangaben. Mein Berlingo HDI 90 beispielsweise kostete laut Liste ca. 21.000 Euro, der zuvor favorisierte e-HDI etwa 22.500 Euro. Ich hatte vorher einen Caddy 2.0 TDI gefahren. Wenn ich nicht durch einen Kollegen auf die günstigen Preise der Händler hingewiesen worden wäre, hätte ich mir auch wieder einen Caddy geholt. Für einen Caddy Maxi mit DSG, Klimaautomatik und Standheizung wären es etwa 26.000 Euro beim VW-Händler gewesen. Im Internet hätte ich dafür etwa 23.000 Euro bezahlen müssen – soviel wie für einen e-HDI ohne Standheizung und Klimaautomatik! Beim Citroen-Händler kostete der Berlingo dann plötzlich etwa 15.500 Euro in meiner Konfiguration. Weil sich mein Caddy dann verabschiedet hatte, musste schnell ein Berlingo her – diesen habe ich als Lagerwagen dann für 13.500 Euro erhalten! Für diese 10.000 Euro verzichte ich gerne auf die Klimaautomatik, die Standheizung kann ich bei Bedarf noch nachrüsten (habe sie letzten Winter nicht vermisst). Außerdem lassen sich die Vordersitze des Berlingo nach vorn klappen und er möglichen so den Transport von bis zu 2,60 m langen Gegenständen.
    Was ich damit sagen will: Bei Interesse an einem Jumpy darfst du dich nicht von den Listenpreisen abschrecken lassen. Für einen schwarzen Jumpy L2 HDI 165 Automatik Tendance würdest du laut Liste etwa 39.000 Euro berappen müssen. Die Citroen-Händler geben bereits so ordentlich Rabatt – damit meine ich deutlich im zweistelligen Bereich: Das Modell würde etwa 28.000 Euro bei ihm kosten. Im Internet bieten die Citroen-Händler die Fahrzeuge noch günstiger an. Da gibt es dieses Modell schon ab etwa 25.000 Euro!


    Der bereits als Alternative erwähnte VW Caddy mit dem DSG dürfte allerdings nur in der Maxi-Version für dich infrage kommen. In den normalen bekomme ich ein Mountainbike mit Ach und Krach diagonal mit gewickelter Sitzbank hinein. Bei ausgebauter Sitzbank dürften es auch zwei werden (nebeneinander oder übereinander). Wenn du allerdings – und davon gehe ich einfach mal aus – schon etwas gesetzter bist, fährst du wahrscheinlich kein MTB sondern vielleicht ein Trekking-, City- oder Tourenrad. Diese sind zum einen länger als ein MTB und auch empfindlicher (Schutzbleche, hoher und geschwungener Lenker, Beleuchtung). Da dürfte es beim normalen Caddy knapp werden, ebenso beim Personentransport auf der dritten Sitzreihe. Ein Maxi wäre also Pflicht.

    Ich bin den Caddy Maxi mit dem neuen 1.6 TDI bereits mehrfach gefahren, sowohl mit dem 5-Gang-Schaltgetriebe als auch dem 7-Stufen-DSG. Der 1.6 TDI ist deutlich leiser als der alte 1.9 TDI, allerdings alles andere als temperamentvoll. Das Drehmoment ist ab etwa 1.500 U/min sehr homogen verteilt – ohne den gewohnten Kick des 1.9 TDI. Dafür dreht der 1.6 TDI bei Bedarf auch etwa 500 U/min mehr.
    Ich möchte meine Erfahrungen mit dem Motor mal einfach zusammenfassen: Mit dem (lang übersetzten) 5-Gang-Getriebe wird man adlig (ich zumindest): In der Stadt ist maximal der vierte Gang möglich, aber auch nur, solange keine (minimale) Steigung kommt. Ich bin ihn hier im Erzgebirge gefahren. In der Stadt ist man mitunter gezwungen, mit dem dritten Gang zu fahren, ebenso auf der Landstraße mit dem vierten. Untenrum fehlt deutlich das Drehmoment. Auf der Autobahn macht sich dies besonders bemerkbar. Der Motor ist also ständig am Drehen, insbesondere bei Beladung und in den Bergen.
    Das 7-Stufen-DSG kann diese Schwäche etwas kaschieren. Allerdings ist es sehr empfindlich. Bei unseren Golf im Fuhrpark (ca. 100 Fahrzeuge mit etwa 50.000 km/a Fahrleistung) gibt es bei jedem zweiten Probleme mit dem DSG. Insbesondere der Rückwärtsgang und die geraden Gänge (werden durch Kupplung II bedient) sind angegriffen: Beim Einlegen des Rückwärtsganges sowie der geraden Stufen (besonders 2 oder 4 in einer Kurve) kommt es zu einem deutlich wahrnehmbaren Rubbeln und Schütteln. Dies resultiert vor allem davon, dass man nicht bis zum Stillstand abwartet und noch während des Rollens wieder eine Stufe einlegt und Gas gibt und so die Kupplung schädigt. Die Kupplung des 7-Gang-DSG läuft trocken und ist daher sehr empfindlich. VW lässt deshalb auch nur 250 Nm zu... Außerdem kann das DSG bei langsamer Fahrt auf schlechten Straßen so laut scheppern, dass es sich anhört, als ob man sein Geschirr aus dem Küchenfenster wirft. Bei Interesse suche einfach mal im Internet – die einschlägigen Foren sind voll von diesen Problemen!!!
    Gewöhnungsbedürftig ist auch das Einparken am Berg sowie das Rangieren mit Anhänger.


    Fazit (und Ende meines hoffentlich geistreichen Ergusses):


    Falls du nicht ständig in der Stadt „rumzirkeln“ musst, in einem Gebieten mit Parkplatznot wohnst, in Tiefgaragen fährst und auf den Verbrauch achten musst, so ist der Jumpy in der Tat eine Überlegung wert, zumal vom Platz her vergleichbare Modell deutlich mehr kosten und mitunter weniger bieten. Ansonsten würde ich mich auch meinen Vorrednern anschließen, und dir einen Caddy (dann aber den Maxi) mit dem 7-Stufen-DSG (bitte sorgsam behandeln!) oder den 2.0 TDI mit dem 6-Gang-DSG (gibt es auch mit Allrad) empfehlen. Ich persönlich würde mir für das Geld aber definitiv den Jumpy holen (werde ich auch, muss nur noch den Ford Transit Euroline testen)...


    Viele Grüße



    Berlingo-Bär
     
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Hochdachkombi mit Automatik

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