Euro 5 Dieselmotoren - Problem im Ausland?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Fragen und Themen" wurde erstellt von P a u l, 28. Februar 2014.

  1. P a u l

    P a u l Mitglied

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    Hallo,

    im einem Beitrag hatte jemand Bedenken wegen der Dieselqualität im östlichen Ausland, bei Euro 5 Dieselmotoren.

    Was für Probleme können auftreten? Funktionsstörungen? Schäden?

    Hier gehts zu dem Beitrag:http://www.hochdachkombi.de/viewtopic.php?f=45&t=12046 (Die Mongolen sind los), ich wollte dort allerdings keine Nebendiskussion starten.

    VG Paul
     
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  3. Rolf1

    Rolf1 Mitglied

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    Hallo Paul,
    ich selbst bin kein Techniker, aber die Fernreiseforen sind voll mit derartigen Diskussionen.

    Im viermalvier.de - Forum gibt es z.B. diese Diskussion, aber auch z.B. bei Buschtaxi.de oder im sprinter-forum, Allrad-LKW-Gemeinschaft etc.

    Wenn ich das ganze so recht überschauen kann, scheint die Firma Bremach der einzige Anbieter zu sein, der hier eine ECHTE brauchbare Lösung hat (lasse mich aber auch gern belehren).

    Es scheint wohl aufgrund der komplexen Überwachungselektronik oftmals auch nicht so einfach sein, den Partikelfilter einfach rauszuschmeißen, da die Sensoren dann ggf. falsch melden. Kommt wohl aber auch aufs Fahrzeug an und wie viel Glück oder Pech man unterwegs hat.


    http://www.unep.org/transport/pcfv/PDF/ ... ne2012.pdf

    http://www.sprinter-forum.de/phpBB3/vie ... ka+Crafter

    http://www.viermalvier.de/ubb_portal/ub ... 025/1.html

    http://www.viermalvier.de/ubb_portal/ub ... Post517219

    http://forum.buschtaxi.org/ruszfilter-i ... 33914.html

    Gruss
    Rolf
     
  4. Beastie

    Beastie Mitglied

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    Wie mir jemand mit Fachkenntnis mal versucht hat zu erklären, ist nicht nur der unterschiedliche Schwefelgehalt im Diesel ein Problem (das scheint man noch in den Griff bekommen zu können...) sondern auch die allgemeine Verunreinigung des Treibstoffes mit 'Fremdstoffen', wobei Wasser das größte Problem zu sein scheint.

    Die Probleme dieser Art scheinen sich auf Grund der langen Transportkette und der nicht immer optimalen technischen Zustände der Anlagen gerne mal aufzuschaukeln... solange es noch halbwegs Dieselartiges ist, was durch den modernen Motor gehen soll, kann die Motortechnik noch gegen halten.. bei allem, was da sonst noch so durch die Leitung kommt, helfen nur aufwendige Filter ..wobei der Punkt Wasser im Diesel besonders heikel zu sein scheint.

    Bin aber auch nicht vom Fach, möchte also nur den Punkt 'Verunreinigung vor allem mit Wasser' mit einbringen.
     
  5. #4 helmut_taunus, 2. März 2014
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Hallo,
    die Dieselfilter sind so gebaut, dass sie das Wasser abscheiden sollen. So fuellen sie sich allmaehlich mit Wasser, das dann mal wieder abgelassen werden muss. Ablassschraube unten (Wasser ist schwerer als Diesel) oder Schlauch oder Filter oeffnen je nach Bauart. So habe ich das vor Jahrzehnten bei meinem ersten Diesel Golf 2 gelernt, und seitdem hier in D eigentlich nie Wasser im Diesel gehabt. Das Kondenswasser von nachstroemender Aussenluft war auch nie ein Thema. Moeglicherweise haben die Fachwerkstaetten es bei der ueblichen Wartung ohne mein Zutun erledigt, ab und zu wird der Filter erneuert.
    Zu groesseren Mengen von Wasser im Ausland habe ich keine Erfahrung.
    Gruss Helmut
     
  6. Beastie

    Beastie Mitglied

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    @Helmut Problem ist wohl die Größenordnung der Verunreinigung mit Wasser.. wenn ich es recht kapiert habe, rechnet man in unseren Breitengraden mit einem Wasseranteil von max. 0,02% im Diesel selbst ( Quelle) .. dazu kommt dann natürlich das, was man sich sonstwo noch einfängt... z.B. durch Kondenswasser im Tank.. damit kommen die verbauten Filter noch halbwegs klar.

    Was mir zu Ohren kam, waren Wasseranteile im deutlich einstelligen Prozentbereich... und da kollabiert die bei uns verbaute und völlig ausreichende Filtertechnik gnadenlos, und nicht nur, weil der Filter schneller voll Wasser steht :cry:
     
  7. rgruener

    rgruener Mitglied

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    den dieselfilter kann man ersetzen, auch mehrfach. da würde ich mir 2 oder 3 mit nehmen.
    gefährdet dürfte vor allem die einspritzpumpe sein. ich würde mir daher einen passenden vorrat an monzol oder 2-taktöl mitnehmen und selbiges im verhältnis 1:200 zusetzen, ggfls auch 1:150 oder 1:100 wenn die spritqualität sehr schlecht ist.
    das sollte ausreichen, um die schmierung zu gewährleisten.
    welche 2taktöle nahmen kann, wurde hier schon mal erläutert.

    das reinigen der dieselfilter und deren austausch gehört hier zu den ganz normalen wartungsaufgaben.
     
  8. P a u l

    P a u l Mitglied

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    Hallo,

    Eure Beiträge habe ich zusammengefasst und kommentiert. Mit diesen Hinweisen komme ich mit meinem Euro5 Caddy wohl überall hin wo ich hinwill (z.B als Fernziele Türkei, Georgien, vllt Nordafrika), und auch wieder heim. Wenn ich etwas falsch verstanden/ dargestellt habe, oder ein Thema fehlt, freue ich mich natürlich besonders über eine Korrektur oder Ergänzung. (Sonst könnten Reisekasse und Reisefreude übermäßig abnehmen :) )

    Jedenfalls habe ich keine Sorge, das falsche Auto gekauft zu haben.

    Kritische Motorteile sind:
    * Der DPF: muß immer wieder von Schwefel freigebrannt werden, anscheinend reicht ½ Stunde in höherem Drehzahlbereich ab 2.500 (Fahrzeugbedingt?). Kan vor Fahrten in wirklich kritische Gebiete (viel Schwefel im Kraftstoff, großen Höhe) auch durch ein Rohr ersetzt werden. Das sollte die Fachwerkstatt machen, damit nicht Sensoren und Anzeigen verrückt spielen.

    * Dieselfilter bei wässrigerem Diesel immer wieder entwässern, notfalls austauschen. Kann als Ersatzteil auch mitgenommen werden.

    * Einspritzpumpe schmieren mit Additiven. Anscheinend sind diese besonders wichtig, um bei wässrigerem Diesel die Einspritzpumpe ausreichend zu schmieren.

    Im Detail - Zunächst die 4 Links von Rolf

    * Schwefelgehalt im Diesel UNEP Karte 2012
    http://www.unep.org/transport/pcfv/PDF/ ... ne2012.pdf
    Meine Schlußfolgerung: Auf dem Weg in die Türkei Serbien umfahren. Noch offen ist, wie die – deutlich bessere, aber doch eingeschränktere - Dieselqualität in UDSSR oder Georgien vertragen wird.

    * Reisebericht mit VW Crafter 2008 in Lateinamerika, in Höhen bis 5000 m
    http://www.sprinter-forum.de/phpBB3/vie ... ka+Crafter
    Meine Schlußfolgerung: VW leistet praktisch keine Unterstützung, versucht womöglich, sich um Gewährleistung zu drücken (http://b-u-globetrotter.de/Crafter.htm). Mercedes macht Aussagen zum Sprinter und bietet zumindest Unterstützung bei Nachfragen an. Ist aber wohl auch nicht unproblematisch. Anscheinend haben irgendwann alle Probleme, nur je moderner das Fahrzeug und je weiter nach Osten, wird es schwieriger. Hier http://sprinter-forum.de/phpBB3/viewtop ... &start=315 wird im Anschluß der Ausbau des DPF diskutiert.

    * Interessante Detaildiskussion mit Ergebnis Euro 5 problematisch bzgl. großer Höhe und Dieselqualität/-reinheit, Euro 4 nicht :
    http://www.viermalvier.de/ubb_portal/ub ... 025/1.html

    Erfahrungsberichte zu Europa bis Türkei, Georgien: kein Problem außer Serbien, in Armenien nur 1x Euro 5. Offensichtlich ist es auch kein Problem, mal durch Serbien zu fahren, wenn die Fahrt in einem Tempo/ Drehzahlbereich liegt, der den DPF immer wieder freibrennt:
    http://www.viermalvier.de/ubb_portal/ub ... Post517219

    * http://forum.buschtaxi.org/ruszfilter-i ... 33914.html
    Eine Diskussion zu DPF ausbauen/ reinigen, Additiven bei Fahrten in Afrika. Tunesien und Marokko haben wohl Euro 5 in den Touristengebieten.

    Zum Umgang mit wässrigem Diesel:
    Das von Robert erwähnte Thema zu Additiven ist wohl hier (Monzol & 2-Takt Öl):
    viewtopic.php?f=50&t=12052&p=108904.
    Ergänzende Hinweise dazu finden auch oben in den viermalvier-Links.

    Danke & Grüße
    Paul
     
  9. #8 rapidicus, 2. März 2014
    rapidicus

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    unsere größeren baumaschinen haben meist diesen filter vorgeschaltet: http://www.parker.com/portal/site/PARKE ... ky=FILTERS
    ist allerdings ein riesen ding....aber sehr wirkungsvoll.
    rost, wasser, schwebeteilchen werden zuverlässig abgeschieden, manchmal erschütternd, was da drinhängt.

    zum bekämpfen von bakterien (auch das gibts im diesel) empfiehlt sich das: http://www.oldieoel.de/Additive/Diesela ... fd9e240b69

    die gefahr beim tanken im weitweitwegland besteht in seit vielen jahren nicht gereinigten erdtanks, da könnte o.g. besserung verschaffen. persönliche erfahrungen liegen mir aber nicht vor.

    ich persönlich würde so eine weite tour eh nur mit einem uraltauto angehen...

    gruß, stefan
     
  10. Rolf1

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    ...und bei größeren Höhen soll es ja auch Probleme geben, Motor geht in den Notlauf etc.

    Ich bin auch nicht vom Fach, aber wenn man Berichte liest wie den über den VW Crafter in Südamerika, bekommt man schon gewisse Bedenken. Wenn ich es richtig verstehe, vertragen die Motoren selbst das alles ja, aber die "zu intelligente Elektronik", die nun hier vorgeschrieben ist, bewertet bestimmte Vorkommnisse falsch und legt das Auto lahm (oder quasi lahm).

    Dsa eigentlich grösste Problem scheint ja auch noch zu sein, dass einige der grossen Autohersteller selbst entweder keine Ahnung haben oder nicht haben wollen und die Kunden alleine lassen. Einige schließen ja auch Anfrage die Möglichkeit von Support auf Fernreisen wohl aus und stellen klar, dass die Fahrzeuge für solche Einsätze nicht ausgelegt sind (im Kaufvertrag und den Prospekten steht das natürlich nicht)

    Rolf1
     
  11. Rolf1

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  12. rgruener

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    wegen der Höhe kann man von etwa 10% Leistungsverlust pro 1000m ausgehen, moderne Diesel-Turbos vielleicht etwas weniger. Dazu noch Leistungsverlust durch Luftfeuchtigkeit, höhere Temperatur und schlechten Sprit und zack werden auf 3000m Höhe aus 110PS 75PS und weniger.
     
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    Hey
    hier gibt es passendes Zubehör.
    Vielleicht ist etwas brauchbares dabei.
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  14. Rolf1

    Rolf1 Mitglied

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    Hallo,
    wegen der Höhe: Bei den modernen Motoren ist ja anscheinend nicht nur der "normale" Leistungsverlust das Problem, sondern auch der "zusätzliche", da die Motoren auf Notlauf gehen, wenn die Sensoren merken, dass "zu viel" Dreck rausgeschleudert wird. So oder ähnlich. Wie gesagt, bin kein Fachmann.

    Und "kurz mal" einen DPF rausbauen und einfach ohne fahren ist i.d.R. nicht möglich.

    Eine aktuelle Diskussion gibt es nun auch hier:
    http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic. ... 0&start=30

    Rolf1
     
  15. rapidicus

    rapidicus Mitglied

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    da ein diesel mit luftüberschuß arbeitet, dürfte die höhe eigentlich kein problem sein.
    benziner haben in der tat barometrische korrekturen, früher mit dose am am vergaser /e-pumpe (die besseren), inzwischen fühler im steuergerät.

    gruß, stefan
     
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