Changhe Freedom Van Lang ("Frieda")

Dieses Thema im Forum "Mein Hochdachkombi" wurde erstellt von Helmar, 16. August 2013.

  1. Helmar

    Helmar Neues Mitglied

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    Ich möchte mal nach etwas über einem Jahr unseren kleinen "China-Camper" vorstellen.

    Hier im Forum gibt es einen Beitrag, der den Bus - ein Changhe - schon erwähnt. Dort liest es sich ein wenig mit Vorbehalt, was die Qualität des Fahrzeuges angeht. Nach einem Jahr Erfahrung damit kann ich sagen, dass eventuelle Vorbehalte für den mutigen Käufer eines chinesischen Autos vollkommen unbegründet sind. Das Auto gibt es in China in relativ großer Stückzahl und der Konzern, der es baut, hat lange Erfahrung. Was Qualität und Luxus angeht, darf man natürlich den niedrigen Preis niemals vergessen - auch in China zaubert um den Preis niemand eine Nobelkarosse. Der fehlende "Luxus" ist für einen Camper aber gar nicht schlecht, da Sachen wie manuell zu öffnende Fenster an den Schiebetüren beim Camping eher praktisch sind.

    Bisherige Probleme waren im Grunde zwei: bei ATU kann man keinen Ölwechsel machen, weil das Fahrzeug nicht in deren Datenbank ist und die Schnösel nicht mal selbst den Suzuki-Motor angucken können. Zudem waren die Zündspulen im Auslieferungszustand im Eimer, die mussten getauscht werden, was unser Händler auch anstandslos gemacht hat (ohne Kosten und mit Leihauto während der zwei Tage - die entsprechenden Ersatzteile mussten erst bestellt werden).

    Am Grundauto selbst sind zwei Dinge nervig: das Radio (das sollte man tauschen) und die Gurte auf der hinteren Sitzbank, das sind nämlich keine Rollgurte (die sollte man auch tauschen).

    Die positiven Seiten überwiegen: für die Größe des Autos hat man sehr viel Laderaum. Angaben gibt es hier: http://www.changhe.eu/modelle/freedom-van.html
    Zudem sitzt man im Vergleich zu "normalen" Autos sehr hoch, hat eine hervorragende Sicht und die Motorisierung reicht zumindest, um an LKWs und langsamen Monsterwohnmobilen vorbeizukommen. Apropos Motorisierung: man fährt mit "Frieda" (das ist der chinesische Markenname) maximal 120 über längere Strecken, eher sogar entspannte 90-110. Dann braucht der Motor auch nur ca. 6,5 l Super auf 100 km.

    Zum Camping-"Ausbau" (eigentlich ist es eher ein minimaler Einbau): Das Bett ist ausgezogen 180 x 120. Für uns reicht das. Man könnte das Bett sowohl länger als auch etwa 10-20 cm breiter machen (dann aber nicht einfach herausnehmbar).
    Wir haben das Bett etwa so hoch wie einen Bierkasten aufgebockt - da passen dann die Campingutensilien wie Stühle, Tisch, Grill etc. gut drunter. Zur Verdunkelung nutzen wir Vorhänge, die Supermagnete eingenäht haben.

    So, nach dem Geschwafel aber auch noch Bilder ;-) :

    Bettkonstruktion: https://plus.google.com/u/0/111193262667118068836/posts/ceB4DFqkugF

    Frieda im stationären Vollausbau: https://plus.google.com/u/0/111193262667118068836/posts/HWyxQz92npC

    Frieda unterwegs: https://plus.google.com/u/0/111193262667118068836/posts/NsZeKdmUpi1

    Wir haben Frieda jetzt ein Jahr und einen Monat und sind sehr zufrieden. Nächste Herausforderung ist, zwei Klappräder unterzubringen, die kommen vermutlich Montag. Mal sehen, wie wir das lösen.
     
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  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Irgendwie ziehe ich innerlich immer den Hut vor Leuten, die sich chinesische Fahrzeuge kaufen. Mir wäre das Theater in den Werkstätten (s.o.), die Ersatzteilversorgung usw. einfach zuviel. Wie kommt man überhaupt auf einen chinesischen Hersteller? Bei uns gibt es einen Händler wo man sich einen Lada bestellen kann. Das ist schon das höchste der Gefühle. Chinesische Fahrzeuge? Ich wüßte nicht einmal, an wen ich mich da zu wenden habe. Wir spielen mit dem Gedanken uns einen Nissan Evalia zuzulegen, mit dem Wissen, daß es sich hierbei auf deutschen Straßen um einen Exoten handeln wird. Bei einem chinesischen Fahrzeug ist das ja noch krasser.
    Aber Glückwunsch zum Fahrzeug! Auf den Bildern kommt er schon recht groß rüber. Gibt es evtl. noch mehr Bilder? Auf der Straße wird man ihn ja wohl kaum zu Gesicht bekommen.
     
  4. Helmar

    Helmar Neues Mitglied

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    Ja, die Sache mit dem "Wie findet man?" oder "Wie geht das mit Ersatzteilen?" ist schon oberflächlich ein Problem. Gefunden haben wir den Bus über viele Ecken - eigentlich eine Internet-Recherche zu kleinen Bussen. Da war dann ein polnischer Internet-Anbieter mit einem Bus (nicht dem), der unglaublich günstig und angeblich "neu" sein sollte. Dann sind wir auf den Importeur in Deutschland gekommen und sind dort auch selbst mal vorbeigefahren, um uns die Dinger anzugucken. Zufällig hatte ein Autohändler (der handelt auch mit Piagio etc.) in der näheren Umgebung (8 km oder so) einen entsprechenden Bus da, den wir auch probefahren durften. Ein anderer - nicht ganz so lokaler Händler (40 km) - hatte einen einige EUR billiger, wollte uns den aber nicht testen lassen, sondern nur einen 5 Jahre alten (haben wir auch gemacht... an dem konnte man den Verschleiß billiger Teile sehen, wenn die "Gurke" von jedem im Betrieb getreten wird - war gar nicht so schlimm).

    Was die wirklich relevanten Verschleißteile angeht, so handelt es sich um einen Suzuki-Motor mit ziemlicher Standard-Technik. Das lässt sich besorgen, wenn die Werkstatt nicht so auf Kommerz durchorganisiert ist, wie bei einigen Reparatur-Ketten...

    Wir haben heute noch einen Bodenbelag für den Laderaum eingebaut - einfach, weil die normale Bodenmatte recht schnell bei stärkerer Beanspruchung Schaden nimmt. Die Klappräder passen hinter das Einbaubett. Das ist sehr praktisch. Der Laderaum ist tatsächlich für die Größe vom Fahrzeug riesig: mit ausgebauten Hinterbänken ist der 2,50 m lang und ca. 1,30 m breit. Die Radkästen stehen natürlich immer mal im Weg.

    Wenn man sich einen 7-Sitzer wie den NV 200 zulegen will, kann man sich bei den Chinesen auch den V27 angucken: http://www.dfsk.eu/modelle/mini-truck-doppelkabine.html oder "klassischer" (den V27 gab es zu unserer Zeit noch nicht) die "Coolcar": http://www.changhe.eu/modelle/coolcar2.html - das Modell wird ziemlich baugleich auch von Suzuki verkauft (allerdings nicht in Deutschland, sondern in anderen Teilen Europas...)

    Gegen den NV 200 hat bei uns damals gesprochen, dass es noch keinen vorgefertigten Camping-Ausbau wie jetzt den von ZOOOM http://www.zooom.biz gegeben hat und z.B. die Fenster ausschließlich elektrisch zu bekommen waren, was beim Camping einfach nur stört.

    Was unseren Bus angeht, ist eine neue Photo-Session schon angedacht. Nur heute ist das Wetter zu scheußlich und vllt. lassen wir das Auto vorher auch noch mal durch die Waschanlage ;-)
     
  5. Mauss

    Mauss Mitglied

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    Ein entzückendes Autochen.
    Hatte ich neulich auch mal im Internet angesehen, würde mich aber nie trauen, sowas zu kaufen - wenn nicht jemand was Gutes zu sagen hat.
    Das hast du jetzt getan, und ich werde den wieder in Betracht ziehen, als schnuckligen Campingbus :)
     
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    Hey
    hier gibt es passendes Zubehör.
    Vielleicht ist etwas brauchbares dabei.
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