Bodenplatte / Isolierung

Dieses Thema im Forum "Camping/Umbauten und Tuning" wurde erstellt von Bodenseecamper, 18. Dezember 2013.

  1. #1 Bodenseecamper, 18. Dezember 2013
    Bodenseecamper

    Bodenseecamper Mitglied

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    Hallo, nachdem nun bei meinem neuen Dokker das Autoradio drin ist, kommt Schritt 2. Isolierung und Bodenplatte.

    Für die Bodenplatte scheint sich nach bisherigen Recherchen am besten eine Fichten- oder Birkensperrholzplatte zu eignen. Allerdings recht teuer, wenn man so im Baumarkt schaut. Da bin ich ja für die ca. 2 qm schon 60 € los, mal weitersuchen. Hat jemand von euch schon mal was von Paulownia-Holz gehört. Super leicht bei gleichem Preis.

    Bei der Isolierung bin ich total überfordert und fasse zusammen. Aus dem einen oder anderen Grund kommen die meisten Materialien nicht in Frage: Schaumstoff (EPS) in offenporig, XPS krebserregend, etc.

    Hier ein interessanter Artikel dazu, besonders, wenn man mal runterscrollt in den Absatz "Wer macht was?": http://www.promobil.de/ratgeber/wohnmob ... 91251.html

    Wieso benutzen die Wohnmobilhersteller nur Materialien, von denen nicht nur hier offensichtlich abgeraten wird?

    Nachdenkliche Grüße vom Bodensee
     
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  3. Kaeptnfiat

    Kaeptnfiat Mitglied

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    60€ geht doch noch ...
    noch leichter dürfte Balsa-Holz sein ;-)
    Vorsicht: üblicherweise gilt: leichteres Holz ist weicher (Fichte, Pappel), die nötige Festigkeit und Stärke der Platte hängt auch davon ab, was für (Zug)Kräfte sie aufnehmen muß´. Im Zweifelsfall würd ich Birke statt Fichte nehmen, bei besserer Stabilität kanns dünner werden. Und die Schrauben halten einfach besser :)
    Außerdem gilt zu beachten, was für eine Oberfläche Du haben willst. Fichte pur nimmt halt bei leichter Beanspruchung schon Kratzer und Druckstellen auf. Bootslack, Teppich oder gar Korkplatten (hatte ich mir mal in meinem früheren Fiat Talento/Ducato gegönnt) können das verbessern und wohnlicher machen. Oder wer PVC mag ...

    Versuch mal einen echten Holzhändler statt Baumarkt zu finden, bei dem auch Handwerker einkaufen. Dort sind Auswahl die qm-Preise üblicherweise besser, aber Abnahme nur in Platten und natürlich kein Zuschnitt. Baumarkt ist die teure Lösung für Heimwerker, die für alles maximal eine Lösung bieten ...
    z.B. gibts auch für Beschläge Fachhändler, evtl. über die Innungen zu ermitteln.

    Zur Isolierung hatte ich bei meinem Vorgängerfahrzeug 4cm dicke Steinwollmatten(nicht unterm Boden), normale Isomatten bzw. ähnlichen Schaumstoff (läßt sich mit Pattex gut stückeln und aneinanderkleben) aus dem Wohnmobilzubehörhandel verwendet. Für die Seitenwände hatte ich Pappelsperrholz erstmal mit 'Heizkörperisolation' (Alubeschichtete Styroporbahnen) beklebt.
    Ausserdem alles Blech, das noch zu sehen ist, mit Teppich beklebt (dünner Textilrücken + Pattex). Reste gibts beim Teppichhändler Ihrer Wahl ...
    Vielleicht bietet sich für den Fußboden auch was aus dem Wohnungsbaubereich an wie Trittschalldämmung o.ä.

    Thomas
     
  4. ll2ll

    ll2ll Mitglied

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    Ich habe meinen Kasten mit "Kaiflex" selbstklebend (ca 11,50 E/m2) isoliert.
    Bodenplatte 12mm Siebdruck, darunter 4 cm XPS Platten.
     
  5. #4 Bodenseecamper, 10. Januar 2014
    Bodenseecamper

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    Habe mal beim Holzgroßhandel nachgefragt, ist in der Tat wesentlich billiger, danke für den Tip!

    ABER:

    XPS-Platten besitzen einen Flammschutz, der gesundheitlich mehr als bedenklich ist:
    http://www.positivlist.com/download/Pol ... verbot.pdf

    Styropor und Schaumstoff sind im Gegensatz zu Styrodur offenporig, leiten also die Feuchtigkeit an die Fahrzeugwand weiter und die Kiste rostet von innen weg

    Also habe ich für die Isolierung, die ja der erste Schritt ist, noch keine Lösung gefunden.
     
  6. #5 Bodenseecamper, 10. Januar 2014
    Bodenseecamper

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  7. #6 helmut_taunus, 10. Januar 2014
    helmut_taunus

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    hier gelesen?
    REIMO Ausbau-Ratgeber – Boden & Innenverkleidung
     
  8. #7 Bodenseecamper, 10. Januar 2014
    Bodenseecamper

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    Ja, habe ich gelesen, aber

    alle angesprochenen Themen werden nun in den verschiedenen Foren sehr kontrovers diskutiert, da muß wohl jeder für sich eine Entscheidung treffen, die immer nur ein Kompromiß ist. Die Reimo-Lösung gefällt mir nicht, da
    1. eine Preßspanplatte verwendet wird. Diese gast aus, ist zu schwer im Vergleich zu Sperrholz/Tischlerplatten und bietet bei Verschraubung von Möbeln oder Aufbauten nicht ausreichend Festigkeit. Die Schrauben reißen irgenwann durch Vibrationen und Verwindungen aus und lockern sich. Und Pressspan ist halt nicht feuchtigkeitsbeständig und verzugsarm. Da widerspricht sich Reimo also in dieser Anleitung. Ich habe da auch mal mit einem Schreiner Rücksprache gehalten. Ich denke, hier bieten Birken- oder Fichtensperrholzplatten den besten Kompromiß.
    2. Bodenbelag ist PVC, bzw. Vinyl und somit gesundheitlich äußerst bedenklich, besonders in Zusammenhang mit den erfahrungsgemäß hohen Temperaturen, die im Innenraum herrschen können. Für das moderat temperierte Eigenheim eine tolle Sache, nicht jedoch für ein kleines Auto in der Sonne Andalusiens.
    3. Isoliermaterial X-trem-Isolator, dem "hauseigenen" Dämmstoff von Reimo, das es unter anderem Namen weitaus preisgünstiger gibt. Feine Sache ist halt, daß es selbstklebend ist.
    4. Freue ich mich schon auf unsere weiteren fruchbaren Diskussionen und muß jetzt langsam los, da ich sonst zu spät zu meinem Date komme. Bis bald.
     
  9. #8 helmut_taunus, 10. Januar 2014
    helmut_taunus

    helmut_taunus Mitglied

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    Hallo,Reimo bietet viele unterschiedliche Sitze und Baenke zum Verschrauben auf dem Unterbau. Dafuer nehmen sie allerdings Schienensysteme mit hinzu. Von Reimo verschraubte Sitzbaenke kommen jedenfalls durch den Tuev, also taugen muss es wohl schon. Details kenne ich dazu leider nicht.
    Gruss Helmut
     
  10. ll2ll

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    Wie gesagt zb Kaiflex selbstklebend, lässt sich auch besser verarbeiten da es etwas flexibler ist.
     
  11. janosch

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    Kleine Korrektur: Es ist genau andersherum. Siehe Hartschaum – RC-Network Wiki

    Und auch das Problem muss man eher andersherum sehen: Geschlossenporige Isolierung muss mit dem Untergrund vollflächig verklebt werden, damit kein Schwitzwasser zwischen Isolierung und Untergrund entstehen kann (sonst rostet‘s, weil die Feuchtigkeit nicht entweichen kann). Bei offenporiger Isolierung reicht punktuelle oder zum Beispiel Klemm-Befestigung, da das Schwitzwasser durch das Material diffundieren kann, natürlich nur in gewissen Grenzen.

    Ein Problem, das Bewohner moderner Wohnhäuser mit Wärmedämmung auf Kunststoffbasis kennen, nicht aber Bewohner von Häusern mit Holz- oder Lehmwänden.
     
  12. ll2ll

    ll2ll Mitglied

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    Styropor saugt sich richtig voll und zerbröckelt dann, kann man bei alten Womos aus den 80`beobachten.
    Ich habe die Abschlüsse zu den Türen und Bodenplatte nicht versiegelt und die Luft kann minimal zirkulieren.
    Bei mir im Kastenwagen habe ich auch zig Holmen die sich nicht von innen bekleben lassen. Ich habe sie einfach mit "Fluid Film" konserviert. Möglich wäre auch den Boden vorher mit MIke Sanders zu behandeln dann rostet garantiert nix.
     
  13. Kaeptnfiat

    Kaeptnfiat Mitglied

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    Mike Sander oder Fliessfett von Citröen Autohaus Mönnich in Oldenburg. Bei meinem Bus hab ich innen sogar teilweise Teroson genommen, wo Wasser stehen bleiben könnte. Fluidfilm und Fliessfett für Hohlräume (im Sommer machen!).
    Schaumstoff gibt es offen- als auch geschlossenporig.
    Glasfasermatten/Steinwolle sollte ggf. auch gehen, ist aber auch gut saugfähig.
    Rostprobleme vom Innenraum her hatte ich mit meinem FIAT jedenfalls die ganzen 17 Jahre keine,
    obwohl nach einem Unfall mal die Seitenteile (hintere Ecke bis incl. Seitentür) erneuert werden mußten - da nichts aufs Blech geklebt war (nur geklemmt), konnte ich alles wiederverwenden.
    Rost kam nur gelegentlich im Radkasten vorne links/hinten rechts und auch mal oberhalb der Frontscheibe (Fentserrahmendichtung!).

    Gruß nach Schweden - was machst Du gegen Mücken im HDK? ;-)

    Thomas
     
  14. ll2ll

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    Sollte man nicht nehmen. Wie du ja selber schreibst ist es sehr saugfähig.

    Schlimmer sind die Kriebelmücken die kommen durch die normalen Netze durch.
    Die setzten ich beim "schlafen" in Augen/Nase/Mund und bohren/sägen Löcher, aus denen sie dann dein Blut trinken.(„Poolsauger“). :mad:
    Danach entzünden sich die "Bohrungen" noch. Anti-Mückenmittel wirkt nicht. (War eine besch... Nacht :zwink: )

    Ich habe feinmaschiges Netz mit Klett in den Fenstern, an der Türen habe ich unten ein Bleiband in das Netz eingeklebt.
     
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    Hey
    hier gibt es passendes Zubehör.
    Vielleicht ist etwas brauchbares dabei.
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  16. #14 Bodenseecamper, 17. Januar 2014
    Bodenseecamper

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    Gegen die Mücken habe ich eine wunderschöne Gardine gefunden, mit sehr feinem Gewebe. Optimal luftdurchlässig und - bereits getestet - mückenundurchlässig. 4m für 4€, sehr hübsch vor allen Dingen

    Folgende Antwort bekam ich von der Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff in Rossdorf:

    "Sehr geehrter Herr xy, die Anwendungsgrenztemperatur für XPS liegt bei 75°C. Bis zu dieser Temperatur diffundiert nichts aus dem Material heraus. Bei höheren Temperaturen wird XPS langsam weich und die Zellstruktur löst sich. Außerdem ist XPS schwerentflammbar. Für die von Ihnen beschriebene Anwendung für XPS sehen wir deshalb keine Beeinschränkungen."
     
  17. ll2ll

    ll2ll Mitglied

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    75°C ist für den Boden kein Problem, an die Decke würde ich es nicht machen.
     
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