Biodiesel

Dieses Thema im Forum "Alles zu den alternativen Antrieben" wurde erstellt von Anonymous, 3. November 2005.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi Leute,
    wollte mal fragen ob hier jeman schon erfahrungen mit Biodiesel (zb. aus Raps) gemacht hat und ob dieser Treibstoff schädlich für den Motor sein kann. Vielen Dank für alle Antworten..... :roll:
     
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  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Da brauch man keine Erfahrung um zu wissen, wenn man Biodiesel in einen Berlingo kippt, das es auf dauer nicht gut geht... :shock:
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Griasde podder,

    Da kannst Du auch schon einiges drüber nachlesen.

    Ansonsten findest Du mit der Suche-Funktion im berlingo-forum und auch in anderen Foren so einiges darüber.

    Kurz gesagt: Biodiesel nur mit Herstellerfreigabe, sonst hast Du im Falle eines Motorschadens oder anderer Schäden (Dichtungen, ....) die A.....karte.

    Pfüati
    Horst


    Editiert vom Admin, da ein Forum genannt wurde, welches wir hier nicht lesen möchten.04.11.2005 10.14 Uhr
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Also bei Delphi- und Lucas Einspritzpumpen wär ich vorsichtig.

    Ich würde ihn auf Pöl umbauen lassen, dann kannst für 65ct(Pöl) tanken anstatt für 98ct(Bio) - das funktioniert dann auch!
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    recht schönen Dank für die schnellen Antworten, also gibs bei mir keinen Biodiesel, will meinen schönen Wagen ja noch länger fahren.
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

  8. #7 welfen2002, 12. Januar 2006
    welfen2002

    welfen2002 Mitglied

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    Pflanzenöl Umbau

    Die Preise für Diesel sind nicht gut. Nun gibt es ja Pön Fahrer hier im Forum und ich wollte mal wissen, wie das so ist.

    Ich habe schon recherchiert, das ein Umbau wohl so 500 Euro für mein Connect TDCi kostet. Ich fahre so 35000km im Jahr und Pflanzenöl kostet ungefähr nur die Hälfte. Allerdingt muß ich bei der ein Tank Lösung mindestens 50% normalen Diesel dazuschütten.
    Rechnet sich das???????

    Dann noch zu den möglichen Gefahren!
    Damals hatte ich einen Kangoo Saugdiesel, der Renault-Meister hat mir BioDiesel tanken verboten. Sagte Einspritzpumpendichtungen gehen kaputt. (Habe ich aber manchmal trotzdem heimlich gemacht!)
    Jetzt habe ich einen Tourneo Connect TDCi. Der steht auch in der Liste als unbedenklich für Pön, mag ja sein, aber was sagt denn der Zuheizer dazu? Hat Pflanzenöl nicht eine ganz andere Verbrennungstemperatur?
    Verkokt nicht der Zuheizer?

    Kann man eigentlich Frittenfett auch selber receikeln?
     
  9. blautze

    blautze Mitglied

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    Bei 35000 haste den Umbau doch nach einem Jahr wieder rein. Vorrausgesetzt du kannst deinen Mix an einer Tanke nehmen und mußt nicht fürs Pflanzenöl irgend wo anders hin. Es sei denn du holst es bei Adli.
    Das mit den Dichtungen ist ein Problem, angeblich sollen die normal von dem Zeug zerfressen werden. Wohl dem, wenn resistente angeboten werden. Opel machts nicht, so viel ich weiß.

    Frittenfett kannste selber säubern, 2 - 3 mal durch ne gute Melittafiltertüte und es müßte gehen. Einfach mal nach dem 2. filtern durch ein Glas schauen.
     
  10. #9 Anonymous, 28. Mai 2006
    Anonymous

    Anonymous Guest

    Hi Leute,
    meist gibt es in Foren nur wenige Informations-Splitter zu diesem Thema. Um aber wirklich zu entscheiden, muß man alle Fakten zusammen haben. Habe mich schon länger intensiv damit beschäftigt und will mal meine Informationen zu alternativen zu Diesel weitergeben.

    Biodiesel: ist so eine typisch verkorkste Sache.
    Das Pflanzenöl wird chemisch verändert und es fällt dabei Glyzerin ab, wobei niemand so genau weiß, was man mit dem vielen Glyzerin machen soll. Dafür ist der Sprit auch bei Kälte gegenüber Pflanzenöl ausreichend dünnflüssig und verharzt nicht an den Düsen (also er verdampft vollständig) Das ist besonders wichtig bei den Common rail Motoren (7 bis 9 hauchdünne Einspritzlöcher)
    Nebenbei ist der Biodiesel sehr agressiv - manche Leute benutzen den als Reinigungsflüssigkeit für dreckige Motorteile!
    Die Dichtungen der Einspritzpume quellen auf und werden dann undicht, sobald man wieder einige mal normalen Diesel tankt (da schrumpfen die verquetschten Dichtungen wieder).
    Eigentlich könnte man die Einspritzanlage mit biodieselverträglichen Dichtungen bauen - wenn man wollte - will man aber nicht.
    Bei VW ist das so, daß Bosch die Pumpen nicht freigibt, VW aber teilweise ja. Die Dichtungen sind dann in der Regel nach der Garantiezeit defekt. Wenn man dann nicht nahtlos nachweisen kann, wo man was getankt hat, gibt es keine Kulanz. Für 1200 Euro wird die Pumpe dann eben mal überholt (alle Teile noch in Werkstoleranz) und dem nächsten Umweltfreak verkauft. Bosch verdient, VW verdient und der Kunde verdient - Schläge, weil er dem Autobauer vertraut hat.
    Bei den alten mechanischen Pumpen konnte man noch selber biodieselfest e Dichtungen zurechtschneiden und einbauen. Die modernen elektronisch gesteuerten Pumpen sind einzeln kalibriert und ein Zerlegen ist gleich einem Totalschaden.
    Außerdenm ist die angebliche DIN zu dem Biodiesel nach meiner Info nur ein Entwurf und noch nicht gültig. Auch der angegebene Biodiesel soll wohl in BRD gar nicht erhältlich sein.
    Hey Leute - hat jemend noch Lust Biodiesel zu tanken? Schoweffekt = hervorragend / Effektivität = mangelhaft. Das ist eine typisch politische Lösung, welche mit Vernunft wenig zu tun hat.

    Pflanzennöl (Pöl): Auch wieder etwas unglücklich gelaufen, weil die Industrie nicht mitmacht.
    Das Zeug ist definitv nicht agressiv und wird von der ganzen Kraftstoffanlage gut vertragen.
    Der große Nachteil ist, daß das Zeug bei Kälte zu dickflüssig wird und im Extremfall durch mangelhafte Schmierung und Überlast die Einspritzpumpe killt (man achte auf einen einzelnen hellen deutlichen 'pling'). Rapsöl soll aber bis -12 Grad noch flüssig sein, Sonnenblumenöl nicht, Frittenfett noch weniger.
    Wegen der Dickflüssigkeit wird zum Start und vor dem Stop mit Diesel gefahren und dazwischen mit vorgewärmtem Pöl geheizt. Trotzdem halten das nicht alle Fabrikate aus.
    Temperaturn über 60 Grad beim Pöl können zum Verharzen führen!!
    Das macht den Umbau doch relativ aufwändig und das Auto ist nicht so narrensicher zu betreiben wie vorher. Man muß eben wissen, was man tut. Nichts gegen Frauen - war ne geniale Idee vom Schöpfer - aber ob gestresste Frau auch morgens bei der Fahrt zum Kindergarten daran denkt?
    Moderne Diesel haben aber sowiso schon Probleme, das Kühlwasser aufzuheizen (Reanult Scenic un dauch andere heizen zusätzlich elektrisch). Damit ist die Dieselphase aber immer länger und für kürzere Strecken ungeeignet.
    Der eigentliche große Nachteil ist aber, daß die modernen Motoren (common rail, Pumpe/Düse) sehr, sehr kleine Düsen haben (7 bsi 9). Es könnte vorkommen (sgat man), daß kleine Restmengen (Düse verhält sich ein wenig wie Mann beim pinkeln) des Planzenöls an den Löchern verkokeln und diese zustopfen. Diesel verdampft hier restlos, Planzenöl nicht.
    Bei den alten Zapfendüsen war das kein Problem.
    Gegen diese Erkenntnisee spricht, daß Firmrn professionell umbauen und wohl keine Probleme damit haben sollen.

    Ein Gemisch von 70% Pöl und 30 % Diesel soll wohl auch im Winter (wenn nicht zu extrem) im Eintanksystem problemlos sein, weil der Diesel alles gut wegspült.

    Ansonsten sind die Eigenschaften extrem gut. Die Schadstoffe sind geringer, Ruß ist besser, Heizwert ist besser (also geringerer Verbrauch).
    Wenn Leute berichten, daß mit Pöl (Pflanzenöl) weniger Leistung herauskommt, dann liegt das daran, daß die mechanischen Einspritzpumpen die Maximaldrehzahl nach dem Fließdruck des Diesel in der Pumpe abregeln. Weil das Öl aber dickflüssiger ist, fließt es schwerer und führt zu einem verfrühten Abregeln. Wie das bei den elektronischen Diesel ist, weiß ich nicht. - dürfte aber wohl nicht vorkommen.
    Übrigens: Pflanzenöl gilt nicht als grundwassergefährdend und auch nicht als feuergefährlich. D.h. ein alter Öltank hinter dem Schuppen und eine billige Bohrmaschienenpumpe aus dem Baumarkt ergibt die perfekte Tankstelle zu Hause!!! Info zu Ölmühlen als Lieferanten gibts im Internet.
    ABER: In Holland wird Pfalnzenöl schon als Kraftstoff versteuert und die BRD will das wohl auch einführen.
    Stand derzeit: Pöl in den Tank mit Diesel schütten ist erlaubt. Mischen außerhalb des Auos ist auch erlaubt - aber man stellt Kraftstoff her und muß das ganze Zeug dann versteuern.
    (Nebenbei: Beim Korn mahlen ist auch eine Steur fällig. Ich werde wohl eine Selbstanzeige beim Finanzamt machen und melden, daß ich in den letzen 10 Jahren 60 kg Weizen und Roggen gemahlen habe :) )

    Rechtlich (vom Abgas her) ist aber der Sprit NICHT vorgeschrieben. Also es gibt derzeit her KEINE Handhabe, Pöl zu verbieten.

    Anmerkung: Wer glaubt, Frittenfett fahren zu können, soll mal im Internet nachlesen, was für einen extermen Aufwand diese Freaks treiben - beim reinigen und auch vorheizen. Einer schickt das Fett vorgeheizt vorher durch die Ölwanne und verbrennt es dann. Ist schon nett zu lesen, aber ich würde lieber noch einen unterbezahlten Nebenjob annehmen und richtigen Kraftstoff kaufen.
    Hey Leute - hat jemend noch Lust Pöl zu tanken? Wenn ich einen Diesel hätte würde ich vorsichtig mit 70/30% versuchen. Mein nächstes Auto wird definitv ein Diesel.

    Zukunft: In Nordeutschland läuft derzeit eine Versuchsanlage, welche aus Bioabfällen einen sehr sehr guten Sprit herstellt. Das Zeug wurde schon bei Daimler und VW getestet und alle waren begeistert. Man kann den Sprit unbedenklich in jedem Diesel fahren.
    Zusätzlich besteht dieser Sprit nur aus 6 hochwertigen Substanzen (Diesel aus 3000) mit sehr hoher Selbstzündtemperatur. Damit könnte man neue noch sparsamere DIESEL - OTTO - Motoren bauen (also Diesotto - nicht zu verwechseln mit Risotto), welche verdichten wie ein Diesel aber mit Zündfunken zünden. Das reizvolle daran ist, daß ein stufenloser Übergang beim Kraftfahrzeugbestend möglich ist.
    ABER: Das Bundesamt mag dieses Verfahren nicht, weil es angeblich zu enrgieaufwendig ist!?!?!?. Was ist denn bitte bei Abfällen zu energieaufwendig?

    Gas: - hier meine Meinung dazu:
    Grundsätzlich haben wir weltweit eine riesige installierte Infrastruktur für flüssige Treibstoffe. Diese Miliardeninverstition kann man nicht so ohne Weiteres umbauen.
    Die Autos sind definitv auf diese flüssigen Treibstoffe optimiert. Natürlich kann man auch mit Gas fahren, aber wenn man einmal ein Optimum hat, erreicht man in der Regel erst durch viele weiteren sinnvollen Veränderungen und auch nur eventuell ein anderes Optimum. Dazu gehören aber die derzeitigen Autos und Anwendungen mit Gasbetreib nicht. Es werden Nischen bleiben - aber sinnvolle!
    Gas ist zwar relativ umweltfreunlich aber eben doch ein Produkt der Erdgeschichte und damit endlich. Gas ist für die Chemieindustrie viel zu wertvoll, um es zu verheizen. Wir werden erleben, daß die Newcomer (China, Indien ...) der Industrieländer zu arm sind, um alternative Energien zu nutzen und diese werden deswegen alles an Öl und Gasvorkommen kaufen, was zu kaufen ist. Ergo wird Gas auch knapp und teuer werden. Und daß Putin oder sein Nachfolger uns in Zukunft bevorzugt beliefern wird, glaubt auch nur der hoffnungslose Optimist.
    Ich glaube nur an die Zukunft von biologisch hergestellten flüssigen Kraftsstoffen. Prädestiniert wären die neuen Bundesländer, weil hier ja historsich bedingt große ehemalige LPG-Flachen vorhanden sind. Außerdem wären sicher viele froh, wieder eine sinnvolle Arbeit zu haben, die nicht von Gnaden der ABM-Maßnahmen kommt.
    Da aber die landwirtschaftlichen Flächen kaum ausreichen, wird man trotzdem weiter an Sprit sparen müssen. Das ist auch gut so, denn wir und auch andere Nationen leben gnadenlos über unsere Verhälnisse.

    Das ist meine Meinung - andere Meinungen willkommen.

    Sorry, der Beitrag ist zu lang geworden.

    Grüße aus dem schönen Oberbergischen.
     
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  12. #10 welfen2002, 23. Juni 2006
    welfen2002

    welfen2002 Mitglied

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    Vielstoffmotoren und 3Liter Autos hat es schon vor 50 Jahren gegeben. Wenn hier im Forum über alternative Betriebsstoffe diskutiert wird ist das ein politisches Thema.
    Reale Politik wurde schon immer ausschließlich von wirtschaftlichen Interessen gelenkt. Der Bürger soll benebelt werden vom 3Liter Lupo, es gibt sogar Parteien die sich „Grün“ nennen, aber wenn man genauer hinter die Kulissen schaut, sind die Machtinteressen so verteilt, das einiger sehr reich werden und die lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen.
    In dieser Gilde ist die Mineralölindustrie, die Automobilindustrie und natürlich auch die Spitzenpolitik usw..
    Wenn einige HDK-Freunde trotz bester Recherchen Verständnislosigkeit bezüglicher der allgemeinen Entwicklung von alternativen Energien zeigen, lohnt es sich vielleicht auch mal meinen Erklärungsversuch zu bedenken.
    Spätestens wenn Pöl, Gas oder sonst was droht wirtschaftlich interessant zu werden, wird auf jeden Fall die Politik mit Steuern dafür sorgen, das des für den Bürger keinen Vorteil gibt.
    Die Automobilindustrie scheut keine Kosten und Mühen die modernen Motoren so zu bauen, dass sie kaputt gehen, falls der Bürger es wagt aus der Reihe zu tanzen. Zum Beispiel durch Dichtungsringe in Einspritzpumpen die Aufquellen und sich somit zerstören, wenn man nicht das gut versteuerte Mineralöl reinkippt.
    Für VW ist es viel Interessanter ein 12 Zylindermotor zu bauen, als ein 3Liter Auto. Ja warum wohl? Der Pheton ist steuerfrei, der alte Diesel, dem es egal ist ob man Pflanzenöl reinschüttet wird bestraft. Spätestens wenn es mehr als 3 Gastankstellen gibt, bin ich mir sicher, dass der Gesetzgeber es schon versteht, wie er den Bürgern das gut versteuerte Mineralöl wieder schmackhaft macht.

    Jog54 ´s Thread ist 1A, aber was hat z.B. Esso davon? Wirtschaftlich wird die Musik doch ganz woanders gemacht, bestimmt nicht bei der Versuchsanlage, die aus Bioabfall Sprit herstellt.
     
  13. blautze

    blautze Mitglied

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