Alkoholisierter Paketbote - Polizei oder Chef anrufen ??

Dieses Thema im Forum "Fun / Off Topic / SmallTalk" wurde erstellt von Anonymous, 22. November 2012.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Moin,

    ich bekomme in der letzten Zeit öfter Pakete. Bei einem Fahrer bemerke ich jedesmal eine gewaltige Alkoholfahne.
    Sollte man in so einem Fall die Rennleitung und/oder seinen Chef informieren oder nicht ? Noch habe ich Skrupel. Ich ruiniere damit ggf. eine Existenz, andererseits könnte er im vollen Kopp einem anderen Menschen Schaden zuführen. Was meint ihr ? Rennleitung / Chef anrufen oder nicht ?




    Wichtiger Hinweis: Das soll keine Verallgemeinerung der Paketdienstfahrer sein, 99% der Fahrer sind ganz feine Leute, ich hatte damals jeden Tag mit denen zu tun. Nur eben der eine stinkt wie eine ganze Kneipe.
     
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  3. zooom

    zooom Mitglied

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    Also gemessen daran, womit Tankstellenbesitzer ihr Geld wirklich verdienen, nämlich mit den Minifläschchen Jägermeister etc. kann man ermessen, wie verbreitet die Volkskrankheit Alkoholabhängigkeit ist.
    Dazu die Statistiken, daß bei etwa 25% der Unfälle Alkohol im Spiel ist, keine Frage, ein alkoholkranker Fahrer gehört nicht hinters Steuer, der könnte Dein Kind überfahren.
    Ich würde da nicht lang rumtun, sondern die Polizei verständigen.
    Nur eins ist auch klar, das ist kein Paketfahrerproblem.
     
  4. knebel24

    knebel24 Mitglied

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    Noch besser als der Chef wäre vermutlich der Personalrat der Firma, wenn es denn einen gibt. Da laufen dann normalerweise Mechanismen an.

    Nur, dein Fahrer ist aller Wahrscheinlichkeit nach kein Angestellter sondern ein Subunternehmer. Und damit sein eigener Chef.

    Bitte bedenke auch, wenn du meinetwegen 3 Flaschen bleifreies Bier getrunken hast, stinkst du auch wie ein Biber ... aber besoffen bist du nicht.

    Gruß
    Uwe
     
  5. #4 Big-Friedrich, 22. November 2012
    Big-Friedrich

    Big-Friedrich Moderator
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    Sorry, ich bin da vielleicht etwas hart, aber ich habe in so einem Fall sofort meine Kinder vor den Augen.....
    Ich würde sofort die Polizei informieren. Existenz hin oder her, es sind Menschenleben in Gefahr.

    Ich habe schon mal einen betrunkenen Autofahrer verfolgt und die Polizei bis zu ihm nach Hause geleitet.
    Es stellte sich dann heraus, dass der Fahrer nicht betrunken war, sondern einfach nur alt. 93 Jahre alt und nur am zittern.
     
  6. Wolfgang

    Wolfgang Mitglied

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    Dem stimme ich voll zu.
    Auch ich mal so einen "Fall". Hinter mir fuhr einer leichte Schlangenlinien. Auch ich habe damals an meine kleinen Kinder gedacht und bin an der nächsten Telefonzelle (gab es da noch) angehalten. Die Polizei hat ihn zu Hause abgefangen und zur Wache gebracht.
    Gruß Wolfgang
     
  7. Beastie

    Beastie Mitglied

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    Mhm.. im Zweifel ruinierst nicht DU die Existenz, das geht dann auf das Konto der Alltagsdroge ... Problem dabei ist natürlich: Es ist eben nur ein Anfangsverdacht, nicht mehr aber auch nicht weniger. Anruf beim Chef (sofern vorhanden) macht aber nur wirklich Sinn, wenn man mehr als nur einen Verdacht zu melden hat, ansonsten besteht natürlich die Gefahr, jemanden nur auf Grund eines ersten Verdachtes gewaltig rein zu reißen..

    Auf der anderen Seite kann man natürlich auch nicht einfach zusehen, wenn jemand sich selbst und andere in offensichtliche Gefahr bringt.

    Daher geht meine Tendenz ehe in Richtung Rennleitung, die im Rahmen einer verdachtsunabhängigen (!) Kontrolle ja durchaus relativ unverfänglich mal jemanden raus winken kann, ohne das an dem Selben im Falle einer einfachen Erklärung für Deine Beobachtungen irgendwas hängen bleibt. Hängt natürlich auch ein wenig vom Fingerspitzengefühl der Rennleitung ab.. hoffe aber, dass die im Zweifel Profi genug sind, das nicht wie eine Anzeige sondern eben nur als Hinweis zu verstehen.

    Und eines sollte man immer bedenken.. sollte jemand tatsächlich in eine Abhängigkeit geraten sein (was mich bei dem Job nicht wundern würde...), hilft wegsehen und tolerieren rein gar nichts.. die Spirale dreht sich bereits und jeden Tag, wo es weiter geht, macht es schlimmer. Besser den Führerschein eingezogen und den Job los (der vielleicht erst zur Flasche führte...) als am Ende genau das gleiche zu erreichen und obendrauf auf noch dank Rückforderungen von Versicherungen auf Grund von Schäden wirtschaftlich nie wieder hoch kommen zu können oder gar einen nicht wieder gut zu machen Personenschaden auf sich zu laden.

    Im Zweifel geht es hier um eine Krankheit, und jemanden, der Hilfe braucht, um da wieder raus zu kommen... klingt seltsam .. ist aber so.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Seit heute Mittag ca. 13.00 Uhr steht eben dieses Paketauto fahrerlos auf einem Parkplatz. Entweder hat ein anderer die Rennleitung verständigt oder es war eine normale Kontrolle. Ich war es nicht, ich hätte aber auch bei der nächsten dieser Gegebenheit angerufen. Ich bekomme zwar heute mein Paket nicht mehr, aber es gibt wichtigeres.
     
  9. rgruener

    rgruener Mitglied

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    also ehrlich gesagt - da geht mir das gutmenschen- und denunziantentum schon etwas zu weit.
    viell hat der gute mann zu mittag ein bier getrunken, das geht keinen was an.
    1 oder 2 mon cheri geben auch schon en gewaltige fahne, ebenso alkoholfreies bier.
    haben wir nicht vor 20 jahren erst die DDR abgeschafft, wo jeder seinen nachbarn bespitzelte und anzeigte?
    man kanns auch übertreiben.
     
  10. Dachfalter

    Dachfalter Neues Mitglied

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    Autofahren unter Alkoholeinfluss geht gar nicht. Wenn die Fahne von alkoholfreiem Bier oder einem MonCherie herrührt stellt dies ja kein Problem dar. Wie hoch ist hier allerdings die Wahrscheinlichkeit? Der Blödsinn mit dem MonCherie wird immer und immer wieder als Argument hervor gekramt wenn es darum geht die Alkfahrer zu behüten, indem man versucht, so eine Anzeige zu ächten. Alkohol hat im Straßenverkehr nichts zu suchen! Das hat nichts mit Denunziantentum zu tun, sondern mit dem Schutz der Allgemeinheit vor verantwortungslosen Fahrern, die meinen, doch beschiggert fahren zu müssen. Diese Alkfahrer in Schutz zu nehmen ist ignorant und verharmlosend. Ich kann gar nicht verstehen, warum die legale Alltagsdoge Alkohol immer und immer wieder so in Schutz genommen wird.

    Ich sage ja nichts gegen Alkoholkonsum an sich. Wer jedoch zwischen Alk und Teilnehme am Straßenverkehr nicht trennen kann, gehört nicht auf die Straße. Auch derjenige nicht, der sein Geld dort verdient, und trotzdem meint, unter Alk fahren zu müssen. Er ist hier völlig selbst für sich und seinen Broterwerb verantwortlich. Er weiß selbst, daß er vom Lappen abhängig ist. WEnn er diesen dann mutwillig (und nichts anderes ist dies) aufs Spiel setzt ist selber schuld, wenn er dann weg ist. Und in diesem Fall bin ich der MEinung je früher um so besser.

    ...sagt einer, der schon genügend Zerstörung von Mensch und Material durch Alkohol im Straßenverkehr erlebt hat.
     
  11. #10 Big-Friedrich, 28. November 2012
    Big-Friedrich

    Big-Friedrich Moderator
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    Woher der Alkoholgeruch stammt und in welchem Mengen es im Körper ist, müssen wir nicht wissen. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, das heraus zu finden. Zum Glück gibt es dafür Fachleute.
     
  12. rgruener

    rgruener Mitglied

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    ja genau. und es gibt staatsanwälte, richter und polizei.
    ob wir uns in diesem fall selber dazu aufschwingen sollten, das finde ich mehr als fraglich.
    der rest meiner familie übrigens auch.
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Lt. Bericht in der Zeitung 1,6 Promille. Da muss man ne ganze Menge Mon Cherie futtern, um diesen Pegel zu erreichen.
    Und wer Mittags um ca. 13 Uhr diesen Pegel hat oder noch hat, der hat nicht "nur" mal eben ein Bier zum Essen getrunken. Wenn einer mal eine leichte Fahne hat, kann ja mal passieren. Aber der hatte bei den Paketlieferungen definitiv "Kante voll". Denunziantentum hin oder her ist mir egal. So jemand hat nichts auf der Strasse verloren. Ich scheine mit meiner Meinung ja GsD nicht alleine zu sein, denn ein anderer/eine andere hat ihn ja angezeigt, also ist es nicht nur mir übel aufgefallen. Es war ja nicht bei einer einzigen Zustellung, sondern über ein paar Wochen immer wieder bei diversen Paketzustellungen. Also hat er definitiv ein Problem.

    @ Robert: Wenn du mal, so wie ich leider, einen sehr guten Freund wegen einem fremden Unfallfahrer unter Alkoholeinfluss verloren hast, siehst du sicher die Sache anders. Mein Kumpel wurde auf dem Gehweg von einem Besoffenen überfahren. Ich möchte überhaupt nicht daran denken, wenn eines meiner Kinder.....
     
  14. Fischotter

    Fischotter Mitglied

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    Ich hab genauso wenig Verständnis für solche Leute. Mein Vater ist 3 Mal besoffen erwischt worden und ich hatte kein Mitleid mit ihm, sogar als er beim dritten Mal in den Knast im Sauerland für 4 Wochen durfte.
    Von mir aus können sie solchen Leuten, besoffen fahren und erwischt werden, den Führerschein auf Lebenszeit entziehen. Damit kommen die Idioten nicht mehr auf die Idee besoffen auto zu fahren und andere zu gefährden.

    Ciao
     
  15. rgruener

    rgruener Mitglied

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    es geht nicht um verständnis für betrunkene autofahrer.
    von 1,6 promille war auch nicht die rede am anfang, sondern von einer fahne. und die wird bekanntlich individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen. die sache sieht anders aus, wenn der kerl rum torkelt, oder sonstwie ein sehr starker alkoholeinfluss spürbar ist. dann würde ich vermutlich auch anzeige erstatten, aber nur dann.
    ich finde es auch OK meldung zu machen, wenn man auf der autobahn einen laster mit 30° schieflage bemerkt oder die karre sonstwie lebensgefährlich aussieht. nur sollte alles wohl überlegt sein. eine leichte fahne allein geht uns nichts an, denke ich. und alkohol ist nicht die ursache für alles, auch daran muss man mal denken.
    als ich meinen schein gemacht hab, da konnte man 4-5 bier legal trinken und dann nach hause fahren. die zeiten haben sich geändert. manche leute nicht.
    generell ist es nicht unsere sache, straftaten zu ahnden. jede anzeige sollte 3fach bedacht sein. manchmal soll es ja helfen denjenigen darauf hin zu weisen und ihm den schlüssel abzunehmen.
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Von den 1,6 Pomille konnte im Eingangspost keine Rede sein, denn der Wert war ja nicht bekannt. Angezapft wurde er ja erst später. :zwink:
     
  17. rgruener

    rgruener Mitglied

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    ja eben. deswegen sag ich ja, da muss der verdacht schon ganz erheblich sein, bevor ich anzeige erstatte.
    eine fahne allein ist mir da zu wenig.
     
  18. #17 Big-Friedrich, 29. November 2012
    Big-Friedrich

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    Nun ja... Für eine Anzeige reicht es nicht, aber einen Tipp kann man den Herren doch geben. Es geht ja auch nicht darum, den Kerl zu bestrafen, sondern in erster Linie, ihn aus den Straßenverkehr zu ziehen. Ich finde, es ist unsere Pflicht, so zu handeln.
     
  19. rgruener

    rgruener Mitglied

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    nun ja , manchmal ja und manchmal nein. man sollte abwägen.
    es gibt schon zuviele gesetze und regeln. wenige sind gut und nützlich. wahrscheinlich keine 15%.
    ich bin auch strikt gegen vorratsdatenspeicherung und zentralisierte verbrecherkarteien.
    das ist alles unsinn und dienst nur dem spitzelwahn des staates. wo fängt man an und wo hört man auf?
    am besten fängt man gar nicht erst an.
     
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  21. Fischotter

    Fischotter Mitglied

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    Ich würde keine Rücksicht darauf nehmen, wenn einer meint besoffen fahren zu müssen. Vor jahren hab ich einen Freund den Autoschlüßel abgenommen, weil er besoffen war. Der Typ hat heftig widerstand geleiestet, aber zum Schluß aufgegeben.
    Dei Bekloppten, gefähreden sich nicht selbst, sondern andere um so mehr.

    ciao
     
  22. Anonymous

    Anonymous Guest

    @ rgruener

    Spitzelwahn -- da stimme ich Deiner wehret-den-anfängen-aussage voll und ganz zu -- und durchsetzung sinnvoller regeln -- wozu das alkoholverbot am steuer *) zweifelsohne zählt -- sind zwei paar stiefel. Dies zur anzeige zu bringen, hat auch nichts mit denunziantentum zu tun, sondern ist verdammt noch mal unsere bürgerpflicht. Denn die durchsetzung insbesondere leben und gesundheit dritter schützender regeln ist eben nicht nur sache der "obrigkeit", sondern des staates -- und der sind wir alle !

    Sich in diesem zusammenhang mit dem verweis auf 'denunziantentum' seiner persönlichen verantwortung zu entziehen, ist ein -- im übrigen typisch deutsches (blockwart!) -- totschlagsargument (UND ausrede!) pro wegschaumentalität.


    *) laut angaben der polizei werden weniger als ein prozent aller alkoholfahrten überhaupt entdeckt -- was zu einem erheblichen (!) anteil auch an der wegschau-mentalität des umfelds der betreffenden verbrecher -- denn nichts anderes sind alkoholfahrer -- liegt. 'Weniger als 1% entdeckt' bedeutet gleichzeitig 'mehr als 99% unentdeckt'.

    Das ist im übrigen, so paradox es klingen mag, eine himmelschreiende ungerechtigkeit gegenüber den wenigen, die erwischt werden. Denn es ist imho unter dem gesichtspunkt der gleichheit vor dem gesetz bei keiner straftat (oder auch nur ordnungswidrigkeit) akzeptabel, daß (nur) ein vernachlässigbarer anteil der täter sanktioniert wird, während der weit, weit überwiegende teil ungeschoren davonkommt.
     
Thema:

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