100W Solarmodul - Einbaubericht

Dieses Thema im Forum "Camping/Umbauten und Tuning" wurde erstellt von rivfader, 31. Oktober 2015.

  1. rivfader

    rivfader Neues Mitglied

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    Moin zusammen,
    in diesem Fred, habe ich mit eurer Hilfe meine Solaranlage geplant und möchte das Ergebnis natürlich nicht vorenthalten.

    Wie schon im anderen Fred erwähnt, hätte ich das Modul gerne quer aufgeklebt, aber leider war mir die Abrundung am Rand zu stark.

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    Angefangen habe ich damit, Gartenschlauch als Leerrohr durch den Motorraum in den Innenraum zu ziehen.
    Hierfür musste die Batterie samt Halter ausgebaut werden.
    Nun konnte ich den Schlauch an der Seite in den linken Radkasten ziehen und von dort aus durch die Türdurchführung in den Innenraum gelangen.
    Ich habe mir gleich einen stabilen Draht mit durchgezogen und diesen im Motorraum noch durch bestehende Kabelkanäle geführt, so komme ich direkt vor dem +Pol der Batterie raus.
    Innen komme ich direkt im Fußraum raus, und kann von dort unter der Verkleidung am unteren Rand wie die original Kabel , verdeckt nach hinten gehen.

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    Und hinten habe ich erst mit dem Draht den richtigen Weg gesucht und dann das Rohr durchgezogen.

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    Als nächstes habe ich die Kabel eingezogen. Ich habe überall 4mm Solarkabel benutzt.
    Ich habe vorne gute 2 cm abisoliert und im Innenraum an den Draht geknotet (einen Harken gebogen und die Litzen drumm gezwirbelt) und vorne ein bisschen Fett raufgeschmiert, damit es besser durchflutscht.

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    Dann wurde an das Ende ein Sicherungshalter gepresst, mit Integriertem Schrumpfschlauch und ans Ende ein Ringkabelschuh.

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    Hinten wurden die Leitung für das Modul ebenfalls durchgezogen.

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    Da ich gerne den Eingebauten Entladeschutz des Reglers nutzen wollte, musste ich den + und - Pol der Verbraucher direkt an der Ausgang der Reglers anschließen. Das ganze soll aber natürlich vernünftig abgesichert sein.
    Also wurde ein kleiner Flachsicherungskasten bestellt. Wie aber jeden Anschluß, bei 4mm Kabeln mit Strom versorgen?.

    Ich habe vollisolierte Kabelschuhe genommen und kleine Kabelstücke mit Ringkabelschuhen versehen. Hierbei muss man aber auf die Länge achten und jedes einzeln ausmessen, da die Kabel sonst wieder aus dem Stecker gedrückt werden.

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    Als nächstes wurde über die Quetschverbindung noch ein Schrumpfschlauch geschrumpft.

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    Und alles mit einer abgelängten Schraube+Mutter (und Sicherungspaste) zusammengehalten.

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    Nun habe ich noch die Schraube mit Isoband umwickelt einmal über die Mutter und dann zwischen jedes Leitungspaar einmal über kreuz.
    Der Laderegler wurde auf die Rückseite unserer Bettbox geschraubt und der Verteiler/Sicherungskasten ebenfalls.
    Das Kabel für den Anschluss wurde natürlich mit einer Aderendhülse versehen. Leider hat die Kunststoffseite nicht über die Kabelisolierung gepasst. Und ich habe die Hülse falsch herum aufgepresst und mit dem Seitenschneider eingekürzt.

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    Die Leitungen zur Batterie und vom Solarmodul habe ich von unten durch das Blech geführt. Wobei die Masse zur Batterie an die Karosse geht. Hierfür habe ich Gummidurchführungen benutzt, damit die Kabel nicht beschädigt werden.

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    Die Verbraucher Durchführung ist ein wenig größer und liegt nun daneben.Da habe ich noch keine Fotos, da alles immer nur Step bei Step gebaut wurde. Für die Masse habe ich eine ähnliche Konstruktion gewählt. Nur das erst einmal eine Leitung nach hinten geht und von dort aus, wurden Abzweiger gezogen.

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    Nun aber zum Modul aufkleben. Zu erst habe ich geguckt, ob überhaupt irgendwas an den Kabeln ankommt.
    Es war mehr als Bedeckt, aber da was ankam, ging es weiter.

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    Also wurden nun erst die 4 Eckhalter angeschraubt. Hierzu habe ich Löcher durch die Halter und dem Rand des Modul gebohrt !!!ACHTUNG!!! vorher gucken, ob genug Platz ist.Nicht dass man in das Modul kommt.
    Ich habe die Ecken mit M4 Schrauben und Selbstsichernder Mutter (alles A2) verbunden.
    Nun müssen die Muttern aber noch aufgeklebt werden, da man später ja nur schwer mit einem Schlüssel unter das Modul kommt.

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    Zuerst habe ich nun das komplette Dach mit Wasser und Autoshampoo von groben Schmutz gesäubert.
    Das Modul samt Haltern wurde auf dem Auto positioniert und eingemessen.
    Vom aufkleben habe ich leider keine Bilder gemacht, da ich da besseres zu tun hatte :D

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    Nachdem es an seiner Stelle war, habe ich mit einem Bleistift die Ecken aufs Dach übertragen und rundherum mit Kreppband abgeklebt. Der markierte Bereich wurde mit Spiritus gesäubert und dann der Kleber aufgetragen.
    Wir haben dann zu zweit das Modul auf die Stellen gehalten und aufgedrückt. Leider ist das Glattziehen nicht so sauber geworden, aber rundherum konnten wir einfach das Krepp abziehen und hatten sauber Abschlüsse auf dem Dach.

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    Das ganze habe ich übers Wochenende stehen lassen und mich dann erst um die Dachdurchführung gekümmert.
    Ich habe mich dafür entschieden, die Durchführung falsch herum zu benutzen. So laufen die Kabel direkt vom Modul in die Durchführung.
    Also habe ich das Loch eingemessen und gebohrt. Um die Kanten vor Rost zu schützen, habe ich von unten ein Stück Pappe aufgeklebt und von oben rund herum mit Krepp abgeklebt. Nun wurde nach dem entfetten noch eine dünne Lackschicht aufgetragen.

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    Und wieder habe ich eine Gummidurchführung für die Kabel benutzt.

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    Und im letzten Schritt wie beim Modul selber, die Durchführung aufgeklebt.

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    Ich habe noch eine Leiste mit USB-Lader, Zigarettensteckdose und Voltometer verbaut. Hinten war schon eine Dose vom Vorbesitzer, die ich nur neu Verdkabelt habe.

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    Wenn wieder alles eingebaut und alle Verkleidungen wieder dran sind, kann ich noch gerne Fotos nachschieben.
    Ich hoffe ich kann damit späteren Bastlern helfen und bin auch gerne bereit auf direkte Fragen einzugehen oder wenn noch Aufnahmen gewünscht sind, mache ich auch das gerne ;-)
    Nach dem Anschließen lief auch alles sofort, wie es soll.
    Seit dem ist meine Batterie auch immer voll geladen (was die LiMa wohl auf den Kurzstrecken nie ganz geschafft hat) und auch schon ein mehr tägiger Test mit der Kühlbox auf -18°C hat keine Probleme gemacht.

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  3. Evie

    Evie Mitglied

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    Hallo rivfader

    Tolle Anleitung :top: :danke: gut umgestzt, ganz nach meinem Stiel :zwink:

    Doch ich würde was ändern. Habe selber den Tipp von Thomas von Zooom erhalten und gebe ihn hier genaugenommen nur weiter. :zwink:

    Deine Sicherung vorne an der Batterie wird dir mit großer Wahrscheinlichkeit den Stromdurchfluss in der Leitung blockieren (auch wenn du nicht ewähnt hast wie stark sie ist).

    Ich habe diesen Sicherungshalter hier mit einem 50 A Sicherungsstreifen verbaut.

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  4. caddylac

    caddylac Mitglied

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    Den in der Anleitung verwendeten Sicherungshalter meine ich zu kennen. Der sollte kurzzeitig bis 30A verkraften. Den habe ich für einzelne Anschlussdosen im Batteriekoffer genommen. In der Hauptleitung nehme ich auch lieber etwas kräftigeres und zwar Sicherungsautomaten. In einem Auto habe ich einen mit 40A, der schon seit 10 Jahren dort im Dienst ist und noch immer funktioniert. Und im auch als Starthilfe nutzbaren Batteriekoffer ist es ein 200A Sicherungsautomat, der dort auch als Ein-/Ausschalter bzw. Trennschalter Dienst tut. Entsprechend fett mit Starthilfekabel und M8 verdrahtet.
     
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